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Klassische Archäologie

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Einladung zum Gastvortrag von Prof. Dr. Philipp Kobusch (Rostock)

Die Professur für Klassische Archäologie der Justus-Liebig-Universität Gießen lädt herzlich zum Gastvortrag ein:

Referent: Prof. Dr. Philipp Kobusch (Rostock)
Thema: Die sog. Kore von Kallipolis. Zur Reparatur antiker Kultstatuen
Wann: Dienstag, 16. Juni 2026, 18 c.t. Uhr
Wo: Margarete Bieber-Saal, Ludwigstraße 34, 35390 Gießen

 

Zum Vortrag: Kultbilder repräsentieren im griechischen Kult die Gottheit und sind daher Adressat für vielfältige Kulthandlungen und Gebete. Ihre besondere, herausgehobene Rolle spiegeln viele antike Texte wider und über nicht wenige Kultbilder kursieren Wundergeschichten, die das besondere Potential dieser Bilder widerspiegeln. Erhalten haben sich aber nur relativ wenige Beispiele und zumeist nur stark fragmentierte. Die in den 1970er Jahren in Kallipolis gefundene Statue der Kore ist das wohl besterhaltene Beispiel der griechischen Antike. Der Vortrag versucht nachzuweisen, dass das Objekt bereits in der Antike weitreichend repariert wurde und diskutiert, welche Schlussfolgerungen sich daraus für den Umgang mit Kultbildern und für das antike Verständnis des Phänomens Kultbild ergeben.

 

Ausschreibung: Neukirch-Preise für herausragende wissenschaftliche Arbeiten

Die Dr. Dieter und Sigrun Neukirch-Stiftung fördert herausragende wissenschaftliche Arbeiten (insbesondere Dissertationen sowie Abschlussarbeiten der Master- und Staatsexamensstudiengänge) auf den Gebieten

der Klassischen Archäologie
der Klassischen Sprachen
der Geographie an der JLU.
 

Der Dr. Dieter und Sigrun Neukirch-Preis kann nur an Mitglieder und Angehörige der JLU Gießen verliehen werden. Arbeiten von Ehemaligen, die während ihrer Tätigkeit in Gießen angefertigt worden sind, können berücksichtigt werden. Die mit den Preisen auszuzeichnenden Arbeiten müssen zum Zeitpunkt der Bewerbung vollständig abgeschlossen und sollen nicht älter als ein Jahr sein.

Bewerbungen sind ab sofort möglich, die Bewerbungsfrist endet am 31. August 2026. Die Preise werden beim Akademischen Festakt Ende November 2026 vergeben. Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren finden Sie hier.

 

Epic Fails – tragische Helden, Antihelden und ambivalente Gestalten

Beim Gedanken an antike Mythen erscheinen vor dem inneren Auge meist strahlende Helden und allmächtige Götter. Doch auf den zweiten Blick offenbart sich eine deutlich facetten- und schattenreichere Welt: sie ist bevölkert von tragischen Gestalten, Antihelden oder Monstern wider Willen. Viele Geschichten erzählen von unterschiedlichen Arten zu Scheitern. Die Sonderausstellung widmet sich den großen Momenten solcher „epischen Fehlschläge“ in drei Themensektionen:

Hybris und eigenverschuldetes Scheitern – wenn Übermut, Selbstüberschätzung oder das Streben nach Macht den Weg ins Verderben ebnen.
Kontrollverlust und emotionale Ausnahmezustände – wenn Liebe, Leidenschaft, Hass oder Wahnsinn ihre zerstörerische Kraft entfalten.
Unentrinnbares Schicksal – wenn selbst größte Helden dem vorgezeichneten Untergang nicht entkommen können
 

Die Sonderausstellung „Epic Fails“ lädt dazu ein, bekannte Mythen neu zu entdecken als Erzählungen über Grenzüberschreitung, Niederlagen und die Ambivalenz von Heldentum.