Workshop „Large Language Models (LLMs) in Brain Research“
Der 1,5-tägige Workshop vom 27. - 28. Oktober zum Thema „Large Language Models (LLMs) in der Hirnforschung“ brachte führende Forschende aus den Bereichen Computational Cognitive Neuroscience und künstliche Intelligenz zusammen. Der Workshop wurde von Elaheh Akbari und Giacomo Aldegheri mit Unterstützung des Gießener Graduiertenzentrums für Naturwissenschaften und Psychologie (GGN) organisiert. Die Veranstaltung bot einen intensiven interdisziplinären Dialog, ermöglichte bedeutende Kooperationen und vertiefte das gemeinsame Verständnis dafür, wie LLMs und Vision Language Modelle mit Gehirnfunktionen, neuronalen Repräsentationen und kognitiven Prozessen in Beziehung stehen.
Der Workshop bot hochaktuelle Vorträge von renommierten Expertinnen und Experten wie Prof. Dr. Adrien Doerig, Dr. Sandro Pezzelle und Prof. Mariya Toneva, Ph.D., die sich mit verschiedenen Themen befassten, darunter die Angleichung von Modellen an das Gehirn, neuronale Schaltkreismechanismen, multimodale Darstellungen und praktische Anwendungen von LLMs in der experimentellen Neurowissenschaft. Die Referenten stellten neuartige Rahmenkonzepte für den Vergleich computergestützter Repräsentationen mit Gehirnaktivitäten vor, diskutierten die Dekodierung visueller Szenen aus neuronalen Signalen und skizzierten vom Gehirn inspirierte Ansätze zur Verbesserung der Modellanpassung an neuronale Daten. Die Bandbreite der Themen – von Schaltkreisen und Repräsentationen bis hin zu Verhalten und Sprachverarbeitung – schuf ein reichhaltiges intellektuelles Umfeld.
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Die Kernziele des Workshops wurden erreicht. Die Teilnehmenden erwarben konzeptionelle Grundlagen und praktische Fähigkeiten für den Einsatz von LLMs in der Versuchsplanung und neuronalen Datenanalyse, knüpften Verbindungen zwischen verschiedenen Disziplinen, die zu zukünftigen Kooperationen führen dürften, und identifizierten wichtige offene Fragen, die das Gebiet der vom Gehirn inspirierten KI voranbringen. Die Kombination aus präzisen wissenschaftlichen Inhalten und leicht verständlichen Anleitungen schuf ein Umfeld, in dem sowohl Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer frühen Karrierephase als auch etablierte Forscher sich sinnvoll einbringen konnten. Das anhaltende Engagement und die Qualität der Diskussionen spiegeln die lebendige, wachsende Gemeinschaft wider, die sich der Verbindung von Neurowissenschaften und künstlicher Intelligenz verschrieben hat. Die Gespräche zwischen Vortragenden und Teilnehmenden umfassten aktuelle Themen wie die mechanistische Angleichung zwischen LLMs und neuronalen Schaltkreisen, die Interpretierbarkeit von Modelldarstellungen und methodische Best Practices für Vergleiche von Gehirnmodellen. Die Vortragenden zeigten einen echten Kooperationsgeist und knüpften Verbindungen zwischen den Präsentationen. |
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Der Workshop hat gezeigt, dass die kognitiven Neurowissenschaften und die KI-Community bereit sind für eine tiefere Integration, wobei LLMs als starker Schwerpunkt für die gemeinsame Forschung dienen. Die fruchtbaren Gespräche, die Vorträge von Expertinnen und Experten und das engagierte Publikum machten diese Veranstaltung zu einem bedeutenden Beitrag zum besseren Verständnis der Aufschlüsselung von Gehirnfunktionen durch Computermodelle.
