Ich arbeite zu digitaler Archäologie sowie zu Medialität und Materialität im Rahmen bildwissenschaftlicher Fragestellungen. Im Zentrum stehen die Analyse historischer Wahrnehmungsdispositive und visueller Ordnungen in kulturgeschichtlichen Transformationsprozessen, insbesondere unter Einbezug intermedialer Phänomene und transmedialer Darstellungsstrategien. Methodisch verbinde ich bildwissenschaftliche Ansätze mit digitalen und empirischen Verfahren, etwa in der Nutzung von 3D-Modellierung, Virtual Reality und Eye-Tracking zur Untersuchung von Wahrnehmungs- und Interaktionsräumen sowie zur digitalen Rekonstruktion und didaktischen Vermittlung.
In Forschung und Lehre verfolge ich eine interdisziplinäre Ausrichtung an der Schnittstelle von Geistes- und Kulturwissenschaften sowie technologischen und empirischen Ansätzen.
Ich habe Klassische Archäologie und Literaturwissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen studiert (BA/MA) und dort 2019 mit einer mit dem Preis der Dr. Dieter und Sigrun Neukirch Stiftung ausgezeichneten Dissertation zu intermedial konfigurierten römischen Mosaiken promoviert. Gefördert wurde ich u. a. durch ein Stipendium des International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC), in dessen interdisziplinärem und kulturwissenschaftlich ausgerichtetem Umfeld ich mein Forschungsprofil weiterentwickelt habe. Bereits während des Studiums sammelte ich praktische Erfahrung im musealen und denkmalpflegerischen Bereich.
Seit 2019 bin ich durchgehend in Forschung und Lehre in der Klassischen Archäologie sowie im interdisziplinären Studiengang Liberal Arts & Sciences tätig, zunächst als Postdoktorandin mit Lehraufgaben, seit 2021 als wissenschaftliche Mitarbeiterin. Meine Arbeit verbindet kultur- und bildwissenschaftliche Fragestellungen mit der Entwicklung digitaler und experimenteller Formate für Forschung, Lehre und museale Vermittlung. Als Koordinatorin des vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst initiierten und geförderten Projekts QuiS_FlexMeta habe ich hochschulübergreifend Innovationsprozesse zur Flexibilisierung von Studienstrukturen begleitet sowie ein Design-Thinking-basiertes Kartenset zur Entwicklung innovativer Studiengänge und Lehrformate konzipiert und umgesetzt.
Ein zentraler Schwerpunkt meiner Arbeit liegt damit auf der systematischen Verbindung von fachwissenschaftlicher Forschung, technologisch gestützten Innovationsansätzen und der strukturellen Weiterentwicklung universitärer Lehre, insbesondere mit Blick auf neue Formen der Wissensvermittlung, methodischen Kompetenzerwerb und zukunftsfähige Studienformate.
Ancient Gazes, Modern Eyes. Studies in Perception at the Intersection of Art-Historical Tradition and Empirical Research, in: C. Dickenson - T. M. Kristensen - K. Meinecke (Hrsg.), Visual Historiographies of Greek and Roman Sculpture: From the Original to the Digital (in Vorbereitung).
Kontinuum und Diskontinuum am Beispiel der ‚Frankfurter Treppe‘, in: ZAA 2024/2, 105-115.
Die ideale Stadt und der ideale Bürger. Zum Stadtbild des Megalopsychia-Mosaiks aus Daphne, in: S. Bönisch-Meyer – I. Mossong – A. Free (Hrsg.), Bilder urbaner Lebenswelten in der griechisch-römischen Antike, Philippika 146 (Wiesbaden 2024) 149–196.