DHM Ergometerrudern in Düsseldorf - Gold und Bronze für die JLU
Am 28. Februar 2026 fanden in der Dreifachsporthalle der Heinrich‑Heine‑Universität die diesjährigen Hochschulmeisterschaften im Ergometer‑Rudern statt. Insgesamt waren über 200 Sportlerinnen und Sportler aus ganz Deutschland am Start. Auch die Justus‑Liebig‑Universität Gießen nahm sehr erfolgreich an den Meisterschaften teil.
Morgens starteten zunächst die Einerwettbewerbe. Hier nahm Katja Beerscht am Frauen‑Einer teil. Für sie war es der erste Start bei einer Hochschulmeisterschaft, da sie erst dieses Wintersemester mit dem Tiermedizinstudium begonnen hatte. Die Erwartungen waren nach dem Gewinn der deutschen Ergometermeisterschaft vor vier Wochen hoch.
Zwölf Frauen starteten in dieses Rennen über die virtuelle 1000 m lange Strecke. Nach einem schnellen Start ging es zunächst in die Führung, doch Katja übergab diese zunächst an Fiona Weber aus Mannheim, ließ den Abstand aber nicht zu groß werden. Kurz vor dem Ziel erhöhte sie in den letzten 250 m erneut Schlagzahl und Tempo, gewann 150 m vor dem Ziel die Führung zurück und erreichte das Ziel um 1,6 Sekunden. Das Ergebnis lautete: Gold für Katja Beerscht aus Gießen (3:17,4 min), Silber für Fiona Weber aus Mannheim (3:19,0 min) und Bronze für Kim Krüger aus Duisburg‑Essen (3:20,2 min). Zum Vergleich: im vergangenen Jahr ging der Titel in 3:25,0 min an Franziska Linke aus Bremen.
Mittags wurde es dann noch spannender, denn der Mixed‑Achter stand als letztes Rennen des Tages an. Hier startete die Wettkampfgemeinschaft Gießen aus Sportlern und Sportlerinnen der JLU gemeinsam mit zwei Sportlern der THM. Da es in diesem Rennen sechs Meldungen gab und jeweils acht Ruderer parallel starteten, um die möglichst schnelle Durchschnittszeit zu erzielen, waren drei Läufe mit je zwei Booten nötig, um das zeitlich schnellste Siegerteam zu ermitteln.
Der Gießener Achter startete zunächst im zweiten Lauf gemeinsam mit dem Achter aus Duisburg‑Essen. Duisburg‑Essen konnte diesen Lauf sowie später auch den gesamten Wettbewerb gewinnen. Die WG Gießen fuhr ein Rennen, das sich durch die höchste durchschnittliche Schlagfrequenz im gesamten Achterfeld von 51 Schlägen pro Minute ausgezeichnete, und kam im zweiten Lauf auf den dritten Platz mit einer Zeit von 1:03,6 min hinter Kassel. Für den dritten Lauf entschied sich die Gemeinschaft, die Boote aus Aachen und Konstanz einzusetzen. Während des Rennens fiel auf, dass das Boot aus Aachen fast genauso schnell war wie zuvor das Gießener. Im Ziel stand bei Aachen eine Zeit von 1:03,7 min. Da das konstanzer Boot ebenfalls langsamer war als das Gießener vorangestellte, konnte sich die Wettkampfgemeinschaft Gießen über Bronze freuen und erzielte damit eine Medailleausbeute von 100 %.
Für die Justus‑Liebig‑Universität waren im Achter am Start Katja Beerscht, Svenja Wolfgarten, Annika Maria Schroeder, Jasmin Sabrina Bark, Benedikt Hartmann und Nicholas Janetzky. Sie wurden von Markus Tobias Wiche und Tim Titus Günther von der Technischen Hochschule Mittelhessen unterstützt. ( Text: Katja Beerscht)