Forschung
Forschungsschwerpunkte
- Mehrsprachigkeit im Deutschunterricht
- Sprachbewusstheit und Mehrsprachigkeit
- Grammatik und ihre Didaktik
- Lehrer*innenbildungsforschung
Forschungsprojekte
SaKoS - Satzkonzepte im Schulverlauf (zusammen mit Katharina Kellermann, TU Braunschweig)
Wie verstehen Kinder eigentlich, was ein (vollständiger) Satz ist? Und wie entwickeln sie Vorstellungen von Satzgliedern wie Subjekt oder Objekt? Das Projekt SaKoS (Satzkonzepte im Schulverlauf) untersucht die Entwicklung metasyntaktischen Wissens von Kindern und Jugendlichen vom Elementarbereich bis in die Sekundarstufe I. Im Zentrum steht die Frage, über welche impliziten und expliziten Konzepte zu Sätzen und Satzgliedern Lernende in unterschiedlichen Altersstufen verfügen – und wie diese Konzepte vom schulischen Grammatikunterricht beeinflusst werden können.
Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass der Deutschunterricht früh mit grammatischen Begriffen wie Wort und Satz operiert, ohne dabei systematisch an die bereits vorhandenen Vorstellungen der Lernenden anzuknüpfen. Dies führt dazu, explizit vermitteltes Grammatikwissen häufig isoliert bleibt und nur begrenzt mit intuitivem Sprachwissen verbunden ist, was durch zeigen zahlreiche Studien bestätigt wird.
Im Projekt wird daher untersucht,
- welche Vorstellungen Kinder bereits vor Schuleintritt von Sätzen haben,
- wie sich implizites und explizites Wissen zu Satzgliedern im Verlauf der Schulzeit entwickelt,
- und inwiefern mehrsprachige Lernende ihr sprachliches Wissen als Ressource nutzen.
Methodisch kombiniert die Studie quantitative und qualitative Verfahren (Mixed-Methods-Design), darunter Aufgabenformate, metasprachliche Interviews und strukturierende Verfahren zur Sichtbarmachung syntaktischer Konzepte.