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Stimmen aus der Praxis: Davon kann man leben

Stimmen aus der Praxis: Davon kann man leben

Freie Journalistin zu sein, das klingt nach Unabhängigkeit und danach, sich aussuchen zu können, wie, wann, mit wem und worüber man arbeitet – so ist es auch. Freier Journalismus impliziert aber auch das oft zitierte „selbst und ständig“. Es bedeutet, sich flexibel auf Aufgaben, Auftraggeber*innen und Themen einzustellen, neue Fähigkeiten zu erlernen und oft schlicht, ins kalte Wasser zu springen. Die großen Herausforderungen des Berufs garantieren aber auch Abwechslung und Weiterentwicklung. Als ich um die Jahrtausendwende als Freie für die WAZ (Westdeutsche Allgemeine Zeitung) anfing, wollte ich nur schreiben. Heute kann ich: koordinieren, ein Team leiten, Bildredaktion machen, Themen konzipieren, Interviews führen, recherchieren, fotografieren, Social Media- Plattformen bespielen, Vorträge halten, Workshops leiten, Filmgespräche moderieren, 1001 Content Management-Systeme bedienen, Homepages erstellen... Das Schreiben – vor allem das Schreiben über Film – bleibt aber der beste Job von allen.

 

Maxi Braun lebt und arbeitet als freie Journalistin im Pott. An der Ruhr-Universität Bochum hat sie Russische Kultur, Geschichte und Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt Filmtheorie und -ästhetik studiert. Von 2014 bis 2017 verantwortete sie als Chefredakteurin die Kulturmagazine trailer (Ruhrgebiet), choices (Köln) und engls (Wuppertal). Seitdem ist sie freiberuflich tätig und schreibt meist über Film und Feminismus, u.a. für epd, Missy Magazin, an.schläge oder ray. Außerdem gibt sie Workshops im Bereich Filmkritik oder Pressearbeit und arbeitet für diverse Filmfestivals wie das Internationale Frauen* Film Fest Dortmund+Köln oder die Duisburger Filmwoche. Gelegentlich ist sie auch als Fotografin unterwegs.

 

Wann?: Dienstag, 7. Juni 2022, 18:15 Uhr

Wo?: JLU, Phil I, Raum C 214

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Tillmann Schorstein, 01.06.2022)