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Lehrveranstaltungen


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Wintersemester 2018/19

HS Feministische Stimmen aus Lateinamerika

dienstags 14-16 Uhr

Raum steht noch nicht fest, erstes Treffen in G03b

In diesem Seminar sollen die Stimmen weiblicher Schriftstellerinnen aus verschiedenen Ländern Lateinamerikas zu Wort kommen. Gelesen werden Texte unterschiedlicher Gattungen, wie Gedichte, Reiseberichte, Manifeste und Kurzgeschichten. Die Fallstudien beginnen chronologisch mit Juana Inés de la Cruz (1648-1695) und enden mit aktuellen Bewegungen des Cyberfeminismus; ein Schwerpunkt liegt dabei auf Texten des 19. Jahrhunderts. Die darin angesprochenen Themen – wie Frauenrechte, Bildung von Mädchen, Gesellschaftsentwürfe und Weibliches Schreiben – werden im Laufe des Seminars mit zentralen Texten zeitgenössischer AutorInnen verglichen, so dass neben dem lateinamerikanischen Schwerpunkt ein Eindruck der globalen Geschichte des Feminismus entsteht. Abgeschlossen wird das Seminar mit einer Lesung der Berliner Autorin Margarete Stokowski, einer der stärksten Stimmen des aktuellen Feminismus. Zur Vorbereitung der Unterrichtseinheiten werden jeweils Leseprotokolle verfasst, so dass die Sitzungen vor allem aus Close-Reading und Diskussionen im Plenum bestehen.

Literaturhinweise:

Virginia Woolf: A Room of One’s Own, 1929.

Clarice Lispector: Agua viva , 1973.

Birgit Dahlke: „Literatur und Geschlecht: Von Frauenliteratur und weiblichem Schreiben zu Kanonkorrektur und Wissenschaftskritik“. In: Ruth Becker und Beate Kortendiek (Hg.). Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Wiesbaden: VS, 2010. 767-773.

EV Einführung in die spanische Literaturwissenschaft

Dienstag 16-18 Uhr, Hörsaal B030

Dieser Grundkurs gibt eine Einführung in die spanische Literaturwissenschaft und vermittelt grundlegende Lektüre- und Interpretationstechniken narrativer, dramatischer und lyrischer Texte. Dabei wird auch ein Überblick über die wichtigsten Konzepte literaturwissenschaftlicher Theoriebildung gegeben. Darüber hinaus werden wissenschaftliche Arbeitstechniken eingeübt, wie etwa die Literaturrecherche, das Verfassen von Seminararbeiten, und der mündliche Vortrag im Seminarkontext. Die systematische Heranführung an philologische Fragestellungen wird auf der Grundlage ausgewählter Texte der spanischen und der lateinamerikanischen Literaturgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart erfolgen. Der Grundkurs endet mit einer Abschlussklausur, die wöchentlichen Lektüregrundlagen werden über die Online-Lernplattform Stud.IP zur Verfügung gestellt.

Literaturhinweise:

Neuschäfer, Hans-Jörg (Hg.): Spanische Literaturgeschichte , Stuttgart/Weimar 2011.

Pomino, Natascha/Zepp, Susanne: Hispanistik , Paderborn 2008.

Stenzel, Hartmut: Einführung in die spanische Literaturwissenschaft , Stuttgart/Weimar 2010.


HS PS Luis de Góngora und die Generación del 27

mittwochs 8-10 Uhr, G119

Im Jahre 1927 veranstalteten einige AutorInnen gemeinsam eine Lesung zu Ehren des 300. Todestags von Luis de Góngora y Argote. Die Organisatoren wurden daraufhin als Generación del 27 bezeichnet, allerdings vertraten sie ganz unterschiedliche Stile. Ein Jahrzehnt später sollten sich ihre Lebenswege endgültig trennen: während Federico García Lorca schon zu Beginn des Spanischen Bürgerkriegs von Falangisten erschossen wurde, starb Miguel Hernández erst während der Franco-Diktatur im Gefängnis, weitere Mitglieder der Gruppe (wie Rafael Alberti und María Teresa León) gelangten ins Exil; einzelne, wie Gerardo Diego, unterstützten wiederum den faschistischen Kurs der Frankisten und profitierten von deren Kulturpolitik. Neben dem Schwerpunkt der Góngora-Rezeption sollen im Seminar auch die einzelnen Biographien der 27 Generation nachgezeichnet werden, um auf diese Weise einen Bogen von den Siglos de Oro zur Geschichte Spaniens im 20. Jahrhundert zu spannen.

Literaturhinweise:

Luis de Góngora y Argote: Soledades de Góngora . Dámaso Alonso (Ed). Madrid: Revista de occidente, 1927.

Juan Manuel Rozas: La Generación del 27 desde dentro. Madrid, 1986.

PS Texte gegen Versklavung. Die Abolitionismusbewegung in Lateinamerika

mittwochs 10-12 Uhr

Raum steht noch nicht fest, erstes Treffen in G03b

Die Abolitionismusbewegung in Lateinamerika wurde von Texten getragen, in denen gegen die Versklavung und für gleiche Rechte argumentiert wird. Auffällig viele dieser Texte wurden von Frauen geschrieben; eine weitere Besonderheit ist das hybride Genre zwischen Literatur und Rechtsgeschichte. Ausgehend von gegenwärtigen Diskussionen zum Thema geht das Seminar chronologisch in der Zeit zurück. Dabei werden Autoren wie Nancy Morejón, Alejo Carpentier und Nicolas Guillén gelesen, um auf diese Weise an Figuren wie Gertrudis Gómez de Avellaneda , Juana Paula Manso de Noronha, oder Juana Manuela Gorriti heranzuführen. Auch die parallelen Geschichten in Brasilien und den USA sollen in jeweils einer Sitzung anhand entsprechender Texte kommentiert werden. Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf Flora Tristán, die nach einer Peru-Reise 1833 begann, sich gegen Versklavung und für Arbeiterrechte einzusetzen, und fünf Jahre vor Marx einen Slogan prägte, der die Welt verändern sollte: “Proletarier aller Länder, vereinigt euch!”.

Literaturhinweise:

Gertrudis Gómez de Avellaneda (1814-1873): Sab (1840)

Juana Paula Manso de Noronha (1819-1875): La familia del Comendador . Buenos Aires, Imprenta de J.A. Bernheim, 1854.