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Career Development

Career Development 

  • Bewerbungsstrategien während der Arbeitssuche im Aufnahmeland
  • Nachhaltige Karrieren
  • Employability Radar
  • Zukunftskompetenzen für Studierende

 

Bewerbungsstrategien während der Arbeitssuche im Aufnahmeland

Eine Arbeitsanstellung im Gastland ist ein Kernmerkmal der erfolgreichen Integration von Geflüchteten (Ager & Strang, 2010). Der Weg dorthin ist jedoch oftmals steinig und Geflüchtete sehen sich auf der Arbeitssuche verschiedensten Hürden ausgesetzt (Newman et al., 2018). Wichtige, jedoch oftmals nervenaufreibende, Bestandteile der Arbeitssuche stellen Bewerbungsgespräche dar, innerhalb derer Geflüchtete Arbeitgebende von sich zu überzeugen versuchen. Studierende mit Interesse an diesem Thema können untersuchen, wie Geflüchtete Bewerbungsprozesse und -gespräche angehen und erleben und auf welche Signale Arbeitgebenden in Bewerbungsgesprächen achten. Das Thema kann sowohl aus der Sicht von Geflüchteten als auch von Arbeitgebenden beleuchtet werden. Für dieses Thema wird Studierenden empfohlen, einen qualitativen Forschungsansatz zu wählen.

Nachhaltige Karrieren

Nachhaltige Karrieren beschäftigen sich mit beruflichen Laufbahnen, die sich langfristig über verschiedene Lebens- und Arbeitskontexte hinweg entwickeln und von der individuellen Handlungsfähigkeit einer Person geprägt sind (De Vos & van der Heijden, 2015; De Vos et al., 2020). Dabei stehen besonders Sinnhaftigkeit, persönliche Werte sowie die Möglichkeit zur Entwicklung im Mittelpunkt.
Themen zu diesem Bereich werden im Rahmen qualitativer Studien untersucht. Dabei soll unter anderem betrachtet werden, wie sich zentrale Indikatoren nachhaltiger Karrieren wie Zufriedenheit, Gesundheit, Leistungsfähigkeit oder Entwicklungsmöglichkeiten zwischen verschiedenen Personen-/Berufsgruppen unterscheiden können und welche Rolle verschiedene Akteur*innen für nachhaltige Karrieren spielen. Darüber hinaus können subjektive Erfahrungen mit sozialer und beruflicher Begleitung im Kontext langfristiger beruflicher Entwicklungen betrachtet werden. Beispielhafte Themen können außerdem die Vereinbarkeit verschiedener Lebensbereiche sowie förderliche oder hemmende Rahmenbedingungen sein. 

 

Employability Radar

Dieses Projekt findet in Kollaboration mit den Career Services der JLU statt. Wir entwickeln derzeit ein e-Portfolio-System, über das Studierende der JLU Einsichten in ihre derzeitige Employability (Fugate et al., 2004) erhalten und deren Entwicklung über die Zeit verfolgen können. Das Ziel der hier angebotenen Abschlussarbeiten liegt in der Validierung und Implementierung des Employability Radars für Studierende und die Career Services. Fragestellungen könnten beinhalten:

  • Profilanalysen – zeigen sich unter Studierenden ggf. unterschiedliche Profile von Employability?
  • Wirkung der Teilnahme an bestimmten Maßnahmen der Career Services auf verschiedene Entwicklungsfelder der Employability von Studierenden
  • Zusammenhang von ausgewählten Studienerlebnissen und der Entwicklung von Employability unter Studierenden
  • … weitere kreative Ideen sind sehr willkommen ...

Vorteile, Anforderungen und Nachteile:

  • Dies ist ein ausgesprochen angewandtes Projekt innerhalb der JLU – bestenfalls fließen die Ergebnisse / Schlussfolgerungen der Arbeit direkt in die Praxis der Career Services zurück.
  • Aktive Unterstützung der Career Services in Aufgaben, die den Employability Radar betreffen (Werbung, aufkommende Fragen, ggf. anfallende Weiterentwicklungen)
  • Die Möglichkeiten, über den Employability Radar hinaus Daten zu sammeln, sind ein wenig begrenzt (d.h. bis auf eventuelle kleine tweaks muss man mit dem Material arbeiten, das vorliegt)
  • Projekt erfordert gute Statistikkenntnisse und ggf. die Bereitschaft, sich in weitere statistische Verfahren (Profilanalysen, Strukturgleichungsmodelle) und Programme (R oder MPLUS) einzuarbeiten
  • Selbständige Arbeitsweise erforderlich
  • Teamarbeit (d.h., ggf. macht es auch Sinn, sich gleich als Team auf diese Themen zu bewerben), da jede/r Studierende an einer eigenen Fragestellung arbeiten wird, die Arbeitsschritte und Betreuung aber gemeinsam erfolgt.

Zukunftskompetenzen für Studierende

Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel: Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Fachkräftemangel, Klimakrise und gesellschaftlicher Wandel prägen zunehmend den beruflichen Alltag und stellen neue Anforderungen an Beschäftigte (World Economic Forum, 2023). Vor diesem Hintergrund wird der Übergang vom Studium ins Berufsleben – die sogenannte school-to-work transition – zu einer besonderen Herausforderung. Diese Phase stellt einen prägenden Schritt im Leben junger Erwachsener dar und beeinflusst deren weitere persönliche und berufliche Entwicklung (Kahn, 2010; Steiner et al., 2022). Hochschulen stehen damit vor der Aufgabe, Studierende systematisch auf diese veränderten Bedingungen vorzubereiten und mit den notwendigen Kompetenzen auszustatten, um eine Passung zwischen den Anforderungen der modernen Arbeitswelt und den individuellen Fähigkeiten der Studierenden zu ermöglichen (demands-abilities fit; Kristof-Brown et al., 2005). 
An dieser Herausforderung setzt das 2026 angelaufene Projekt „Innovationscampus JLU: Zukunft studieren" an, an dem die Arbeits- und Organisationspsychologie im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitforschung mitwirkt. Ein Kernziel des Projekts ist die Entwicklung eines interdisziplinären und adaptiven Kompetenzmodells, das relevante Zukunftskompetenzen systematisch beschreibt und die Grundlage für eine kompetenzorientierte Ausrichtung der universitären Lehre schafft.
Daraus ergeben sich vielfältige Anknüpfungspunkte für Abschlussarbeiten: Auf konzeptioneller Ebene stellt sich die Frage, welche Kompetenzen als Zukunftskompetenzen gelten und wie diese in einem Kompetenzmodell abgebildet werden können. Auf methodischer Ebene rücken Fragen der Operationalisierung und Messbarkeit überfachlicher Kompetenzen in den Fokus. Aus didaktischer Perspektive ist relevant, wie sich solche Kompetenzen in der universitären Lehre wirksam fördern lassen. Darüber hinaus bietet sich eine Verknüpfung mit dem Employability Radar der Career Services an: Dieser legt einen Fokus auf karriererelevante Kompetenzen, indem er die Employability (Fugate et al., 2004) von Studierenden erfasst und in einem individuellen Profil abbildet.