Inhaltspezifische Aktionen

Institut für Kunstgeschichte JLU Gießen - herzlich willkommen!

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Aktuelles

 

Solidarität mit der Ukraine / Solidarity with Ukraine

 

Das Institut für Kunstgeschichte nimmt Wissenschaftler:innen im Rahmen des Programms 'scholars at risk' auf.

The Department for Art History accepts scholars of the 'scholars at risk' program.

Німецькі програми фінансування для дослідників, які опинилися в небезпеці, та список інституційних контактів

Kontakt/Contact/Контакт: Prof. Dr. Markus Späth

Slideshow
Aktuelles

 

Führungen "Vom Projektseminar zur Ausstellung"

 

Unsere Studentinnen Anna Lena Fischer und Marie-Luise Schreiner führen im Januar durch die Kabinettausstellung "Kunst im und nach dem NS: Zum Umgang mit Arbeiten von Walter Kröll (1911‒1976)". Die Austellung entstand in Zusammenarbeit mit einem Projektseminar des Kunsthistorischen Instituts der JLU Gießen. Frau Fischer und Frau Schreiner erklären in der Führung "Vom Projektseminar zur Ausstellung", wie man von der Feldforschung zu einer fertigen Ausstellung kommt. 

22. Januar 2023, 11.00 Uhr: Große Führung (ca. 60 Minuten)

25. Januar 2023, 12.30-12.50 Uhr: Führung im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kunstpause". Sie bietet Berufstätigen und allen Interessierten mit Kurzführungen einen schnellen Kunstgenuss. 

Ort: Oberhessisches Museum, Altes Schloss, Brandplatz 2

Die Führungen sind kostenlos. Eine vorzeitige Anmeldung ist notwendig: entweder telefonisch unter 0641 9609730 oder per Mail an museum oder über das Online-Anmeldeformular.

Fachprogramm der Kunstgeschichte bei den Hochschulinformationstagen

 

Die Kunstgeschichte stellt sich bei den Hochschulinformationstagen (HIT) vor und gibt einen Überblick über das B.A.-Studium.

Programm, 25. Januar 2023, 11.00-12.30 Uhr

Ort: Hörsaal 5, Haus A, Philosophikum I, Otto-Behaghel-Str. 10, 35394 Gießen

11:00 Uhr: Begrüßung und Einführung in das Studium der Kunstgeschichte, Annabel Ruckdeschel M.A.

11:40 Uhr: Gespräch mit Studierenden + Fragerunde

12:15 Uhr: Kurzvorlesung "Ist das Kunst?", Prof. Dr. Sigrid Ruby

 

Zusätzliches digitales Angebot am 27. Januar 2023, 14.00-15.00 Uhr

Offene Sprechstunde (digital) 

Zur Veranstaltung in BigBlueButton

Café Ma­gnétique: Import/Export, Jüdisches Museum Berlin

 

Vortrag von Annabel Ruckdeschel (JLU) im Rahmen des Begleit­programms der Aus­stellung Paris Magnétique. 1905–1940

Ort/Zeit: Jüdisches Museum Berlin, Altbau 2. OG, Großer Saal
Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin, 2. Februar 2023, 19 Uhr

Die Stadt Paris übt zu Beginn des 20. Jahr­hunderts einen Sog auf die Künstler*innen Europas aus. Viele von ihnen, insbe­sondere jüdische Künstler*innen aus Ost­europa, fliehen vor Ver­folgung und Armut oder emigrieren mit dem Wunsch nach einem künstle­rischen Neubeginn. So entsteht in Paris eine lebendige Kunst­szene, die nicht nur vom künstle­rischen Import der Neuan­kommenden lebt, sondern ihre Ideen von Kunst und intellek­tuellem Aus­tausch bald in die ganze Welt exportiert. Die Kunst der École de Paris wird zum Inbegriff der euro­päischen Moderne.

Im ersten Teil der Veranstaltungs­reihe Café Magnétique diskutiert Sophie Krebs, Chef­kuratorin des Museums für Moderne Kunst der Stadt Paris, diese Sog­wirkung der Stadt Paris auf euro­päische Künstler*innen. Die Kunst­historikerin Annabel Ruck­deschel betrachtet anschlie­ßend die École de Paris aus umgekehrter Perspektive: Wie tragen die Künstler*innen diese Kunst­ideale aus Paris nach Italien, in die USA und nach Brasilien, und etab­lieren damit das Bild der Modernen Kunst schlecht­hin?

Café Magnétique: Die Café­häuser von Paris fungier­ten als täglicher Begegnungs­ort und Treffpunkt, oft auch als erster Anlauf­punkt für Neuan­kommende. Sie waren Wohn- und Arbeits­zimmer vieler Künstler*innen, und wesentlich für die Selbst­organisation der Migrant*innen in einer neuen, fremden Umgebung: Über die Cafés wurden Kontakte geknüpft, Zimmer vermittelt, Atelier­plätze gefunden, Aus­stellungen vorbereitet. Berühmte Pariser Cafés wie das Café de Dôme in Montparnasse waren Dreh- und Angelpunkt der migrantisch und nicht zuletzt jüdisch geprägten Kunst­szene, die bald unter dem Namen École de Paris bekannt wurde. Die Reihe Café Magnétique lässt die Pariser Cafés im Glashof des Jüdischen Museums Berlin wieder­aufleben und lädt bei Essen und Getränken zum Ideen­austausch über die École de Paris ein. Zum weiteren Programm

Kabinettausstellung im Oberhessischen Museum „Kunst im und nach dem NS: Zum Umgang mit Arbeiten von Walter Kröll (1911‒1976)“

 

Laufzeit: 7. September 2022 bis 29. Januar 2023

Ausstellungseröffnung: 12. Oktober 2022, 18:30 Uhr, Netanya-Saal, Oberhessisches Museum, Altes Schloss, Brandplatz 2

Öffnungszeiten: Di-So, 10-16 Uhr

Eintritt frei

Am Institut für Kunstgeschichte der Justus-Liebig-Universität Gießen wird 46 Jahre nach dem Tod von Walter Kröll (1911‒1976) sein Leben und Werk im Rahmen einer Lehrveranstaltung neu aufgearbeitet. Anstoß für das Seminar war die öffentliche Diskussion um Krölls Metallrelief (1965) an der Limesschule in Watzenborn-Steinberg, die exemplarisch für die Auseinandersetzung mit „Kunst am Bau“ und die häufig problematische Vergangenheit ihrer Künstler*innen steht. In enger Zusammenarbeit mit dem Oberhessischen Museum, das den Nachlass von Walter Kröll hält, ist nun eine Ausstellung zum Thema entstanden, die auch diese kritischen Fragen adressiert.

Kröll war in der Hitlerjugend aktiv, im Jahr 1943 Gründungsmitglied des Oberhessischen Künstlerbunds (OKB), präsentierte seine Werke auf der Gauausstellung in Frankfurt am Main und schuf ein „Führer-Bildnis“ für die Neue Aula der Ludwigs-Universität. Nach dem Zweiten Weltkrieg unterrichtete er Malen und Zeichnen an der Justus-Liebig-Hochschule und schuf zahlreiche Werke der Kunst am Bau in Gießen und im Umkreis. Kröll ist damit kein Einzelfall, sondern typisch für eine Vielzahl von Künstler*innen, die im Nationalsozialismus künstlerisch erfolgreich waren und nach 1945 ihre Karrieren fortsetzten. Kunst am Bau bot ihnen häufig ein Auftragsfeld.

Wie sich im Zuge der Recherchen gezeigt hat, sind Arbeiten von Walter Kröll im Gießener Raum vielerorts zu finden – vor allem an und in Schulen, Kindergärten, Krankhäusern und anderen öffentlichen, zum Teil auch privaten Bauten. Bemerkenswert sind nicht nur die technische und stilistische Bandbreite seines künstlerischen Werks, sondern auch seine berufliche Laufbahn, die diversen Tätigkeiten, die Kröll ausübte, seine relative Wandlungsfähigkeit und auch seine persönlichen Netzwerke, insbesondere in der Region.

Die Kabinettausstellung leistet einen Beitrag zur Diskussion, wie mit den Werken Krölls im öffentlichen Raum heute umgegangen werden kann, indem sie einen Überblick über die Biografie und das Werk des Künstlers bietet. Sie beleuchtet sowohl Brüche als auch Kontinuitäten zwischen dem NS und der Nachkriegszeit anhand von Gemälden, Entwurfsskizzen, Graphiken und ausgewählten schriftlichen Archivalien. Die Ausstellung präsentiert Ergebnisse aus der Arbeit mit Archivmaterial und dem Künstlernachlass. In einzelnen Feldforschungen haben die Studierenden noch erhaltene Werke der Kunst am Bau von Walter Kröll im Gießener Raum und darüber hinaus wieder ausfindig gemacht und dokumentiert. (Broschüre)

Ab dem 7. September 2022 können Interessierte einen ersten Einblick in die noch wachsende Ausstellung erhalten. Die Gießener Allgemeine Zeitung hat hierüber am 10. Sept. berichtet.

Kuration: Studierende des Instituts für Kunstgeschichte der JLU, Leitung: Prof. Dr. Sigrid Ruby, Annabel Ruckdeschel, M.A.

Wanderausstellung "Made in Hessen. Globale Industriegeschichten" im Oberhessischen Museum

Am 24. März 2023 um 18 Uhr eröffnet die Wanderausstellung "Made in Hessen. Globale Industriegeschichten" im Oberhessischen Museum in Gießen. Die Ausstellung entstand im gleichnamigen Verbundprojekt unter Mitarbeit von Prof. Sigrid Ruby.

Die Gießener Allgemeine berichtete am 24. Januar 2023 vorab über die erste Station der  Ausstellung im Oberhessischen Museum.

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