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Artikelaktionen

Veranstaltungen

Veranstaltungen

ABGESAGT: Projekt "Digital gestütztes Lehren und Lernen in Hessen"

ABGESAGT: Projekt "Digital gestütztes Lehren und Lernen in Hessen"

digLL Flyer 1

 

 

Leider muss die Veranstaltung vorbeugend aufgrund des Coronavirus abgesagt werden.

 

DigLL ("Digital gestütztes Lehren und Lernen in Hessen") ist ein HMWK-gefördertes Projekt, an dem elf hessische Hochschulen beteiligt sind. Das Projekt hat zum Ziel, gemeinsam innovative Konzepte zur digital gestützten Lehre zu erarbeiten. Neben der Unterstützung für die Lehrenden sollen Studierende einen Zugang zu barrierefreien und qualitätsgesicherten digitalen Lehr- & Lerninhalten erhalten.

Das digLL-Teilprojekt an der JLU hat seinen Schwerpunkt in der Erstellung von qualitativ hochwertigem Content in den Fachbereichen und der Erprobung digital gestützter innovativer Lehr- und Lernformen in der Lehrerbildung (u.a. Serious Games). Vor Ort bündeln wir bestehende Aktivitäten und Strukturen rund um das Thema E-Learning und erarbeiten mit Ihnen innovative, fachübergreifend nutzbare didaktische Konzepte für Ihre Lehre.

Am 12. März 2020 von 12:00 bis 16:00 Uhr stellt sich in der Aula des Hauptgebäudes das digLL-Teilprojekt an der JLU Gießen vor.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter: www.uni-giessen.de/digLL und im beigefügten Programmflyer. Wenden Sie sich bei Fragen gerne an Konstanze Wegmann, konstanze.wegmann(at)zfbk.uni-giessen.de

Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist nicht erforderlich.

digLL Flyer 2(03.03.2019, Jonas Feike)

ABGESAGT: Lesung mit Marlene Streeruwitz: Flammenwand

ABGESAGT: Lesung mit Marlene Streeruwitz: Flammenwand

plakat_flammenwand

Leider muss die Veranstaltung vorbeugend aufgrund des Coronavirus abgesagt werden. Wir bemühen uns jedoch um einen Ersatztermin mit der Autorin.

2019 stand Flammenwand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis; Spiegel bezeichnete den Roman gar als ein "feministisches Zurechtschütteln". Nun liest Marlene Streeruwitz anlässich des Internationalen Frauentags aus ihrem Buch.

Streeruwitz' Gegenwartsroman spielt in Stockholm im März: Nach einem schweren Winter hat es immer noch minus 15 Grad, und das Eis knirscht unter Adeles Schritten. Als sie von Einkäufen zurückkehrt, sieht sie ihren Geliebten das Haus verlassen und folgt ihm. Je näher sie ihm kommt, desto unsichtbarer wird er. Warum laufen wir immer den gleichen Bildern hinterher? Worauf ist eigentlich Verlass? Und warum muss die Liebe zur Hölle werden? In Flammenwand entfaltet sich die Krise der Gegenwart, in der die Protagonistin Adele sich auf dem schmalen Grat zwischen Befreiung und Selbstverlust bewegt.

Die Veranstaltung wird vom Literarischen Zentrum Gießen in Kooperation mit dem ZMI, dem Büro der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der JLU, dem Akademischen Auslandsamt und dem Kulturamt der Stadt Gießen ausgerichtet. Die Moderation übernimmt die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der JLU, Dr. Nadyne Stritzke. Julia Volz, die Leiterin des Akademischen Auslandsamts, wird ein Grußwort sprechen. Im Anschluss an die Lesung folgt ein Ausklang mit Imbiss und Wein.

Die Lesung findet am Donnerstag, den 05. März, im Herman-Levi-Saal im Gießener Rathaus (Berliner Platz 1, 35390) statt und beginnt um 19:00 Uhr (s.t.). Alle Interessierte sind willkommen, der Eintritt ist frei.

 

(26.02.2019, Rahel Schmitz)

#JLUoffline Debatte

#JLUoffline - Eine interne Debatte am ZMI zu unseren Wahrnehmungen, Beobachtungen, Gedanken und Schlussfolgerungen im Kontext der Cyber-Attacke


 JLU_Offline_Debatte 
Das Zentrum für Medien und Interaktivität der Justus-Liebig-Universität Gießen lädt zu einer internen Debatte im Kontext der Cyber-Attacke ein. Angehörige des ZMI aus allen Sektionen können diese Gelegenheit nutzen, um über ihre Erfahrungen zu sprechen und ihre Gedanken dazu zu äußern.

Die Veranstaltung findet am 18. Februar um 18 Uhr im Gustav-Krüger-Saal in der Ludwigstraße 23 statt.


(13.02.2020, Anette Feller)

 

 





Tagung: Schreiben, Text und Autorschaft. Zur Thematisierung, Inszenierung und Reflexion von Schreibprozessen in ausgewählten Medien und historischen Selbstzeugnissen

Tagung: Schreiben, Text und Autorschaft. Zur Thematisierung, Inszenierung und Reflexion von Schreibprozessen in ausgewählten Medien und historischen Selbstzeugnissen

Die kognitive, historische und gesellschaftliche Bedeutung des Schreibens und die ihm eigenen Prozesse und sozialen Bindungen sind Gegenstand unterschiedlicher Forschungsdisziplinen wie der Literatur-, Kultur-, Sprach- und Geschichtswissenschaften wie auch Psychologie und Theologie. Eher selten wird jedoch gefragt, wie diese Rolle in unterschiedlichen kulturellen Kontexten thematisiert, reflektiert und inszeniert wird. Mit der Tagung wird der Versuch unternommen, in interdisziplinärer Perspektive den besonderen Arrangements und Inszenierungen von Schreiben, Text/Werk und Autorschaft nachzugehen. Dabei spielen klassische Reflexions- und Inszenierungsformate in Form von Selbstzeugnissen (Tagebücher etc.) ebenso eine Rolle wie Romane, Serien oder Filme.

Mit gut 30 Beiträgen zu autoren-, gattungs- und medienspezifischen Aspekten eröffnet die von der ZMI-Sektion „Medien und Didaktik“ ausgetragene Tagung ein breites Panorama der Schreibthematisierung, -reflexion und -inszenierung.

Die Webseite der Tagung finden Sie hier.

 

 

(13.02.2020, Katrin Lehnen, Komla Digoh)

Workshop: "Voting Over Contested Issues - Voting as Contested Issue"

Workshop: "Voting Over Contested Issues - Voting as Contested Issue"

Am 20./21. Februar findet der englischsprachige Workshop "Voting Over Contested Issues - Voting as Contested Issue: Histroical and Contemporary Perspectives on Referenda and Elections" statt. Die internationale Veranstaltung widmet sich der aktuellen Krise der repräsentativen Demokratie. Dabei werden unter anderem die Referenden der vergangenen Jahre in Großbritannien, Katalonien und in der Türkei diskutiert. Im Rahmen von vier Sessions tragen WissenschaftlerInnen aus der ganzen Welt vor.

Der Workshop wird vom International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) gemeinsam mit dem Gießener Zentrum Östliches Europa (GiZo) ausgerichtet und findet in den Räumen des GCSC, Ludwigsplatz 13, 35390 Gießen, statt. Das Programm sowie eine detaillierte Veranstaltungsbeschreibung findet sich hier.

 

(05.02.2020, Rahel Schmitz)

Stimmen aus der Praxis: Emily Ulbricht über ihre Podcast-Episode "F*** your feelings"

Stimmen aus der Praxis: Emily Ulbricht über ihre Podcast-Episode "F*** your feelings"

 

Am Dienstag den 28.01. findet die dritte Runde des Formats "Stimmen aus der Praxis" der Fachjournalistik Geschichte in Kooperation mit der Sektion Medien und Geschichte des ZMI statt.

 Plakat: F*** your Feelings

Am Beispiel ihrer Episode Fuck Your Feelings aus der populären US-PodcastReihe Love + Radio erläutert die Journalistin Emily Ulbricht, wie sich interessante Protagonisten finden lassen und wie deren Geschichte spannend erzählt werden kann. Die Episode porträtiert einen ungewöhnlichen TrumpUnterstützer. Evan ist Künstler in New York und dennoch glühender Anhänger des 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten. Doch das war nicht immer so. In dem kunstvoll arrangierten Beitrag erzählt er in eigenen Worten seine Transformation vom Linksliberalen zum Erzkonservativen. Obwohl die Biografie speziell ist, liefert die Sendung eine psychologische Erklärung für Trumps Attraktivität, die weit über den Einzelfall hinausgeht. Die Sendung ist hier zu finden: http://loveandradio.org/2018/08/fuck-your-feelings/

EMILY ULBRICHT (RADIO UND PODCAST)

EINE RADIODOKU ÜBER EINE INTELLEKTUELLE TRANSFORMATION

Emily Ulbricht hat an der Columbia Journalism School in New York studiert und 2017-2018 bei Gimlet Media als Redakteurin für die Podcast-Serie "We Came To Win" gearbeitet. Heute lebt sie als freie Journalist für Radio/Podcast in Berlin, wo sie u.a. als Redakteurin die Storytelling-Podcasts Therapieland und Plus Eins (Deutschlandfunk Kultur) entwickelt und betreut.

 

Die Veranstaltung beginnt am Dienstag, den 28.02.2020 um 18 Uhr in Raum C214 am Philosophikum 1. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

 

(27.01.2020, Jonas Feike)

Jahrestagung der DGPuK: "Emotionalisierung in den Medien"

Jahrestagung der DGPuK: "Emotionalisierung in den Medien"

Vom 13.-15. Februar findet am ZMI die Jahrestagung "Emotionalisierung in den Medien" der Fachgruppe "Mediensprache - Mediendiskurse" der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) statt.

DGPuK

Unter dem Thema Emotionalisierung in den Medien fragt die diesjährige Fachgruppentagung "Mediensprache - Mediendiskurse" nach Ursachen, Entstehungskontexten und Verlaufmustern von emotionalen Debatten in unterschiedlichen medialen Domänen. Insbesondere in politischen Diskursen resultiert eine zunehmend emotionialisierte Kommentar- und Bewertungspraxis in teilweise extremen Ausbrüchen und Entgleisungen wie auch in verbalen (Gewalt-)Exzessen. Shitstorm, Hatespeech, Sprachverrohung etc. sind dabei die Stichworte, unter denen in jüngster Zeit an verschiedenen Stellen diskutiert wird, was die sprachlich-kommunikative Emotionalisierung in den Medien, v.a. im Netz, bewirkt und wie sie auf Haltungen, Meinungen und Handlungen in der Gesellschaft zurückschlägt.

Auf der interdisziplinären Tagung werden utnerschiedliche mediale Emotionskulturen untersucht und unter theoretisch-methodologischen und empirischen Gesichtspunkten näher aufgeschlossen.

Die Fachgruppentagung wird in diesem Jahr vom ZMI in Kooperation mit der Fachgruppe ausgerichtet. Nähere Informationen finden sich hier.

 

(16.01.2019, Katrin Lehnen/Rahel Schmitz)

Workshop: Tentacular Desire. Von handelnden Objekten und verhandelten Körperbildern im Kontext queerer Pornografie und feministisches Porno-Screening: FLUIDØ

Tentacular Desire

Workshop: Tentacular Desire. Von handelnden Objekten und verhandelten Körperbildern im Kontext queerer Pornografie und feministisches Porno-Screening: FLUIDØ

Die ZMI-Sektion Medien und Gender organisiert am Mittwoch, den 18. Dezember 2019 von 15:00 bis 17:00 Uhr einen Workshop zu queerer Pornografie. Der Workshop mit Friederike Nastold findet im Ludwigplatz 13, Raum 707 statt. Die Veranstaltung ist auf 15 Teilnehmende begrenzt, ihm schließt sich ein öffentliches Film-Screening an.

Wer, wie, was handelt und wird verhandelt? Orgiastische Körper im Blick: Im Rahmen eines zweistündigen Workshops wollen wir uns verschiedenen queerfeministischen Filmprojekten aus dem künstlerischen und aktivistischen Kontext widmen. Was ist queere Pornografie und wie zeigt sich ihr kritisches Potential? Über einen historischen Abriss sollen die feministischen sex wars der 1970er Jahre aufgegriffen und mit den heutigen Diskussionen in Bezug gesetzt werden.

Kein Vorwissen erforderlich. Max. 15 Personen. Anmeldungen bitte an .

 

Feministisches Porno-Screening: FLUIDØ

Poster_Fluido_2_300.jpgDeutschland, 2017, 80 Minuten, Regie: Shu Lea Cheang, Hauptdarsteller*innen: Candy Flip, Bishop Black, Kristina Marlen

„Im Jahr 2060 ist die Welt von Aids befreit. Allerdings sind bei einigen Menschen die HI-Viren zu einem Gen mutiert, aus dem sich eine Droge gewinnen lässt, die zum Rauschmittel des 21. Jahrhunderts geworden ist. Eine Geheimpolizei versucht mithilfe virtuell unterstützter Direktkontrollen zu ermitteln, wer Träger*in dieses Gens ist. Währenddessen müssen anderenorts junge Männer an ein Kabelsystem gefesselt Sperma für die Gewinnung marktbeherrschender Pharmazeutika produzieren.

Die in Taiwan geborene Multimediakünstlerin und Filmemacherin Shu Lea Cheang hat in Berlin einen dystopischen Science-Fiction gedreht, bei dem es um die Macht von Körperflüssigkeiten und um deren Gewinnung geht. In Form einer orgiastischen Oper inszeniert sie einen atemlosen Reigen aus Körpern, Sekreten, Performances und sexuellen Akten, die oft im Dienste einer übergeordneten Ökonomie stehen. Ein über weite Strecken experimentelles und ungewöhnliches, auf konsequente Art parapornografisches Drama, in dem die Grenzen zwischen den Geschlechtern verschwimmen.“

Mit einer Einführung in den Kontext queerer, feministischer Pornografie mit anschließender Diskussion mit Friederike Nastold, Kunsthochschule Mainz. Sie promoviert zu queerer Pornografie, organisiert Vulva-Workshops und ist in feministischen Kollektiven (ToytoytoyOrga Orga) aktiv.

Wann: am Mittwoch, den 18. Dezember 2019, ab 18 Uhr im Kinocenter Gießen.

Hier finden Sie einen Trailer zum Film.

 

 

 

(24.10.2019, Berit Beckers)

"Stimmen aus der Praxis" mit Regina Schilling

"Stimmen aus der Praxis" mit Regina Schilling

Stimmen aus der Praxis - Regina SchillingBei der Veranstaltungsreihe "Stimmen aus der Praxis", die dieses Semester erneut stattfindet, war Regina Schilling beim ersten Termin zu  Gast. Regina Schilling ist Dokumentarfilmerin und Autorin von Kinder- und Jugendbüchern, bekannt insbesondere durch ihren preisgekrönten Film Kulenkampffs Schuhe (2018). Darin spürt sie ihrem verstorbenen Vater anhand der Unterhaltungsshows nach, die ihn und nahezu die gesamte Bundesrepublik von den 1950er bis in die 1970er Jahre samstagabends vor dem Fernseher gefesselt haben.

Der Dokumentarfilm erzählt nicht nur eine persönliche Geschichte, sondern auch die des deutschen Fernsehens in der Zeit des "Wirtschaftswunders", in der der Krieg immer wieder überraschend nachhallte. Regina Schilling macht damit die Schwere sichtbar, die das Bedürfnis nach der Leichtigkeit der Samstagabendshows schuf.

Die Diskussion mit Regina Schilling fand am Dienstag, den 05.11.2019 um 13 Uhr in Raum C29 statt.

Die Reihe "Stimmen aus der Praxis" wird von der Fachjournalistk Geschichte der JLU in Kooperation mit der Sektion Medien und Geschichte des ZMI veranstaltet.

 

(05.11.2019, Jonas Feike)

Digitaler Habitus: Tagung zu Bourdieus Habitusbegriffs in Zeiten der Digitalisierung

digitaler_habitusDigitaler Habitus: Tagung zu Bourdieus Habitusbegriff in Zeiten der Digitalisierung

In Anlehnung an den Ansatz von Bourdieu liefert das Konzept eines digitalen Habitus ein erweitertes Verständnis des grundlegenden Wandels literaler Praktiken und Bildungsprozesse, wie er mit der umfassenden und fortscheitenden Digitalisierung nahezu aller Lebensbereiche zu beobachten ist. Ein solches Konzept des Digitalen Habitus birgt das Potential, digitalisierungsbedingte Transformationen des Habitus im Sinne durch die Sozialisation erworbener Wahrnehmungs-, Bewertungs- und Handlungsschemata heuristisch fassen zu können.

Am 14./15. November 2019 veranstaltete der Forschungsschwerpunkt Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft eine von der Thyssen Stiftung geförderten Tagung zu dem Thema. Es wurde mit der Frage auseinandergesetzt, inwiefern das Konzept des Digitalen Habitus als explanatorische Kategorie für die Theoriebildung wie auch empirische Ansätze fruchtbar gemacht werden kann und interdisziplinär anschlussfähig ist. Dazu zählen beispielsweise Formen und Fähigkeiten der Selbstpräsentation in digitalen Medien oder Wechselwirkungen verschiedener Konfigurationen des Digitalen Habitus mit bestimmten literalen Praktiken im Zuge von Digitalisierungsschüben.

 

(31.10.2019, Rahel Schmitz)

Podiumsdiskussion und Vortrag zu 30 Jahre Mauerfall

Podiumsdiskussion und Vortrag zu 30 Jahre Mauerfall

Schafer_Nerlich.jpg
Dr. Verena Schäfer-Nerlich

Zu 30 Jahre Mauerfall lud die Justus-Liebig-Universität Gießen zu einer Podiumsdiskussion mit Annekatrin Hendel (Regisseurin und Produzentin) und Roland Jahn (Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Sicherheitsdienstes der ehemaligen DDR) ein. Die Veranstaltung wurde von Dr. Verena Schäfer-Nerlich (Projektkoordinatorin des Forschungsverbundes „Antidemokratische Haltungen“, JLU Gießen) moderiert. Die Podiumsdiskussion fand am Freitag, 25. Oktober im Zeughaus (Großer Hörsaal; Zugang via Landgraf-Philipp-Platz) statt.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion hielt Prof. Martin Sabrow (Direktor des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung in Potsdam) am Mittwoch, 30. Oktober einen Vortrag von mit dem Titel „Die ungewisse Republik. 30 Jahre nach dem Fall der Mauer“ im Margarete-Bieber-Saal in der Ludwigstraße 34.

Die Veranstaltungsankündigung im Gießener Anzeiger kann hier gelesen werden.

 

 

(24.10.2019, Komla Digoh)

Podiumsdiskussion „ ,Einseitig, teuer, überflüssig…‘ Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk in der Kritik“

 Podiumsdiskussion „ ,Einseitig, teuer, überflüssig…‘ Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk in der Kritik“

Podiumsdiskussion RundfunkMit der Podiumsdiskussion „ ,Einseitig, teuer, überflüssig…‘ Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk in der Kritik“ ist insbesondere auf die unabhängige Berichterstattung sowie auf das Modell des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklungen eingegangen worden. Dabei wurden häufig geäußerte Kritikpunkte aus Medienhistorischer und Mediensoziologischer Sicht beleuchtet, auch wurde auf das Medienvertrauen vonseiten der Bürgerinnen und Bürger eingegangen.

 

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Sektion „Macht – Medium – Gesellschaft“ des Zentrums für Medien und Interaktivität (ZMI) in Kooperation mit dem Forschungsverbund „antidemokratische Haltungen – Herausforderungen für Bildung und Sozialisation“ des Fachbereichs 03 (https://www.uni-giessen.de/fbz/fb03/forschung/antidemokratische-haltungen).

 

Als ReferentInnen nahmen an dieser Veranstaltung Frau Prof. Ulrike Weckel (JLU), Frau Prof. Nicole Zillien (JLU) und Herr Prof. Tanjev Schultz (Universität Mainz) teil. Letzterer begleitete auch die „Langzeitstudie Medienvertrauen“. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Verena Schäfer-Nerlich (JLU/ZMI).

 

Die Podiumsdiskussion fand am 29.10.2019 um 18 Uhr in der Aula statt. Sie ist hier im Veranstaltungskalender der JLU eingetragen

 



(08.10.2019, Jonas Feike)

"Patriots for Peace?" und aktuelle "Hessenzeit" feiern Premiere im Kinocenter

"Patriots for Peace?" und aktuelle "Hessenzeit" feiern Premiere im Kinocenter

Filmpremiere FaJo

Am 17.10. wird das Kinocenter Gießen erneut Filme von Studierenden der Fachjournalistik aufführen. Neben dem Masterprojekt "Patriots for Peace?" wird auch die aktuelle Ausgabe des studentischen Nachrichtenmagazins "Hessenzeit" zu sehen sein. Im Rahmen des Master-Praxismoduls und der „Fernsehwerkstatt“ produzieren Studierende der Fachjournalistik Geschichte regelmäßig eigene Filme und Fernsehbeiträge. Unterstützt werden die Projekte von Filmschaffenden, dem Medienprojektzentrum Offener Kanal (MOK) Gießen und der Medienanstalt Hessen (LPR). Wie schon in früheren Jahren feiern wir die nächste Premiere wieder im Kinocenter Gießen.

Alle sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei, für Getränke und Snacks ist gesorgt.

 

Patriots For Peace?

 

Die meisten Gießener*innen kennen das ehemalige US-Depot. Als es noch in Betrieb war, wusste aber kaum jemand, was hinter den Mauern vor sich ging. Durch Gießen verlief jahrzehntelang eine kilometerlange Front des Kalten Krieges, die nur wenige Deutsche überquerten. Vor den Mauern formierte sich in den 1980er Jahren der Widerstand der Friedensbewegung und der damals frisch gegründeten Grünen: gegen die US-Army, gegen die NATO, gegen die nukleare Aufrüstung. Nach Ende des Kalten Krieges verließen die Amerikaner nach und nach Gießen. Anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls, dem Anfang vom Ende des Kalten Krieges, haben fünf Masterstudierende der Fachjournalistik Geschichte Zeitzeugen begleitet und einen Film über diesen blinden Fleck in der Stadt gedreht. 

                                              

und im Vorprogramm:

HessenZeit

 

In der neuesten Folge dieses bereits wohlbekannten Formats, das unsere Lehrbeauftragte und Alumna Jana Kremin seit vielen Jahren mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Fernsehwerkstatt produziert, werden dieses Mal zu sehen sein: ein plastikfreier Unverpacktladen, eine bunte Fußballmannschaft, in der Männer und Frauen gemeinsam kicken, ein Stadtradelstar mit GoPro auf dem Helm und die Galerie 23 von Menschen mit Behinderung.

 

Die Premiere wird von der Sektion Medien und Geschichte des ZMI unterstützt.

Filmabend der Fachjournalistik Geschichte

17.10. um 19:30 Uhr

Kinocenter Gießen, Bahnhofstraße 34

Der Eintritt ist frei.

(08.10.2019, Jonas Feike)

Vortrag von Prof. Heinz-Jürgen Voß (Hochschule Merseburg) zum Thema „Sexuelle Bildung zwischen Gewaltprävention und der Förderung sexueller Selbstbestimmung: Welche Rolle spielen Medien?“

Vortrag von Prof. Heinz-Jürgen Voß (Hochschule Merseburg) zum Thema „Sexuelle Bildung zwischen Gewaltprävention und der Förderung sexueller Selbstbestimmung: Welche Rolle spielen Medien

voss_sexuelle_bildung2Die Sektion Medien und Gender des Zentrums für Medien und Interaktivität an der Universität Gießen befasst sich mit Fragen von Medienbildung im Hinblick auf zeitgemäße Sexualaufklärung und geschlechtliche Selbstbestimmung. Während in der Öffentlichkeit darüber gestritten wird, welche Art der Geschlechterpädagogik und Sexualaufklärung an Schulen stattfinden soll, suchen sich junge Menschen häufig Informationen zu Geschlecht und Sexualität im Internet. Als problematisch an der Selbstaufklärung im Internet wird oft der damit verbundene Konsum von Pornografie betrachtet, die stereotype Geschlechter- und Sexualitätsvorstellungen vermittelt. Befunde zum Zusammenhang von Pornografiekonsum und sexueller Gewalt unter Jugendlichen (u.a. Maschke/Stecher 2018) legen nahe, dass Medienbildung im Hinblick auf Geschlechterfragen im schulischen Kontext sinnvoll wäre. Gleichzeitig befördern Debatten um diesen Zusammenhang tendenziell auch moralische Panik. Eine differenzierte Betrachtungsweise von Möglichkeiten der Selbstaufklärung über insbesondere digitale Medien findet selten statt und erscheint bislang untererforscht.

Angesichts der Bedeutung, die die Lehramtsausbildung an der Universität Gießen hat, stellt sich die Frage, wie eine pluralistische Sexualaufklärung und Geschlechterpädagogik an Schulen heute aussehen sollte und wie zukünftige Lehrer*innen darauf vorbereitet werden sollten. Dabei ist der Aspekt der Mediennutzung besonders wichtig: Welche Art des Einsatzes von Medien und des Umgangs damit ist zur Sexualaufklärung sinnvoll und notwendig? Wie können Lehrkräfte Schüler*innen einen selbstbestimmten Umgang mit Medien vermitteln, der zu ihrer Persönlichkeitsentwicklung beiträgt und Gewalterfahrungen vorbeugt?

Prof. Heinz-Jürgen Voß befasst sich im von ihm geleiteten BMBF-Projekt “Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Traumatisierung” eingehend mit Fragen zu sexueller Bildung. In einem von ihm und Michaela Katzer herausgegebenen Sammelband mit dem Titel Geschlechtliche und sexuelle Selbstbestimmung durch Kunst und Medien: Neue Zugänge zur sexuellen Bildung (2019) wird auch die Funktion der Medien beleuchtet. Die Sektion Medien und Gender des ZMI freut sich daher auf die Ausführungen von Heinz-Jürgen Voß zu zeitgemäßer Sexualbildung und der Rolle von Medien. Es werden auch erste Ergebnisse des Projekts „Sexuelle Bildung für das Lehramt“ vorgestellt.

Der Vortrag „Sexuelle Bildung zwischen Gewaltprävention und der Förderung sexueller Selbstbestimmung: Welche Rolle spielen Medien?“ findet am Montag, den 11. November 2019, 18 Uhr c.t., im Hörsaal AUB 1 der Alten Universitätsbibliothek statt. Die Veranstaltung richtet sich an Studierende und Lehrende an der JLU sowie an alle Interessierten und Akteur*innen im Bereich sexueller Bildung auch außerhalb der JLU.

 

 

(02.10.2019, Rahel Schmitz)

Podiumsdiskussion: Autoritäre Populisten gegen Gender: Trump, Bolsonaro und die AFD

autoritäre populisten

Podiumsdiskussion: Autoritäre Populisten gegen Gender: Trump, Bolsonaro und die AFD

Autoritäre Populisten erfahren in vielen Ländern wachsenden Zuspruch durch die Wahlbevölkerung. Staaten von weltpolitisch zentraler Bedeutung wie die USA und Brasilien werden mit Donald Trump und Jair Bolsonaro inzwischen von autoritären Populisten regiert. Auch in Europa wird mit Ungarn durch die langjährige Regierung Victor Orbans ein Land durch die Herrschaft eines autoritären Populisten seit Jahren stark umstrukturiert. In Deutschland wachsen die Tendenzen ebenfalls hin zu einem autoritären Populismus: Indikatoren dafür sind die bundesweiten Wahlerfolge der AfD, die es als Partei erst seit wenigen Jahren gibt.

Zentrale Elemente des politischen Handelns autoritärer Populisten sind Angriffe gegen demokratische und egalitäre Geschlechtervorstellungen, und ganz konkret gegen Frauen und LGBTIQ*. Diese Angriffe finden in verschiedensten Formen statt: verbal, physisch, diskursiv, symbolisch, institutionell und nicht zuletzt durch Regierungshandeln. Ein Charakteristikum dieses genderfeindlichen populistischen Handelns ist seine mediale Dimension, und insbesondere die direkte Kommunikation autoritärer Populisten über soziale Medien.

Mit der Podiumsdiskussion wurde das Phänomen der „autoritären Populisten“ anhand der zentralen Akteure Donald Trump und Jair Bolsonaro im Hinblick auf deren Gender-Handeln und ihre damit verbundenen medialen Strategien beleuchtet. Im Hinblick auf Deutschland wird gefragt, inwiefern Angriffe auf Geschlechtergleichheit, Frauen und LGBTIQ* auch hier Teil eines autoritären Populismus sind oder ob die in Deutschland beobachtbaren Phänomene kategorial anders eingeordnet werden müssen. Nicht zuletzt interessieren auch Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der medialen Strategie sowie die Bedeutung unterschiedlicher Medien und Medienformate für den Erfolg autoritärer Populisten.

Die Veranstaltung fand am 24. Oktober um 18 Uhr c.t. in der Aula der JLU statt; die Referierenden waren Dr. Dinah Leschzyk (ZMI-Sektion Medien und Gender), Prof. Dorothée de Nève (stellvertretende Geschäftsführende Direktorin des ZMI) und Prof. Greta Olson (ZMI-Sektion Medien und Gender).

 

(19.08.2019, Berit Beckers)

Internationale Tagung: Trans*Time in TV Series: (Inter)National Projections

 Internationale Tagung: Trans*Time in TV Series: (Inter)National Projections

TransTime Plakat

Vor etwa einem Jahrzehnt, im März 2007, wurden die international anerkannten Yogyakarta-Prinzipien festgehalten, die erste systematische Menschenrechtsgewährleistung für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender (LGBT). In ihnen wurden zum ersten Mal Anforderungen formuliert, die die Menschenrechtsstandards in Bezug auf sexuelle Minderheiten festschrieben. Punkt 18 geht explizit auf die Pathologisierung der Geschlechtsidentität ein und verlautbart, dass „niemand [...] aufgrund seiner sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität gezwungen werden [darf], sich irgendeiner Form von medizinischer oder psychologischer Behandlung, Untersuchung oder Maßnahme zu unterziehen, oder in eine medizinische Einrichtung eingewiesen zu werden“ (Hirschfeld-Eddy-Stiftung, 2008: 28). Dieser Meilenstein kristallisierte die Arbeit von trans* Aktivist*Innen weltweit. 

In den letzten Jahrzehnten heraus und diente als Sprungbrett für weitere Aktionen. Die Bemühungen zielten besonders auf die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und trugen zur Verbesserung der Situation von trans* Personen in verschiedenen Ländern bei, z. B. durch Gesetzesänderungen, wie sie die internationale Kampagne STP ,Stop Trans Pathologization‘ herbeiführte.

Zehn Jahre später, 2017, ist das Bild widersprüchlich. Einerseits ist Studien von The Human Rights Campaign Foundation und Trans People of Color Coalition zufolge die Zahl der registrierten Morde an trans* Personen die höchste aller Zeiten. Andererseits war in diesem Jahr die World Pride in Madrid dem trans* Kollektiv gewidmet, was ein Zeichen für die Anerkennung und Unterstützung innerhalb der LGTBIQ*-Bewegung ist.

Was die Sichtbarkeit von trans* Personen in den Medien angeht, was in der LGBTIQ*- Bewegung nahezu einstimmig als unabdingbarer Voraussetzung zur gesellschaftlichen Normalisierung von Minderheiten betrachtet wird, ist in den letzten Jahren ein Höhepunkt zu konstatieren. Das GLAAD-Media Institute, – Gay and Lesbian Alliance Against Defamation – begrüßte 2016 die zunehmende Präsenz von trans* Figuren aus verschiedenen identitären Intersektionen in Crenshaws Sinne in Serien (vgl. Loughrey 2016). Sophia Burset in Orange is the New Black oder die Protagonistin der Serie Transparent, Maura, sind gute Beispiele. Allerdings kritisiert GLAAD die einseitige und/oder oberflächliche Darstellung, die die Pathologisierung und/oder Stigmatisierung des Kollektivs reproduziere (vgl. Respers France 2017).

Auch in den letzten Jahrzehnten ist eine deutliche Popularisierung der Serien sowohl im Fernsehen als auch auf international verfügbaren Online-Streaming Plattformen, wie z. B Netflix, Amazon Prime und Hulu, festzustellen, sodass die Rede von einer Art Golden Age von Serien ist (vgl. Smith 2018: 72; de Gorgot 2014). Die Zuschauerquoten von Serien steigen ständig, was auch ihre zunehmende gesellschaftliche, akademische und wissenschaftliche Anerkennung bedingt. Das renommierte Filmfestival von Cannes beispielsweise hat eine separate Sektion für Serien eingerichtet, was diesen Anerkennungsprozess spiegelt (vgl. Muñoz Fernández 2016: 69).

Wie diese Beispiele zeigen, ist eine vergleichende Annäherung seitens der Medienwissenschaften methodisch sinnvoll und gesellschaftlich relevant. Dem Verständnis folgend, dass Serien Gesellschaftsmodelle anbieten und gewissermaßen befördern, zielt unsere Tagung darauf ab, die multisemiotischen Darstellungen (vgl. Kress 2010) von trans* Personen in den letzten Jahrzehnten in Serien zu untersuchen. Spezifischer geht sie der Hypothese nach, dass die Popularisierung von trans* Personen in kommerziellen Serien den „good-Trans*“ herstellt und dadurch die von Ihnen potenziell verkörperte Transgression verschleiert. Ferner setzt sich diese Tagung als Ziel, zu erläutern, durch welche - gerade medialen - Mittel dies stattfindet.

Die englischsprachige Tagung findet vom 30. bis 31. Januar 2020 im Margarete-Bieber-Saal der JLU Gießen statt.

Kontakt: Dr. Danae Gallo González


(19.09.2019, Berit Beckers)

Konferenz: Renegotiating Minoritarian In_Visibilities – englischsprachige, interdisziplinäre Konferenz

Konferenz: Renegotiating Minoritarian In_Visibilities – englischsprachige, interdisziplinäre Konferenz

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In recent years, the relation between visibility and invisibility of minoritarian subject positions has been renegotiated and led to a preliminary re-assessment of the political potential of the concept of visibility. Thereby, invisibility or imperceptibility are subject to significant revaluation. Especially from activist, cultural and political points of view and in the contexts of queer or non-racist politics of migration, attempts have been made to question the topos of visibility and its positive connotations. However, the debate about a possible end of the critique of representation often disregards that politics of becoming imperceptible or invisible can indeed develop new modes of presentation and perception and therefore cannot unfold beyond representation.

Connecting theory and practice, the conference will provide spaces for various artistic, scholarly and political forms of exchange.

The three-day conference will take place on November 12–14, 2019 at the Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) of the Justus-Liebig-University Giessen, Germany. The conference is organized by the Research Area Visual and Material Culture Studies of the GCSC in cooperation with the ZMI-section Media and Gender. If you need childcare for the duration of or part of the conference, kindly let us know well in advance.

For questions, please contact 


Organisation:

  • Oliver Klaassen (Queer Art Studies, PhD student at the GCSC; Lecturer at various German universities)
  • Jana Tiborra (Art Pedagogy, Research Assistant at the Institute for Art Pedagogy, JLU; PhD student at the GCSC)
  • Katharina Wolf (Contemporary History, PhD student and Research Assistant at the GCSC)
  • Cathérine Ludwig-Ockenfels (Early Modern History, PhD student at the GCSC)

 

 

(19.09.2019, Berit Beckers)

Tagung: Medien als Dinge denken

Plakat: Medien als Dinge denken

Tagung: Medien als Dinge denken

Ansätze, die Medien als Dinge denken, haben schon seit einer ganzen Weile Konjunktur. Die Notwendigkeit einer soziologischen Forschungsperspektive, die die technisch-materielle Ausformung von Medien in den Blick nimmt, drängt sich in Zeiten umfassender Digitalisierung und Algorithmierung geradezu auf. Denn nach der Materialität des Digitalen zu fragen, heißt, die Stofflichkeit, Handlungsträgerschaft, Sichtbarkeit, Eigenlogik und Ästhetik des Digitalen zu reflektieren, wobei hier an eine Vielzahl an Ansätzen und Theorieangeboten angeknüpft werden kann: Materiellen Artefakten wird nicht nur in der Mediensoziologie, sondern beispielsweise auch in der Technik- und Wissenschafts-, der Architektur-, Organisations-, Kultur- oder Film- soziologie analytische Relevanz zugewiesen.

In den Science and Technology Studies, der Mediatisierungsforschung, Medienökologie und historischen Epistemologie liegen ebenso wie beispielsweise in der Medien- und Kommunikationswissenschaft, den Kultur- und Erziehungswissenschaften, der Philosophie und Psychologie versierte Ansätze zur Untersuchung der gesellschaftlichen Bedeutung von Materialitäten vor. So unterschiedlich sich diese Ansätze, Forschungsfelder und Disziplinen auch gestalten: Werden die Dinge analytisch mitgedacht, so ist das Handeln mit selbigen üblicherweise als soziomaterielles Wechselspiel angelegt. Es wird von einer Prägekraft, Eigendynamik, Logik und generativen Kraft der Dinge, der Algorithmen, Technologien und Infrastrukturen ausgegangen. Diese Konzeptionen sind für die (Medien)Soziologie ebenso vielversprechend wie herausfordernd, werfen in theoretischer, epistemologischer und methodologischer Hinsicht zahlreiche Fragen auf und sind in der empirischen Forschung gar nicht so einfach einzulösen.

Auf der Jahrestagung der Sektion Medien- und Kommunikationssoziologie sollen theoretische und empirische Analysen vorgestellt und diskutiert werden, die die Materialität digitaler Medien in der Untersuchung sozialen Handelns systematisch mitdenken. Wir möchten dabei Arbeiten unterschiedlicher Verortungen miteinander ins Gespräch bringen, Gemeinsamkeiten und Differenzen der Perspektiven ausfindig machen und eine Selbstpositionierung in der Vielfalt der Ansätze ermöglichen.


Die Tagung fand am Donnerstag, den 10. und Freitag, den 11. Oktober im Margarete-Bieber-Saal statt. Für weitere Informationen sind das Plakat und das Programm der Tagung zu beachten.

Organisation: Nicole Zilien


(17.09.2019, Jonas Feike)

"Stimmen aus der Praxis": Fix it in the Post - AVEV Audio Concepts

AVEV Audio Concepts (Gießen) berichtet über Möglichkeiten und Grenzen von Sounddesign und Postproduktion.

SaP AVEV Plakat

"Stimmen aus der Praxis": Fix it in the Post - AVEV Audio Concepts

Im Rahmen des Sommerfestes der Fachjournalistik Geschichte am Donnerstag, den 18.Juli 2019  fand die letzte Veranstaltung der Reihe "Stimmen aus der Praxis" dieses Semesters statt. Zu Gast waren Fabrizio Costantino, Martin Giemza und Philipe Zenz von AVEV Audio Concepts. Bei AVEV handelt es sich um einen Zusammenschluss vierer junger Musiker, Komponisten und Audioproduzenten aus Gießen. Regelmäßig unterstützt AVEV Projekte, die in Zusammmenarbeit mit dem Institut für Fachjournalistik Geschichte entstanden sind. 

Anhand knapper Werkstattberichte, die die diversen Ebenen klanglicher Ausgestaltung unterschiedlicher geschichtsvermittelnder Medien thematisieren, lieferte der Vortrag Einblicke in wesentliche Aufgabenfelder (bspw. Tonaufzeichnung und -bearbeitung, Mischung, Musikproduktion, Restauration) im Bereich der Audioproduktion. Nicht zuletzt wurden auch Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Postproduktion ausgelotet.

Der Vortrag begann um 18:15 Uhr und fand in Raum C214, im Phil. 1 statt.

 

 

(16.07.2019, Jonas Feike)

Filmgespräch: Die Sonneninsel

Die Sonneninsel Poster

Filmgespräch: Die Sonneninsel

Die Sektion "Medien und Geschichte" lädt zu Filmvorführung und anschließendem Gespräch mit Regisseur und Filmwissenschaftler Prof. Dr. Thomas Elsaesser ein.

 

Im Deutschland der 1920er Jahre steht Liesel Elsaesser zwischen zwei Männern: Verheiratet ist sie mit Martin Elsaesser, und Leberecht Migge liebt sie. Beide Männer sind Architekten. Thomas Elsaesser, Enkel von Martin Elsaesser und einer der weltweit renommiertesten Filmwissenschaftler, erzählt in seinem Essayfilm die Liebes- und Familiengeschichte unter Verwendung privater Filmaufnahmen und Dokumente aus dem Familienarchiv. Martin Elsaesser prägte als Stadtbaudirektor das Stadtbild der Finanzmetropole Frankfurt am Main (1925 bis 1935). Leberecht Migges Interesse hingegen galt hauptsächlich der Garten- und Landschaftsarchitektur. Auf der "Sonneninsel" in der Nähe von Berlin versuchte der "Urahn" der grünen Bewegung mit Liesels Unterstützung seine Idee von sozialem Ausstieg und Selbstversorgung umzusetzen. Dort begegneten auch die beiden Männer einander. Thomas Elsaesser verknüpft seine Liebes- und Familiengeschichte mit der Reflexion der konträren architektonischen Konzepte Elsaessers und Migges, des Bauens im Geiste des kapitalistischen Wachstumsdenkens oder einer Stadtplanung, die dem Gemeinwohl verpflichtet ist und auf Ideen zurückgeht, die bis heute in der grünen Bewegung fortleben.

 

Das Screening fand am Donnerstag den 4. Juli 2019 um 19:30 Uhr im Kinocenter Gießen, Bahnhofstraße 34 statt.


(24.06.2019, Jonas Feike)