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Überblick

"Justicia y desigualdades: Estudios comparativos culturales" ist ein interdisziplinärer Masterstudiengang, der im Bereich der Kulturwissenschaften angesiedelt ist. Er bietet ein ausschließlich spanischsprachiges Studienangebot in Präsenzform mit internationalem Profil.

Gerechtigkeit bzw. die Überwindung von Ungerechtigkeiten sowie die Reduzierung von historisch persistenten intersektionalen Ungleichheiten sind globale Zukunftsthemen. Sie stehen auch auf der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und deren 17 nachhaltige Entwicklungsziele adressieren die drei Dimensionen von Nachhaltigkeit: Soziales, Wirtschaft und Umwelt. Der vorliegende Masterstudiengang „Justicia y desigualdades: Estudios comparativos culturales“ widmet sich dieser Thematik, behandelt zudem Nord-Süd-Asymmetrien und diskutiert postkoloniale Perspektiven. Er bietet damit eine Qualifikation, die Absolventin­nen und Absolventen in einem der größten Sprachräume der Welt in den Handlungsfeldern gesellschaftlicher Transformationsprozesse leitende Beschäftigungs­perspektiven eröffnet. In dieser Ausrichtung besitzt der Studiengang ein Alleinstellungsmerkmal, da andere Studiengänge zur Gerechtigkeit in der Regel Einzel­perspektiven fokussieren. 

An wen richtet sich der Studiengang?

Der M.A.-Studiengang „Justicia y desigualdades: Estudios comparativos culturales“ richtet sich an Studierende aus aller Welt, vornehmlich Lateinamerika, Nordamerika und Europa, hier vor allem aus Spanien und Deutschland. Alle Studierenden, die Interesse an der thematischen Ausrichtung und die entsprechenden Sprachkenntnisse (für Nicht-MuttersprachlerInnen Spanisch auf Niveau C1; für alle Englisch auf Niveau B1 als sprachliche Zugangsvoraussetzung) mitbringen, sind willkommen. Der M.A.-Studiengang ist hinsichtlich disziplinärer, geographischer, sozialer und kultureller Herkunft, aber auch hinsichtlich Berufserfahrung offen für Studierende in unterschiedlichen Lebensphasen, direkt im Anschluss an einen Bachelor oder nach mehreren Jahren Berufstätigkeit. 

Studieninhalte

Wir bieten ein interdisziplinäres Studienangebot zu einem hochgradig gesellschaftsrelevanten Thema, das an der Schnittstelle zwischen Geistes-, Sozial- und Rechtswissenschaften liegt, mit zusätzlichen Bezügen zu den Themenbereichen Peace and Conflict Studies, Global Health, Gender Studies, Transitional Justice und Development Studies, einschließlich Sustainable Development.

Der M.A.-Studiengang legt den Fokus auf „Gerechtigkeit und Ungleichheiten“, analysiert aus unterschiedlichen Fächerperspektiven in folgenden Feldern:

  • Repräsentationen von Gerechtigkeit, sozialen Ungleichheiten und Menschenrechtsverletzun­gen;
  • Sozialpolitik (Arbeit, Bildung, Gesundheit, Rente, Transport, Wohnung, soziale Rechte) und das Transformationspotenzial von Recht in Kontexten extremer sozialer Ungleichheiten;
  • Politische Ökonomie von Entwicklungsprozessen, nachhaltige Entwicklung, alternative Entwicklungsvorstellungen und Alternativen zur Entwicklung;
  • Glottopolitik und soziale Gerechtigkeit, Gerechtigkeitsdiskurse, Anteil von Sprache an gesellschaftlicher Teilhabe und an der Demokratisierung des Zugangs zu gesellschaftlichen Ressourcen;
  • Intersektionalität, Gender Studies und Kämpfe für soziale Gerechtigkeit;
  • Demokratische Partizipationsmechanismen und autoritäre Bewegungen;
  • Menschenrechtsverletzungen und deren Bearbeitung durch Transitional Justice oder den Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte und kol­lektive Erinnerungsprozesse;
  • Nord-Süd-Asymmetrien und globale Solidarität;
  • Extraktivismus, Just Energy Transition, sozial-ökologische Konflikte und Klimagerechtigkeit;
  • Soziale, politische und kulturelle Determinanten von Gesundheit, sowie die Wechselwirkungen zwischen Gesundheit, Gerechtigkeit und nachhaltiger Entwicklung.

Ziele des Studiengangs und Kompetenzprofil

Der internationale, interdisziplinäre und pluralistische Charakter des Masterstudiengangs ermöglicht es den Studierenden, zentrale Gerechtigkeitsfragen unserer Zeit aus unterschiedlichen Perspektiven zu reflektieren und ihre Positionen wissenschaftlich fundiert zu erarbeiten. Dazu gehört es, verschiedene politische und gesellschaftliche Optionen zur Förderung unterschiedlicher Facetten von Gerechtigkeit zu untersuchen und deren politische und gesellschaftliche Umsetzbarkeit kritisch zu diskutieren. Darüber hinaus legt der Studiengang Wert auf den Erwerb von Kompetenzen, die sowohl für die Formulierung politikrelevanter Lösungen als auch für konstruktive Kritik nützlich sind. Zu diesem Zweck wird die Vermittlung theoretischer und konzeptioneller Ansätze mit der Vertiefung methodischer Ansätze, der Analyse aktueller empirischer Fallstudien in vergleichender Perspektive sowie der Anwendung und Reflexion der erlernten Inhalte in Form eines Pflichtpraktikums verbunden.

Neben der akademischen Ausbildung liegt der Schwerpunkt auf dem Erwerb interkultureller Kompetenzen, verschiedener Soft Skills (wissenschaftliches Präsentieren, Verfassen verschiedener Textformen, öffentliches Sprechen) und auf der Vermittlung von berufsrelevantem Wissen, wie z.B. Veranstaltungsorganisation, Projektmanagement, Managementfähigkeiten oder Didaktik der Erwachsenenbildung. Damit ermöglicht der Studiengang die Orientierung auf eine akademische Laufbahn oder den Einstieg in ein breites Spektrum von Berufsfeldern, wie z.B. Wissenschaft, Entwicklungszusammenarbeit, internationale Organisationen, NGOs, öffentlicher Dienst, politische Bildung, Kulturarbeit und weiteren Feldern. Die heterogene Zusammensetzung der Studierenden und die Einbindung von Dozierenden von Partneruniversitäten und Personen aus der außeruniversitären Berufswelt sowie Aktivitäten mit Alumni begünstigen zudem die Bildung von internationalen und transdisziplinären Netzwerken, die die zukünftige akademische und berufliche Laufbahn der Studierenden fördern.