Veranstaltungen
2005
ONE - warum ist eins eine einsame zahl?
One - warum ist eins eine einsame zahl?
One ist ein Versuch die beiden Welten Wissenschaft und Kunst in ihren Gemeinsamkeiten zusammenzuführen. Die auf den ersten Blick völlig unterschiedlich scheinenden Systeme beruhen beide auf Subjektivität und bedürfen der Interpretation; denn Eindeutigkeit und überzeitliche Gültigkeit besitzt eine mathematische Formel ebenso wenig wie ein Kunstobjekt.
Um diese Schnittstelle zu beleuchten, werden in der performativen Installation Antworten auf vermeintlich wissenschaftlichen Thesen als Kunstwerke ausgestellt.
Die Beiträge stammen von Menschen die sowohl Künstler als auch Naturwissenschaftler sind (beispielsweise eine Medizinstudentin und Cellistin, ein Mathematikprofessor und Museumskurator, etc.) und damit die Fähigkeit haben, ebenso mit Formeln wie auch mit Metaphern und Symbolen zu operieren.
Die Thesen sind Textzeilen aus Popsongs
One ist the lonliest number that you'll ever do
You are a magnet and I am steel
You don't have to be a scientist to do experiments to your own heart
Von: Anna K. Becker
Technik: André Schallenberg
Mit Beiträgen von:Prof. Albrecht Beutelspacher,Johanna Eras, Alan Fabian, Nicolas Gerber, Ansgar Jones und Dr. Jörg Meiseel u.a.
Dauer: etwa 10 Minuten
Danke: Pavel Fidermak, Katharina Bischoff, Prof. Heiner Goebbels
Premiere: 9. Februar 2005, Giessen
Aufführungen: 3. und 4. Juni 2005, Kampnagel Hamburg
17. September 2005, Ruhrtriennale,PACT, Essen
One - warum ist eins eine einsame zahl? entstand im Wintersemester 2004/05 im Rahmen des szenischen Projektes "Theater und Wissenschaft" unter der Leitung von Prof. Heiner Goebbels
Performance
von Anna K. Becker
Bisherige Aufführungen
- 9.2.2005, Premiere , Probebühne

Passivität und Perversion: Das Reale und die Körperbilder (Kolloquium „Das Reale und die (neuen) Bilder.")
Seit sie 1991 mit Disfigure Study zum ersten Mal internationale Tanzszene betrat, artikuliert die Tänzerin und Choreographin Meg Stuart in ihren Stücken eine Erfahrung des Kontrollverlusts. Der tanzende Körper verliert die Kontrolle über die von ihm hervorgebrachten Bewegungen. Sie formulieren mithin eine Dissoziationserfahrung, die den Körper durch den Einsatz von visuellen und akustischen Bildern von sich abspaltet, bis das „sich“ keine Identität mehr bezeichnet. In Stückkomplexen wie Highway 1001 (2000/01) oder Visitors Only (2003) ist zunehmend eine Verschiebung auf das Phänomen der Überwachung durch einen unsichtbaren dritten Blick zu beobachten, der die Frage nach der Auflösung der Grenze zwischen privatem und öffentlichem Raum stellt. Der Vortrag möchte dem Verhältnis von Körper und Bild im symbolischen Rahmen des Theaters nachgehen, eines Rahmens, innerhalb dessen verschiedene Bildmedien gegeneinander ausgespielt werden, um eine totalitäre Verabsolutierung des Einen zu verhindern. Meg Stuarts Arbeiten erscheinen dabei als Reflexion auf die Möglichkeitsbedingung jeder Theater- und Tanzaufführung, der die dreifache Gliederung des Körpers in einen symbolischen, imaginären und realen Körper sichtbar macht.
Gerald Siegmund, Universität Bern
Dr. Gerald Siegmund wurde 1963 in Eschollbrücken bei Darmstadt geboren. Zwischen 1983-90 studierte er Anglistik, Romanistik und Theaterwissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main, wo er 1990 seinen Magisterabschluss zum Thema "Aspekte der Negativität in den Dramen Joe Ortons" ablegte. 1990/91 arbeitete er als Dramaturgieassistent bei verschiedenen Produktionen am Theater am Turm, Frankfurt und Theater Basel. 1994 promovierte er in Frankfurt über das Thema "Theater als Gedächtnis" in den Fächern Anglistik und Theaterwissenschaft. Die Arbeit enthält Studien zu Sigmund Freuds Gedächtnismodellen und zu Texten von Heiner Müller, Samuel Beckett, Joe Orton und Steven Berkoff. 1996-1998 war er Postdoktorand am Graduiertenkolleg "Pragmatisierung/Entpragmatisierung" an der Eberhard Karls Universität Tübingen mit einem Projekt über Manierismus im englischen Theater des späten 17. und frühen 18. Jahrhunderts. Seit 1995 schreibt er Tanzkritiken für die F.A.Z./Rhein-Main Zeitung sowie Ballet-Tanz, Tanzjournal und Dance Europe. Er hat zahlreiche Essays und Aufsätze zum zeitgenössischen Tanz veröffentlicht. Seit 1996 hat er Lehraufträge zu den Themen Tanz und englisches Theater an den Universitäten Frankfurt/Main, der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt /Main, Tübingen, Mainz, Bergen und Wien gehalten. Er unterrichtet außerdem am Aufbaustudiengang "Tanz Kultur" der Universität Bern, Schweiz und hat Workshops beim Festival "Tanz im August", Berlin und der "Internationalen Sommerakademie" in Frankfurt/Main gegeben. Seit 1998 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen, bis er zum WS 2005/06 eine Professur am Institut für Theaterwissenschaft an der Universität in Bern übernahm.Dr. Gerald Siegmund lebt in Bern und Frankfurt am Main.
Im Rahmen des internationalen Kolloquiums „Das Reale und die (neuen) Bilder. Repräsentationen des Anderen oder Terror der Bilder?“ an der JLU Gießen vom 11. bis 12. November 2005
Das Kolloquium ist eine Kooperation des Zentrums für Medien und Interaktivität, Giessen und des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft, Giessen im Rahmen der Forschungsreihe "Inszenierungen in den Neuen Medien". Es wird veranstaltet von Prof. Helga Finter und Prof. Heiner Goebbels.
Vortrag
von Prof. Dr. Gerald Siegmund (Universität Bern)
Bisherige Termine
- 12.11.2005, Premiere , Margarethe-Bieber-Saal, Gießen
push the button...
push the button von bigNOTWENDIGKEIT
Aber gerade um dem Zuschauer den größtmöglichen Spielraum zu geben, muß dieses System, Theater genannt, genügend stabil sein. Gerade um dem Zuschauer größtmögliche Vielfalt, Verschiedenheit, Individualität, ja, Zufälligkeit auf der Bühne zu sichern, muß die Bühne selbst genügend invariant sein. Manfred Wekwerth
Theater ist auch Spiel. Und als solches ist es immer ein verabredetes Spiel, dessen Regeln Schauspielern und Publikum gleichermaßen bekannt sind. Aber was sind die Regeln und was die Verabredungen?
Als qualitatives Produkt entzieht sich Theater der Eindeutigkeit. Seine Ästhetik kann nur über einen von vielen möglichen Umwegen rezipiert werden und die Lust am Umweg ist die Lust am Theater.
Zeichen, Bilder, Geschichten auf der Bühne erschließen sich den Zuschauenden nicht direkt und eine unmittelbare Übersetzung der Zeichen widerspräche dem Charakter des Theaters. Jedes wahrnehmende Bewusstsein wählt aus dem vielfältigen Bedeutungsangebot aus, während es die Aufführung entstehen lässt.
Erst wenn das Geschehen auf der Bühne das Bühnenspiel das Publikum zum Spielen veranlasst, entsteht Theater.
Das ist das Spiel.
Es existieren prinzipiell so viele Bedeutungen wie es Zuschauer gibt. Jürgen Kleindiek
Idee, Konzept, Regie bigNOTWENDIGKEIT (Anna K. Becker,Katharina Bischoff)
mit Björn Deigner, Lina Lindheimer
Licht & der der rein kommt René Liebert
Inszenierung
von bigNOTWENDIGKEIT
Bisherige Aufführungen
- 2.4.2005, Premiere , Probebühne

The Flight of the Lindbergh
nach Motiven von Bertolt Brecht
Lesung
von Jules Buchholtz, Philipp Schulte, Dominique Manu
Bisherige Aufführungen
- 19.10.2005, Premiere , GAIL Giessen
Zerbombt
der todkranke journalist ian und seine ehemalige freundin cate haben sich in einem luxeriösen hotelzimmer verabredet. obwohl ian die liebesbeziehung vor längerem beendet hat, sucht er erneut cates nähe. sie hingegen verweist darauf, der verabredung aus mitleid gefolgt zu sein. ian bedroht und demütigt cate. außerhalb des hotels herrscht kriegszustand. als cate ian am nächsten morgen verlässt, erscheint ein soldat im hotelzimmer - der krieg bricht nun mit seiner ganzen brutalität und destruktiven kraft über ian hinein.
trotz apokalyptischer gewaltakte beschrieb sarah kane, die sich 1999 mit 28 jahren in einer nervenheilanstalt das leben nahm, "zerbombt" als eines ihrer optimistischsten stücke. die inszenierung bemüht sich sowohl inhaltlich als auch ästhetisch um das ausloten dieser gegensätze.
Ian: Stafan Migge
Cate: Anna Peschke
Soldat: Peter Weiss / Christian Volkmann
Inszenierung: Sebastian Blasius
Dramaturgie/Regie-Mitarbeit: Christian Grammel
Tonbearbeitung: Björn Deigner
Inszenierung
von Sebastian Blasius / Christian Grammel
Bisherige Aufführungen
- 6.5.2005, Premiere , Gießen
- 10.5.2005, Probebühne Institut für Angewandte Theaterwissenschaft
- 8.6.2005, TiL Gießen
- 1.12.2005, Megafon Bochum

2004
Lounge
In der Lounge entsteht während der hessischen Theatertage ein kunterbuntes Durcheinander aus Diskussionsrunden, Kritikarchiven, Objektenthüllungen, Happenings, Lesungen, Socializings, Performances, Installationen, Filmen, Ausstellungen, Hörräumen, Partys, Chill-outs, Überraschungen, ready-made-Sammlungen und vieles mehr.
Hier wird Hohes mit Niedrigem, Kunst mit Kitsch und Wahres mit Gefaketem gemixt. Wenn es einen Ort für Alte wie Junge, Theatersüchtige und Desinteressierte gibt, dann in der Lounge. Und wer einfach nur einen Café trinken will, ist auch nicht an der falschen Adresse.
Ausserdem werden hier Studenten von Hochschulen der hessischen Theaterakademie (HfG/Offenbach, HfMDK und Städelschule/Frankfurt, Angewandte Theaterwissenschaft/Giessen) kleine Arbeiten präsentieren und zur Diskussion stellen.
Lounge - Plockstrasse 2 – 25. Juni bis 3. Juli 2004
(in der Nähe der „Drei Schwätzer“, links neben dem >News Café<)
Studenten von Hochschulen der hessischen Theaterakademie (HfG-Offenbach, HfMDK und Theater-, Film- und Medienwissenschaften-Frankfurt, Angewandte Theaterwissenschaft-Giessen) sowie der Städelschule-Frankfurt präsentieren neun Tage lang kleine Arbeiten.
Lounge-Night-Specials
Fast jeden Abend bietet die Lounge ein volles Programm. Wer den Tag in gemütlicher Atmosphäre ausklingen lassen und dabei in den Genuss junger, frischer und experimenteller Arbeiten kommen will, schaut einfach mal rein. Der Eintritt ist KOSTENLOS!!!
Freitag, 25.6. 21.00 Uhr! Vitali Belikov (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst): „Romantische Lieder“ (Akkordeonkonzert), 22.30! Norbert Pape (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst): „Realität ist eine Konstruktion“ (Tanz/Performance)
IM ANSCHLUSS ERÖFFNUNGSABEND!
Samstag, 26.6./Sonntag, 27.6. 10.00-20.00! Simon Schäfer (Hochschule für Gestaltung): „Warst-Konzerte“ (Performances für musikalische Platinen u.a.)
Dienstag, 29.6. 22.30! Malte Scholz (Angewandte Theaterwissenschaft): „das Gespräch des Einzelnen über Vieles“ (szenische Lesung)
Mittwoch, 30.6. 22.30! Annette Daubner, Tomasz Stompor (Angewandte Theaterwissenschaft): „Hitler kommentiert ein Fussballänderspiel“ (Film)
Donnerstag, 1.7. 22.30! Orcun Ünal (Angewandte Theaterwissenschaft): „100mal215mal165centimeter“ (Performance)
Freitag, 2.7. 21.00! + 23.00! Tai Elshorst, Anna Dischkow, Jörg Maier-Rothe, Jan Imberi (Hochschule für Gestaltung): „Leben ohne Unterbrechung“ (Videoinstallation/szenisches Konzert)
Samstag, 3.7. 22.30! Ina Vera und Lucie Tuma (Angewandte Theaterwissenschaft): „ID catalogue“ (Performance/Installation)
IM ANSCHLUSS ABSCHLUSSABEND!!!
Lounge-Diskussionsrunden
Jeweils um 17.30 Uhr, nach den „Dramoletti“, finden offene Gespräche über verschiedene Themen statt.
Freitag, 25.6. „Künstlerisches Studium und Perspektive - Reich und berühmt oder arbeitslos und schön?“
Dienstag, 29.6. „Kollaboration/Kooperation/Kollektivität – Potentiale der Vernetzung innerhalb der hessischen Theaterakademie“
Donnerstag, 1.7. „Der grosse Schlaf und seine Kunden – Wer ist der Adressat von Kunstprodukten?“
Samstag, 3.7. „Entertainment, Kriminalität und Kunstbetrieb – Von wem für wen durch wen wozu?“
Ausserdem sind permanent tagsüber ab 12.00 Uhr bildnerische, installative, auditive und filmische Arbeiten zu sehen. Es warten viele Überraschungen!!! Unter anderem von...
[...]
Helene Arendt, Städelschule: „Ohne Titel“ (Installation)
Josip Budimir, Hochschule für Gestaltung: „Ornamental Motion“ (Videoinstallation)
Ole Claßen, Städelschule: „Ohne Titel“ (Installation)
Stefanie Ernst, Hochschule für Gestaltung: „Blut lecken“ (Malerei)
Nadja Elabbadi, Hochschule für Gestaltung: „Inoffiziell nicht illegal“ + „2min30“ (Videoclips)
Johannes Feld / Marc Robbemond: "poetry clips" (Computeranimationen)
Isabel Friedrich, Städelschule: „ZEN IN BOTTROP OR SO“ (Photographie)
Katharina Hofmann: „ZEIT“ (Film)
Reiko „Zero“ Ishihara, Städelschule: „Aquarium“ (Intervention) + „Eaten away 2004“ (Film)
Dogan Özdogan, Städelschule: „Ich & ich“ (Film)
Judith Raum, Städelschule: „Almanach“ (Diainstallation)
René Rothert, Angewandte Theaterwissenschaft: „Desemantisierung“ (Skulptur + Klangstück)
Simon Schäfer, Hochschule für Gestaltung: „Warst“ (Konzert)
[...]
Ein multifunktionaler Raum, organisiert von Boris Nikitin, Marcel Schwald und Stefan Hölscher.
Ort: Laden am Theaterpark
Projekt
von Boris Nikitin, Marcel Schwald und Stefan Hölscher
Bisherige Aufführungen
- 25.6.2004, Premiere , Plockstrasse 2
Oh, Liv' Here!
Ein junge Theaterschauspielerin steht kurz vor der Premiere. Durch das Ineinandergreifen von Wirklichkeit, Illusion und Inszenierung gerät sie ins Visier von Eifersucht und Mordverdacht. Der dramatische Konflikt gipfelt methaporisch auf der Bühne.
Im Film verschmelzen verschiedene Shakespeare-Stoffe zwischen Theater, Film und Realität.
Film
von Csongor Dobrotka, Ina Annett Keppel und René Liebert
Bisherige Aufführungen
- 10.2.2004, Premiere , Theater im Löbershof, 20.00
Patent: Night Flight
Herbordt/ Mohren
Patent: Night Flight
Wie konnten, da sie doch nicht fliegen, sondern nur fallen, Kartoffelkäfer aus Colorado Felder in Ost- und West-Europa befallen?
Diese und andere Fragen ermitteln die Akteure von Patent: Night Flight ausgehend von einer der ältesten Dramaturgien von Freiheit, Flucht und ihrem Scheitern, dem Mythos von Ikarus und seinem erfindenden Vater Daedalus: ein Argentinischer bildender Künstler in der Rolle des Erfinders, ein Frankfurter Schauspieler in der Rolle des Schauspielers, eine Slowenische Dramaturgin in der Rolle des Beobachters. Sie alle fungieren als Protagonisten und Monteure der Mythenproduktion, mit den Mitteln ihrer realen Profession schreiben sie Geschichte und Geschichten stets neu, sie alle spielen mit im Theater neoliberaler Ideale und Utopien. Patent: Night Flight fragt: Wie kann der kurze Moment, an dem der Absturz erstmals möglich scheint, zu großem Theater werden? Wie klingt das Fallen von Kartoffelkäfern? Welche stille Übereinkunft ist notwendig, um trotz nahendem Sturz mit einem siegessicheren Lächeln weiterzumachen? Welche Grenzen, die so nicht mehr existieren, reizen zu immer neuen Fluchten? Wie klingt die Implosion von Geschichte und Erinnerung?
Mit Martin Fernandez, Max Landgrebe, Katja Praznik
Konzeption Regie Bernhard Herbordt, Melanie Mohren
Licht- Videodesign, technische Leitung René Liebert
Kostüme, Mitarbeit Bühne Anne Kuhn
Ton Christian Stoehr
Produktion Herbordt/ Mohren
Koproduktion Künstlerhaus Mousonturm
mit freundlicher Unterstützung Pact Zollverein Essen, Schwankhalle Bremen, Hessische Theaterakademie, Institut für Angewandte Theaterwissenschaft, Fonds Darstellende Künste, Goethe Institut Inter Nationes, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
Premiere: 08.12.2004, 21h Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt
Weitere Aufführungen: 09.-11.12.2004, 21h Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt
Tickets: 069. 40 58 95 20
Bernhard Herbordt (*1978) und Melanie Mohren (*1979) studieren seit 1998 am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft, Giessen. Seit 1999 entstehen gemeinsame interdisziplinäre Projekte, Raum- und Audioinstallationen, Arbeiten für Rundfunk, Theater und Site-Specific-Environments. 2000 produzierten Herbordt/ Mohren das Hörspiel looking for a small story (ausgezeichnet mit dem NRW-Hörspielpreis 2001), 2001 entstand world in a box - Audiotheater für zwei Zuschauer im Auftrag des Hessischen Rundfunks, zu sehen während dem Diskurs-Festival, dem unidram Festival, der Hessischen Theatertage 2002, die Wüste lebt - Festival junger Theaterregie der Hamburger Kammerspiele, Plateaux Festival des Künstlerhaus Mousonturms sowie 2003 auf dem ITs Festvial in Amsterdam. 2003 realisierten Herbordt/ Mohren in Kooperation mit Bühnenbildnern aus Wien die Installationen alibi n und placebo square, erstmalig ausgestellt während dem Festival Junger Talente in Offenbach, weitere Ausstellungen 2004 am Künstlerhaus Mousonturm sowie auf Kampnagel. Herbordt/ Mohren waren während des diesjährigen Context Festival zu Gast im Berliner Zimmer des Hebbel am Ufers und stellten dort in einer Lecture Performance die Bühnenarbeiten Kapital N.N. - Theaterhommage für Schauspieler und Elektronik (Premiere auf den diesjährigen Hessischen Theatertagen) und Patent: Night Flight vor. Ein Arbeitstipendium der Filmstiftung NRW ermöglichte im Juli 2004 die Fertigstellung des Hörspiels City Levels. Zurzeit arbeiten beide an ihrer Diplominszenierung Patent: Night Flight.
Inszenierung
von Herbordt/ Mohren
Bisherige Aufführungen
- 8.12.2004, Abschlussprojekt , Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt, 21.00 Uhr

Raumfahrt
Installation mit Performances zur vollen Stunde, wechselnd eingeladene Performer, über Monitor und über Kopfhörer gepromptet / Dokumentation einer topographischen Intervention in Frankfurt a.M. (WS03/04)
Wo sind wir, wenn wir reisen?
- - - - ich hielt bei der verkehrsinsel an - - - crashmebaby - - - - die ältere frau trat näher, nachdem ich ihr zugenickt hatte - - - - - - - - - - - die schnelle bewegung hat die erfahrung des durchquerten bereichs mit eis überzogen - - - - die tatsachen haben sich aufgelöst, wie in der wüste haben wir keinen anhaltspunkt mehr ausser uns selbst. die relativität führt uns in die irre - - - - - der kontinent der geschwindigkeit wäre demnach der brutale eingriff eines nicht-ortes in die geschichte, die fahrzeugwelt hätte die letzte enklave aufgelöst, die industrie zeigte sich nur noch als fabrikation von geschwindigkeit - - - - - - - zehn minuten später, als der lastwagen zurückkam, brachte mich das vibrieren der fensterscheibe endgpltig zum orgasmus - - - - - ich legte mich zurück auf das heisse, noch neu riechende vinyl - - - - - - - - - in zweiunundert metern links abbiegen - - - - - - - - - - - - - - - - - - - das autofahren etwa ist nicht nur als zielgerichtete fortbewegung zu beschreiben sondern auch als filmisch-halluzinative droge, die flüchtige bilder generiert und durchaus reale unfälle befördert - - - - rhein am main, alles mein
Installation
von Lucie Tuma und Frank Müller
Bisherige Aufführungen
- 17.2.2004, ATW / Präsentation szenischer Projekte (Heiner Goebbels, Niklaus Hirsch)
- 12.6.2004, Hessische Theatertage Giessen
- 16.9.2005, PACT Zollverein Essen / Squatt




Sabireta Machi
Mit Astrid Matron, Stefanie Kuhn und Peter Oberdorf
Sabireta Machi ist eine Auseinandersetzung mit Ritualen aus unterschiedlichen Kulturen und Epochen, die in einem künstlichen Ritual präsentiert werden.
Kellergewölbe im Unteren Hardthof
Voraufführung am 29.01.04_18 Uhr (insbesondere für Theaterwissenschaftler, ohne Festivalkarten zugänglich)
Aufführungen im Rahmen des Kunstfestivals "Projektionsflächen": 30.01.04_19 Uhr und 31.01.04_20 Uhr
BITTE WARME KLEIDUNG UND FESTES SCHUHWERK NICHT VERGESSEN - BETRETEN AUF EIGENE GEFAHR!!!
Performance
von Peter Oberdorf
Bisherige Aufführungen
- 29.1.2004, Premiere , Unterer Hardthof
Stattbus
Stattbus ist eine Installation, die sich dem „nicht-ort“ Bus zuwendet. Ein Ort, zu dem man eigentlich nicht aktiv „hin“-geht, sondern den man „verwendet“, um zu einem anderen zu gelangen - an dem man sich jedoch trotzdem für die Dauer der Fahrt aufhält.
Der Bus als abgegrenzter Raum in dem Menschen miteinander kommunizieren oder sich in ihr Schweigen zurückziehen, lesen, Musik hören, telefonieren, sich die Zeit vertreiben, die Gedanken schweifen lassen - solange sie noch nicht „da“ sind…
Der Stattbus ist ein aus durchsichtiger Gaze abgehängter Raum in den Maßen, die an einen städtischen Bus erinnern. Jedoch stellt dieser sich, im Gegensatz zu den uns alltäglichen Bussen, als über dem Boden schwebendes leicht-luftiges Objekt dar. Auf die Gaze werden Bilder projiziert, die Szenen aus Bussen festhalten, die Situation bei jedem neuen Bild verändern und bei denen sich manchmal merkwürdige Überschneidungen auftun, wenn unterschiedliche Bilder sich durch die durchsichtigen Wände übereinander legen.
Entstanden im Rahmen des Szenischen Projektes: „Ort der Kunst/Performativer Raum“ mit künstlerischen Recherchen aus dem öffentlichen Raum in der Stadt, den Fußgängerzonen und Einkaufsstrassen
Zu sehen bei den Hessischen Theatertagen 25.Juni bis 03.Juli 2004 in Giessen
Projekt
von Anna Teuwen, Milena Kipfmüller & Annne Tenhaef
Bisherige Aufführungen
- 25.6.2004, Premiere , Giessen

take a bow
Ein hysterischer Mensch sucht sich sein Publikum. Bewusst oder unbewusst. Hysterische Symptombilder sind Inszenierungen vergleichbar, nur in Anwesenheit von Publikum treten sie hervor, fordern auf, die Zeichen zu lesen, das Geschehen zu dechiffrieren.
Hysterika sind keine Simulanten oder Phantasten.
Hysterika sind vielleicht geltungssüchtig.
Hysterie lässt sich nicht greifen, ist anfechtbar und voller Widerspruch.
Hysterie ist tatsächlich.
Hysterie ist unheilbar. In der Unheilbarkeit liegt ihre Botschaft. Das Bestehen der Symptome ist Zeichen dafür, dass die Hysterika Recht haben.
Hysterisch sein ist manchmal Widerstand.
Hysterisch sein ist manchmal Zwang.
Mit dem Enthusiasmus der Hysterika sagte sie zu mir: und jetzt passen Sie gut auf, Sie werden staunen!
Entlang augenscheinlicher Parallelen zwischen Hysterie und
Theater will take a bow unter Einsatz theatraler Mittel von verschiedenen Erscheinungsformen der Hysterie erzählen und nach ihren Potenzialen suchen.
Idee, Konzept, Regie: Anna K. Becker, Katharina Bischoff
Mit: Rabea Kiel, Sahar Rahimi
Licht & Technik: René Liebert
Danke an: Milena Kipfmüller, Matthias Mohr, Jonny Joon-Sup Rhoo, Anne Zimmermann, Elise von Bernsdorff, Marc Jungreithmeier, Michael Becker sowie das Institut für angewandte Theaterwissenschaft
Premiere: 20. Juni 2004, Institut für Angewandte Theaterwissenschaft, Giessen
weitere Aufführungen:
27. Juni 2004, TiL, Giessen, Hessische Theatertage
01. Oktober 2004, Thalia in der Gaustraße, Hamburg, Körber Studio Junge Regie
30. November 2004, Institut für Angewandte Theaterwissenschaft, Giessen
2. Dezember 2004, Ruhr-Uni, Bochum Megafon Theaterfest Bochum
16. September 2005, SQUATT, PACT Zollverein, Essen, RuhrTriennale
Inszenierung
von bigNOTWENDIGKEIT (Anna K. Becker und Katharina Bischoff)
Bisherige Aufführungen
- 20.6.2004, Premiere , Probebühne, 20.00 Uhr


Versuch eines Hexenprozesses
Die Magd Hedda Krig wird in einem Indizienprozess um Liebeszauber und eine Totgeburt zum Tode durch Verbrennen verurteilt.
Grundlage dieser Inszenierung waren histor. Aktenfragmente.
Mit: Christopher D. Köbel, Sylvia Bischoff, Ingo Holaschke, Michel Bruweleit
Buch & Regie: Florian Siebrecht
Licht & Ton: Christian T. Flierl
Inszenierung
von Florian Siebrecht (Regie, Idee, Dramaturgie)
Bisherige Aufführungen
- 7.7.2004, Premiere , Probebühne (Gießen)
WHODUNIT
mit Tomasz Stompor, René Liebert, Ina Vera von Bargen und Winnie Karnofka
Inszenierung
von Marc Jungreithmeier und Esther Boldt
Bisherige Aufführungen
- 22.4.2004, Premiere , Probebühne des Instituts, 20.00 Uhr