Fötale Hirnblutung bei Blutgruppen-Unverträglichkeit // Fötale-neonatale Alloimmun-Thrombozytopenie: Mechanismen, Diagnose & Prophylaxe
Veranstaltungsreihe der Medizinischen Gesellschaft im SoSe 2025
- https://www.uni-giessen.de/de/fbz/fb11/dekanat/veranst/veranstaltungskalender/mgg20250702
- Fötale Hirnblutung bei Blutgruppen-Unverträglichkeit // Fötale-neonatale Alloimmun-Thrombozytopenie: Mechanismen, Diagnose & Prophylaxe
- 2025-07-02T18:00:00+02:00
- 2025-07-02T23:59:59+02:00
- Veranstaltungsreihe der Medizinischen Gesellschaft im SoSe 2025
02.07.2025 ab 18:00 Uhr (Europe/Berlin / UTC200)
Medizinisches Lehrzentrum, Hörsaal 1
Dr. Nina Cooper // Prof. Dr. Ulrich Sachs
Fötale Hirnblutung bei Blutgruppen-Unverträglichkeit
Dr. Nina Cooper
Fötale-neonatale Alloimmun-Thrombozytopenie: Mechanismen, Diagnose & Prophylaxe
Prof. Dr. Ulrich Sachs (Institut für Klinische Immunologie, Transfusionsmedizin & Hämostaseologie, UKGM, Justus-Liebig-Universität, Gießen)
Blutgruppen-Unverträglichkeit zwischen der werdenden Mutter und dem Fetus können zu schwerwiegenden Schwangerschafts-Komplikationen führen. Bei einer Immunisierung der Mutter gegen Merkmale auf den fötalen Thrombozyten kann es zu einem Abfall der Thrombozyten (Thromboztopenie) und in deren Folge zu schweren, auch tödlichen Blutungen in der Fötal- oder Neonatalperiode kommen. Nach der Präsentation eines interessanten klinischen Falles durch Frau Dr. Nina Cooper (Transfusionsmedizin & Hämostaseologie, UKGM Gießen), der die gravierenden Auswirkungen der „Fötalen und neonatalen Alloimmun-Thrombozytopenie“ (FNAIT) verdeutlicht und aufgrund fehlender Früherkennung unerwartet auftreten kann, gibt der Direktor der Klinik, Prof. Dr. Ulrich Sachs einen Überblick über die Immunisierung gegen Blutgruppen-Merkmale in der Schwangerschaft. Dabei sind in Deutschland Antikörper gegen das Thrombozyten-Antigen HPA-1a am häufigsten, die eine Kreuzreaktion mit der Plazenta sowie mit kindlichen Blutgefäßen zeigen. Ob es dabei in einer Schwangerschaft mit FNAIT zu bedrohlichen Blutungen kommt oder nicht hängt insbesondere von diesen Parametern ab. Neuere Daten zeigen, dass eine pharmakologische Blockade des Antikörpertransports durch die Plazenta die Behandlungsoptionen bei Schwangerschafts-Immunisierungen verändern können. Hier wird auch auf aktuelle klinische Studien am UKGM in der Kooperation zwischen der Klinischen Immunologie und der Pränatal-Medizin eingegangen.