Konferenz "Musical Creativities in the age of AI and posthuman criticism" - 11. / 12. Juli 2025
Rückblick auf die Konferenz „Musical Creativities“ am Musikinstitut (SoSe 2025)

Performance Feeling the Pressure Gregor Glogowski und Diego Ramos Rodríguez
Was ist musikalische Kreativität? Was versteht die Musikpsychologie, Musikphilosophie und Musiksoziologie darunter? Ist Kreativität ein Prozess oder eine Eigenschaft? Was wissen wir über nichtmenschliche Kreativität? Und wie könnte im Zeitalter von KI und ökologischer Sensibilität ein kritischer Kreativitätsbegriff aussehen? Um diese und weitere Fragen ging es bei der zweitägigen Konferenz „Musical Creativities in the Age of AI and Posthuman Criticism“, die am 11. und 12. Juli 2025 am Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der JLU stattgefunden hat. Mitveranstalterinnen waren die Europa-Universität Flensburg und die Anton-Bruckner-Privatuniversität Linz, gefördert wurde das Projekt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft.
Die Veranstaltenden blicken dankbar auf einen intensiven und offenen Austausch zurück. Mit wissenschaftlichen und studentischen Gästen aus fünf verschiedenen Ländern hatte die Konferenz den Charakter eines offenen Workshops, bei dem das Problemfeld der Kreativität offen und explorativ erschlossen wurde. Es zeigte sich immer wieder: Künstlerische und „kreative“ Prozesse sind ein Experimentierfeld für die Bewältigung gesellschaftlicher und globaler Herausforderungen. Die Auseinandersetzung mit Mensch-Technik bzw. Mensch-Ökologie-Dispositiven in musikbezogenen Kontexten erwies sich als fruchtbar und gab Impulse für weiterführende Forschung.
Die über zwanzig Vorträge zu drei Themenblöcken wurden ergänzt durch Round-Tables, Lecture-Performances Podiumsgespräche. Das erste Panel „Creativity between Disciplines“ beschäftigte sich mit diversen, teils auch widersprüchlichen Kreativitätstheorien aus den Bereichen Musiksoziologie, Musikpsychologie und Musikphilosophie. Vortragende waren Prof. Dr. Claudia Bullerjahn, Prof. Dr. Wolfgang Fuhrmann, Dr. Christian Vassilev, Charles White und Prof. Dr. Kasten Mackensen. Moderiert wurde das Panel und der anschließende Round-Table von Roman Duffner. Im zweiten Panel „Creativity as Discourse“ wurde eine historisch-ideologiekritische Perspektive eingenommen. Vortragende waren hier Prof. Dr. Timothy Talyor, Dr. Simon Tönies, Dr. Douglas Barrett and Dr. Susanne Heiter. Prof. Dr. Wolfgang Fuhrmann leitete die Diskussion. Der zweite Veranstaltungstag widmete sich ganz der künstlerischen Forschung. Hier reflektierten Künster*innen und Wissenschaftler*innen anhand konkreter Fallbeispiele über Kreativprozesse in unterschiedlichsten Settings (Prof. Dr. Jon William Fessenden, Prof. Dr. Lawrence Wilde, Prof. Dr. Martin Ullrich, Roman Duffner, Julia Barreiro, Moderation: Prof. Dr. Peter Mall; nachmittags dann Deniz Aslan, Dr. Marin Reljic, Christoph Reiserer und Prof. Dr. Artemi-Maria Gioti, Moderation: Helene Heuser). Ein Workshop-Konzert mit Lecture-Performances von Dr. Diego Ramos Rodríguez, Gregor Glogowski und Dr. Shelly Knotts rundete die Veranstaltung ab.
Eine Veröffentlichung der Tagungsergebnisse ist in Planung. Gedankt sei allen Vortragenden sowie Helfenden vor und hinter den Kulissen, insbesondere Katrin Schmidt, Irina Dannenberg, Maximilian Schäfer, Leopold Willert und Johannes Kühn.
Hier finden Sie den Link zum Tagungsprogramm.

Performance Laptoporchester Lawrence Wilde und Teilnehmende

Round Table Panel 1 Creativity between Disciplines
Ankündigung der internationalen Konferenz Musical Creativities am Musikinstitut
The conference explores phenomena, discourses, and practices of musical creativity. On the one hand, current developments in AI technology and on the other hand, a growing post-humanist critique of the subject call for a re-evaluation of the concept of creativity. Up to now, this has often been understood in anthropocentric terms (as a criterion of the human) and individualistically (in relation to an isolated, strong subject). The aim of the conference is to test alternative perspectives that understand creativity more as a decentralised, networked, material, dynamic and performative phenomenon. Through an explorative concept with presentations, round tables, and lecture performances, the conference aims to provide impulses for critical, interdisciplinary research on the topics of AI, music, and creativity.
July 11
09:15 a.m.–12:45 p.m.: Panel 1, Creativity between Disciplines
02:00 p.m. until the end of the respective round table: Panel 2, Creativity as Discourse
July 12
09:15 a.m.–12:30 p.m.: Panel 3, Creativity as Artistic Practice I
02:00 p.m. until the end of the respective round table: Panel 4, Creativity as Artistic Practice II
The conference is open to all interested parties, subject to limited room capacity.
A cooperation between:



Funded / Supported by:
Deutsche Forschungsgemeinschaft

