JLU mit großem Team bei der DHM Leichtathletik (Halle) im Glaspalast
Betty Will, Emma Graf über 3000 m und Sophia Volkmer über 800 m
Wir – Betty, Sophia und Emma – waren am Wochenende bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften in Sindelfingen über die Mittelstrecken am Start. Leider war es nicht unser bester Tag, und keine von uns konnte an ihre Bestzeit laufen. Sophia konnte sich dennoch Platz 5 über die 800 m in 2:09 sichern. Emma und Betty gingen beide über die 3000 m an den Start. Emma lief in 10:31 mit Platz 4 knapp am Podest vorbei, Betty hatte mit der Hallenluft zu kämpfen und sicherte sich Platz 7. Trotzdem hatten wir einen schönen Tag zusammen und haben die Wettkampfatmosphäre genossen. Besonders cool war, dass sogar Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul am Start war – so prominent sind Hochschulmeisterschaften nicht immer besetzt. Auch wenn es sportlich nicht ganz nach Plan lief, nehmen wir die Erfahrung mit und freuen uns auf die nächsten Rennen.
Philip Stahl stark über 200 m und 60 m
Die Deutschen Hochschulmeisterschaften waren mein erster Wettkampf über 60m, da ich mich in dieser Hallensaison auf 200m konzentriert habe. Insofern war ich nach dem Vorlauf schon wirklich zufrieden, da ich meine persönliche Bestzeit mit 7,06s einstellen konnte. Im B-Finale konnte ich dann mit 7,04s eine neue Bestzeit aufstellen, was mir insgesamt den 12. Platz einbrachte. Größere Chancen hatte ich dann über 200 m, was meine Hauptstrecke ist. Leider hatte ich in der erste Kurve einige technische Fehler, was mich einiges an Zeit gekostet hat. Trotzdem bin ich mit 22.21s bis auf 3 Hundertstel an meine Hallen-Bestzeit herangelaufen. Das reichte immerhin zu einem guten 5. Platz. Dennoch etwas ärgerlich, dass ich durch die Fehler eine bessere Zeit verpasst habe. Insgesamt waren die DHM aber eine schöne Veranstaltung in guter Atmosphäre in einer schönen (aber etwas engen) Halle.
JLU mit großem Team bei den DHM Leichtathletik - Frauen-Quartett sprintet aufs Podest
Zu den Highlights in der Hallensaison der Leichtathleten zählen Jahr für Jahr die Deutschen Hochschulmeisterschaften, die am Samstag, den 08. Februar, erneut in Sindelfingen bei Stuttgart ausgetragen wurden. Auch der etwas ungünstige Termin mitten in der Klausurenphase hielt die Athleten der Justus-Liebig-Universität (JLU) sowie der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) nicht davon ab, mit einem großen Team im Glaspalast an den Start zu gehen. Und bei aller Konzentration auf das Studium: Die sportlichen Leistungen der Gießener Leichtathleten konnten sich in Sindelfingen in jedem Fall sehen lassen.
Gleich doppelt war die JLU bei den 4x200-Meter-Staffeln der Frauen vertreten, die in diesem Jahr die bisher ausgetragene „Schwedenstaffel“ bei den Hallenmeisterschaften ersetzte. Beide Gießener Quartette gingen dabei mit eher niedrigen Erwartungen in den Wettkampf, hatten doch gleich mehrere Athletinnen – etwa aufgrund von Verletzungen – seit vielen Monaten keinen Wettkampf mehr absolviert. Doch eine Staffel setzt manchmal ungeahnte Kräfte frei. Während ganz vorne die Teams aus Stuttgart und München schnell außer Reichweite liefen, waren dahinter die beiden Gießener Staffeln zur Stelle und lieferten sich in den beiden Zeitläufen ein Fernduell um Platz drei. Die Nase vorn hatte schließlich die Wechselgemeinschaft (WG) Gießen 1 mit Kathrin Sigel, Amanda Ratuschny, Paulina Seitz und Schlussläuferin Meret Joeris, die in einer Zeit von 1:52,66 Minuten über den Bronzerang jubeln durfte. Nur gut eine Sekunde dahinter zeigte auch das zweite Gießener Quartett mit Charlott Schäfer, Luise Jacobi, Merle Hinz und Sarah Gilles eine starke Leistung belegte mit 1:53,91 Minuten Rang vier. Zwar liefen noch nicht alle Staffelwechsel ideal, doch mit dem gelungenen Ergebnis konnten die acht Läuferinnen voll zufrieden sein
Während die Frauen-Staffeln auch sonst gemeinsam beim LAZ Gießen trainieren, sah das über die 4x200 Meter der Männer im Anschluss anders aus. Mit Kieron Ludwig, Manuel Christoph, Björn Langer und Lennart Wehrum nutzte hier ein bunt gemischtes Quartett aus drei Vereinen die Chance, bei den Hochschulmeisterschaften gemeinsam an den Start zu gehen. Für das Üben der Staffelwechsel blieb da im Vorfeld kaum Zeit, doch die vier Sprinter ließen sich das im Wettkampf nicht anmerken. Mit drei sauberen und zügigen Wechseln brachten die Gießener ihr Staffelholz nach 1:33,56 Minuten über die Ziellinie und konnten voll zufrieden mit ihrem Auftritt sein. In der Endabrechnung reichte es für das Quartett von THM und JLU so zu Rang Fünf hinter der siegreichen Staffel aus Erlangen/Nürnberg.
Schlussläufer Lennart Wehrum war kurz zuvor schon im Einzel über 60 Meter Hürden an den Start gegangen. Nach einem misslungenen Vorlauf (9,35 s), in dem sich der JLU-Student gleich mehrere technische Fehler an den ersten Hürden leistete, schien der Wettkampf für ihn schnell beendet. Doch durch den Verzicht eines anderen Athleten rückte Wehrum kurzfristig ins Finale nach und konnte so noch einmal zeigen, was in ihm steckt: Der Gießener fand deutlich besser ins Rennen und knackte schließlich in 8,94 Sekunden erstmals die 9-Sekunden-Marke auf der Hallendistanz und wurde guter Sechster.
Auch Katrin Sigel, Startläuferin der ersten Frauen-Staffel, hatte sich in Sindelfingen für einen Einzelstart entschieden – und war damit im Weitsprung nicht allein: Denn gleich 17 Athletinnen traten im Frauen-Feld an. Da hieß es vor allem, geduldig zu sein und in den langen Pausen zwischen den Versuchen möglichst die Spannung zu halten. Das gelang der JLU-Studentin gut und mit 5,25 Meter qualifizierte sie sich trotz der großen Konkurrenz für den Endkampf der besten acht Springerinnen. Hier packte Sigel dann noch ein paar Zentimeter drauf: Im fünften Versuch flog sie auf 5,30 Meter und damit zu neuer Saisonbestleistung, was am Ende mit Rang acht belohnt wurde.
Genauso wie Kathrin Sigel startete auch Annika Metz, die im Dreisprung auf Weitenjagd ging, bei ihren ersten Deutschen Hochschulmeisterschaften. Für Metz lief es dabei allerdings nicht ganz wie erhofft. Denn ohne die Unterstützung ihres Trainers vor Ort hatte sie etwas Probleme im Anlauf und traf das Brett nicht optimal, sodass die angepeilte Marke von 10 Metern in Sindelfingen nicht fallen wollte. Mit 9,95 Meter war sie immerhin nah dran und konnte so am Ende auch mit dem sechsten Rang gut leben. Bei ihrer ersten DHM-Teilnahme stand ohnehin erstmal das Erlebnis eines solchen Events im Vordergrund, sodass die JLU-Studentin mit vielen wertvollen Erfahrungen im Gepäck die Heimreise antreten konnte.