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Gladbacherhof

Der Gladbacherhof ist eine Hessische Staatsdomäne und dient der Justus-Liebig-Universität Gießen seit 1990 als Lehr- und Versuchsbetrieb für Ökologischen Landbau.

luftbild-gladbacherhof

 

Mit seinen Hauptbetriebszweigen Milchviehhaltung und Saatgutproduktion stellt der Biolandbetrieb die Grundlage für die Lehr- und Forschungstätigkeit dar.

Grundidee des Ökolandbaus auf dem Gladbacherhof ist die Kreislaufwirtschaft. Das bedeutende Element innerhalb der 8-feldrigen Fruchtfolge ist ein zweijähriges Luzerne-Klee-Gras. Dieses kann mithilfe der Knöllchenbakterien im Boden 300-400 kg Stickstoff pro Hektar und Jahr binden und macht so den Zukauf mineralischen Stickstoffs überflüssig.

Das Getreide und die Kartoffeln werden zum überwiegenden Anteil als Saat- und Pflanzgut vermarktet. Neben der Luftstickstoffbindung bilden die Leguminosen auch ein proteinreiches Futter für die 90 Schwarzbunten Milchkühe. Diese werden mit dem Zuchtziel Lebensleistung gehalten. Dabei werden ein Teil der weiblichen Kälber zur Nachzucht aufgezogen, während der andere Teil verkauft wird. Die Bullenkälber werden zur Mast verkauft. Die Tiere liefern mit Mist und Gülle den organischen Dünger für das Grünland und den Ackerbau.

Dieses System aus Rinderhaltung und Pflanzenbau soll einen möglichst geschlossenen betrieblichen Nährstoffkreislauf bilden. Das dient mit dem sparsamen Einsatz von Betriebsmitteln und dem Verbot von chemischen Pflanzenschutzmitteln auch der Vermeidung von Klimagasen und Grundwasserbelastungen. Die ökologische Landwirtschaft sorgt darüber hinaus für eine reich strukturierte Kulturlandschaft mit ökologisch wertvollen Tier- und Pflanzengesellschaften.

Der Gladbacherhof liefert seine Milch an die genossenschaftliche Upländer Bauernmolkerei e.G.. Das Saat- und Pflanzgut von Getreide und Kartoffeln wird regional und überregional veräußert. Über den Hofladen werden die eigenen Produkte wie  Getreide, Kartoffeln, Eiern, Suppenhühnern, Rindfleisch,Apfelsaft als auch  Produkte anderer Biobetriebe vertrieben

Als Lehr- und Forschungseinrichtung dient der Gladbacherhof vor allem der Lehre und Forschung im ökologischen Landbau. Die Studenten lernen hier die landwirtschaftliche Praxis kennen. In der Forschung werden durch die Versuchsstation wissenschaftliche Versuche auf dem Feld, aber auch im Milchviehstall durchgeführt. Ein Schwerpunkt der Feldforschung ist neben der Optimierung ackerbaulicher Verfahren mit hohen Humusvorräten die Erforschung der Klimawirkung der Landwirtschaft.

Die Forschung in der Tierhaltung wird nach dem Neubau eines Milchviehstalles einen neuen Schwerpunkt erhalten. Im Rahmen eines Systemvergleichs sollen eine High-Input-Herde (Ackerfutter+ hohe Milchleistung) und eine Low-Input-Herde (Grünland und wenig Ackerfutter + geringere Milchleistung) hinsichtlich ihrer Leistung aber auch ihrer Klimawirkung miteinander verglichen.

Der Gladbacherhof ist nicht nur der Standort landwirtschaftlicher Produktion. Mit dem 2019 gegründeten Förderverein Ökolandbau soll der Gladbacherhof ein Begegnungsort und Zentrum für regionale Aktivitäten sein. Ein Schwerpunkt wird hier sicherlich Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt sein, aber auch kulturelle Veranstaltungen sind herzlich willkommen.

 

Ausstattung und Lage

gladbacherhof

  • 110 ha Ackerland, 76 ha Dauergrünland in ökologischer Bewirtschaftung
  • 90 Kühe (Schwarzbunt), eigene Kälber- und Färsenaufzucht, 100 Legehennen

Klima

(nach DWD-Klimakarten, 1x1km langjähriges Mittel 1981-2010):

  • Niederschlag: 653 mm/a
  • Jahresmitteltemperatur: 9,5°C
  • Klimatische Wasserbilanz: 80 mm/a

Boden:

  • Parabraunerden, Pararendzinen in schluffreichen Böden


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Ausgewählte Publikationen

  • Schulz, Franz, et al. "Development of soil organic matter stocks under different farm types and tillage systems in the Organic Arable Farming Experiment Gladbacherhof." Archives of Agronomy and Soil Science 60.3 (2014): 313-326.
  • Schmidt, H., F. Schulz, and G. Leithold. "Organic Farming Trial Gladbacherhof. Effects of different crop rotations and tillage systems." Long-term Field Experiments in Organic Farming. ISOFAR Scient. Series (2006): 165-182.
  • Kilian, Simone, and Dietrich Werner. "Enhanced denitrification in plots of N 2-fixing faba beans compared to plots of a non-fixing legume and non-legumes." Biology and fertility of soils 21.1 (1996): 77-83

Dauerfeldversuche

 Ökologischer Ackerbauversuch Gladbacherhof