Projekte
01/2022 bis 12/2023
Das Projekt „Zukunft braucht Erinnerung“ zielt darauf ab, einen innovativen Beitrag zur Frauen- und Geschlechterforschung in Forschung und Lehre zu leisten, indem geschlechterspezifische Aspekte der Gedenkstättenpädagogik – am Beispiel des ehemaligen Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück – durch gleichzeitige Berücksichtigung der Kategorie Behinderung – für Lehramtsstudierende für (inklusive) Bildung erweitert werden. Das Projekt soll zur Auseinandersetzung mit historischem Wissen und gesellschaftspolitischen Themen und Problemlagen der Gegenwart und Zukunft anregen und dabei die universelle Bedeutung der Menschenrechte vermitteln.
***
2021 bis 2023
Das Projekt „Gedenkstättenpädagogik an verunsichernden Orten“ verfolgt das Ziel Studierenden im Rahmen ihres Studiums Möglichkeiten zu eröffnen, ihren Fragen zu Ereignissen, die Nationalsozialismus, Holocaust, Euthanasie etc. betreffen, nachzugehen, um dieses Wissen für ihre spätere unterrichtliche Praxis zu übernehmen. Insbesondere durch den Besuch von Gedenkstätten als authentische Lernorte können und sollen Studierende historisch-politische und kulturelle Bildung erfahren. Gemeinsam erarbeiten wir mit Studierenden und Gedenkstätten (u.a. Buchenwald, Ravensbrück, Brandenburg/Havel, Schloss Hartheim/Linz) Konzepte für (inklusive) Gedenkstättenbesuche mit Menschen mit geistiger Behinderung.
***
04/2020 bis 09/2022
Das Forschungsprojekt „Humor in der Pädagogik“ thematisiert verschiedene theoretische Ansätze, um das Phänomen Humor aus wissenschaftlichen (Medizin, Psychologie, Soziologie und Anthropologie) und sozialen Blickwinkeln zu erklären. Dabei wird der Schwerpunkt der Auseinandersetzung auf Humor in pädagogischen Handlungsfeldern (insbesondere der Geistigbehindertenpädagogik) gelegt. Durch eine Modifikation des SHRQ (Situational Humor Response Questionnaire) und der CPS (Coping Humor Scale) (beide in Anlehnung an Martin R. A. 1996:251-272) zielt das Projekt darauf ab, eine Vielzahl von Funktionen und Wirkungsweisen des Humors und seiner Ausdrucksformen, insbesondere in der pädagogischen Arbeit mit Menschen mit einer geistigen Behinderung zu beschreiben. Durch den partizipativen Einbezug des betroffenen Personenkreises werden individuelle Lebenslagen und Bedürfnisse erfasst, um zu messen, inwieweit Personen mit einer geistigen Behinderung Humor nutzen, um dadurch besser mit schwierigen Lebensbedingungen und -umständen umzugehen.
01/2016 bis 04/2020
Das Innovationsprojekt „FIN³ – Fit in Inklusion“ war ein über mehrere Jahre hinweg angelegtes Tutor:innenprogramm zur Förderung der Kooperation der Studierenden in den Lehramtsstudiengängen im Kontext des Themas Inklusion. Studierenden aller Lehramtsstudiengänge (Regel- sowie Förderschullehramt) wurde die Möglichkeit geboten, sich kooperativ in fachwissenschaftliche und fachdidaktische Handlungsfelder vor dem Hintergrund der Inklusion einzuarbeiten und sich freiwillig und außerhalb der Pflichtveranstaltungen im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Tutorien über Inklusion zu informieren sowie damit einhergehende Probleme und Chancen zu diskutieren.
Angeleitet von speziell ausgebildeten Tutor:innen (in Zusammenarbeit mit den Lehrenden des Instituts für Förderpädagogik und Inklusive Bildung und der Hochschuldidaktik der JLU) analysierten Studierende in Kleingruppen allgemeindidaktische und didaktische Modelle inklusiver Pädagogik sowie spezielle methodische Umsetzungsmöglichkeiten. Die Teilnehmer:innen setzten sich zudem mit gesellschaftlichen und rechtlichen Aspekten der Inklusion auseinander. Darüber hinaus erhielten die Tutorienteilnehmer:innen die Möglichkeit, erlernte Theorie und Praxis miteinander zu verknüpfen, indem sie Kooperationsschulen aufsuchten, im Unterricht hospitierten und mit Lehrkräften und Schulleiter:innen ins Gespräch kamen.
Kurzer Einblick ins Projekt: https://www.youtube.com/watch?v=pY23MqTa-VE (3:35 min.)