2x241 TITEL DOPPELT SO GUT WIE MARTIN KIPPENBERGER
- https://www.uni-giessen.de/de/fbz/fb05/atw/veranstaltungen/2025/kippenberger
- 2x241 TITEL DOPPELT SO GUT WIE MARTIN KIPPENBERGER
- 2025-11-20T19:30:00+01:00
- 2025-11-20T21:00:00+01:00
20.11.2025 von 19:30 bis 21:00 (Europe/Berlin / UTC100)
Münchner Kammerspiele
Frankfurter Hauptschule
Der Maler und Bildhauer Martin Kippenberger veröffentlichte 1986 das wenig bekannte Buch "241 Bildtitel zum Ausleihen für Künstler". Ausgehend von dieser Idee hat das Kollektiv Frankfurter Hauptschule eine eigene Sammlung von Titeln für Kunstwerke, die es nicht gibt, er- und gefunden und zu einem Text arrangiert: „2x241 TITEL DOPPELT SO GUT WIE MARTIN KIPPENBERGER“. Zunächst hören und lesen die Zuschauenden Variationen auf bekannte Titel, die sich mehr und mehr gegenseitig zu kommentieren scheinen. Poetische Sprachbilder und Wortwitze wechseln sich in ungefähren Themenballungen ab. Zusehends fransen die Titel aus, werden aphoristischer, länger und wachsen sich zu absurden Chorpassagen aus. Hoch- und popkulturelle Referenzen verschmelzen, überlagern sich, überfordern und werden zu dialogischen Verwirrspielen, sarkastischen Anrufungen der Nazizeit oder purem Klamauk. Die Titeldramatik gewinnt an Aktualität, wenn wir sie als einen Umgang mit Text denken, wie er momentan bei Memes, Tweets und Captions und damit auf Plattformen wie Instagram, Bluesky und X der gängige ist. Kurz gesagt: Die Frankfurter Hauptschule hat ein böse funkelndes Kulturindustrie-Potpourri zusammengerührt.
Gewinner des Heidelberger Stückemarktes
EN:
In 1986, painter and sculptor Martin Kippenberger published the little-known book „241 Bildtitel zum Ausleihen für Künstler“ (“241 Painting Titles to Borrow for Artists”). Taking this idea as a starting point, the collective Frankfurter Hauptschule has created and unearthed its own compendium of titles for artworks that do not exist, arranging them into a text: “2×241 TITLES TWICE AS GOOD AS MARTIN KIPPENBERGER.” At first, the audience hears and reads variations on familiar titles that increasingly seem to comment on one another. Poetic images and wordplay alternate in loose thematic clusters. Gradually the titles fray, become more aphoristic, grow longer, and swell into absurd choral passages. High and pop culture references merge, overlap, overwhelm, and turn into dialogical games of confusion, sarcastic invocations of the Nazi era, or pure slapstick. Their dramaturgy of titles gains currency if we think of it as a way of handling text that is currently common in memes, tweets, and captions—and thus on platforms such as Instagram, Bluesky, and X. In short: Frankfurter Hauptschule has mixed a wickedly sparkling potpourri of the culture industry.
- Premiere
- Konzeptkunst/ Theater