Forschungsthema 'Funktionelle Nanokohlenstoff-Hybride für optoelektrische Anwendungen'
Funktionelle Nanokohlenstoff-Hybride für optoelektrische Anwendungen
Warum beschäftigen wir uns mit Kohlenstoff-Nanostrukturen?
In den letzten zwei Jahrzehnten haben 0/1/2D-Kohlenstoffnanostrukturen aufgrund ihrer herausragenden elektronischen, thermischen, optischen, chemischen und mechanischen Eigenschaften großes Interesse geweckt. Die Grenzen moderner optoelektronischer Geräte aus organischen Materialien ergeben sich hauptsächlich aus ihrer fehlenden Langzeitstabilität. Diese Herausforderung könnte durch die Nutzung der verbesserten Stabilität von Kohlenstoffnanostrukturen in Nano-Hybrid- oder Nano-Verbundarchitekturen, die in photoaktive Schichten integriert sind, angegangen werden. Durch molekulares/Nanomaterialdesign können neuartige Hybridstrukturen mit verbesserter Stabilität gegenüber Umwelteinflüssen erhalten werden. Diese Nanohybride können zu nasschemisch verarbeitbaren Tinten formuliert werden, um Dünnfilme direkt zu integrieren und in optoelektronische Geräte einzubauen.
Aktuelle Forschungsprojekte / Ansprechpartner
In seinem Promotionsprojekt synthetisiert Paul zunächst Carbon Nanodots (CNDs), eine der Kohlenstoff-Nanostrukturen, mit unterschiedlichen Mengen primärer Amine auf ihrer Oberfläche. Diese auf der Oberfläche lokalisierten Amine können zur Funktionalisierung der CNDs mit verschiedenen Molekülen verwendet werden, um bisher unbekannte Kohlenstoff-Nanohybride herzustellen. Kommt gerne im Büro B 8 vorbei, falls ihr an einer Bachelor-/Master- oder Vertiefungsarbeit Interesse habt!
Weiterführende Literatur
Functional Groups Accessibility and the Origin of Photoluminescence in N/O-containing Bottom-up Carbon Nanodots
P.P. Debes , M. Langer, M. Pagel , E. Menna, B. Smarsly , S. Osella, J. Gallego , T. Gatti (2024). ChemNanoMat. 10, e202300471.
DOI: 10.1002/cnma.202300471