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Newsletter 3/2020

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 Editorial

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleg*innen, ZMI-Aktive und Freund*innen des ZMI,

 

auch wenn das, was ab November kommt, jetzt ‚Hybridsemester’ heißt und damit theoretisch neue Spielräume des Analogen eröffnet, fühlt sich das Meiste immer noch merkwürdig und falsch an – die Digital-Lehre bleibt uns weitgehend erhalten, beim ersten Halskratzen soll man immer noch zu Hause bleiben und die kleineren Veranstaltungen, Gremiensitzungen und Arbeitsbesprechungen, die wir leicht verunsichert wieder präsent durchgeführt haben, halten uns unter aufwendigen Hygienemaßnahmen immer noch auf Abstand. Neuerdings muss man erstmal herausbekommen, welche Kollegin hinter der Maske steckt. Aber immerhin!

Prof. Katrin Lehnen
Prof. Katrin Lehnen. Foto: Ralph Zoth/ZMI.

Wir machen das Beste aus der Situation und kündigen mit großer Freude die ZMI-Aktionswoche „Digitaler Habitus“ an, die – eingebettet in die erste Vorlesungswoche - komplett im Netz stattfindet. Die Woche vom 2. bis 6. November 2020 bietet jeden Tag unterschiedliche Formate der Präsentation, Reflexion und Diskussion brennender Themen, die uns durch die politischen und pandemischen Ereignisse der letzten Wochen und Monate auf Trab halten und hohen Gesprächsbedarf erzeugen. Anlass für den – etwas sportlichen – Zeitpunkt der Aktionswoche ist unter anderem die bevorstehende US-Präsidentenwahl am 3. November, ein politisch-pandemisches Ereignis, das vermutlich die meisten von uns umtreibt und dringend beobachtet, begleitet und besprochen werden muss. Dazu finden vor und nach der Wahl Diskussionsrunden im Livestream statt, an denen Expert*innen mit ganz unterschiedlichem Hintergrund und teils US-amerikanischer Herkunft teilnehmen. Das durch die Reihe „Kontroversen“ (Politikwissenschaft JLU und ZMI) im letzten Sommersemester bereits gut erprobte Format der Livestream-Diskussion unter Beteiligung von Publikumsfragen wird in der Aktionswoche durch Lesungen und Vorträge, Lunch-Lectures, ergänzt. Auch hier geht es um Tendenzen, Veränderungen und neuartige Denk-, Arbeits- und Lebensformen, die mit der weitreichenden Digitalisierung (und Pandemisierung) unseres Alltags entstanden sind. 

Entstanden ist ein spannendes und vielfältiges Programm, das zu einem großen Teil von den Sektionen des ZMI entwickelt worden ist. Wir legen es Ihnen und den Studierenden hiermit ans Herz, denn alle Veranstaltungen sind offen und einfach über Links erreichbar. 

 

Wir wünschen Ihnen ein produktives Semester (nicht nur) am Bildschirm. Kommen Sie gesund durch den Winter.

 

 

Ihre 

 

Katrin Lehnen

 

 

 

 Inhalt ZMI-NEWSLETTER 3/2020



Editorial

 

News

Aktionswoche „Digitaler Habitus“ 2. bis 6. November 2020

Englischsprachige ZMI-Website online

  

Weitere Veranstaltungen

Vortragsreihe der Sektion „Educational Linguistics

„Interaktion im digitalen DaF-Unterricht“ - Online-Vortrag von Tamara Zeyer im Rahmen der Tagung „Congreso Internacional de Lenguas

  

Videos

Videomitschnitt des Livestreams „Online-Lehre - Debatte über die Erfahrungen in Zeiten von Corona“ vom 7. Juli 2020

 

Aktivitäten und Events der letzten Monate

HMWK-Projekt „Digitale Medien beim Deutscherwerb von studieninteressierten Geflüchteten“

DigiDaFZ-Projekt: Experten-Interviews

Blitzlichter digitaler Lehre mit Tamara Zeyer 

Report: Allied Attempts to Cover Nazi Crimes on Film: What Questions can the Footage Answer?

Livestream: Black Lives Matter…. Was lernen wir aus den Protesten?

Livestream: Online-Lehre - Debatte über die Erfahrungen in Zeiten von Corona

 

In den Medien 

ZMI-Blog: „Warmlaufen der Männer statt Siegerehrung der Frauen - Klare Positionierung der ARD im DFB-Pokalfinale 2020“ 

Gießener Anzeiger über die „Black Lives Matter“-Debatte

Gießener Anzeiger über „Chancen und Herausforderungen der Online-Lehre“

 

Neues aus den Seniorprofessuren

 

Neues aus der Ludwig Börne-Professur

Frankfurter Allgemeine: Historische Debatte mit Gegenwartsbezug – Baldwin versus Buckley: Haben die Schwarzen den Amerikanischen Traum bezahlt?

Frankfurter Rundschau: „Die Krankheit, vor der wir uns verbergen“ – Prof. Claus Leggewie im Gespräch mit dem rumänischen Schriftsteller Radu Vancu

Ringvorlesung des Präsidenten

Planetary Colloquia

Nachhaltigkeitsforum

Lehrveranstaltung „Foundations of Planetary Thinking“

Hessen schafft Wissen - Podcast über das „Planetare Denken“

Workshops

„Einstieg ins planetare Denken“ in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

 

Neues aus der Georg Büchner-Professur

Begegnung mit Beethoven in der FAZ

Konzerte in Bologna

„Gegenwärtig lebe ich allein...“ - ein Hörstück

Szenisches Projekt „Der Raum hat mich angehustet...“

Eine Neuauflage von „Ästhetik der Abwesenheitzum Jahresanfang 2021

Eröffnung des neuen Jüdischen Museums Frankfurt

40-jähriges Bestehen des Ensemble Modern

Schwarz auf Weiß / Musiktheater von Heiner Goebbels in Frankfurt im Dezember 2020

Ein Interview mit Heiner Goebbels zu „Der Mann im Fahrstuhl

Jury Kunstpreis Berlin und Nominierung für den „Deutschen Musikautorenpreis der GEMA“ 2021

  

Publikationen

Neuer Band in der Schriftenreihe der Ernst-Ludwig-Chambré-Stiftung zu Lich und der Arbeitsstelle Holocaustliteratur: Yitskhok Rudashevski: „Tagebuch aus dem Ghetto von Wilna. Juni 1941 – April 1943“

Lektüreschlüssel von Sascha Feuchert zum Roman „Unter der Drachenwand“ von Arno Geiger 

Taschenbuchausgabe des Romans „Stella“ von Takis Würger mit einem Nachwort von Sascha Feuchert

„Wörterbuch Politikunterricht“ mit Eintrag zum Thema „Gender“ von Jutta Hergenhan

 

Personalia

Jana Gamper - neue Sprecherin der Sektion „Educational Linguistics“

Dorothée de Nève und Elif Özmen - neue Sprecherinnen der Sektion „Macht – Medium – Gesellschaft“

Diana Hitzke – neu als Projektkoordinatorin für den Forschungsbereich „Digitaler Habitus“ am ZMI

Selmin Hayircil – neu im Team der Öffentlichkeitsarbeit am ZMI

Lorine Behr – wissenschaftliche Mitarbeiterin des Panel on Planetary Thinking

Jennifer Ecker - neue wissenschaftliche Hilfskraft im digLL-Projekt

Dietmar Rösler weiterhin HMWK-Projektleiter

Angelique Hertzel verlässt das ZMI

Komla Digoh verlässt das ZMI

Annika Duin verlässt das ZMI

 

 

 

News


Aktionswoche „Digitaler Habitus“ vom 2. bis 6. November 2020

Das ZMI veranstaltet zum Semesterauftakt vom 2. bis 6. November 2020 die Aktionswoche „Digitaler Habitus“. In Lunch-Lectures (jeweils um 12 Uhr) und in verschiedenen Abendformaten (ab 18 Uhr) gibt es von Montag bis Freitag ein abwechslungsreiches Programm. Eine Lesung und eine virtuelle Kinovorführung finden auch am Nachmittag statt. Themen der virtuellen Veranstaltungen, die vom Publikum weltweit gestreamt werden können, sind die US-Wahl, die Philosophie der politischen Lüge, Wissenschaft und Corona, die Incel-Bewegung, virtuelle Realitäten und digitale Emotionskulturen. Um auch online Barrierefreiheit zu ermöglichen, werden die deutschsprachigen Veranstaltungen in Gebärdensprache und die englischsprachigen in Schrift gedolmetscht. Die Teilnahme ist ohne Anmeldung möglich. Das ausführliche Programm und den Link zu den jeweiligen Veranstaltungen finden Sie auf unserer Website: https://www.uni-giessen.de/fbz/zmi/zmi_tagungen/zmi-aktionswoche/zmi-aktionswoche.


Poster Digitaler Habitus Aktionswoche


 

Englischsprachige ZMI-Website online

Das ZMI freut sich Ihnen mitteilen zu können, dass die englische Übersetzung der Website nun online ist. Das Ziel ist es, die ZMI-Website mit ihren Inhalten für mehr Menschen zugänglich zu machen und auch unsere internationalen Kooperationspartner*innen über unsere Aktivitäten zu informieren.

Englische Website ZMI

 

 

 

Weitere Veranstaltungen

  

Vortragsreihe der Sektion „Educational Linguistics  

Vortragsreihe der Sektion Educational Linguistics“

Das Programm für das Wintersemester 2020/2021 steht fest. Es werden drei online-Vorträge und ein ganztägiger Workshop stattfinden:

Als Vortragende werden Prof. Dr. Rolf Kreyer  (Marburg), Dr. Franziska Wallner (Leipzig) sowie PD Dr. Roman Schneider (Mannheim) erwartet. Die Vorträge finden dienstags um 18:15 Uhr statt.

Der Vortrag von Prof. Rolf Kreyer zum Thema „Longitudinale Lernerkorpora: Potentiale und Grenzen.“ findet am 8. Dezember 2020 statt. 

Am 12. Januar 2021 spricht Dr. Franziska Wallner zum Thema „Korpora gesprochener Sprache für den Deutsch als Fremd- und Zweitspracheunterricht: zielgruppenspezifische Nutzungsmöglichkeiten und aktuelle Weiterentwicklungen.“

Am 26. Januar 2021 hält PD Dr. Roman Schneider seinen Vortrag zum Thema „Das Songtextkorpus - multidisziplinäre Perspektiven einer empirischen Ressource zur deutschsprachigen Popmusik.“

Prof. Jana Gamper (Gießen) organisiert und moderiert den Workshop zum Thema „Neuzuwanderung und Sprache: LernerInnenkorpora und Forschungsmethodik.“ Der Workshop findet voraussichtlich am 5. Februar 2021 statt.

 

Weitere Informationen: https://www.uni-giessen.de/fbz/fb05/el/veranstaltungen

 

 

„Interaktion im digitalen DaF-Unterricht“ - Online-Vortrag von Tamara Zeyer im Rahmen der Tagung „Congreso Internacional de Lenguas

Am 23. Oktober 2020 findet der Vortrag von Dr. Tamara Zeyer zum Thema „Interaktion im digitalen DaF-Unterricht“ im Rahmen der II. Akademischen Tagung „Congreso Internacional de Lenguas statt. Die Tagung ist im virtuellen Format, die Teilnahme ist kostenfrei.

Mehr Informationen: https://cil.uaeh.edu.mx/jornadasII/

 

Poster zur Tagung Congreso International de Lenguas. Quelle: CIL.
Poster zur Tagung Congreso International de Lenguas. Quelle: CIL.

 

 

 

 

Videos


Videomitschnitt des Livestreams „Online-Lehre - Debatte über die Erfahrungen in Zeiten von Corona“ vom 7. Juli 2020


Online-Lehre - Debatte über die Erfahrungen in Zeiten von Corona

Bildschirmfoto des Livestreams mit Gebärdendolmetscherin Kathrin Becker, Prof. Dorothée de Nève, Michel Zörb und Melanie Wulf.
Das Video ist auf dem YouTube-Kanal des ZMI zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=BcEcEYl8mJo

 

 

 

 

Aktivitäten und Events der letzten Monate


HMWK-Projekt Digitale Medien beim Deutscherwerb von studieninteressierten Geflüchteten

Digitaler Aussprache-Workshop von Selmin Hayircil und Johanna Michel

Im Rahmen eines Teilprojekts des am ZMI angesiedelten Projekts „Digitale Medien beim Deutscherwerb von studieninteressierten Geflüchteten“, welches vom HMWK (Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst) gefördert wird, begleiteten Selmin Hayircil und Johanna Michel von Mai bis August 2020 einen B1+ Deutschkurs für Lernende mit Fluchterfahrung. Der Kurs wurde im Rahmen des Buddyprogramms des Akademischen Auslandsamtes organisiert. Aufgrund der Corona-Pandemie fand er im virtuellen Raum statt.

Dank der regen Beteiligung am Forschungsprojekt in Form zahlreicher aufschlussreicher Unterrichtsaufnahmen sowie konstruktiver Interviews mit Lernenden und Lehrenden konnten wertvolle Daten gewonnen werden, die u.a. Informationen zu folgenden Fragestellungen liefern: Wie organisieren Lernende in Pandemiezeiten ihre Lernmaterialien? Wie interagieren Lernende mit der Lehrkraft und miteinander im Online-Unterricht? Welche mediendidaktischen Herausforderungen ergeben sich dabei für die Lehrkräfte?

Als Dankeschön veranstalteten Selmin Hayircil und Johanna Michel am 14. August 2020 einen digitalen Aussprache-Workshop für die Kursteilnehmenden. Hierbei standen unter Einsatz verschiedenster digitaler Tools, wie bspw. einem Random Picker Wheel und dem interaktiven Whiteboard „classroomscreen“, besonders die gezielte und spielerische Förderung der korrekten Lautaussprache des Deutschen im Vordergrund. 

Teilnehmende des digitalen Aussprache-Workshops. Links oben: Selmin Hayircil. Rechts           	unten:   Johanna Michel. Foto: Johanna Michel/ZMI

Teilnehmende des digitalen Aussprache-Workshops. Links oben: Selmin Hayircil. Rechts unten: Johanna Michel.

Foto: Johanna Michel/ZMI. 

 

 

 

DigiDaFZ-Projekt: Experten-Interviews

Prof. Dr. Dietmar Rösler. Foto: Selmin Hayircil/ZMI.
Prof. Dr. Dietmar Rösler. Foto: Selmin Hayircil/ZMI.

 

 

In Anlehnung an die Fachinhalte der Einführungsveranstaltungen im Bereich Deutsch als Fremdsprache an den Universitäten Gießen und Marburg werden im Rahmen des Projektes die Lernmodule zur Didaktik und Methodik des Deutsch als Fremd-/ Zweitsprache-Unterrichts entwickelt (mehr zum Projekt erfahren Sie hier). Dafür wurden u.a. fachliche Expertinnen und Experten gewonnen und zu unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten interviewt. 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 


Prof. Dr. Jana Gamper. Foto: Selmin Hayircil/ZMI.
Prof. Dr. Jana Gamper. Foto: Selmin Hayircil/ZMI.

Am 20. August 2020 verschaffte Prof. Dietmar Rösler einen Einblick in die Geschichte des Faches Deutsch als Fremdsprache und stellte seine Sicht über die Zukunft des Faches dar. Am 25. August 2020 wurde Prof. Michael Legutke zu Besonderheiten der Fortbildungen von DaF-Lehrkräften interviewt. Prof. Jana Gamper erzählte in ihrem Interview am 31. August 2020 von Entwicklungstendenzen im Fach Deutsch als Zweitsprache. 

 

 

 

Prof. Dr. Kathrin Siebold. Foto: Tamara Zeyer/ZMI.
Prof. Dr. Kathrin Siebold. Foto: Tamara Zeyer/ZMI.



 


Am 29. September 2020 berichtete Prof. Kathrin Siebold von der Phillips-Universität Marburg von den Rahmenbedingungen und Herausforderungen des DaF-Studiums im Ausland und in Deutschland. 

 

Die Interviews sind Ende des Jahres 2020 im OER-Kurs für alle zugänglich.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

Blitzlichter digitaler Lehre mit Tamara Zeyer

Rückblickend auf das digitale Sommersemester 2020 berichtete Dr. Tamara Zeyer von ihren Erfahrungen mit verschiedenen Werkzeugen und Szenarien in der Hochschullehre im Rahmen des Innovationsforums Didaktische Konzeptentwicklung”. Im Interview wird auf die Kombination digitaler Elemente sowie synchroner und asynchroner Phasen in den Lehrveranstaltungen eingegangen. Dabei liegt der Fokus auf der Entwicklung und Kommunikation einer klaren und übersichtlichen Struktur, um den Studierenden die Orientierung zwischen den verschiedenen digitalen Elementen und Phasen zu erleichtern. 

Das Interview sehen Sie hier.

 

Dr. Tamara Zeyer. Foto: Konstanze Wegmann/ZfbK.
Dr. Tamara Zeyer. Foto: Konstanze Wegmann/ZfbK.

 

 

 

Report: Allied Attempts to Cover Nazi Crimes on Film: What Questions can the Footage Answer?

by Michaela Scharf 

 

December 13-15, 2019, Giessen

Organizers: Prof. Ulrike Weckel, Anja Horstmann, Ulrike Koppermann

Sponsors: The Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI), Justus-Liebig-Universität Gießen, and the EU project Visual History of the Holocaust: Rethinking Curation in the Digital Age

(VHH)

 

Foto: Ingo Zechner.
Workshop: Allied Attempts to Cover Nazi Crimes on Film: What Questions can the Footage Answer? Foto: Ingo Zechner.

 

            To this day, our ideas of the extent and cruelty of Nazi crimes are mainly shaped by images of the concentration camps. These images are supposed to bear visual witness to Nazi atrocities, despite the fact that most of them were shot by Allied cameramen during or shortly after liberation, when SS personnel had already left the crime scenes. There are almost no images of what went on before Allied forces arrived, for the Nazis officially forbade photographs and film in work, concentration and death camps. The little material that was produced despite the prohibition was meant to obscure the real situation and deceive its audiences. Therefore, documentary films and memorial sites often draw on images produced during or after liberation to illustrate Nazi atrocities. 

 

            But what can these images actually tell us about Nazi crimes in general and the Holocaust in particular? This was the main question addressed by the international workshop Allied Attempts to Cover Nazi Crimes on Film, organized by the Zentrum für Medien und Interaktivität (Media and History section) of the Justus Liebig University, Giessen, and participants in the EU project Visual History of the Holocaust: Rethinking Curation in the Digital Age (VHH). The workshop brought together experts from different fields, including historians, film scholars, archivists and education specialists, to discuss the value of this so-called “liberation footage” for research into the Holocaust. Ulrike Weckel, Anja Horstmann and Ulrike Koppermann put together a diverse programme that addressed questions about the production, intended purpose and reception of the footage.

 

 

Workshop: Allied Attempts to Cover Nazi Crimes on Film: What Questions can the Footage Answer? Foto: Ingo Zechner.
Workshop: Allied Attempts to Cover Nazi Crimes on Film: What Questions can the Footage Answer? Foto: Ingo Zechner.

 

            The first panel, entitled The Iconic and Beyond’, opened with a presentation by Ulrike Koppermann (Giessen) on Cornelia Brink's concept of secular icons. Koppermann presented a series of photographs from the camps and asked participants to consider carefully why some of the images had become iconic while others had remained unknown. Keeping in mind that because of their familiarity most iconic images are no longer analysed, participants discussed the images’ modes of representation, the specific historic conditions of their production and photographers’ intentions. It became obvious that, although Allied cameramen were ordered to collect visual evidence of Nazi crimes, they staged or at least arranged many of their shots.  

 

            Then Valérie Pozner and Irina Tcherneva (Paris) discussed their research on film material produced by Soviet military between 1941 and 1945, including edited films, such as Majdanek (USSR, 1944) and Auschwitz(USSR, 1945), and unedited footage that was not made public, e.g., film remnants, outtakes and censored material. They discussed their observations of recurring motifs, such as German soldiers’ mutilation of corpses, most of them civilians; destruction of buildings, especially churches, and rituals of mourning, in which close ups of grieving faces portray the intimacy between mourners and the dead. Pozner and Tcherneva pointed out that the footage presents many destroyed churches but no destroyed synagogues and that, strikingly, images of Jewish objects are found only in the outtakes, not in the finished films. 

 

            The panel ended with a presentation by Ingo Zechner (Vienna) about the unknown, non-iconic images found in films that were not intended for public use. Zechner presented footage shot at the concentration camps in Ebensee, Dachau, Buchenwald and Falkenau by professional filmmakers, such as George Stevens and Samuel Fuller, with amateur equipment. They combined shots of survivors, murdered inmates and SS guards who had been beaten to death with images not included in films made for the general public, such as of off-duty Allied soldiers relaxing and having fun. One clip shows how naked corpses were dressed for burial, a theme found in no films for public consumption.

 

  

Workshop: Allied Attempts to Cover Nazi Crimes on Film: What Questions can the Footage Answer? Foto: Ingo Zechner.
Workshop: Allied Attempts to Cover Nazi Crimes on Film: What Questions can the Footage Answer? Foto: Ingo Zechner.

 

            The second panel, entitled ‘Liberation Footage as Visual History of the Holocaust’, centred on the question of whether images taken after liberation can tell us anything about what went on inside the camps before Allied forces arrived. Anja Horstmann (Giessen) presented sequences of the American atrocity film Nazi Concentration Camps (US, 1945), which was screened during the International Military Tribunal in Nuremberg in 1945-1946. She asked participants to consider whether the footage was a visual source for the final phase of the camps. During the discussion, it became apparent that, although the images were supposed to document the situation in the camps, they tell us more about how Allied soldiers portrayed Nazi crimes, i.e., the motifs they selected and modes of representation they employed in order to tell a coherent story. 

 

            The third panel, ‘What did Liberation look like?’, began the second day of the workshop. On the basis of various film sequences, including footage that was too unrealistic to be used in compilation films, Ulrike Weckel (Giessen) discussed how Allied cameramen wanted to convey that, despite all their shocking discoveries in the camps, they had liberated the surviving inmates. Unedited footage reveals that Soviet cameramen staged a jubilant liberation scene at the gate of Stammlager Auschwitz I with survivors, pressing against it, smiling and waving their caps to greet the soldiers of the Red Army whom they then embrace after the soldiers opened the gate for them. In light of the retakes’ different camera angles, it is likely that the survivors needed to perform their supposed liberation several times. The compiled Soviet atrocity films include no such scenes of jubilation. However, they do include staged scenes of inmates waiting behind a barbed wire fence for their liberators. This strategy of staging liberation shows that Soviet cameramen sought scenes to represent liberation in a way that would meet the expectations of audiences. As Weckel demonstrated, the end of SS rule was not only depicted via images of survivors awaiting or embracing their liberators. Most of the Allied documentaries also include images of Allied soldiers caring for inmates and, when possible, arrested camp personnel. For example, the British film German Concentration Camp Factual Survey (UK, 1945/2014) depicts guards from Bergen Belsen being forced to bury typhus-infected corpses with their bare hands

 

            Roland Leikauf (Gedenkstätte Hadamar) devoted the panel’s second presentation to footage from the euthanasia centre in Hadamar. The footage was included in several American atrocity films. It was shot 12 days after liberation and depicts the meticulous work of American war-crimes investigators medically examining survivors, exhuming bodies, conducting autopsies and interrogating former members of the administration and medical staff.

 

 

Workshop: Allied Attempts to Cover Nazi Crimes on Film: What Questions can the Footage Answer? Foto: Ingo Zechner.
Workshop: Allied Attempts to Cover Nazi Crimes on Film: What Questions can the Footage Answer? Foto: Ingo Zechner.

 

            The final panel, ‘Compiling the Footage and Showing Atrocity Films’, shifted the focus from the visual evidence of Nazi crimes to questions of montage and reception. In the first presentation, Ulrike Weckel discussed the narrative structure of Allied atrocity films, presenting excerpts from Die Todesmühlen (US, 1945), Deutschland erwache (US, 1945) and Kinodokumenty o zverstvakh nemetsko-fashistskikh zakhvatchikov (USSR, 1945). Deutschland erwache, for example, was shown to German prisoners of war, and it contains several scenes of idyllic German landscapes, German culture and German industry, which the producers probably included to convince its audience that Americans went to war against the Nazis, not the German people. Efforts to anticipate Germans’ responses are also evident in Die Todesmühlen. For example, the narrator explains that the Nazis persecuted and killed people of all religious faiths and most political persuasions from across Europe, but he mentions Jews only in passing. The filmmakers probably expected that Germans were still hostile towards Jews and would reject Allied reproaches for persecuting and killing them. In general, the Western Allies avoided highlighting the persecution and mass murder of Jews in films intended for German audiences in order to maximize their re-educational impact. Die Todesmühlen ends with a parallel montage of images drawn from Nazi propaganda of enthusiastic crowds hailing Hitler and images of horrified Germans forced to look at the victims of a death march. The montage reinforces the narrator’s argument that all who supported the Nazi regime are responsible, despite their claim not to have known about the camps. 

 

            The last presentation concerned the reception of atrocity films and photographs. Ulrike Koppermann, Anja Horstmann and Anika Binsch (Giessen) invited participants to consider the power of such images to give viewers a better understanding of Nazi horror. The discussion was based on excerpts from the writings of very different authors – Hannah Arendt (philosopher), Susan Sontag (photography theorist), Robert Leibbrand (politician and survivor), Jorge Semprún (writer and survivor) and Peter Weiss (writer) – who wrote about what they experienced when they first saw images from the concentration camps. Semprún’s argument – that the images are visual evidence of the atrocities, but, at the same time, they are silent and explain nothing about what they reveal – was discussed intensely in regard to the common practice of documentary filmmakers and education specialists working at memorial sites and museums of making use of such images.

 

            The workshop’s final event was a public screening at Kinocenter Gießen, the local movie theatre, of German Concentration Camps Factual Survey, produced by the British Ministry of Information in 1945/1946 and restored by film scholars at the Imperial War Museum in 2014. Ulrike Weckel moderated the audience discussion that followed. Audience members agreed that it was difficult to find an adequate language to speak about camp images. They may have been confronted with the paradox that Semprún, a survivor of Buchenwald, wrote about in Literature or Life (1997) (originally, L’Écriture ou la Vie, 1994): 

 

Yet although the newsreel footage confirmed the truth of the actual experience […], at the same time these images underlined the exasperating difficulty of transmitting this truth, of making it, if not absolutely clear, at least communicable. […] Even though they showed the naked obscenity, the physical deterioration, the grim destruction of death, the images, in fact were silent. […] What was really needed was commentary on the images, to decipher them, to situate them not only in a historical context but within a continuity of emotions (p. 200f.). 

 

            Semprún’s remarks summarize the aim of the workshop, which brought scholars from different fields and different countries together to decipher, situate and contextualize these images in order to make them less silent.

 

 

 

Livestream: Black Lives Matter…. Was lernen wir aus den Protesten?

Am 25. Mai 2020 starb der US-Amerikaner George Floyd in Folge von exzessiver Polizeigewalt. Das Video der folgenschweren Verhaftung verbreitete sich rasant. Innerhalb kürzester Zeit entwickelten sich, trotz der Pandemiesituation, Proteste, durch die auf strukturellen und institutionellen Rassismus aufmerksam gemacht werden soll. Die Proteste begannen in mehreren Städten in den USA und wurden schnell weltweit aufgegriffen.

Im Rahmen der Podiumsdiskussion „Kontroversen“ des Instituts für Politikwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen wurden Fragen von strukturellem und institutionellem Rassismus in Deutschland und im Speziellen in Gießen diskutiert. In Zusammenarbeit mit dem ZMI fand die Veranstaltung, unter dem Thema „BLACK LIVES MATTER… was lernen wir aus den Protesten?“, am 14. Juli 2020 in Form eines Livestreams statt. Auch dieses Mal konnten Publikumsfragen über Twitter unter #BLMKontroverseJLU oder über die Story der @fachschaftGW gestellt werden.

Es diskutierten Dr. Rirhandu Mageza-Barthel (Vertretungsprofessorin für Gender Studies, JLU), Christoph Panzer M.A. (Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Didaktik der Sozialwissenschaften, JLU) und Nadine Black (Dozentin und Tagespflegerin). Moderiert wurde diese Veranstaltung von Sheila Ragunathan M.A. und Liza Beci.

Livestream Black Lives Matter

 

 

Livestream: Online-Lehre - Debatte über die Erfahrungen in Zeiten von Corona 

Pandemiebedingt ist die JLU im April 2020 in ein Online-Semester gestartet – ein unfreiwilliger Wechsel, der Studierende und Lehrende vor neue Herausforderungen gestellt hat. In einer weiteren virtuellen Veranstaltung aus der Reihe „Kontroversen“ am Institut für Politikwissenschaft der JLU wurde am 7. Juli 2020 um 18 Uhr eine erste Bilanz zu den Erfahrungen mit der Online-Lehre in diesem Sommersemester gezogen. 

Wie erleben die Studierenden die Online-Lehre in der Praxis? Welche Chancen und Probleme ergeben sich in der Umstellung von Präsenzlehre auf Online-Lehre? Wie gehen Studierende mit der Herausforderung um, in den unsicheren Zeiten der Pandemie ihr Studium weiter zu verfolgen? Diese und andere Fragen diskutierten Mayra Heinz (Lehramtsstudentin mit den Fächern Biologie, Politik und Wirtschaft), Melanie Wulf (Bachelorstudentin Chemie) sowie Michel Zörb (Bachelorstudent Social Sciences) mit der JLU-Vizepräsidentin für Studium und Lehre Prof. Verena Dolle.

Im Livestream konnte die Debatte bequem von zu Hause aus verfolgt werden. Publikumsfragen wurden über Twitter unter dem Hashtag #CoronaKontroverseJLU sowie Instagram @fachschaftgw geteilt und ans Podium zurückgespielt.

 

Die vollständige Aufzeichnung der Debatte kann hier angesehen werden. 

 

Online-Lehre - Debatte über die Erfahrungen in Zeiten von Corona 

 

 

 

In den Medien 

ZMI-Blog: „Warmlaufen der Männer statt Siegerehrung der Frauen - Klare Positionierung der ARD im DFB-Pokalfinale 2020“

Foto: Sophie Engelen.
Foto: Sophie Engelen.

 

Am 4. Juli 2020 hat die ARD das Finale im DFB-Pokal der Frauen zwischen dem VfL Wolfsburg und der SGS Essen ausgestrahlt, das mit 7:5 für den VfL Wolfsburg ausging. Doch statt die Siegerehrung zu zeigen, wechselte die Übertragung zur Vorberichterstattung der Männer, weil es keinen Spielraum mehr dafür gab, so die ARD. Noch immer werden Frauen im Sport diskriminiert - besonders im Fußball. 

Sophie Engelen und Dr. Dinah Leschzyk haben zu diesem Thema einen Blog-Beitrag verfasst. Diskutieren Sie mit! 

 

 

 

 

Gießener Anzeiger über die „Black Lives Matter“-Debatte

Im Gießener Anzeiger vom 17. Juli 2020 erschien ein Artikel mit dem Titel JLU Gießen: Diskussion über Lehren aus 'Black Lives Matter'-Protesten. Im Zuge der Reihe „Kontroverse“ des Instituts für Politikwissenschaften an der JLU Gießen diskutierten am 14. Juli 2020 zum Thema „Black Lives Matter... was lernen wir aus den Protesten?“ Dr. Rirhandu Mageza-Barthel, Christoph Panzer M.A. und Nadine Black unter der Moderation von Sheila Ragunathan M.A. und Liza Beci.

Sheila Ragunathan stellte in der Debatte klar, dass es nicht nur bei Solidaridätsbekundungen bleiben dürfe, sondern eine konkrete Veränderung aus den Protesten hervorgehen müsse. Daran anschließend vertrat Rirhandu Mageza-Barthel die Meinung, dass die Bewegung in „Black Lives Should Matter“ umbenannt werden solle, da dieses Ziel noch nicht erreicht sei. Nadine Black berichtete über persönliche Erfahrungen und über die Notwendigkeit, Kinder bereits im jungen Alter für Diversität zu sensibilisieren. Auf die Schwierigkeiten, die wir alle direkt vor der Haustür finden könnten, verweiste Christoph Panzer: „Rassismus ist kein Virus von außen, sondern überall und auf allen Ebenen präsent, auch hier bei uns in Deutschland. Zum Schluss resümierte Liza Beci, dass daran gearbeitet werden müsse, die Entwicklungen der Proteste weiterhin positiv zu beeinflussen. 

Der vollständige Artikel kann hier nachgelesen werden. 

 

 

Gießener Anzeiger über „Chancen und Herausforderungen der Online-Lehre“

Das Coronavirus kennt keine Universität und macht deswegen auch keinen Halt davor. Um den Lehrbetrieb an der JLU während der Corona-Krise am Laufen zu halten, fanden die Lehrveranstaltungen in diesem Sommersemester online anstatt in den Vorlesungs- und Seminarräumen statt. Eine Herausforderung sowohl für die Studierenden als auch für die Lehrenden. Am 7. Juli 2020 diskutierten Mayra Heinz, (Lehramtsstudentin Biologie, Politik und Wirtschaft), Melanie Wulf (Bachelorstudentin Chemie) sowie Michel Zörb (Bachelorstudent Social Sciences) mit der JLU-Vizepräsidentin für Studium und Lehre Prof. Verena Dolle in einer virtuellen Debatte zum Thema „Chancen und Herausforderungen der Online-Lehre“.

Der Gießener Anzeiger berichtete am 9. Juli 2020 darüber. Der Zeitungsartikel kann hier gelesen werden.

 

 

 

 

Neues aus den Seniorprofessuren

Neues aus der Ludwig Börne-Professur

 

Frankfurter Allgemeine: Historische Debatte mit Gegenwartsbezug – Baldwin versus Buckley: Haben die Schwarzen den Amerikanischen Traum bezahlt?

Im Jahr 1965 debattierte James Baldwin, ein bedeutender Literat, mit dem ultrarechten Republikaner William F. Buckley im Rahmen einer Diskussionsreihe der Cambridge Union. Die Debatte hatte Baldwin in herausragendem Maße gewonnen. Dennoch sind Themen wie Rassismus und Diskriminierung gegenüber Schwarzen noch heute ein Thema, weshalb Prof. Claus Leggewie die berechtigte Frage stellt: „Hatte Baldwin aber wirklich gewonnen?“. Wie Leggewie darstellt, existieren Repression und Benachteiligung von Schwarzen noch heute. Genau deshalb ist und bleibt die Debatte ein wichtiger Bestandteil der Rhetorik – und sollte immer zum Um- und Andersdenken anregen. Den Artikel können Sie hier lesen. 

 


Frankfurter Rundschau: „Die Krankheit, vor der wir uns verbergen“ – Claus Leggewie im Gespräch mit dem rumänischen Schriftsteller Radu Vancu

Wie geht man mit der Pandemie in Rumänien um? Welche Auswirkungen hat das Virus auf die Arbeit eines Schriftstellers? Und wirkt es repressiv auf die - unter anderem von Vancu - initiierten Bürgerproteste gegen Korruption?

Diese Fragen stellte Prof. Claus Leggewie im Gespräch mit Radu Vancu, der sich in der Pandemie in poetische Romane flüchtet und das Leiden als notwendig beschreibt, um überhaupt zu leben. Für den Kampf gegen Korruption habe die Pandemie nicht nur Schlechtes erbracht – die Bewegung laufe im Privaten weiter. Es sei in diesen Zeiten besonders wichtig, sich um die Menschen zu kümmern, die wir lieben. Denn damit würden wir uns auch um uns selbst kümmern. Der vollständige Artikel kann hier nachgelesen werden.

 

 

Ringvorlesung des Präsidenten 

Die Ringvorlesung des Präsidenten Das Ende der Welt, wie wir sie kannten. Und: Wie wir morgen leben werden wird mit der Unterstützung des Panel on Planetary Thinking organisiert.

Die Corona-Krise, vom Typ „once in a century“, ist auch im Wintersemester längst noch nicht vorbei. Sie wird alle Menschen lange beschäftigen und hat ihr Leben schon so stark verändert wie wohl kein Ereignis seit 1945. Die Universität ist ein privilegierter Ort, um über die Folgen der Pandemie tiefgreifend und in die Zukunft orientiert zu diskutieren. Das betrifft vor allem auch die Frage, wie Gesellschaften umwelt- und klimapolitisch nachhaltiger werden können – ebenfalls ein vorrangiges Reflexionsthema für die Universitäten. Denn für Lehre und Forschung und das Verhältnis der Universität zu ihrer sozialen Umwelt wird nichts mehr so sein wie zuvor. Eine Reihe herausragender Persönlichkeiten wird das große Thema interdisziplinär behandeln und zur Diskussion stellen.

Die Terminübersicht zu den Vorträgen der Ringvorlesung finden Sie hier.

Poster Ringvorlesung des Präsidenten


 

 

Planetary Colloquia 

Als „Planetary Colloquia“ möchte das Panel on Planetary Thinking Treffen der Panelmitglieder einrichten, die einmal pro Semester stattfinden und für die renommierte Gäste eingeladen werden. Zum 26. Januar 2021 vereinbart ist ein Vortrag von Prof. John Schellnhuber, der auch am Vorabend in der Ringvorlesung sprechen wird.

Das Panel on Planetary Thinking lädt zu einem internen Treffen ein:
„Gerne würden wir bereits vorher ein internes Treffen vereinbaren, in dem Sie Ihre Sichtweise auf das Planetare darlegen mögen. Wir schlagen dazu Freitag, den 4. Dezember 2020 von 14-18 Uhr vor. Dann können wir in zwei Runden zu je 1,5h jeweils 3-4 Impulse verhandeln. Bitte teilen Sie uns zeitnah mit, ob dieser Termin für Sie machbar ist und ob Sie für einen Impulsvortrag (10-15 Minuten) zur Verfügung stehen zur Arbeits-Frage „Wie verstehe ich mein Fach planetar?“.“

Zu dem Termin am 4. Dezember wird Prof. David Christian von der JLU-Partneruniversität Macquarie University (Sydney) einen Eingangsvortrag halten.

 

 

Nachhaltigkeitsforum

Als Nachhaltigkeitsforen werden breiter in die JLU hineinwirkende Veranstaltungen zum engeren Thema „Nachhaltigkeit“ bezeichnet. Am 2. November 2020 wird Prof. Matthias Barth über das „Leuphana-Semester“ und seine empirischen Studien zu den Erfolgsvoraussetzungen eines Nachhaltigkeitscurriculums an deutschen und ausländischen Hochschulen sprechen. Am 11. Februar 2021 steht nachhaltige Architektur von Universitätsbauten im Mittelpunkt, wozu das Panel on Planetary Thinking den Düsseldorfer Architekten Christoph Ingenhoven und den Architekturkritiker Ulf Meyer gewinnen konnte. Zu beiden Terminen (jeweils 14 bis 17 Uhr, Ort und Format werden noch mitgeteilt) sind Sie herzlich eingeladen.

 

 

Lehrveranstaltung Foundations of Planetary Thinking

Dr. Frederic Hanusch bietet eine dem Panel entsprechende Lehrveranstaltung an. Sie heißt Foundations of Planetary ThinkingDas MA Seminar richtet sich an Studierende aller Disziplinen und ist englischsprachig. Es nehmen über das VIP Programm des AAA auch internationale Studierende teil. Das Seminar ist komplett virtuell und asynchron, d.h. es gibt zwar Fristen, aber die Arbeitszeiten sind flexibel. Je nach Anerkennung durch Studienkoordination bzw. Prüfungsamt sind bis zu 6 CP möglich. Das Seminar ist im Vorlesungsverzeichnis schwer zu finden, da es keinem Fachbereich zugeordnet ist. Es ist vorerst am ZfbK angesiedelt und unter folgendem Link im elektronischen Vorlesungsverzeichnis zu finden: https://studip.uni-giessen.de/evv/extern.php?parent_id=cc92b350a7ea3d45af08d2229b3754f5#v03469a115fb338939fa69ab0de57c832

 

 

Hessen schafft Wissen - Podcast über das Planetare Denken

„Hessen schafft Wissen“ ist eine Initiative des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, die im vergangenen Jahr den „Hessen schafft Wissen - Podcast“ gestartet hat. Prof. Claus Leggewie und Dr. Frederic Hanusch haben bei dem Podcast eine Episode gemacht, in der sie das planetare Denken vorstellen und über Nachhaltigkeit und Demokratie sprechen:

Screenshot der Episode Planetares Denken im Podcast Hessen schafft Wissen.

Screenshot der Episode „Planetares Denken“ im Podcast „Hessen schafft Wissen“.

 

 

Workshops 

Am 20. und 27. Oktober 2020 wird Dr. Frederic Hanusch in zwei Workshops auf der Konferenz „networking european citizenship education“ (nece-conference) als Experte dabei sein. Die Workshops werden vom Goethe-Institut organisiert. Die Seite wird noch bearbeitet und weitere Informationen folgen. 

 

 

„Einstieg ins planetare Denken“ in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) erschien am 10. August 2020 ein Artikel mit dem Titel „Einstieg ins planetare Denken“ von Prof. Claus Leggewie und Dr. Frederic Hanusch zum jüngst eröffneten Panel on Planetary Thinking an der Justus-Liebig-Universität Gießen. 

Im Panel tauschen sich verschiedene Disziplinen in einer international geführten Debatte über ihre Erkenntnisse im Hinblick auf planetares Denken aus. Dabei geht es um die Wechselbeziehung zwischen der Erde und dem Menschen:  

„Wenn wir die Erde materiell, epistemologisch und ethisch als Planeten anerkennen und menschliches (Zusammen-) Leben durch ihn erklären, hat dies Konsequenzen für die Art und Weise, wie wir Gesellschaft allgemein denken.“  

Bei der Bestimmung der conditio humana wird überdies nicht mehr nur der Mensch im Mittelpunkt gesehen, sondern das Verhältnis zwischen den Menschen und der Umwelt, in die sie eingreifen. Die Anthropozän-These besagt, dass der Mensch als geologische Macht die Zerstörung der Umwelt verursacht und daher versagt hat, sodass wiederum die Natur in Aktion tritt. 

Der ganze Artikel kann hier nachgelesen werden.

 

 

 

 

Neues aus der Georg Büchner-Professur

Begegnung mit Beethoven in der FAZ

Zum Auftakt des Beethoven-Jubiläums eröffnete Jan Brachmann, Musikredakteur der FAZ, am 3. Januar 2020 im Feuilleton der Zeitung die Reihe „Begegnung mit Beethoven“, zu der in lockerer Folge namhafte Persönlichkeiten aus Politik und Kunst dazu eingeladen werden, über ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Werk dieses Komponisten zu schreiben. Im Juni 2020 wurde dort ein Beitrag des Georg Büchner-Professors Heiner Goebbels veröffentlicht.
Hier gelangen Sie zum Ausschnitt mit dem Beitrag „Der Drive der punktierten Zweiunddreißigstel" - Drei Bagatellen um B.: Brendel, Beatles, Boogie-Woogie“ von Heiner Goebbels, der am 15. Juni 2020 im Feuilleton der FAZ erschien.

 

Konzerte in Bologna

Im Rahmen einer Residenz im Teatro San Leonardo in Bologna bestritt Heiner Goebbels Mitte September 2020 mehrere Konzerte zur Eröffnung des Angelica Festival Internazionale di Musica, das sich seit fast 30 Jahren ausschließlich zeitgenössischer Musik widmet.
Prof. Dr. h.c. Heiner Goebbels während eines Konzerts zur Eröffnung des "Angelica Festival Internationale di Musica". Foto: Massimo Golfieri.

Heiner Goebbels während eines Konzerts zur Eröffnung des "Angelica Festival Internationale di Musica". Foto: Massimo Golfieri. 


„Gegenwärtig lebe ich allein...“ - ein Hörstück

Foto Henri Michaux: Gisèle Freund, Wikipedia
Henri Michaux. Foto: Gisèle Freund, Wikipedia.
„Ich reise nicht mehr. Reisen, was für ein Interesse sollte das für mich haben? [...]
Berge stelle ich mir hin, wann es mir passt und wo es mir passt, falls der Zufall oder geheime Neigungen mich einmal nach Bergen gierig gemacht haben(Henri Michaux)

 

Im Juli 2020 begann Heiner Goebbels die Arbeit an einem Hörstück in 9 Bildern mit Texten von Henri Michaux - eine Koproduktion von SWR und Deutschlandfunk Kultur - dessen Erstsendung für Januar 2021 geplant ist.
Mit: David Bennent (Stimme), Heiner Goebbels (Klavier)


„Eine Zeit überraschend aufgezwungener Ruhe erlaubte mir das Wiederlesen der Texte eines unangepassten Einzelgängers, der gleichermaßen Dichter und Maler war: Henri Michaux – der mit seinen poetischen, nachdenklichen, beschwörenden und explosiven Texten eine Art Exorzismus gegen sich und den Rest der Welt betreibt. Mit seinen Bildern sucht er das Unsagbare auszudrücken. Ich kann nicht einmal sagen, was mich am Werk dieses Künstlers mehr fasziniert: die Texte oder die Bilder, die Zeichnungen. Vielleicht versuche ich ihm in einem dritten, akustischen Medium näherzukommen: mit einer Klangkomposition, die ausschließlich auf der Stimme von David Bennent und meinem Klavierspiel beruht.“ (Heiner Goebbels, Juli 2020)

 

  

David Bennent und Prof. Heiner Goebbels
David Bennent und Heiner Goebbels im Studio von Deutschlandfunk Kultur, Berlin. Foto: DLF Kultur.

 

 

Szenisches Projekt Der Raum hat mich angehustet...

Zu den Arbeiten von Henri Michaux bietet Prof. Dr. h.c. Heiner Goebbels im Wintersemester 20/21 auch ein szenisches Projekt für Studierende des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft im neuen Theaterlabor der JLU an: Der Raum hat mich angehustet... (H.M.).
Der französischsprachige Schriftsteller und Maler Henri Michaux (1899-1984) zählt zu den großen Doppelbegabungen und Außenseitern in der europäischen Kunst, bei dem die Worte nicht mehr im Dienst der Kommunikation stehen, sondern des nicht Kommunizierbaren (Octavio Paz). Michaux ist ein Künstler der Widersprüche, der rätselhaft bleibt, sich nicht festlegen lässt, und dessen Werk die uns vertrauten Kategorien immer wieder in Frage stellt. Die Studierenden erarbeiten sich in dieser szenischen Lehrveranstaltung seine Texte und Bilder und lassen sich von seinem Werk und den oft bizarren Themen und imaginären Reisen zu eigenen Projekten inspirieren, die am Ende des Projektes mit künstlerischen Vorhaben in den unterschiedlichsten Medien (akustische Kunst, Licht, Szene, Musik, Performance, Installation) im Theaterlabor präsentiert werden.

 

 

Eine Neuauflage von Ästhetik der Abwesenheit“ zum Jahresanfang 2021

Ästhetik der Abwesenheit

 

Der Verlag Theater der Zeit plant zum Jahresanfang 2021 eine erweiterte Neuauflage der inzwischen vergriffenen Anthologie von Prof. Dr. h.c. Heiner Goebbels Ästhetik der Abwesenheit
Heiner Goebbels wird darin die Antrittsvorlesung zur Georg Büchner Professur veröffentlichen. Außerdem wird der Band um einen Vortrag über die Medienwechsel in den Arbeiten des französischen Autors und Filmemachers Alain Robbe-Grillet ergänzt. Mit Blick auf seine Arbeitsweisen enthält die Neuauflage seinen Beitrag für ein Symposium am Salzburger Mozarteum über das Vertrauen in die Bedeutung und Chance der „Fehler“ bei der eigenen Arbeit, sowie ein ausführliches Gespräch über Ensemble, Team & Polyphonie mit der französischen Theaterwissenschaftlerin Dr. Eliane Beaufils sowie Dr. Eva Holling und Dr. Lorenz Aggermann, zwei ehemaligen Mitstreitern am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft.

 

 

 

 

 

 

 

 

Eröffnung des neuen Jüdischen Museums Frankfurt

Zur Eröffnung des neuen Jüdischen Museums Frankfurt dirigiert Heiner Goebbels am 20. Oktober 2020 in der Alten Oper Frankfurt das Ensemble Modern mit einer Uraufführung der Litauischen Komponistin Juste Janulyte und seiner Komposition Chaconne/Kantorloops.

 

 

40-jähriges Bestehen des Ensemble Modern

Das Ensemble Modern feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumszyklus. Im Dezember 2020 erscheint dazu eine 'Weihnachts-CD' mit 40 zeitgenössischen Kompositionen, die dem Ensemble von ebenso vielen Komponisten und Komponistinnen aus diesem Anlass geschenkt wurden, darunter auch eine Komposition von Heiner Goebbels, der mit diesem weltberühmten Solisten-Ensemble seit fast 35 Jahren zusammenarbeitet. Am 9. Dezember 2020 werden diese oft nur ein- bis zweiminütigen Stücke in der Alten Oper Frankfurt unter der Leitung von Ingo Metzmacher uraufgeführt.

 

Schwarz auf Weiß / Musiktheater von Heiner Goebbels in Frankfurt im Dezember 2020

Die Musiker und Musikerinnen des Ensemble Modern in Schwarz auf Weiss. Foto: Christian Schafferer.
Die Musiker und Musikerinnen des Ensemble Modern in Schwarz auf Weiss. Foto: Christian Schafferer.
Im Rahmen dieses Jubiläums werden vom 19. bis 21. Dezember 2020 auch die ursprünglich für Mai dieses Jahres angesetzten Aufführungen des Musiktheaterstücks Schwarz auf Weiss von Heiner Goebbels im Bockenheimer Depot, Frankfurt nachgeholt. Dort wurde das Stück nach einem Text von Edgar Allen Poe, der mit der Stimme Heiner Müllers zu hören ist, 1996 uraufgeführt und ist seitdem über 80 mal zu Aufführungen in vier Kontinente eingeladen worden. Sehen Sie hier eine Einführung von Heiner Goebbels.

   

Ein Interview mit Heiner Goebbels zu „Der Mann im Fahrstuhl 

Zum 50-jährigen Jubiläum von ecm records, eines der bedeutenden Plattenlabels für zeitgenössische und improvisierte Musik, drehte der Filmemacher Ingo Biermann Interviews mit Künstlern, die diesem Label verbunden sind. Hier finden Sie das Interview mit Heiner Goebbels mit besonderem Schwerpunkt auf der Arbeit an seiner ecm Produktion Der Mann im Fahrstuhl“ mit Heiner Müller.

Don Cherry und Heiner Müller bei der Uraufführung von Der Mann im Fahrstuhl, 1988. Foto: Hans Kumpf.
Don Cherry und Heiner Müller bei der Uraufführung von Der Mann im Fahrstuhl, 1987. Foto: Hans Kumpf.
 

 

Jury Kunstpreis Berlin und Nominierung für den Deutschen Musikautorenpreis der GEMA 2021

Von der Akademie der Künste Berlin wurde Prof. Dr. h.c. Heiner Goebbels zusammen mit dem Filmemacher Thomas Heise und Birgit Kohler, der Ko-Direktorin des Arsenal – Institut für Film und Videokunst in Berlin, in die Jury für den Kunstpreis Berlin 2021 auf dem Gebiet der Film- und Medienkunst berufen. Die Preisverleihung findet im kommenden März 2021 durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, statt.
Ebenfalls im März 2021 findet in Berlin die Preisverleihung für den Deutschen Musikautorenpreis der GEMA statt, Heiner Goebbels ist hierfür in der Kategorie Komposition Musiktheater nominiert.

 

 

 

  

 Publikationen

Neuer Band in der Schriftenreihe der Ernst-Ludwig-Chambré-Stiftung zu Lich und der Arbeitsstelle Holocaustliteratur: Yitskhok Rudashevski: „Tagebuch aus dem Ghetto von Wilna. Juni 1941 – April 1943“

Yitskhok Rudashevski: Tagebuch aus dem Ghetto von Wilna. Juni 1941 - April 1943. Buchcover: Metropol-Verlag.

In der gemeinsamen Schriftenreihe der Ernst-Ludwig-Chambré-Stiftung zu Lich und der Arbeitsstelle Holocaustliteratur ist im September 2020 im Metropol-Verlag der neunte Band erschienen. Yitskhok Rudashevski beginnt sein „Tagebuch aus dem Ghetto von Wilna. Juni 1941 – April 1943“ als Vierzehnjähriger im Sommer 1942. Er hält die Schikanen der Deutschen und ihrer Helfer im Ghetto von Wilna und die Mordaktionen im benachbarten Ponar fest, aber auch die vielfältigen Aktivitäten im wiedergegründeten Gymnasium und im Jugendklub. Ebenso differenziert wie kritisch beschreibt er das Alltagsleben und kommentiert das Verhalten des Judenrats und der jüdischen Polizei. Die Tagebucheinträge zeigen einen jungen Intellektuellen von weitgespannten Interessen, begeisterungsfähig und voller Hoffnung, dem zugleich bewusst ist, dass sein Leben jederzeit bedroht ist – Yitskhok wurde mit seiner Familie ermordet. Nur seine Cousine Sore Voloshin überlebte. Sie fand das Tagebuch bei ihrer Rückkehr nach Wilna.

Herausgegeben und aus dem Englischen übersetzt wurde das Tagebuch von Wolf Kaiser.

Weitere Informationen sowie eine Bestellmöglichkeit finden Sie auch auf den Seiten des Metropol-Verlags hier.

Yitskhok Rudashevski: Tagebuch aus dem Ghetto von Wilna. Juni 1941 – April 1943.
Berlin: Metropol Verlag, 2020. 
Studien und Dokumente zur Holocaust- und Lagerliteratur, Band 9
150 Seiten. 16,00 Euro 
ISBN: 978-3-86331-534-4

Buchcover: Metropol-Verlag


 

Lektüreschlüssel von Sascha Feuchert zum Roman „Unter der Drachenwand“ von Arno Geiger

Lektüreschlüssel von Sascha Feuchert

 

Der Roman „Unter der Drachenwand“ (2018) von Arno Geiger, der in Niedersachsen inzwischen Abiturlektüre ist, erzählt von ganz unterschiedlichen Schicksalen, die im Kriegsjahr 1944 und bis Kriegsende in Österreich miteinander verknüpft sind. Er entwirft so ein großes Panorama des Kriegsendes.

 

Im September 2020 ist nun im Reclam-Verlag ein Lektüreschlüssel von Prof. Sascha Feuchert zum Roman erschienen. Der Band möchte Schülerinnen und Schüler bei der Lektüre und Analyse des Romans unterstützen. Er enthält unter anderem Inhaltsangaben der einzelnen Kapitel, Analysen der Figuren, des Werk-Aufbaus, der Sprache und des Stils sowie Interpretationsansätze. Zudem enthält der Lektüreschlüssel auch Informationen zum Autor und dem historischen Kontext der Handlung sowie Prüfungsaufgaben mit Lösungen und Literatur- und Medientipps.

Weitere Informationen zu dem Buch finden Sie hier.

 

 

 

 

Sascha Feuchert: Lektüreschlüssel XL. Unter der Drachenwand von Arno Geiger. 
Stuttgart: Reclam 2020. 

174 Seiten, 7,40 Euro. 
ISBN: 978-3-15-015524-0

 

Buchcover: Reclam-Verlag

 

 

Taschenbuchausgabe des Romans „Stella“ von Takis Würger mit einem Nachwort von Sascha Feuchert 

Stella

 

Der Roman „Stella“ von Takis Würger um die historische Figur der Stella Goldschlag hat seit seinem Erscheinen im Januar 2019 im deutschen Feuilleton und in der öffentlichen Diskussion für große kontroverse Debatten gesorgt. Einerseits zum literarischen Großereignis stilisiert, ist der Roman andererseits heftig kritisiert worden und unter anderem als „Ärgernis“, „Beleidigung“, „Romanfake“ und „Holocaust-Kitsch“ bezeichnet worden.

Im Goldmann-Verlag erscheint am 19. Oktober 2020 eine Taschenbuch-Ausgabe des Romans mit einem Nachwort von Prof. Sascha Feuchert. Feuchert fasst darin unter anderem die kontroverse Debatte über den Roman zusammen und kontextualisiert diese.

 

Weitere Informationen zum Buch finden Sie hier.

 

Takis Würger: Stella. 

München: Goldmann 2020.

240 Seiten, 12,00 Euro

ISBN: 978-3-442-48881-0

 

Buchcover: Goldmann-Verlag

 

 

„Wörterbuch Politikunterricht“ mit Eintrag zum Thema „Gender“ von Jutta Hergenhan 

Politikunterricht Wörterbuch

 

Das „Wörterbuch Politikunterricht“ ist erschienen, das zahlreiche Begriffe und Konzepte beinhaltet, die für den Politikunterricht relevant sind. Lehrkräfte können sich mit diesem breiten Spektrum an Begriffen zu Themen der Politik und ihrer Didaktik einen schnellen Überblick verschaffen. Dr. Jutta Hergenhan, wissenschaftliche Geschäftsführerin des ZMI und Sprecherin der Sektion „Medien und Gender“, hat in diesem Wörterbuch einen Beitrag zu „Gender“ verfasst. 

 

Auf das Wörterbuch wurde u.a. im aktuellen Newsletter der Berliner Landeszentrale für politische Bildung aufmerksam gemacht.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

  

Personalia

Jana Gamper - neue Sprecherin der Sektion „Educational Linguistics“ 

Prof. Dr. Jana Gamper. Foto: Rolf K. Wegst/JLU.
Prof. Dr. Jana Gamper. Foto: Rolf K. Wegst/ JLU.

Zum 1. Oktober 2020 haben Prof. Jana Gamper und ihre Mitarbeiterin Julia Schlauch die Koordination der Sektion „Educational Linguistics übernommen. Das ZMI dankt Prof. Dietmar Rösler für die langjährige Leitung der Sektion.

 

Seit Oktober 2019 hat Jana Gamper die Professur für Deutsch als Zweitsprache mit dem Schwerpunkt gesteuerter Zweitspracherwerb an der Justus-Liebig-Universität Gießen übernommen. Zuvor war sie am Institut für Germanistik an der Universität Potsdam tätig. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten zählen unter anderem Zweitsprachenerwerbsprozesse, die Curriculumsentwicklung im Bereich DaZ und Sprachentwicklung im Kontext des schulischen Lernens.

 

Julia Schlauch ist seit Oktober 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Deutsch als Zweitsprache. Nach ihrem Studium der Linguistik, Germanistik und Skandinavistik an der der Humboldt-Universität zu Berlin und an der Universität Potsdam beschäftigt sie sich in ihrem Dissertationsprojekt an der Justus-Liebig-Universität derzeit mit dem Zweitspracherwerb neu zugewanderter Jugendlicher. Seit Oktober 2020 unterstützt sie Prof. Dr. Jana Gamper bei der Koordination der Sektion „Educational Linguistics. 

 

 

Dorothée de Nève und Elif Özmen - neue Sprecherinnen der Sektion „Macht – Medium – Gesellschaft“ 

Seit dem 1. Oktober 2020 sind Prof. Dorothée de Nève und Prof. Elif Özmen Sprecherinnen der Sektion „Macht – Medium – Gesellschaft“. Das ZMI dankt Prof. Simone Abendschön ganz herzlich für die bisherige Leitung.

Neue Sprecherinnen der Sektion Macht - Medium - Gesellschaft
Prof. Dorothée de Nève und Prof. Elif Özmen. Fotos: Gießener Allgemeine/Red und Oliver Schepp.
 

 

Diana Hitzke – neu als Projektkoordinatorin für den Forschungsbereich „Digitaler Habitus“ am ZMI 

Dr. Diana Hitzke. Foto: privat.
Dr. Diana Hitzke. Foto: Foto-COM.
Seit Anfang September 2020 ergänzt Dr. Diana Hitzke das Team des ZMI als Projektkoordinatorin für den Themenschwerpunkt „Digitaler Habitus“. Zuständig ist sie für den Forschungsschwerpunkt „Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft“ (LBM), insbesondere für das Thema „Digitaler Habitus“. Sie organisiert die ZMI-Aktionswoche „Digitaler Habitus“ (2. bis 6. November 2020).

Sie studierte Allgemeine und vergleichende Literatur- und Kul­­tur­wis­sen­­schaft/Kom­­­­­­­­paratistik, Musikwissenschaft und Slavische Lite­ra­tur­wis­sen­schaft (Kro­­­­­­a­­­­­tisch) an der JLU Gießen und an der Universität Zagreb, promovierte an der Universität Erfurt in Slavischer Literaturwissenschaft und war danach als wissenschaftliche Mitarbeiterin sowohl an der JLU Gießen als auch an der TU Dresden tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Nomadisches Schreiben, neuere Konzepte von Weltliteratur, Li­te­­­ratur und Migration, Mehr­spra­chig­­­­­­­keit und Transkulturalität. Aktuell arbeitet sie an einem Tagungsband zum Thema „Konzeptualisierungen kleiner (europäischer) und nicht-west­­licher Kul­tu­­­­ren – Ka­no­­­­nische Konzepte, strukturelle Asymmetrien und Mög­lich­keiten des Vergleichs“ sowie an einem Projekt zu literarischen Narrativen von klei­nen und minorisierten Kulturen aus komparatistischer Perspektive. Am Projekt „Digitaler Habitus“ interessiert sie vor allem, wie sich die Digitalisierung in unterschiedlichen Medien und Kontexten auf die Gesellschaft auswirkt und im Speziellen, wie sich Texte und Schreibweisen der Gegenwart durch die digitale Transformation und durch Social Media verändern. 


  

Selmin Hayircil – neu im Team der Öffentlichkeitsarbeit am ZMI 

Selmin Hayircil
Selmin Hayircil. Foto: Jan Simon Schäfer.

 

Seit Februar 2018 promoviert Selmin Hayircil zum Thema Digitale Medien und außerschulisches Fremdsprachenlernen bei Prof. Dietmar Rösler. Zudem hat sie im April 2018 eine Stelle bei ihm als wissenschaftliche Hilfskraft angetreten. 

Ab Oktober 2020 arbeitet sie nun auch als wissenschaftliche Hilfskraft für Öffentlichkeitsarbeit am ZMI und unterstützt die Koordination der Sektion „Educational Linguistics ebensfalls als wissenschaftliche Hilfskraft. Nebenbei ist Selmin Hayircil im GCSC/GGK als Sprecherin der Sektion 8 des Gießener Graduiertenzentrums Kulturwissenschaften (GGK): Fremdsprachenlehren/-lernen mit digitalen Distributionsmedien und die Sprecherin der Global South AG (GGK). Seit März 2017 ist sie Lehrbeauftragte für DaF im Akademischen Auslandsamt der Justus-Liebig-Universität Gießen. Dort übernimmt sie die Kursleitung von semesterbegleitenden internationalen Hochschulsommer- und Frühlingskursen. Außerdem ist sie auch im HMWK-Projekt „Digitale Medien beim Deutscherwerb von studieninteressierten Geflüchteten“.

Selmin Hayircil gibt auch Workshops für angehende Lehrkräfte und Lehrkräfte. Zum Beispiel hat sie Workshops der DiDaF (didaktische Werkstatt für den DaF-Unterricht) an der JLU geleitet, sowie 2019 am Fachtag für Lehrkräfte Digitale Medien im Englischunterricht an der JLU“ und war Gastdozentin im Seminar Teaching Films in the EFLC“ und 2020 im Projektseminar Lehrwerk 4.0 an der Universität Leipzig.

Der Fokus ihrer Arbeit liegt auf neuen Social Media Strategien.


 

Lorine Behr – Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Panel on Planetary Thinking

Lorine Behr
Lorine Behr. Foto: Fotostudio Karl.
Seit August 2020 arbeitet Lorine Behr als wissenschaftliche Mitarbeiterin des Panel on Planetary Thinking und übernimmt sowohl administrative als auch wissenschaftliche Tätigkeiten. So unterstützt sie das Panel bei der Entwicklung von Konzepten und Strategien im Bereich der Nachhaltigkeit. 
Zudem ist Lorine Behr beim Zentrum für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung (ZEU) in Gießen als Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin angestellt und beschäftigt sich dort mit terrestrischen und marinen compound extremes im Mittelmeerraum sowie mit Klimawandelauswirkungen, Klimamodellierung und Ozeandynamik.









Jennifer Ecker - neue wissenschaftliche Hilfskraft im digLL-Projekt 

Jennifer Ecker
Jennifer Ecker. Foto: privat.


Seit August 2020 unterstützt Jennifer Ecker das digLL-Projekt als wissenschaftliche Hilfskraft. Nach ihrem Linguistikstudium an der der Goethe-Universität Frankfurt hat sie einen Masterabschluss an der Philipps-Universität Marburg in Kognition und Kommunikation gemacht. Seit Wintersemester 2019/2020 macht sie ihren zweiten Master in Computerlinguistik und Texttechnologie sowie Deutsch als Fremdsprache an der Justus-Liebig-Universität Gießen.


Patrícia Denise Rasche Specht, ehemalige wissenschaftliche Hilfskraft im digLL-Projekt, hat Ende Juli 2020 das ZMI verlassen, um am Studienkolleg Hamburg die Stelle als Lehrkraft für Deutsch als Fremdsprache anzutreten.




 

 

 

 

 

 

Dietmar Rösler weiterhin HMWK-Projektleiter

Prof. Dr. Dietmar Rösler
Prof. Dietmar Rösler. Foto: privat.

 

Prof. Dietmar Rösler leitet weiterhin das HMWK-Projekt bis zum 30. September 2023. Die wissenschaftlichen Hilfskräfte für das Projekt sind Selmin Hayircil und Johanna Michel.

Außerdem betreut Dietmar Rösler wissenschaftlich das Projekt DigiDaFZ, welches Ende 2020 ausläuft, die federführende Leitung liegt bei Dr. Tamara Zeyer



 

 

 

 

 

Angelique Hertzel verlässt das ZMI


Angelique Hertzel
Angelique Hertzel. Foto: privat.

 

 

Angelique Hertzel war in unterschiedlichen Projekten im ZMI tätig: Von August 2019 bis April 2020 war sie wissenschaftliche Hilfskraft am ZMI und hat im deutsch-französischen Projekt „Geschlechtergerechte Sprache in Schulbüchern in Deutschland und Frankreich mitgewirkt. Von Mai bis September 2020 war sie am ZMI wissenschaftliche Hilfskraft an der Professur für Deutsch als Fremdsprache. In dieser Zeit hat sie die digitale Lehre im Masterstudiengang Deutsch als Fremdsprache unterstützt. Sie war nicht nur für den technischen Support sowie die Entwicklung von Web-Based Trainings zuständig, sondern hat mediendidaktische Workshops konzipiert und geleitet. Angelique Hertzel verlässt das ZMI und beginnt im Oktober 2020 ihre Tätigkeit als  DAAD-Sprachassistentin an der University of Malta. 

 





 



Komla Digoh verlässt das ZMI


Komla Digoh
Komla Digoh. Foto: privat.

 

Komla Digoh war von August 2019 bis September 2020 am ZMI tätig: Von August bis Dezember 2019 war er studentische Hilfskraft an der Ludwig Börne-Seniorprofessur von Prof. Claus Leggewie. Von Oktober 2019 bis September 2020 war Komla Digoh studentische Hilfskraft für Öffentlichkeitsarbeit und Recherche.

Nach erfolgreichem Abschluss seines Masterstudiums „Demokratie und Governance“ hat er zum 12.10.2020 ein Praktikum bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in der Abteilung „Regionale Vorhaben Afrika“ angetreten.

 



Annika Duin verlässt das ZMI

 

Annika Duin. Foto: privat.
Annika Duin. Foto: privat.

 

Annika Duin arbeitete seit April 2020 als studentische Hilfskraft in der Öffentlichkeitsarbeit am ZMI. Sie war vorwiegend mit der Textredaktion und Interviewführung betraut. Annika Duin verlässt das ZMI zum 15. Oktober 2020. Um vor ihrem bevorstehenden Bachelor-Abschluss Erfahrungen in der Lehre zu sammeln, wird sie im kommenden Wintersemester 20/21 das Tutorium Medien und ihr Publikum an der Professur für Fachjournalistik Geschichte an der JLU geben.