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Geschichte

Das Institut kann auf eine 140-jährige Institutsgeschichte zurückblicken und gehört damit zu den ältesten und traditionsreichsten Geographie-Instituten in Deutschland. Schon Mitte des 17. Jahrhunderts wurden in Gießen Lehrveranstaltungen mit geographischen Inhalten durchgeführt und bereits 1791 wurden erste spezielle Geographie-Vorlesungen gehalten, wenn auch (noch) nicht von eigens dafür berufenen Hochschullehrern der Geographie. Die Berufung von Robert von Schlagintweit auf die ersten Professur für Geographie im Jahr 1864 markiert den 'eigentlichen' Beginn der Institutsgeschichte.

In den folgenden Jahrzehnten lehrten zahlreiche renommierte Geographen in Gießen, so etwa u.a. Wilhelm Sievers und Fritz Klute. Kurz vor dem 2. Weltkrieg hatte das Institut etwa 200 Studierende. Die Zerstörung Gießens durch die Bombenangriffe am 6. Dezember 1944 markierte einen Bruch in der Geschichte des Instituts: Nach dem Krieg gab es (von einzelnen Lehraufträgen abgesehen) zunächst keine Geographieausbildung in Gießen. Erst 1960 wurde das Institut neu gegründet und in den Folgejahren von Harald Uhlig und (später hinzukommend) Walter Manshard auf- und ausgebaut.

Mitte der 60er Jahre war Gießen eines der ersten Geographischen Institute in Deutschland, das die Ausbildung zum Diplom-Geographen / Geographin einführte. Auch heute noch bildet die Ausbildung von Diplom-Geographen einen wichtigen Eckpfeiler in der Lehre, daneben - zahlenmäßig etwa gleichgewichtig - steht die fachinhaltliche Ausbildung von Erdkundelehrern für das Lehramt an Gymnasien. Nach der Auflösung der Pädagogischen Hochschule Weilburg wurde der JLU Gießen am 1.5.1961 das Seminar für Didaktik der Geographie als Teil einer Abteilung für Erziehungswissenschaften zugeordnet. Seit 1976 trägt es die Bezeichnung Institut für Didaktik der Geographie und ist zuständig für die fachdidaktische Ausbildung im Lehramtsstudiengang. Mit Einführung des Studiengangs "Bachelor of Science" im Jahr 2008 wurden die beiden Institute für Geographie und Didaktik der Geographie zu einem gemeinsamen Institut zusammengelegt.

Nach der Auflösung der Pädagogischen Hochschule Weilburg wurde der JLU Gießen am 1.5.1961 das Seminar für Didaktik der Geographie als Teil einer Abteilung für Erziehungswissenschaften zugeordnet. Ab 1976 trug es die Bezeichnung Institut für Didaktik der Geographie.

Die folgenden Eckdaten stammen überwiegend aus der Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum des Instituts für Geographie. Sie geben einen Überblick über die Entwicklung des Instituts und seiner 'Heimat', des so genannten "Neuen Schloss":

 

Datum / Zeitraum
Ereignis / Entwicklungen
1533 - 1539
Philipp der Großmütige lässt das "Neue Schloss" errichten, das heutige Hauptgebäude des Instituts für Geographie.
1607 - 1611
Das "Neue Schloss" dient als erstes Auditoriengebäude der 1607 gegründeten Universität und ist somit die älteste Heimstätte der gesamten Universität.
1650
David Christiani lehrt als Professor für Naturwissenschaften in Gießen und entwickelt die wissenschaftslogische Teilung der Geographie in 'Allgemeine Geographie' und 'Länderkunde'.
1791
Gießener Vorlesungsverzeichnis verzeichnet erstmals eine geographische Vorlesung: "Geographiam totius orbis terrarum.."
1864
Übertragung der ersten (zunächst außerplanmäßigen) Professur für Geographie an der JLU Gießen an Robert von Schlagintweit, einem der drei Brüder, die in den Alpen und später im Himalaya, Karakorum und Kuenlun Hochgebirgsforschung betrieben. Sie zählten zu den Begründern der Hochasienforschung.
6. Dez. 1944
Schließung des Instituts nach schweren Bombenangriffen auf Gießen.
1944 - 1960
In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg gibt es in Gießen zunächst kein Geographisches Institut.
1960 - 1965
Harald Uhlig baut das Institut für Geographie neu auf.
1. Mai 1961 Gründung des Seminars für Didaktik der Geographie als Teil einer Abteilung für Erziehungswissenschaften
1965 100 Jahre Geographie in Gießen. Nach vierjähriger Notunterkunft in anderen Universitätsgebäuden zieht das Institut in seine heutige Heimat, das Neue Schloß, um.
ab ca. 1965/70
Auf- und Ausbau des neuen Studiengangs "Diplom-Geographie"; personeller Ausbau des Instituts auf (zeitweise) sechs Hochschullehrerstellen
um 1975
Starke Zunahme der Studentenzahlen, zeitweise auf bis zu 120 Neuanfänger pro Wintersemester.
ab ca. 1980/85
Ausbau der EDV-Einrichtung.
ab ca. 1990
Auf- und Ausbau des Bereichs GIS / Fernerkundung
ab ca. 1995
Ausbau der Studienaustauschkontakte im Rahmen von ERASMUS und SOKRATES. Aufbau enger Kooperationen mit verschiedenen europäischen Partnerinstituten in Nordirland, Frankreich, Spanien, Portugal und Finnland.
1995 - 98
Ausbau der Kommunikationsstruktur: Glasfaserkabelvernetzung, Internet etc.
1999 / 2000
Auflösung der alten und Bildung neuer Fachbereiche. Geographie gehört jetzt zum FB 07 "Mathematik und Informatik, Physik und Geographie"
2007 - 08 Aufbau des neuen Studiengangs "Bachelor of Science" und Zusammenlegung der Institute für Geographie und Didaktik der Geographie