Inhaltspezifische Aktionen

Female-Genital-Mutilation (FGM, weibl. Genital-Verstümmelung): Medizinische Folgen und rekonstruktive Therapieoptionen

Veranstaltungsreihe der Medizinischen Gesellschaft im SoSe 2026

Wann

22.04.2026 ab 18:00 Uhr (Europe/Berlin / UTC200)

Wo

Hörsaal H1, Medizinisches Lehrzentrum, Fachbereich Medizin, Justus-Liebig-Universität, Klinikstraße 29, 35392 Gießen

Teilnehmer

Dr. Marayam En-Nosse

Termin zum Kalender hinzufügen

iCal

 
Die Medizinische Gesellschaft Gießen e.V. lädt monatlich zum Sommersemester 2026 zu spannenden und lehrreichen Vorträgen ein, die sowohl für Fachleute als auch für interessierte Laien neue medizinische Erkenntnisse und Forschungsergebnisse als auch hilfreiche Patienten-orientierte Informationen präsentieren.

22.04.2026

Dr. Marayam En-Nosse (Leiterin des Bereichs Vulva-Erkrankung & FGM-Sprechstunde, rekonstruktive Vulvachirurgie, Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie, UKGM, Justus-Liebig Universität, Gießen)
Female Genital Mutilation (FGM, weibl. Genital-Verstümmelung): Medizinische Folgen und rekonstruktive Therapieoptionen
Female Genital Mutilation (FGM) betrifft weltweit mehr als 230 Millionen Mädchen und Frauen und wird aus Gründen der Tradition gerade in Ländern Afrikas und Südostasiens ohne medizinische Begründung und zum Großteil unter unhygienischen Bedingungen, ohne Betäubung und von medizinisch nicht geschultem Personal durchgeführt. So ist sie meist mit starken Schmerzen verbunden, kann schwere gesundheitliche körperliche und psychische Schäden verursachen und führt nicht selten zum Tod. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben 25 Prozent der Mädchen und Frauen während des Eingriffs oder an seinen Folgen. Auch in Europa und Deutschland sehen sich medizinische Fachkräfte zunehmend mit den gesundheitlichen Folgen dieser Praxis konfrontiert. Der Vortrag gibt einen Überblick über medizinische, psychosoziale und gesellschaftliche Aspekte von FGM sowie über aktuelle Möglichkeiten der chirurgischen Rekonstruktion und die interdisziplinäre Versorgung von Betroffenen sowie über Möglichkeiten der Aufklärung und Prävention vor Ort.

Urheberrechte
MGG