Bildungsmonitoring VERA-8 Französisch – Entwicklung von Testaufgaben
Im Rahmen des Kooperationsprojektes „Bildungsmonitoring VERA-8 Französisch – Entwicklung von Testaufgaben“ arbeitet das Team der Professur für Didaktik der romanischen Sprachen und Literaturen der JLU Gießen als fachdidaktischer Partner mit dem Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) der HU Berlin zusammen.
Mehr zu VERA: https://www.iqb.hu-berlin.de/de/schule/sekundarstufe-i/vera
Der Name VERA-8 Französisch steht für VERgleichsArbeiten in der 8. Jahrgangsstufe im Fach Französisch. Anhand der VERA-Testaufgaben wird überprüft, über welche Kompetenzen Französischlernende in den Bereichen des Lese- und Hörverstehens verfügen und inwieweit die Zielsetzungen der Bildungsstandards für den Ersten bzw. Mittleren Schulabschluss bereits in der 8. Jahrgangsstufe erreicht werden. Auf Grundlage von Ergebnisrückmeldungen erhalten Französischlehrkräfte die Möglichkeit, den Lernstand der eigenen Klasse bei der weiteren Unterrichtsplanung zu berücksichtigen und konkrete Förderbedarfe zu identifizieren. VERA-8 Französisch leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Unterrichts- und Schulentwicklung sowie zur Stärkung eines kompetenzorientierten Französischunterrichts.
Kooperationspartner
Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) an der Humboldt-Universität zu Berlin
Projektlaufzeit
seit 11/2015 (fortlaufend)
Projektteam
Prof. Dr. Hélène Martinez (Leitung)
Maximilian Irion (wissenschaftlicher Mitarbeiter)
Unsere Aufgaben im Rahmen von VERA-8 Französisch
Als Kooperationspartner begleitet das Gießener Team die Testentwicklung aus fachwissenschaftlicher und fremdsprachendidaktischer Perspektive. Die von Lehrkräften aus ganz Deutschland entwickelten Lese- und Hörverstehensaufgaben werden dabei nach fachdidaktischen und testtheoretischen Gütekriterien beurteilt. Da VERA-8 Französisch ab dem Schuljahr 2027/28 vollständig digital durchgeführt wird, prüft das Team zudem die Eignung der Aufgaben für digitales Lese- und Hörverstehen, etwa im Hinblick auf digitale Formate.
Nach einer ersten empirischen Erprobung der entwickelten Aufgaben („Pilotierung“) werden auf Basis statistischer Kennwerte weitere Modifikationen abgleitet. Gemeinsam mit dem IQB stellt das Gießener Team anschließend die Testhefte für die Haupttestung in den jeweiligen Ländern zusammen. Nach Abschluss der Testheftzusammenstellung werden didaktische Handreichungen mit Erläuterungen zu den Aufgaben verfasst, die Lehrkräften in den verschiedenen Bundesländern zur Verfügung gestellt werden. Diese Handreichungen sollen Französischlehrkräften aufzeigen, welche diagnostischen Potenziale mit den entsprechenden Aufgaben verbunden sind und welche Rückschlüsse diese auf den Leistungsstand der eigenen Klasse erlauben.
Im Rahmen von halbjährlich stattfindenden Aufgabenentwicklungstreffen werden den am Projekt beteiligten Lehrkräften zusätzlich fachdidaktische Vorträge angeboten und aktuelle Erkenntnisse und Diskurse aus Fremdsprachendidaktik und -forschung aufgegriffen.
In seiner Rolle als fachdidaktischer Partner versteht sich das Team somit nicht nur als Bindeglied zwischen Bildungsforschung und Französischdidaktik, sondern auch als Vermittler zwischen Wissenschaft und schulischer Bildungspraxis.