Aktuelles der Geschichtsdidaktik
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Probevorlesung von Prof. Dr. Heuer 12:15 Uhr - 12:45 Uhr - Hörsaal C1 Hörsaalgebäude Chemie - Umgang mit Geschichte(n) |
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Der Eintritt in die Universität ist ein komplexer Prozess des Student:in-Werdens und alles andere als ein linearer Übergang. Dieses Werden ist von vielen Herausforderungen geprägt, die durch Her- und Zukünfte und ihre spezifischen Machtverhältnisse bedingt werden. Der Arbeitsbereich Didaktik der Geschichte der JLU Gießen organisierte im vergangenen Jahr Lehrveranstaltungen, in denen Studierende ihre eigenen Bildungsgeschichten reflektierten und künstlerisch-literarisch darstellten. Diese Geschichten geben Einblicke in die Spannung zwischen institutioneller Reproduktion von Differenz und den individuellen Versuchen, sich in Schule und Universität einen Platz zu erarbeiten. Im Rahmen der Kulturnacht werden Lehramtsstudierende der JLU aus ihren vielfältigen bildungs|geschichten vorlesen. Sie zeigen, was es heißt zu studieren: als fortwährender Prozess der (Selbst-)Positionierung in Familie und Gesellschaft. Diese Ambivalenz greift auch die geplante Lesung auf: Der Wetzlarer Autor Fikri Anıl Altıntaş liest aus seinem Werk, in dem er von der Beziehung zu seinen Eltern und von (Nicht-) Zugehörigkeit zwischen Mittelhessen und der Türkei erzählt. Begleitet wird die Veranstaltung von einer Fotoausstellung, die Gegenstände zeigt, die eng mit den vorgetragenen bildungs|geschichte(n) verbunden sind. Weitere Informationen zur Kulturnacht finden Sie hier. |
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Hannah Van Reeth hält am 7. Mai 2026 im Rahmen der Ringvorlesung „Klassiker der Geschichtstheorie und -didaktik neu gelesen“ des Münsteraner Instituts für Didaktik der Geschichte einen Vortrag „über die geschichtstheoretischen Grundlagen von Jörn Rüsens Sinnbildungstypen“. Weitere Informationen finden sich hier. |
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Praktiken der Erinnerung. Holocaust und Nationalsozialismus im Deutschunterricht der Zukunft. Hrsg. von Anja Ballis, Anette Sosna und Dieter Wrobel. WVT: Trier, 2026. Dieser Sammelband enthält trotz der Fokussierung auf den Deutschunterricht auch zwei geschichtsdidaktische Beiträge. Der Aufsatz von Monika Rox-Helmer „Vorbei ist eben nicht vorbei“. Die Nachgeschichte von Nationalsozialismus und Holocaust in der aktuellen Jugendliteratur als Anlass zur unterrichtlichen Reflexion von Praktiken des Erinnerns“ geht der Frage nach, wie die aktuelle Jugendliteratur die ‚zweite Geschichte‘ des Nationalsozialismus darstellt und damit als Praktik des Erinnerns fungiert bzw. Praktiken sogar literarisch thematisiert. Er fragt außerdem nach Herausforderungen und Chancen für historisches Lernen an und mit solchen Texten im Deutschunterricht, im Geschichtsunterricht oder fächerverbindend. |
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KunstGeschichte(n). Über die ästhetische Dimension der Geschichtskultur. Hg. v. Christian Heuer, Georg Marschnig & Britta Breser. Frankfurt a. M.: Wochenschau-Verlag 2025 […] Die Autor:innen diskutieren in diesem Band die bislang vernachlässigte ästhetische Dimension gegenwärtiger Geschichtskulturen und leuchten das Verhältnis von Künsten und Geschichte(n) sowie kultureller, ästhetischer und historisch-politischer Bildung aus. Dabei stehen die ästhetischen Dimensionen geschichtskultureller Orte (bspw. Museum, Gedenkstätte, Klassenzimmer, Geschichtsunterricht etc.), Formen und Praktiken im Vordergrund. Zusätzlich bietet der Band weitere Beiträge zu aktuellen geschichtsdidaktischen Projekten aus Österreich. |
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Am 4. Dezember 2025 hielt Prof. Dr. Christian Heuer einen Vortrag mit dem Titel „Gegenwarten? Praktiken historischer Bildung“. Die Veranstaltung fand im Rahmen der studentischen Initiative Kulttreff sowie in Kooperation mit dem Arbeitsbereich Theorie und Didaktik der Geschichte der Universität Paderborn statt.
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Der Arbeitsbereich Didaktik der Geschichte lädt zur Vorführung des im August erschienenen Historienfilms In die Sonne schauen von Masha Schilinski ein. Mit diversen Zeitsprüngen erzählt der Film die Geschichten von vier jungen Frauen über einen Zeitraum von hundert Jahren. Er spielt an einem altmärkischen Bauernhof, in dem die unsichtbaren inneren Kämpfe hervortreten, die die Protagonistinnen mit sich selbst und ihrer Umgebung austragen. Durch Schilinskis Versuch, diese stillen Zwischenräume durch gespenstische Annäherungen sicht- und hörbar zu machen, wird der Film zu einem äußerst interessanten Objekt geschichtsdidaktischer Fragestellungen. So wirft In die Sonne schauen zentrale Fragen nach generationellem Trauma, patriarchalen Strukturen, historischen Orten und dem (Nicht-)Erzählbaren auf und eröffnet damit die Möglichkeit, aus einer künstlerischen Perspektive das gegenwärtige Geschichtserzählen neu zu denken. Eintritt: gratis Wann? 09.12.2025, 18 Uhr
⚠️ Triggerwarnung psychische Belastungen / Trauma / Andeutungen von Suizid / düstere verstörende Bild- und Tonsequenzen / flackernde, schnell wechselnde Bildeffekte. |
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Du kannst nicht neutral sein!? Aus aktuellem Anlass wollen wir gemeinsam mit den Kolleg:innen aus der Zeitgeschichte, der Fachjournalistik und der Didaktik der Sozialwissenschaften eine Möglichkeit zur Diskussion schaffen. Dienstag 25.11.2025 18 - 19:30 Uhr Raum B009 |
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Fachtag Geschichte 2025 Ambivalente Demokratiegeschichte(n) Im Rahmen des diesjährigen Fachtags „Ambivalente Demokratiegeschichte(n)“ werden an einem zentralen demokratiegeschichtlichen Ort Hessens, dem Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen, zeitgemäße Konzepte der Demokratiebildung und ihrer Vermittlung vor Ort und in der Schule thematisiert, problematisiert und entwickelt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten dabei Einblicke in die Aufgaben der historisch-politischen Bildung im Kontext des übergreifenden Querschnittsthemas der Demokratiebildung, lernen einen neu eröffneten Lern- und Erinnerungsort und sein vielfältiges Vermittlungsprogramm kennen und diskutieren Möglichkeiten der Demokratiebildung vor Ort. Der Fachtag richtet sich somit an Lehrerinnen und Lehrer der sozial- und gesellschaftswissenschaftlichen Fächer, insbesondere an Lehrpersonen der Fächer Geschichte und Politik. Der Fachtag versteht sich als ein Forum der Kommunikation und des Austauschs zwischen Universität, Schule und außerschulischen Partnern.
Programm: 9.00-9.30 Uhr - Ankommen und Kaffee 9.30-9.45 Uhr - Begrüßung durch PD Dr. Florian Greiner (Lern- und Erinnerungsort) - Vorstellung des Anliegens und des Ablaufs durch Prof. Dr. Christian Heuer (AB Didaktik der Geschichte) 9.45-10.45 Uhr - Vortrag von Prof. Dr. Michele Barricelli (LMU München) Von umstrittener zu notwendiger Demokratiegeschichte. Aufgaben historischer Bildung und schulischen Unterrichts in einer beunruhigenden Gegenwart. 10.45-11.00 Uhr - Pause 11.00-12.00 Uhr - Führung durch die Dauerausstellung (Geschäftsführer PD Dr. Florian Greiner & Pädagogische Leitung Nicola Roether) 12.00-13.00 Uhr - Gemeinsames Mittagessen und Pause 13.00-14.00 Uhr - Freier Besuch der Dauerausstellung (mit Reflexionsaufgaben) 14.00-15.00 Uhr - Vorstellung des Bildungsprogramms und Diskussion 15.00-16.00 Uhr - Reflexion, Evaluation und Abschluss
Anmeldeschluss: 13.11.2025 |
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Lesung mit Autorengespräch zum „Wenn die Welt unsere wäre“ von Christian Linker Am 18.11. liest Christian Linker aus seinem Roman „Wenn die Welt unsere wäre“ und steht für ein Gespräch über seine literarische Verarbeitung von Geschichte ebenso bereit wie über seine Erfahrungen mit Lesungen des Romans in Schulen. Der bekannte Jugendbuchautor hat sich in seinem ersten dezidiert historischen Roman mit den Vorstellungen von Freiheit zu verschiedenen Zeiten beschäftigt. Über drei jugendliche Figuren erkundet er die Bedeutung von Freiheit und Unfreiheit für das Individuum in unterschiedlichen Gesellschaften, die er über breit angelegte Zeitpanoramen verstehbar werden lässt. Er zeigt, an den Figuren, wie junge Menschen in den jeweiligen historischen Strukturen gehandelt, gedacht, geträumt haben könnten, an welche Grenzen sie gestoßen sind und wie sie sie überwinden konnten. Er erzählt über Vergangenheiten ebenso wie über die Gegenwarten und das mit einer Hoffnung für die Zukünfte. |









