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Positionierung und Protestschreiben des IfP an die Hessische Lehrkräfteakademie zur Aufforderung des Verzichts von geschlechtergerechte Sprache in Themenstellungen von Staatsexamensprüfungen

Das IfP protestiert gegen die Aufforderung der Hessischen Lehrkräfteakademie auf gendersensible Sprache in Staatsexamensprüfungen zu verzichten. Es sieht darin einen Verstoß gegen die Wissenschaftsfreiheit und das Gleichheitsgebot des Grundgesetzes und fordert eine diskriminierungsfreie, vielfaltsorientierte Lösung.

Das IfP hat sich in einem Schreiben vom 18. Juli 2025 kritisch zur Regelung der Hessischen Lehrkräfteakademie geäußert, die den Einsatz gendersensibler Sprache in Staatsexamensprüfungen untersagen möchte. Das Institut sieht darin einen Eingriff in die verfassungsrechtlich garantierte Wissenschaftsfreiheit (Art. 5 GG) sowie eine Verletzung des Gleichheitsgebots aus Artikel 3 des Grundgesetzes.

Die politikwissenschaftliche Forschung des Instituts zeichnet sich durch eine breite geschlechterreflexive Perspektive aus, weshalb das Verbot aus unserer Sicht wissenschaftlich nicht vertretbar ist und Prüfungsinhalte verfälscht. Zudem widerspricht die Regelung den Zielen der Lehrkräftebildung, die auf gesellschaftliche Vielfalt vorbereiten soll. Das Institut beruft sich unter anderem auf ein Gutachten der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und die Position der Konferenz Hessischer Universitätspräsidien.

In dem Schreiben fordert das IfP eine zeitnahe Lösung, die die Grundrechte wahrt sowie Vielfalt respektiert und bietet seine Expertise für einen konstruktiven Dialog an.

-> Die Stellungnahme sowie weitere Informationen finden sich hier.

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