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Lehrveranstaltungen im WiSe 2025/26 als Plakat 


Lehrplanplakat

 


ÖKOLOGIE DER GEISTER

Tina Kohlmann: Mystic Muscles

Ausstellungseröffnung am Freitag, 13.02.2026, 19 Uhr

Institut für Geisterfroschung aka Blumen Corso,
Johannesstraße 22, 35390 Gießen

Laufzeit: 14.02. – 31.05.2026

Öffnungszeiten: Mi – Fr 14 – 19 Uhr, Sa 10 – 15 Uhr u. n. V.

In ihrem Œuvre beschäftigt sich die Künstlerin mit Grenzwissenschaften, Mythologie, Anthropologie und Ritualästhetik. Für den ehemaligen Blumen Corso, der zugleich als Festivalzentrum des Projekts fungiert, entwickelt sie eine ortsspezifische Installation aus Masken, Figuren und Artefakten, die auf die Geschichte des denkmalgeschützten Gebäudes Bezug nimmt. Mystic Muscles versteht sich als Allegorie jener unsichtbaren Kräfte, die künstlerische Ideen in sinnlich erfahrbare Formen überführen, und verweist zugleich auf die von Kohlmann geschaffenen mythologisch anmutenden Wesen – sogenannte Non-Humans.

Das Kunstprojekt Ökologie der Geister wird von Februar 2026 bis zum Sommer 2027 an verschiedenen Orten im Gießener Stadtraum stattfinden. Initiiert und durchgeführt wird es als Kooperationsprojekt der KUNSTHALLE GIESSEN und des Instituts für Kunstpädagogik der Justus-Liebig-Universität. Wir laden Sie herzlich zur Ausstellung Tina Kohlmann. Mystic Muscles ins „Institut für Geisterforschung“, aka Blumen Corso, ein.

 

Gelehrten-Gedenken in der Universitätsstadt Gießen. Medien, Orte und Probleme der Erinnerung

Vortrag von Prof. Dr. Sigrid Ruby

Mittwoch, 4. März 2026, 19 Uhr
im Netanya-Saal im Alten Schloss am Brandplatz

Der Gelehrten öffentlich zu gedenken, sie in Wort und Schrift dauerhaft zu erinnern, hat eine lange Tradition, ist aber keine Selbstverständlichkeit und als Gestaltungsaufgabe bis heute nicht einfach. Voraussetzung ist die gesellschaftliche Wertschätzung von Wissen, Wissenschaft und Gelehrsamkeit. In einer alten Universitätsstadt wie Gießen kann man davon ausgehen. Für das Gedenken wurde auch hier vor allem auf das Porträt zurückgegriffen. Allerdings war und ist die Darstellung von intellektuellem Vermögen, wissenschaftlicher Brillanz und innovativer Kraft einigermaßen herausfordernd. Denn die Gelehrsamkeit des Professors und – seltener – der Professorin erschöpft sich ja nicht im Umgang mit Büchern, die im konventionellen Gelehrtenbildnis vielfach als Attribut auftauchen.

Im Vortrag wird die Bandbreite der Gelehrten-Memoria in der Universitätsstadt Gießen an ausgewählten Beispielen vor Augen geführt und im Kontext historischer Traditionen diskutiert. Ein besonderer Fokus liegt zum einen auf den gewählten Medien und auf der Ortsbezogenheit der einzelnen Monumente. Inwiefern leisten sie eine erkennbare Verbindung von städtischer und universitärer Topografie, wo und warum erschließen sie sich nicht oder nur bedingt als Sinnbilder von Gelehrsamkeit? Schließlich gilt es zu fragen, ob oder inwiefern die Tradition des Gelehrten-Gedenkens in die Zukunft fortgeschrieben werden kann oder soll. Welches Image hat die heutige Wissenschaft, welches will sie sich geben?

Auch Nicht-Mitglieder sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig


 


 

 

 

Neue Bewerbungsrunde für ein Auslandsstudium über Erasmus+ 

 

 

Gastvortrag: Kleinwuchs – Zur Kunstgeschichte eines besonderen Körperphänomens

von Dr. Verena Suchy
22.01.2026
14–16 Uhr c.t., Alter Steinbacher Weg 44, Raum 101

Kleinwüchsige Menschen waren von den Fürstenhöfen der Frühen Neuzeit nicht wegzudenken. Als sogenannte Hofzwerg*innen nahmen sie bedeutende, zum Teil privilegierte, aber gleichzeitig extrem exponierte Positionen ein. Die Historikerin Eva Seemann bezeichnet sie treffend als „Institutionalisierte Außenseiter“. Immer wieder wurden sie von den bedeutendsten Künstler*innen ihrer Zeit portraitiert, stellten ihre besonders kleinen, zeitgenössische Proportionslehren in Frage stellenden Körper doch eine besondere künstlerische Herausforderung dar. Solche bildlichen Darstellungen bedienten die Schaulust frühneuzeitlicher Betrachter*innen und konsolidierten und (re-)produzierten zeitgenössische Körperideale. Doch wohnt Darstellungen devianter Körperlichkeit immer auch ein subversives, bestehende Normen untergrabendes Moment inne. Der Vortrag widmet sich bildlichen Darstellungen von Kleinwuchs und bettet sie in ihre Kunst- und Körpergeschichtlichen zusammenhänge ein. Zudem gibt er erste Einblicke in die Konzeption der Sonderausstellung „Auf Augenhöhe. Kleinwuchs in Kunst- und Kulturgeschichte“, die Hessen Kassel Heritage 2027 zeigen wird.


 

 

Registrierungsaktion an der JLU Gießen
Mund auf. Stäbchen rein. Spender sein.


15.12.25
11:30-14:30
Studierendenwerk Gießen, Raum 6 (Eingang neben Mensa Philosophicum I)
Otto-Behaghel-Straße 25D, 35394 Gießen 

Stephan ist so vieles: Ratgeber, Geschichtenerzähler, Grillmeister, Geschäftsmann. Aber vor allem ein liebevoller Mensch. Der 51-Jährige ist der Fels in der Brandung. Für seine Eltern und Schwester, für seine drei Kinder Justus (19), Clara (17) und Emma (9) wie auch für seine Partnerin Nina und ihre beiden Kinder Marie und Leo. Stephans große Kinder mussten bereits den Verlust ihrer Mama verkraften. Nun schwebt auch noch ihr Papa in Lebensgefahr: Stephan leidet an akuter myeloischer Leukämie. Ohne eine Stammzellspende kann er nicht überleben. „Unser Verlust wäre so viel größer als der Aufwand sich zu registrieren”, appelliert Nina.
„Daher bitten wir jeden, der es möglich machen kann: Registriere dich!”

Warum die Stammzellspende so wichtig ist.

 

"Tiere in der Kunst: Von Vögeln und Menschen"


11.12.2025, 17:15 - 18:45 Uhr
Hörsaalgebäude Veterinärmedizin, Frankfurter Straße 87, Raum 01

 
Eine interdisziplinäre Seminarsitzung im Rahmen
des Seminars "Tiere in den Medien" am Klinikum Veterinärmedizin.
Leitung: Dr. Sebastian Borkhardt

 

Mach mit und zeig Haltung! 

GEMEINSAM FÜR DEMOKRATIE & VIELFALT


Mit der Aktion „Wir zeigen Haltung!“ setzen Menschen in Stadt und Landkreis Gießen ein sichtbares Zeichen für Demokratie und Vielfalt. Hintergrund ist der geplante Gründungskongress der AfD-Jugendorganisation am 29. und 30. November 2025 in den Gießener Hessenhallen.

Fest der Demokratie am
29.11.2025, 14:00 
Berliner Platz in Gießen

Gießen ist eine weltoffene, solidarische und vielfältige Stadt. Dafür stehen wir gemeinsam und sichtbar! Ob als Organisation, Verein, Partei, Unternehmen oder Einzelperson: Wir lassen nicht zu, dass Hass, Rassismus und rechte Hetze unseren Alltag vergiften.
Demokratie, Menschenwürde und Zusammenhalt sind nicht verhandelbar.
Deshalb unterstützen wir den Stadtaufruf "Gemeinsam für Demokratie und Vielfalt!" und setzen ein sichtbares Zeichen gegen Ausgrenzung und für ein friedliches Miteinander - hier in Gießen und überall.

Mehr Infos unter VIELFALT-VERBINDET-GIESSEN.DE



Lebensstation, Schauplatz, Sehnsuchtschiffre.
    Peter Kurzeck und Frankreich

Das Erscheinen von Peter Kurzecks Roman Frankfurt – Paris – Frankfurt (Das alte Jahrhundert 10; Verlag Schöffling & Co., 2024) nimmt die Peter-Kurzeck-Gesellschaft zum Anlass für die Organisation einer Tagung zum Thema "Peter Kurzeck und Frankreich".

Diese wird stattfinden am Freitag/Samstag, 14./15. November 2025 
im Margarete-Bieber-Saal der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Zum detaillierten Tagungsprogramm.


 

Ein Schild gegen Diskriminierung, für Respekt und eine offene Universität

Die Institute für Evangelische Theologie, Katholische Theologie und Kunstpädagogik haben sich entschieden, ein markantes Schild im Foyer des gemeinsam genutzten Hauses H im Philosophikum II zu platzieren, das ein gemeinsames Selbstverständnis in Lehre und Forschung formuliert. Sie sprechen sich darin für Vielstimmigkeit und Toleranz in Lehre und Forschung aus und machen deutlich, dass sie sich für ein respektvolles und demokratisches Miteinander einsetzen.
Das Schild wird feierlich enthüllt

am Mittwoch, den 12.11.2025, 18 Uhr, im Foyer von Haus H, Philosophikum II.
 
 

„Akademischer Rechtsextremismus“

 
Damit das Schild einen Dialog eröffnet, wird Dr. Alexandra Kurth, Politikwissenschaftlerin und ausgewiesene Extremismusforscherin am Institut für Politikwissenschaft, einen Vortrag halten:
 
am Donnerstag, den 13.11.2025, 17 Uhr,  im Haus H, Philosophikum II, Raum 118
 

De-/Re-/Kontaminierungen im Kunstfeld nach 1945

Prof. Dr. Sigrid Ruby (JLU Gießen) und Dr. Annabel Ruckdeschel (Universität Zürich) sind mit dem gemeinsamen Beitrag "Unauffällig erfolgreich. Überlegungen zum künstlerischen Mittelfeld in Nationalsozialismus und Nachkriegszeit" auf der Tagung vertreten und werden in diesem Zusammenhang auch noch einmal das Lehrprojekt zum Künstler Walter Kröll (SoSe 2022) thematisieren.

Unter dem Titel „De-/Re-/Kontaminierungen im Kunstfeld nach 1945“ laden das documenta Institut Kassel und das Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam in Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, dem Georg Kolbe Museum Berlin und dem Kunstpalast Düsseldorf am 3. November 2025 in den Festsaal der Humboldt-Universität zu Berlin ein.

Die Tagung stellt die Zeitgeschichte des Kunstbetriebs aus interdisziplinärer Sicht in den Mittelpunkt und untersucht Umgangsformen mit Belastung und Kontaminierung im Kunstfeld nach 1945. 

Zum vollständigen Tagungsprogramm

 

             

 

 

Geschichten und Geschichte – Peter Kurzecks Spiel mit Ort und Zeit

Mittwoch 22. Okt. 2025, 19 Uhr
Netanya-Saal im Alten Schloss, Brandplatz
Freier Eintritt, ohne Anmeldung

Der erste Vortrag des Oberhessischen Geschichtsvereins Gießen in der neuen WinterVortragsreihe findet am Mittwoch 22. Oktober statt, wie gewohnt um 19 Uhr im NetanyaSaal, im Alten Schloss am Brandplatz. Referent Rudi Deuble berichtet von „Geschichten und Geschichte – Peter Kurzecks Spiel mit Ort und Zeit“. Der Vortragende betreute ab 1990 beim Verlag Stroemfeld/Roter Stern den Schriftsteller Peter Kurzeck und ist Herausgeber seines Nachlasses.
1991 begann Peter Kurzeck mit der Arbeit an einem dezidiert autobiografischen Roman, anfangs noch ohne zu wissen, dass dieses Erzählen in eine auf zwölf Bände umfassende Romanreihe hinauslaufen sollte: Das alte Jahrhundert. Es beginnt im für ihn besonderen Jahr 1984. Der Ort Staufenberg ist sein Bezugspunkt, hier entstand sein Dorfroman Kein Frühling (1987 erschienen). Immer wieder kehren die Erinnerungen nach Staufenberg zurück. Band fünf trägt den Titel Vorabend, dieser enthält die Fortsetzung zu Kein Frühling. In Vorabend, so Kurzeck selbst, wird „die ganze Gegend, die Zeit“ bis in die siebziger Jahre hinein erzählt.

Wie erzählt Peter Kurzeck „die Zeit“, wie erzählt er die Geschichte eines Dorfes, einer Region in einer Epoche des grundlegenden Wandels? Der Vortrag ist der Versuch einer Annäherung an den Chronisten und „radikalen Biographen“.

 

 

 

 

 

 

 

Sommerfest und Book Launch 

Bericht GAZ vom 23. Juli 2025 (Dagmer Klein)


sommerfest

 


Sommerfest und Book Launch der Kunstgeschichte, 18. Juli 2025

Herzliche Einladung zu Book Launch und Sommerfest. Die Autorinnen und Autoren beginnen um 16:00 Uhr mit der Vorstellung ihrer Neuerscheinungen. Im Anschluss daran (ca. 17.00 Uhr) freuen wir uns auf ein zwangloses Miteinander bei Essen, Trinken, Sommer und guter Laune. Ein Caterer wird für einen erschwinglichen Betrag Essen und Trinken ausgeben. Zur besseren Planung bitten wir Sie, sich über den QR-Code oder https://forms.gle/4odbWLTF4QYQGnax5 anzumelden. Vielen Dank!

 

Abschlusstagung des SFB 138 "Dynamiken der Sicherheit"

3.-5. Juli 2025

Zum Programm


 


Lehrplanplakat SoSe 2025

 

Neuerscheinung im April 2025: "Hein Heckroth – Bühnenbildner, Filmdesigner, Maler", hrsg. v. Marcus Kiefer u. Sigrid Ruby

 

Hein Heckroth (1901–1970) war als Bühnenbildner, Kostümentwerfer, Produktionsdesigner, Maler und Zeichner ein bedeutender Akteur im Kunstleben seiner Zeit. Er schuf die Ausstattung für Theaterproduktionen ersten Ranges, zum Beispiel für das von Kurt Jooss choreografierte Tanzdrama Der grüne Tisch (1932). Der legendäre Ballettfilm The Red Shoes (1948) erhielt durch Heckroths Entwürfe sein Gepräge und brachte ihm den Oscar in der Kategorie „Best Art Direction (Color)“ ein. Doch obwohl Heckroth als Szenograf über Jahrzehnte mit vielen Theater- und Filmgrößen aufs Engste zusammenarbeitete und als Maler wiederholt – auch posthum – durch Ausstellungen gewürdigt wurde, ist die Landkarte seiner ruhelosen und wechselvollen Karriere noch voller weißer Flecken. Das Buch trägt dazu bei, Heckroths Werkbiografie weiter und tieferdringend zu erkunden und ihn als einen exemplarischen Akteur der Moderne greifbar zu machen. In den einzelnen Beiträgen geht es deshalb sowohl um die Rekonstruktion biografischer Stationen Heckroths als auch um eine differenzierte Einordnung des Künstlers und seines vielgestaltigen Schaffens in die historischen Kontexte.

Mit Beiträgen von Marcus Kiefer, Sigrid Ruby, Daniel Cremer, Ian Christie, Susanne Marschall, Guido Altendorf, Henning Engelke und Katharina Weick-Joch.

Jonas-Verlag, ISBN:978-3-89445-610-8

Rezension von Dagmar Klein (Gießener Allgemeine, 15.4.2025)

Rezension von Björn Gauges (Gießener Anzeiger, 16.4.2025)

Programm zur Verleihung des Hein-Heckroth-Bühnenbildpreises 2025 an Vegard Vinge und Ida Müller, Stadttheater Gießen, 27. April 2025 (Bericht der Gießener Allgemeinen, 28.4.2025)


 


Foto: JLU / Katrina Friese

 

 

 

Auszeichnung von Prof. Dr. Sigrid Ruby für ihre Arbeit zur Institutsgeschichte

Wir gratulieren Prof. Dr. Sigrid Ruby zur Auszeichnung des von ihr herausgegebenen Sammelbands „150 Jahre Kunstgeschichte an der Universität Gießen“. Die Justus-Liebig-Universität hat ihr hierfür den Preis für die beste Arbeit zur Geschichte der JLU verliehen. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Akademischen Festakts am 28. November 2024 statt. Die Gießener Allgemeine hat hierüber berichtet.

Zum Sammelband Ruby, Sigrid (Hg.): 150 Jahre Kunstgeschichte an der Universität Gießen, Stuttgart 2024.

 

Exklusive Jubiläums-Graphikedition zum Bestellen!

Anlässlich des Jubiläums hat die Künstlerin Sabine Funke die Graphikserie "orbit" entworfen, die über die Galerie am Dom in Wetzlar erhältlich ist.

Dabei handelt es sich um eine kunsthistorische Besonderheit, um die das Organisationsteam des Festaktes gebeten hatte, zumal die Malerin dem Institut und der Stadt Gießen seit vielen Jahren verbunden ist. So stellte die Künstlerin bereits 1984 im Rahmen der vom damaligen wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Bernd Growe initiierten und betreuten Reihe „Atelier im Seminar“ in den Räumen des Instituts für K

unstgeschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen aus. Von Studierenden konzipiert, ermöglichte diese Ausstellungsreihe es ihnen, erste Erfahrungen im Kontakt mit Künstler*innen und der Präsentation von Objekten zu sammeln. Ein Jahr später steuerte Sabine Funke dem Gießener Kunstweg das Werk „Winkel 85“ bei, das als Leihgabe zwei Jahre vor Ort blieb. 1996 wurden ihre Bilder im Alten Schloss gezeigt, eines davon ging in den Bestand des Oberhessischen Museums über. Es folgten Ausstellungen im Uniklinikum Gießen, genauer im Kapellengang und im großen Eingangsfoyer.




 

 

Ausschreibung: Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (m/w/d) an der Professur für Neuere und Neueste Kunstgeschichte

Unterstützen Sie uns ab 01.10.2025 zunächst befristet für die Dauer des Sonderurlaubs der Stelleninhaberin voraussichtlich bis zum 01.06.2027 (mit der Option auf eine etwaige Verlängerung) in Teilzeit (50 %) als

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (m/w/d)

Die Stelle ist an der Professur für Neuere und Neueste Kunstgeschichte am Institut für Kunstgeschichte am Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften zu besetzen. Bei Vorliegen der tariflichen Voraussetzungen erfolgt die Vergütung nach Entgeltgruppe 13 TV-H.

Zur ausführlichen Ausschreibung

Bewerbungen sind bis zum 30. Mai 2025 über unser Onlineformular unter Angabe der Referenznummer 295/04 möglich.

 


 Ausstellung des wiederentdeckten Kollosalbildes von Hein Heckroth bei der "Nacht der Museen", Frankfurt am Main, 10. Mai 2025

 

 

Gastvortrag von Romana Sammern am 08. Mai 2025

 

Der Vortrag diskutiert die Verflechtungen zwischen Kunst, Naturgeschichte und Kosmetik am Hof von Erzherzog Ferdinand II. von Tirol und Philippine Welser. Die überlieferten Rezeptbücher, Badeeinrichtungen und die Sammlungsobjekte aus Schloss Ambras zeugen von einer umfassenden Kultur des Körpers, in der Kunst, Medizin und höfische Repräsentation untrennbar verbunden waren. Kosmetik diente dabei nicht nur der Verschönerung und Gesundheitspflege, sondern fungierte als Medium der Wissensproduktion und dynastischen Selbstinszenierung. Die Analyse zeigt, dass sich diese Praktiken an der Schnittstelle von Wissenschaft, Kunsttheorie und politischer Symbolik bewegten und Teil der Ordnung von Körper und Wissen in der Frühen Neuzeit waren.

CV: Die Kunsthistorikerin Romana Sammern forscht und lehrt zur Schnittstelle von Körper, Bild und Medizin in der Frühen Neuzeit an der Interuniversitären Einrichtung Wissenschaft & Kunst (Universität Salzburg/Universität Mozarteum Salzburg). 2011 promovierte sie an der Humboldt-Universität zu Berlin (Hurenbilder, Böhlau 2014). 2024 habilitierte sie sich an der Universität Passau in Kunstgeschichte und Bildwissenschaft.

ACHTUNG: Der Gastvortrag findet im Raum AStW 44, 101 statt


 

 

Exkursion-Tirol_2025-SoSe_Ankündigung

 

Exkursion für BA-Studierende Kunst in den Alpen. Innsbruck und Tirol (28.09.-5.10.2025)

 

 

Ziel der Exkursion (28.09.-5.10.) ist die historische Region Tirol als zentrale europäische Transferlandschaft der bildenden und bauenden Künste. Zunächst werden wir die Region südlich des Brennerpasses um Brixen (heute Italien) kennenlernen, dann die nördlich davon rund um Innsbruck (heute Österreich), wo wir auch unser Partnerinstitut besuchen werden.
Bitte beachten Sie: Begrenzte Platzzahl (12). Diese Exkursion richtet sich ausschließlich an Studierende des Moduls 04-KG-BA-09. Anmeldung in FlexNow wird nur gültig, wenn bis 15.04. eine Anzahlung von € 75 im Sekretariat Kunstgeschichte (Phil I, G 344) erfolgt.

 

Herzlich willkommen im Sommersemester 2025

Liebe Studierende,

im Namen des Institutsteams begrüße ich Sie zum Start ins Sommersemester. Wir haben wieder ein vielseitiges Programm für das Studium sowohl im B.A. als auch im M.A., ebenso wie das Gemeinsame Kolloquium, das sich an Promivierende sowie fortgeschrittene M.A.-Studierende richtet. Und nicht zu vergessen wie immer im SoSe: das B.A.-Exkursionsmodul mit einer Exkursion nach (Süd-)Tirol, die uns u. a. an unser Erasmus-Partnerinstitut nach Innsbruck führen wird.

Dieses Semester möchten wir seitens des Teams einen Schwerpunkt auf den Einsatz von KI in der kunsthistorischen Lehre setzen und dies aktiv mit Ihnen in den Lehrveranstaltungen diskutieren. Es geht uns darum, die Chancen aber auch die Gefahren (u. a. Falschinformationen oder fehlender Kompetenzerwerb) von KI auszuloten und gute Strategien zu entwickeln, wie diese sinnvoll im Lehr-Lernprozess eingesetzt werden kann.

Wir freuen uns auf gemeinsame Diskussionen und ein intensives Arbeiten miteinander!

Beste Grüße,
Prof. Dr. Markus Späth
(Geschäftsführender Direktor)

 

 


Gastvortrag am 06. Februar 2025 Dr. Jana Graul (Termin vom 30.01.2025 entfällt)


Neid. Kunst, Moral und Kreativität in der Frühen Neuzeit.

Abstract 

Im 15. Jahrhundert rückte in Italien ein mysteriöses Künstlervolk in den Fokus der Aufmerksamkeit: die Telchinen. Diese Künstler der Urzeit waren der griechischen Mythologie zufolge Meereswesen, die in den Sümpfen vor Rhodos hausten. Der antiken Geschichtsschreibung galten sie als Dämonen und Magier, aber eben auch als exzellente Bildhauer. Sie hatten den Ruf, regelrechte Koryphäen auf dem Gebiet der Metallbearbeitung gewesen zu sein, weshalb man bedeutende Erfindungen von Götterstandbildern in Bronze und selbst von Neptuns Dreizack auf sie zurückführte. Aber die kreativen Telchinen begleitet ein Laster: je nach Tradierung heißt es entweder, sie seien dem Neid verfallen oder aber wegen der hohen Qualität ihrer Kunst ausgesetzt gewesen. Der Vortrag beleuchtet wie einfallsreich sich Künstler der Frühen Neuzeit der mythologischen Figuren bedienten, um sich in Verbindung mit dem Neid als Ausnahmetalente zu inszenieren. 

Kurzbio:

Dr. Jana Graul ist Kunsthistorikerin; ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Kunst und Kunsttheorie der Frühen Neuzeit, mit Schwerpunkt Italien und Europa. Sie promovierte 2020 an der Goethe-Universität Frankfurt mit einer Arbeit zu Invidia als Künstlerlaster. Neid in Kunst und Kunstliteratur der Frühen Neuzeit, die mit dem Publikationspreis der Bibliotheca Hertziana/ Max-Planck-Institut, dem Promotionspreis der Benvenuto Cellini-Gesellschaft (Frankfurt am Main) sowie dem Hans-Janssen-Preis der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen ausgezeichnet wurde.

Sie erhielt Stipendien und Fellowships u.a. von DAAD, Kunsthistorisches Institut in Florenz-Max-Planck-Institut, Gerda Henkel-Stiftung, Istituto Nazionale di Studi sul Rinascimento (Florenz), Deutsches Studienzentrum in Venedig und der Kolleg-Forschungsgruppe Imaginarien der Kraft an der Universität Hamburg. Sie war als Wissenschaftliche Assistentin am Kunsthistorischen Institut in Florenz/ Max-Planck-Institut und als Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Kolleg-Forschungsgruppe BildEvidenz an der Freien Universität Berlin und an der Bibliotheca Hertziana/ Max-Planck-Institut in Rom tätig. Sie lehrte an der Universität Freiburg und vertritt seit Oktober 2023 die Professur von Prof. Dr. Frank Fehrenbach (50%) am Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg.

 

13. bis 31. Januar 2025: Posterausstellung Frauen in der frühchristlichen, byzantinischen und frühislamischen Kunst

Justus Liebig Universität Gießen, Foyer des Hörsaalgebäudes (Haus A), Philosophikum I, Otto-Behaghel-Straße 10, 35394 Gießen

Studierende aus der Türkei und Deutschland beschäftigten sich 2024 im Rahmen des vom Deutschen Akademischen Auslandsamt (DAAD) geförderten Projekts Aesthetic Approaches between the Early Christian, Byzantine and Early Islamic World mit Darstellungen von Frauen in der frühchristlichen, byzantinischen und frühislamischen Kunst.

Das Kooperationsprojekt der Istanbul Technical University, der Middle Eastern Technical University Ankara und dem Institut für Archäologische Wissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt ist im DAAD-Programm „Higher Education Dialogue with the Muslim World“ angesiedelt und wurde von 2023 bis Ende 2024 gefördert. Das Institut für Kunstgeschichte der Justus-Liebig-Universität Gießen ist mit Dr. Antje Bosselmann-Ruickbie und Aylin Yeni an dem Projekt beteiligt.

Im Mittelpunkt des Programms stehen die Beziehungen zwischen Orient und Okzident und dem facettenreichen Austausch auf vielen Ebenen. Die Studierenden nahmen für die Posterausstellung in einem interkulturellen Vergleich Darstellungen und Biographien von Frauen im Mittelalter in den Fokus. Die ausgewählten Künstlerinnen, Mäzeninnen und Gelehrte verbinden die am Projekt beteiligten Disziplinen Kunstgeschichte, Byzantinistik, Byzantinische und Islamische Archäologie und Kunstgeschichte sowie Architekturgeschichte, um jenseits von Staatsgrenzen in den wissenschaftlichen Dialog zu treten.

 

 








Fachprogramm der Kunstgeschichte bei den Hochschulinformationstagen (HIT) 2025

Das Institut für Kunstgeschichte informiert online und in Präsenz über das Studium des Fachs Kunstgeschichte an der JLU:

Di., 28. Januar 2025, 15.30 Uhr (via Zoom):

Einführung in das Studium der Kunstgeschichte. Aufbau, Inhalte, Perspektiven (zur Online-Veranstaltung)

Dr. Matthias Schulz

Mi., 29. Januar 2025, 11.00-12.30 Uhr (Hörsaal A3, Philosophikum 1):

Einführung in Aufbau und Inhalte des Studiums der Kunstgeschichte an der JLU

Dr. Annabel Ruckdeschel

Fragerunde

Schnuppervorlesung "Marketing mit Alten Meistern? Wie Werbung Kunst (aus-)nutzt"

Prof. Markus Späth 

Hier finden Sie allgemeine Informationen zum Programm und zur Anmeldung für die Hochschulinformationstage an der JLU

 

Di, 21.1.: Gastvortrag von Dr. Ioanna Christoforaki: "Hospitaller Rhodes: The Land of the Knights at the Age of the Crusades"

Öffentlicher Vortrag im Rahmen des Seminars von Dr. Antje Bosselmann-Ruickbie, "Crusader Art: Romanesque and Gothic Art and Architecture in the Crusader Kingdoms of the Eastern Mediterranean", ohne Anmeldung.
'
Dienstag, 21. Januar 2025, 18:15 Uhr

Link: https://uni-giessen.zoom-x.de/j/63576951316?pwd=cntT3CLbbrhdQPXatUFGhVB1rlxmq5.1


 


ISSS 24, 28.-30. Oktober 2024, Paris

Das Institut für Kunstgeschichte ist bei der Tagung der International Society for the Study of Surrealism an der American University of Paris vertreten.

Prof. Dr. Sigrid Ruby organisiert das Panel "L'Allemagne et le surréalisme", 28. Oktober, 9.30-11 Uhr

Zudem finden Vorträge unserer Institutsmitglieder statt:

Prof. Dr. Sigrid Ruby: Surrealism and/in Exile. German Émigré Artists in the UK, 28. Oktober, 9.30 Uhr

Dr. Annabel Ruckdeschel: "Useful arguments against an inhuman reality?". On the reception of Surrealism in the GDR by the journal Bildende Kunst, 28. Oktober, 10 Uhr

Jennifer Jäger, M.A.: Kay Sage's "Plan to assist French Artists", 29. Oktober, 10.30 Uhr

Zum vollständigen Programm

 

Finissage der Sonderausstellung "Moderne + Mittelalter. Die Baukunst des Hugo von Ritgen"

Am 10. Oktober 2024 haben wir im Oberhessischen Museum Gießen das Ende der erfolgreichen Ausstellung "Moderne + Mittelalter. Die Baukunst des Hugo von Ritgen" gefeiert.

Sinnbildlich für die geglückte Kooperation – sowohl historisch wie auch bzgl. der Ausstellung – zwischen Justus-Liebig-Universität Gießen und der Technischen Hochschule Mittelhessen erfolgte im Ausstellungsraum die feierliche Übergabe einer Replik des bronzenen Relief-Porträts von Hugo von Ritgen durch die THM an Frau Prof. Dr. Sigrid Ruby vom Institut für Kunstgeschichte der JLU. Anschließend führte die Kuratorin Yvonne Rickert ein letztes Mal durch die Ausstellung.

Gießener Allgemeine Zeitung, 15. Oktober, Artikel von Dagmar Klein: "Ritgen in Bronze für die Universität"


 


Ausstellung im Oberhessischen Museum, 11. April bis 20. Oktober 2024

Am 10. April wurde im Oberhessischen Museum die Ausstellung
"Moderne & Mittelalter: Die Baukunst des Hugo von Ritgen"
eröffnet.

Flyer zur Ausstellung

Presse:

Gießener Allgemeine Zeitung, 8.4.2024, Artikel von Karola Schepp: "Gießens Genialer Baumeister"
Gießener Anzeiger, 9.4.2024, Artikel von Björn Gauges: "Ein Mann für Burgen und Legosteine"

Der von Sigrid Ruby und Yvonne Rickert herausgegebene Ausstellungskatalog kann über das
hier zum Download bereitgestellte Formular bestellt werden (Preis 20,00 €).

 

Begrüßung der Erstsemester WiSe 24/25

Liebe Studienanfängerinnen und Studienanfänger,


im Namen des Instituts für Kunstgeschichte heiße ich Sie herzlich in unserem Fach willkommen! Wir freuen uns sehr, dass Sie sich für ein Studium der Kunstgeschichte entweder als Haupt- oder Nebenfach entschieden haben. Wir bieten Ihnen für das Studium der Kunstgeschichte als einer historischen Geisteswissenschaft ein thematisch und epochal breites und vielfältiges Lehrangebot.

Für die Studierenden im 1. Hauptfach bieten wir zur ersten Orientierung eine Einführungswoche im Rahmen des Mentoringprogramms der JLU an (7.–11.10.). Zusätzlich bieten wir Veranstaltungen an, die über den Studienverlauf informieren:

B.A. Hauptfach: Di. 8.10, 14.00–15.15 Uhr, Phil I, Haus G, Raum G 333
B.A. Nebenfach: Di. 8.10., 15.45–17.00 Uhr, Phil I, Haus G, Raum G 333
M.A. Haupt- und Nebenfach: Do. 10.10., 15.00 Uhr, Phil I, Haus G, Raum G 338

Allen B.A.-Erstsemesterstudierenden des Fachs Kunstgeschichte bieten wir das Modul „Einführung in das Studium der Kunstgeschichte“ an, das mehrere Lehrveranstaltungen in diesem Wintersemester und auch im kommenden Sommersemester 2025 umfasst und Ihnen als Fundament für das Studium der Kunstgeschichte dienen wird. Im jetzt beginnenden Semester gehören dazu das Seminar „Einführung in das Studium der Kunstgeschichte I“ von Dr. Annabel Ruckdeschel (Di. 14–16 Uhr) sowie ein begleitendes Tutorium von Jana Marie Hammer (Mo. 14–16 Uhr).

Bitte beachten Sie, dass der Besuch der Veranstaltungen im Einführungsmodul verpflichtend ist, um ab dem 3. Semester aufbauende Veranstaltungen besuchen zu können.

Im Namen des gesamten Institutskollegiums wünsche ich Ihnen ein spannendes und ertragreiches erstes Semester!

Prof. Dr. Markus Späth 
(Geschäftsführender Direktor)

 

 

 

"Kantorowicz Reconsidered" - Interdisciplinary Workshop in Wolfenbüttel, 25.-27. September 2024

 

 

Festakt 150 Jahre Kunstgeschichte an der Universität Gießen


 

Gastvortrag zur Ausstellung im Oberhessischen Museum, 12. Juni 2024

Gastvortrag im Oberhessischen Museum Gießen am Mittwoch, 12. Juni 2024, 18 Uhr:
Christine Tauber, Ludwig-Maximilians-Universität München:
"Im echten Styl der alten deutschen Ritterburgen". Historismus und rückwärtsgewandte Utopie auf Schloss Neuschwanstein
 
Ort: Altes Schloss, Brandplatz 2, Netanya-Saal
Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung "Moderne + Mittelalter. Die Baukunst des Hugo von Ritgen"
 
Ludwig II. von Bayern war kein Märchenkönig. Er gehörte der Riege der glücklosen Herrscher des 19. Jahrhunderts an, die an der Aufgabe scheiterten, in Zeiten fortschreitender politischer Modernisierung weiterhin Monarchen sein zu müssen. Der bayerische König reagierte auf diese Anforderungen mit Regression in unzeitgemäße Reiche der Kunst. Er errichtete sich utopische Fluchtburgen, in denen er sich ganz in seine Innenwelt zurückzog. Ludwig II. war mit aller Macht bemüht, sein maßloses Majestätsbewusstsein in seinen Bauprojekten ins Leben zu zwingen. In Schloss Neuschwanstein schuf er sich vor allem im Thronsaal und im Sängersaal, der denjenigen der Wartburg reproduzierte, eine der Wirklichkeit enthobene und der Zeit entrückte Gegenwelt zur bedrängenden politischen Realität. Nur in dieser selbstgeschaffenen rückwärtsgewandten Utopie konnte er noch als legitimer Alleinherrscher regieren.
 

Wandrelief von Walter Kröll an neuem Ort präsentiert - Prof. Dr. Sigrid Ruby bei der feierlichen Eröffnung

Wenn Grundschüler nach den Osterferien in den Neubau der Limesschule in Pohlheim ziehen, werden sie dort in der Schulmensa auf das viel diskutierte Wandrelief Walter Krölls treffen, das umgezogen und nun erstmals der Öffentlichkeit vor gestellt worden ist.

Sigrid Ruby hatte mit Annabel Ruckdeschel und Studierenden der Kunstgeschichte über den umstrittenen Künstler Walter Kröll geforscht und sprach anlässlich der Neuaufhängung des Metallreliefs in der Schulmensa.

Zum Artikel im Gießener Anzeiger vom 14.03.2024
Zum Artikel in der Gießener Allgemeinen vom 24.02.2024


 


Vortrag von Prof. Dr. Tina Hartmann: "Androzentrische Amazonen" am Freitag, 12. April 2024

 

Aktuelle Ausschreibung für geförderte Auslandsaufenthalte mit Erasmus+

 

Studierende der Kunstgeschichte (ab 3. Fachsemester) können sich noch bis 19.01.2023 für einen Auslandsaufenthalt (1 oder 2 Semester) an unseren Partnerinstituten in Gent, Innsbruck und Łódź im Studienjahr 2024/25 bewerben.

Weitere Informationen und Bewerbung an Prof. Dr. Markus Späth (Erasmusbeauftragter Kunstgeschichte)


 

 

Netzwerkworkshop "Neues Denken und neue Technologie? Interdisziplinäre Herausforderungen der sozial-ökologischen Transformation"

 

Liebe Mitglieder und Angehörige des Fachbereichs 04,

wir möchten Sie hiermit auf den Netzwerkworkshop „Neues Denken oder Neue Technologie? Interdisziplinäre Herausforderungen der sozial-ökologischen Transformation“ hinweisen, der am 26. und 27. Januar 2024 im Neuen Schloss (Senckenbergstraße 1) stattfinden wird. Nähere Informationen zum vielfältigen Programm können Sie dem Anhang entnehmen. Im Mittelpunkt stehen der Austausch und die gemeinsame Diskussion über 13 Vorträge aus unterschiedlichen Fachdisziplinen der Natur- und Geisteswissenschaften zu den Herausforderungen der sozial-ökologischen Transformation. Wir laden Sie sehr herzlich ein, sich bis zum 12.01.2024 anzumelden. Der Netzwerkworkshop richtet sich an interessierte Wissenschaftler:innen aller Fachdisziplinen und aller Karrierestufen sowie an interessierte Studierende. Die Teilnahme ist kostenlos.

Interessierte Studierende erhalten nach erfolgreicher Anmeldung ab Januar die Möglichkeit, sich auf den Webseiten des Netzwerkworkshops über einzelne Themen weiterführend zu informieren.

Wir freuen uns sehr über Ihr hoffentlich reges Interesse, bitten Sie diese Einladung möglichst unter Professor:innen, Mitarbeitenden und Studierenden bekannt zu machen,  und grüßen herzlich
Prof. Dr. Thomas Bohn (Dezentraler Nachhaltigkeitsbeauftragter des FB 04)
Prof. Dr. Ansgar Kreutzer (Dekan FB 04)
Dr. Michael Novian (Dekanatsreferent FB 04)

Netzwerkworkshop "Neues Denken oder Neue Technologie?"
Interdisziplinäre Herausforderungen der sozial-ökologischen Transformation
26. und 27. Januar 2024, Neues Schloss, Gießen
Nähere Informationen unter:
https://www.uni-giessen.de/neues_denken
Tel.: 0641-9928004
E-Mail: dekanat@fb04.uni-giessen.de

 

Die Kunstgeschichte stellt sich vor -  Hochschulinformationstage 2024 (HIT)

 

Studieninteressierte haben Ende Januar die Möglichkeit, das Studienangebot von THM und JLU in Gießen, Friedberg und Wetzlar zu erkunden und erste Hochschulatmosphäre zu erleben.

Im Rahmen der Fachprogramme stellt sich die Kunstgeschichte vor:

23. Januar 2024, 13 Uhr, Onlineprogramm

24. Januar 2024, 11-12.30 Uhr, in Präsenz im Philosophikum I

Anmeldungen sind bis zum 17. Januar 2024 möglich. Ausführliche Informationen zur Anmeldung un zum Programm finden Sie hier.




 

 

Eröffnungen der Ausstellung "Die Landschaft Ubbelohdes - hier und jetzt", 19. und 22. Oktober 2023

In diesem Wintersemester bietet Dr. Susanne Ließegang in der Übung Kuratieren – Hier und Jetzt – Die Landschaften des Malers, Graphikers und Illustrators Otto Ubbelohde (1867–1922) unseren Studierenden Einblicke in ihre kuratorische Arbeit an einer Ausstellung, zu deren beiden Eröffnungen all Interessierten herzlich eingeladen sind:

DIE LANDSCHAFT UBBELOHDES — HIER UND JETZT
am 19. Oktober, um 18:00 Uhr
Kunstmuseum Marburg, Biegenstr. 11

DIE LANDSCHAFT UBBELOHDES — HIER UND JETZT VOR GOSSFELDEN
am 22. Oktober, um 11:30 UhrOtto Ubbelohde-Haus, Goßfelden

Der Landschaftsmaler und Graphiker Otto Ubbelohde (1867–1922) ist mit seiner Illustrationsgraphik, vor allem seinen Grimm'schen Märchenzeichnungen, und seinen Landschaftsgemälden bekannt geworden. Um freie Kunst zu schaffen, hat er sich zusammen mit seiner Frau Hanna im Jahr 1900 in der offenen Flussaue der Lahn nahe seiner Geburtsstadt Marburg in einem eigens entworfenen Künstlerhaus niedergelassen. Mit seiner Malerei hat er dort die direkte Begegnung mit der Natur gesucht. Die Ausstellungen rücken diese Naturnähe in unterschielichen Aspekten in den Fokus und befragen sie "hier und jetzt" neu.

Die reichen Bestände der Otto Ubbelohde-Stiftung und des Kunstmuseums Marburg, ergänzt um Arbeiten aus öffentlichen und privaten Sammlungen, ermöglichen einen weitgefächerten Blick auf sein Werk.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

 

Book Launch: Sigrid Ruby & Inken Schmidt-Voges (Hrsg.), Haus - Geschlecht - Sicherheit. Diskursive Formierungen in der Frühen Neuzeit

Der SFB Dynamiken der Sicherheit lädt ein zum Book Launch von Sigrid Ruby & Inken Schmidt-Voges (Hrsg.), Haus - Geschlecht - Sicherheit. Diskursive Formierungen in der Frühen Nuezeit (= Politiken der Sicherheit/ Politics of Security, Bd. 12), Baden-Baden: Nomos 2023.

Ort/Zeit: 31. Oktober 2023, 18.00-19.00 Uhr, online

Anmeldung: sfb138-books

Moderation: Kesenia Stanicka-Brzesicka (Herder Institut Marburg)

Kommentare: Michaela Hohkamp (Universität Hannover) und Katharina Krause (Philipps-Universität Marburg)

Sicherheit wurde in der Frühen Neuzeit viel umfassender verstanden als heute und war eng mit gesellschaftlicher Ordnung und Stabilität verknüpft. Eine zentrale Rolle spielte dabei die heteronormative Geschlechterordnung, zu deren Legitimierung die Hierarchie und Arbeitsteilung im Haus wesentlich beitrugen. 13 Beiträge aus Geschichte, Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft, Philosophie und Theologie untersuchen die Entstehung und Ausformung dieser Zusammenhänge. Ihr übergeordnetes Interesse gilt Texten, Bildern und Praktiken, die in der Renaissance eine Wissensordnung und visuelle Kultur von Sicherheit ausprägten, die noch heute im gender security gap greifbar wird.


 

 

Begrüßung der Erstsemester

Liebe Studienanfängerinnen und Studienanfänger,

im Namen des Instituts für Kunstgeschichte heiße ich Sie herzlich in unserem Fach willkommen! Wir freuen uns sehr, dass Sie sich für ein Studium der Kunstgeschichte entweder als Haupt- oder Nebenfach entschieden haben. Wir bieten Ihnen für das Studium der Kunstgeschichte als einer historischen Geisteswissenschaft ein thematisch und epochal breites und vielfältiges Lehrangebot.

Für die Studierenden im 1. Hauptfach bieten wir zur ersten Orientierung eine Einführungswoche im Rahmen des Mentoringprogramms der JLU an (9.–13.10.), die von Henry Hellemann geleitet wird. Zusätzlich bieten wir Veranstaltungen an, die über den Studienverlauf informieren:

B.A. Hauptfach: Di. 10.10, 14.00–15.15 Uhr, Phil I, Haus G, Raum G 333

B.A. Nebenfach: Di. 10.10., 15.45–17.00 Uhr, Phil I, Haus G, Raum G 333

M.A. Haupt- und Nebenfach: Do. 12.10., 15.00 Uhr, Phil I, Haus G, Raum G 338

Allen Erstsemesterstudierenden des Fachs Kunstgeschichte bieten wir das Modul "Einführung in das Studium der Kunstgeschichte" an, das mehrere Lehrveranstaltungen in diesem Wintersemester und auch im kommenden Sommersemester 2024 umfasst und Ihnen als Fundament für das Studium der Kunstgeschichte dienen wird. Im jetzt beginnenden Semester gehören dazu das Seminar "Einführung in das Studium der Kunstgeschichte I" von Prof. Dr. Markus Späth (Do. 14–16 Uhr oder Do. 16–18 Uhr) sowie ein begleitendes Tutorium von Jana Marie Hammer (Mo. 14–16 Uhr oder Di. 16–18 Uhr). Bitte beachten Sie, dass der Besuch der Veranstaltungen im Einführungsmodul verpflichtend ist, um ab dem 3. Semester aufbauende Veranstaltungen besuchen zu können.

Im Namen des gesamten Institutskollegiums wünsche ich Ihnen ein spannendes und ertragreiches erstes Semester!

Prof. Dr. Sigrid Ruby
(Geschäftsführende Direktorin)

 

Interner Workshop "Forschungsfeld Surrealismus im deutschsprachigen Raum", Deutsches Forum für Kunstgeschichte Paris, 28.-29. September 2023


Gemeinsam mit dem Institut für Kunstgeschichte der Justus-Liebig-Universität Gießen organisiert das Deutsche Forum für Kunstgeschichte Paris den Workshop "Forschungsfeld Surrealismus im deutschsprachigen Raum", der Forscherinnen und Forschern die Möglichkeit gibt, ihre laufenden Projekte zum internationalen Surrealismus ebenso wie Projektideen zum Surrealismus im deutschsprachigen Raum vorzustellen. Im interdisziplinären Austausch wollen wir die aktuelle Surrealismusforschung kartieren, relevante Materialbestände identifizieren, Perspektiven darauf kennenlernen und Potenziale ausloten. Welche strukturellen, methodischen und thematischen Fragen stellen sich hier? Welche Rolle spielte der Surrealismus innerhalb der deutschen Nachkriegskunst? Welche Einzelpositionen und welche Netzwerke lassen sich rekonstruieren? Welche Bedeutung hatten Kunstkritik und Ausstellungswesen für welche Spielarten von Surrealismus im deutschsprachigen Raum? Welche Projekte beschäftigen sich bereits jetzt damit, welche könnten durch Kooperationen entstehen?

Die Teilnehmenden präsentieren ihre Projekte in drei Sektionen: 1. Surrealismus und Deutschland, 2. Forschungsprojekte zum Surrealismus, 3. Berichte aus der kuratorischen Praxis und den Archiven.

Das vorrangige Ziel des Workshops besteht darin, die deutschsprachige Forschung aus dem musealen und universitären Raum zum Surrealismus erstmals zusammenzuführen, persönliche Begegnungen vor Ort zu ermöglichen und so Impulse für ein wissenschaftliches Netzwerk zu geben, das in der mittleren Zukunft vielfältige Aktivitäten entwickeln kann.

Konzept und Organisation:
Julia Drost (DFK Paris), Sigrid Ruby (JLU Gießen), Jennifer Jäger (JLU Gießen), Vera Bornkessel (DFK Paris / Universität Leipzig)

Weitere Informationen finden Sie im Programm sowie unter ArtHist.net.


 

 

Neu: Erasmus-Aufenthalte in Gent

Ab dem Wintersemester 2023/24 sind wechselseitige Erasmus-Aufenthalte an unserem Institut und dem Vakgroep Kunst-, Muziek-, en Theaterwetenschappen der Universiteit Gent möglich. Wir freuen uns auf einen intensiven gegenseitigen Austausch!

Für weitere Informationen schauen Sie bitte unter Internationales/ Erasmus.

 

Jetzt als studentische Hilfskraft bewerben!

Das Institut für Kunstgeschichte sucht zum 01. November 2023 eine Studentische Hilfskraft (m/w/d) im Umfang von 20 Stunden im Monat für zunächst ein Jahr. Eine Vertragsverlängerung (auf max. 36 Monate) ist möglich und wird angestrebt.
 
Aufgaben:

  • Unterstützung der Wissenschaftler/innen am Institut bei der Vorbereitung von Lehre und bei Forschungsprojekten (insbesondere Bildbearbeitung)
  • Mithilfe bei der Organisation und Durchführung von Gastvorträgen, Tagungen etc.
  • Vielfältige tagesaktuelle Aufgaben 

Voraussetzungen: 

  • BA-Studium der Kunstgeschichte an der JLU, frühes Semester Haupt- oder Nebenfach
  • Fähigkeit, selbstständig und im Team zu arbeiten
  • Zuverlässigkeit und eine gewissenhafte Arbeitsweise
  • Bereitschaft, sich den Anforderungen entsprechend einzuarbeiten
  • sicherer Umgang mit der deutschen Sprache

Wir bieten Ihnen: 

  • eine interessante und vielseitige Tätigkeit in einem netten und offenen Team
  • Arbeitszeiten, die Sie mit Ihren Seminaren vereinbaren können
  • (Erste) Erfahrungen mit Office-Paket, insbesondere Outlook

Ihre Bewerbung (Anschreiben, Lebenslauf) richten Sie bitte bis zum 25. August 2023 per Mail an Barbara.Stommel@kunstgeschichte.uni-giessen.de. Bei Fragen stehen wir Ihnen unter dieser Mailadresse oder auch gerne telefonisch unter 0641-99 28281 zur Verfügung (B. Stommel). Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

 

 

 

Call for Papers "Zukunftsträume"

Internationale Abschlusstagung des DFG-Graduiertenkollegs "Europäische Traumkulturen" (GRK 2021), Universität des Saarlandes, 8.-10. Februar 2024

Deadline: 30. Juni 2023

Das Graduiertenkolleg "Europäische Traumkulturen" an der Universität des Saarlandes geht in sein neuntes und letztes Jahr und möchte auf seiner Abschlusstagung nicht nur zurück, sondern insbesondere nach vorne schauen und sich dem Zukunftsgehalt des
Träumens in Literatur und Kunst, in Theater und Film sowie der Musik widmen. Wichtig sind für uns u.a. folgende Fragen: Von welcher Zukunft handeln die künstlerischen Zukunftsträume? Sind sie utopischer oder dystopischer Natur? Sind sie als Schlafträume markiert oder handelt es sich um Zukunftsvorstellungen, die zwar traumhaft konzipiert, aber doch in der Wachwelt verankert sind? Wie sind sie mit welcher Gegenwart oder Vergangenheit verbunden? Welche Funktion nehmen sie innerhalb des jeweiligen Werks ein? Inwieweit reichen religiöse, politische oder Wissensdiskurse in die künstlerischen Zukunftsträume hinein?

Zum Call for Papers

 

Jetzt für einen Erasmus-Aufenthalt bewerben!


 

Exkursion nach Wien im Sommersemester 23

PD. Dr. Ulrike Ilg bietet im kommenden Sommersemester eine Exkursion zum Thema "Wien – Vom Historismus bis zum Jugendstil" an. Elisabetta Cau, M.A. wird das gleichnamige Vorbereitungsseminar veranstalten.

Studierende haben die Gelegenheit, Originale in Wien kennenzulernen. Die Anmeldung zur Veranstaltung erfolgt wie üblich unter Flexnow.

Datum der Exkursion nach Wien: 7. bis 16. August 2023

 

 


Workshop "Infrastructures of Publishing & Critiquing", 3.‒5. April 2023, Museum of Contemporary Art, Zagreb

 

International workshop within the framework of the research group "(Un)Mapping Infrastructures: Transnational Perspectives on Modern Art, 1900-1970" in cooperation with the Museum of Contemporary Art and the Academy of Fine Arts, University of Zagreb

Organizers: Leonida Kovač (Zagreb), Christa-Maria Lerm Hayes (Amsterdam), Annabel Ruckdeschel (Giessen)

Workshop location: Museum of Contemporary Art, Av. Dubrovnik 17, 10010 Zagreb, ŠKOLICA (ground floor)

Program

The workshop enquires into infrastructures of publishing and critiquing in (and of) modern art with a special focus on the Eastern and South-Eastern Europe and its broader transnational relations. It will examine transregional networks, material conditions, institutions, and relationships that shaped and enabled forms of publication and criticism in the field of art. Infrastructures of publishing and critiquing provide material, social, media and communicative as well as institutional resources. All of these infrastructural dimensions must be available for publishing and critiquing: Without material infrastructures (paper, printing possibilities), social relations (favorable position in networks), media and communicative conditions (postal system, radio, newspapers), and sponsoring institutions (both public and unofficial museums, archives, publishers, groupings), publishing and critiquing would be impossible. Conversely, the concrete shape of specific infrastructures of publishing and critiquing can only be described if these aspects are investigated. A perspective on infrastructures of publishing and critiquing illuminates blind spots and thus far neglected aspects pertaining to art and its interactions with societal processes. Infrastructures established in the past provide instances for re-use, emulation, contestation, experiment and appropriation. They also constitute openings for (us as) art world actors to guide future potentialities.

 

Café Ma­gnétique: Import/Export, Jüdisches Museum Berlin

 

Vortrag von Annabel Ruckdeschel (JLU) im Rahmen des Begleit­programms der Aus­stellung Paris Magnétique. 1905–1940

Ort/Zeit: Jüdisches Museum Berlin, Altbau 2. OG, Großer Saal
Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin, 2. Februar 2023, 19 Uhr

Die Stadt Paris übt zu Beginn des 20. Jahr­hunderts einen Sog auf die Künstler*innen Europas aus. Viele von ihnen, insbe­sondere jüdische Künstler*innen aus Ost­europa, fliehen vor Ver­folgung und Armut oder emigrieren mit dem Wunsch nach einem künstle­rischen Neubeginn. So entsteht in Paris eine lebendige Kunst­szene, die nicht nur vom künstle­rischen Import der Neuan­kommenden lebt, sondern ihre Ideen von Kunst und intellek­tuellem Aus­tausch bald in die ganze Welt exportiert. Die Kunst der École de Paris wird zum Inbegriff der euro­päischen Moderne.

Im ersten Teil der Veranstaltungs­reihe Café Magnétique diskutiert Sophie Krebs, Chef­kuratorin des Museums für Moderne Kunst der Stadt Paris, diese Sog­wirkung der Stadt Paris auf euro­päische Künstler*innen. Die Kunst­historikerin Annabel Ruck­deschel betrachtet anschlie­ßend die École de Paris aus umgekehrter Perspektive: Wie tragen die Künstler*innen diese Kunst­ideale aus Paris nach Italien, in die USA und nach Brasilien, und etab­lieren damit das Bild der Modernen Kunst schlecht­hin?

Café Magnétique: Die Café­häuser von Paris fungier­ten als täglicher Begegnungs­ort und Treffpunkt, oft auch als erster Anlauf­punkt für Neuan­kommende. Sie waren Wohn- und Arbeits­zimmer vieler Künstler*innen, und wesentlich für die Selbst­organisation der Migrant*innen in einer neuen, fremden Umgebung: Über die Cafés wurden Kontakte geknüpft, Zimmer vermittelt, Atelier­plätze gefunden, Aus­stellungen vorbereitet. Berühmte Pariser Cafés wie das Café de Dôme in Montparnasse waren Dreh- und Angelpunkt der migrantisch und nicht zuletzt jüdisch geprägten Kunst­szene, die bald unter dem Namen École de Paris bekannt wurde. Die Reihe Café Magnétique lässt die Pariser Cafés im Glashof des Jüdischen Museums Berlin wieder­aufleben und lädt bei Essen und Getränken zum Ideen­austausch über die École de Paris ein. Zum weiteren Programm

 

 


Kabinettausstellung im Oberhessischen Museum „Kunst im und nach dem NS: Zum Umgang mit Arbeiten von Walter Kröll (1911‒1976)“

Laufzeit: 7. September 2022 bis 29. Januar 2023

Ausstellungseröffnung: 12. Oktober 2022, 18:30 Uhr, Netanya-Saal, Oberhessisches Museum, Altes Schloss, Brandplatz 2

Öffnungszeiten: Di-So, 10-16 Uhr

Eintritt frei

Am Institut für Kunstgeschichte der Justus-Liebig-Universität Gießen wird 46 Jahre nach dem Tod von Walter Kröll (1911‒1976) sein Leben und Werk im Rahmen einer Lehrveranstaltung neu aufgearbeitet. Anstoß für das Seminar war die öffentliche Diskussion um Krölls Metallrelief (1965) an der Limesschule in Watzenborn-Steinberg, die exemplarisch für die Auseinandersetzung mit „Kunst am Bau“ und die häufig problematische Vergangenheit ihrer Künstler*innen steht. In enger Zusammenarbeit mit dem Oberhessischen Museum, das den Nachlass von Walter Kröll hält, ist nun eine Ausstellung zum Thema entstanden, die auch diese kritischen Fragen adressiert.

Kröll war in der Hitlerjugend aktiv, im Jahr 1943 Gründungsmitglied des Oberhessischen Künstlerbunds (OKB), präsentierte seine Werke auf der Gauausstellung in Frankfurt am Main und schuf ein „Führer-Bildnis“ für die Neue Aula der Ludwigs-Universität. Nach dem Zweiten Weltkrieg unterrichtete er Malen und Zeichnen an der Justus-Liebig-Hochschule und schuf zahlreiche Werke der Kunst am Bau in Gießen und im Umkreis. Kröll ist damit kein Einzelfall, sondern typisch für eine Vielzahl von Künstler*innen, die im Nationalsozialismus künstlerisch erfolgreich waren und nach 1945 ihre Karrieren fortsetzten. Kunst am Bau bot ihnen häufig ein Auftragsfeld.

Wie sich im Zuge der Recherchen gezeigt hat, sind Arbeiten von Walter Kröll im Gießener Raum vielerorts zu finden – vor allem an und in Schulen, Kindergärten, Krankhäusern und anderen öffentlichen, zum Teil auch privaten Bauten. Bemerkenswert sind nicht nur die technische und stilistische Bandbreite seines künstlerischen Werks, sondern auch seine berufliche Laufbahn, die diversen Tätigkeiten, die Kröll ausübte, seine relative Wandlungsfähigkeit und auch seine persönlichen Netzwerke, insbesondere in der Region.

Die Kabinettausstellung leistet einen Beitrag zur Diskussion, wie mit den Werken Krölls im öffentlichen Raum heute umgegangen werden kann, indem sie einen Überblick über die Biografie und das Werk des Künstlers bietet. Sie beleuchtet sowohl Brüche als auch Kontinuitäten zwischen dem NS und der Nachkriegszeit anhand von Gemälden, Entwurfsskizzen, Graphiken und ausgewählten schriftlichen Archivalien. Die Ausstellung präsentiert Ergebnisse aus der Arbeit mit Archivmaterial und dem Künstlernachlass. In einzelnen Feldforschungen haben die Studierenden noch erhaltene Werke der Kunst am Bau von Walter Kröll im Gießener Raum und darüber hinaus wieder ausfindig gemacht und dokumentiert. (Broschüre)

Ab dem 7. September 2022 können Interessierte einen ersten Einblick in die noch wachsende Ausstellung erhalten. Die Gießener Allgemeine Zeitung hat hierüber am 10. Sept. berichtet.

Kuration: Studierende des Instituts für Kunstgeschichte der JLU, Leitung: Prof. Dr. Sigrid Ruby, Annabel Ruckdeschel, M.A.

 

Fachprogramm der Kunstgeschichte bei den Hochschulinformationstagen

 

Die Kunstgeschichte stellt sich bei den Hochschulinformationstagen (HIT) vor und gibt einen Überblick über das B.A.-Studium.

Programm, 25. Januar 2023, 11.00-12.30 Uhr

Ort: Hörsaal 5, Haus A, Philosophikum I, Otto-Behaghel-Str. 10, 35394 Gießen

11:00 Uhr: Begrüßung und Einführung in das Studium der Kunstgeschichte, Annabel Ruckdeschel M.A.

11:40 Uhr: Gespräch mit Studierenden + Fragerunde

12:15 Uhr: Kurzvorlesung "Ist das Kunst?", Prof. Dr. Sigrid Ruby

Zusätzliches digitales Angebot am 27. Januar 2023, 14.00-15.00 Uhr

Offene Sprechstunde (digital) 

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