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Artikelaktionen

Sektion 5 Kunst und Medien

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Sprecher: Prof. Heiner Goebbels, Prof. Dr. Uwe Wirth


Die Sektion "Kunst und Medien" führt Fachrichtungen zusammen, die an der Schnittstelle von Medientheorie, Medienkritik, kultureller Medienkompetenz und künstlerischer Praxis mit Medien tätig sind. Hierzu zählt die historische und systematische Aufarbeitung von theatralen, literarischen und filmischen Inszenierungsformen von Medialität unter ästhetischen, poetologischen und performativen Gesichtspunkten. Das besondere Augenmerk gilt Inszenierungen in Neuen Medien, die man als Ausprägung einer sich ständig aktualisierenden Theatralisierung der Gesellschaft verstehen kann, die nun über eine "digitale Bühne" verfügt. Ziel der Sektion ist es, eine Interaktion zwischen künstlerischen Aktivitäten (etwa des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft) und medien-oder kulturtheoretischen Reflexionsformen zu initiieren.

 

Aktivitäten

Archiv

Hungry Eyes Festival 2017: ein Festival zwischen Film, Performance und Kunst

Hungry Eyes Festival 2017: ein Festival zwischen Film, Performance und Kunst 

Kurzfilme, Fotoausstellungen, Installationen und Diskussionsveranstaltungen rund um das Medium Film standen im Zentrum des erstmals stattfindenden Hungry Eyes Festival. Vom 28. bis 30. Juli 2017 veranstalteten Studierende der Angewandten Theaterwissenschaften der JLU Gießen und Absolventen der Filmhochschule Mainz die internationale und intermediale Veranstaltung zum Thema Film und Bildmedien in den Räumen der Alten Universitätsbibliothek und des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaften.

Das Hungry Eyes Festival bot einen intermedialen und interaktiven Blick auf das Thema Film. So wurden neben den zahlreichen Kurzfilmen auch Installationen und Fotoausstellungen präsentiert. Am 30. Juli 2017 fand eine Podiumsdiskussion zum Thema Beamen auf Bühnen statt, bei der die ZuschauerInnen dazu eingeladen waren mitzudiskutieren. Schon am 28. Juli 2017 konnten sich die BesucherInnen des Festivals aktiv beteiligen, von 15 bis 18:30 Uhr wurde ein 35-mm-Film-Material-Workshop mit Filmkünstler Jos Diegel angeboten.

Hungry Eyes
BesucherInnen des Hungry Eyes Festival beim Filmworkshop. Foto: Hungry Eyes Festival 2017

Studenten der Hochschule für Gestaltung Offenbach arrangierten die virtuelle 360º-Fotoausstellung Sentiment Solutions. In der Virtual Reality (VR)-Installation I See Colors von Moritz Lapke konnten BesucherInnen mit einer VR-Brille individuell einen abstrakten virtuellen Raum erkunden. Die Installation Europa Mon Amourorientierte sich an der Videospiel-Ästhetik und animierte die BesucherInnen zu einem interaktiven Umgang mit dem Medium Film. Der große Erfolg des Festivals ließ sich nicht zuletzt an den Publikumszahlen messen: An jedem der drei Abende verzeichnete das Festival ca. 100 interessierte BesucherInnen.

Das Interesse an dem Gießener Filmfestival war nicht nur bei den Teilnehmenden festzustellen. Mit einer finanziellen Förderung unterstützten neben dem ZMI unter anderem die Hessische Theaterakademie und die Hessiche Film- und Medienakademie das Team des Hungry Eyes in ihrem spannenden Anliegen, das Medium Film von allen Seiten zu beleuchten.

 (22.12.2017, Max Stümpel)

Das ZMI gratuliert: ORDNUNG – Ein theatrales Essay beim OUTNOW! Festival in Bremen zu sehen

Das ZMI gratuliert: ORDNUNG – Ein theatrales Essay beim OUTNOW! Festival  in Bremen zu sehen

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Grafik: Maren Wiese
Nun wird auch in Bremen das Leben geordnet! Das ZMI freut sich zusammen mit Gesa Bering und Stephan Dorn über die Einladung zum OUTNOW! Internationales Performing Arts Festival in Bremen und gratuliert herzlich. Aus über 400 Bewerbungen aus ganz Europa wurde Ordnung zusammen mit 20 weiteren Inszenierungen für das Festival ausgewählt. Dieses findet vom 2. – 6. Juni 2017 statt, Ordnung wird am 3. Juni von 22-23 Uhr in der Schwankhalle Bremen aufgeführt. Ordnung wurde unter anderem vom ZMI gefördert und feierte im November 2016 Premiere im Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt.


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Grafik: Maren Wiese
Bering und Dorn setzen sich in ihrem theatralen Essay mit der Frage nach einer ganzheitlichen Ordnung auseinander. 

Ist es möglich, die Welt zu archivieren? Komplett und lückenlos? Kann man die gesamte Geschichte - nicht nur den Teil, den Gewinner geschrieben haben - vollumfassend nacherzählen? Sämtliche Phänomene, Ideologien, Philosophien, Religionen, alle Dinge, Wissenschaften und Künste zwischen zwei Buchdeckeln vollständig und endgültig bändigen? Alle Menschen, die gesamte Tier- und Pflanzenwelt?

Geht das?

- Ja.

Stephan Dorn hat genau dies getan. Sein Lebenswerk, das Buch „Ordnung“, ist perfekt. Es ist Lexikon, Ratgeber, Gebrauchsanweisung. Die Welt ist hiermit erklärt.

Fast.

Nur ein guter letzter Satz fehlt noch und natürlich ein Punkt.  Die Zuschauer sind herzlich dazu eingeladen diesem Punkt beizuwohnen.

 

Konzept, Regie, Performance und Text sind von Gesa Bering und Stephan Dorn entwickelt worden. Verantwortlich für die  Ausstattung ist Annatina Huwiler, für die technische Gestaltung Jost von Harleßem und für die Grafik und Animation Maren Wiese.
Gefördert wurde das Projekt vom Institut für Angewandte Theaterwissenschaft (JLU Gießen) in Kooperation mit dem Künstlerhaus Mousonturm und der Hessischen Theaterakademie (HTA) sowie dem ZMI, dem Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, dem Kulturamt der Stadt Gießen und der Gießener Hochschulgesellschaft.

Weitere Informationen zum Festival sowie zur Aufführung finden Sie hier.  Einen Trailer des Festivals mit allen eingeladenen Produktionen finden Sie hier

(18.05.2017, Katharina Monaco)

 

 

Präsentation Handbuch Komik von und mit Uwe Wirth und anschließende Lesung komischer Gedichte von und mit Christian Maintz

Präsentation Handbuch Komik von und mit Uwe Wirth und anschließende Lesung komischer Gedichte von und mit Christian Maintz


 

Neben der Komikforschung der verschiedenen Disziplinen – von der Anthropologie und Philosophie über die Hirnforschung, die Psychologie, die Sprach- und Literaturwissenschaft bis hin zur Soziologie – werden die historischen Erscheinungsformen des Komischen in Literatur und Theater über Presse, Malerei und Grafik bis zu Film, Fernsehen, Rundfunk und den neuen Medien beleuchtet.

Am 1. Juni ab 19:30 Uhr in der Ausstellungshalle 1a wird das Erscheinen des Handbuches mit einer Präsentation durch den Lektor Oliver Schütze (Metzler-Verlag) und den Herausgeber Prof. Uwe Wirth (Sprecher der Sektion 5) gefeiert.

Im Anschluss an die Präsentation liest Christian Maintz (vielgelobter Autor komischer Gedichte und hochgeschätzter Beiträger des Handbuchs) aus seinen Werken. Anschließend lädt der Metzler-Verlag zu einem Umtrunk ein.


Neuerscheinungen

Neuerscheinungen

 

    • Cao, Kefei/ Heymann, Sabine/ Lepschy, Christoph (2017): Zeitgenössisches Theater in China. Berlin: Alexander Verlag.
    • Aggermann, Lorenz/ Döcker, Georg/ Siegmund, Gerald (2017): Theater als Dispositiv. Dysfunktion, Fiktion und Wissen in der Ordnung der Aufführung, Frankfurt am M.: Peter Lang.

    • Siegmund, Gerald/ Bel, Jérôme (2017): Dance, Theatre, and the Subject. Houndsmill: Palgrave Macmillan.
    • Wirth, Uwe (2017): Komik. Ein interdisziplinäres Handbuch. Stuttgart: Metzler.
    • Goebbels, Heiner (2015): Auf dem Weg zu einem Drama der Wahrnehmung. Zur Übersetzung nichtdramatischer Literatur in die Elemente der Bühne. In: Pia Janko/ Teresa Kovacs (Hg.): "Postdramatik". Reflexion und Revision. Wien: Praesens Verlag, S.331-341.
    • Schulte, Philipp/ Ahrens, Jörn/ Cuntz, Michael/ Koch Lars/ Krause, Marcus (2014): The Wire - Analysen zur Kulturdiagnostik populärer Medien. Wiesbaden: Springer VS.
    • Bremer, Kai (2014): Medialität der Interlinearität. Überlegungen zu Heiner Müllers Übertragung von Aischylos' Die Perser. In: Lukas, Wolfgang/ Nutt-Kofoth, Rüdiger/ Podewski, Madleen (Hg.): Text - Material - Medium. Zur Relevanz editorischer Dokumentation für die literaturwissesnchaftliche Interpretation. Berlin/ Boston: De Gruyter. S. 135-145.
    • Wirth, Uwe/ Ottmar Ette (2014): Nach der Hybridität. Zukünfte der Kulturtheorie. Berlin: Verlag Walter Frey.
    • Wirth, Uwe (2013): Rahmenbrüche, Rahmenwechsel. Berlin: Kadmos.
    • Goebbels, Heiner (2012): Ästhetik der Abwesenheit - Texte zum Theater (Recherchen). Berlin: Theater der Zeit. (2015 übersetzt ins Englische (Aesthetics of Absence - Texts on Theatre. Routledge) und Russische (Эстетика отсутствия - ТЕКСТЫ О МУЗЫКЕ И ТЕАТРЕ. Moscow))