Prof. Dr. Verena Dolle
Romanische Literatur- und Kulturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Spanien, Portugal und Lateinamerika
Arbeitsschwerpunkte
- Gewalt erzählen: h/Holocaust-Narratives in zeitgenössischer kolumbianischer Literatur – DFG-Projekt
- Transkulturation und Identität(en) in lateinamerikanischer Literatur seit der Frühen Neuzeit
- Jüdisch-lateinamerikanische Literatur des 20./21. Jahrhunderts
- Lusophone Literatur Afrikas, v.a. São Tomé e Principe
- Migration und ersehnte Ziele – „American“ vs. „European Dream“
Alle Forschungsprojekte und Publikationen
Kontakt
Büro: Phil II, Haus G, Raum 04a
Tel.: +49 (0)641/99-31150
Sekretariat: Raum 04b
Sekretärin: Pilar Diz Núñez, Tel.: 99 - 31151
Fax: +49 (0)641/99-31159
Email/Correo electrónico/email
Sprechstunden im SoSe 2026:
Im SoSe 26 wird die Sprechstunde in der Regel dienstags 15-16 Uhr (in Präsenz oder online) stattfinden.
Anmeldung bitte über Stud.IP. Weitere Anliegen werden auch per E-Mail entgegengenommen.
Sprechstunde des Sekretariats (Frau Pilar Diz)
In der Regel montags-donnerstags 9 - 13 Uhr
Mail: Pilar.Diz@romanistik.uni-giessen.de
Tel: 0641-99 31151
Infos für Studierende
Zur mündlichen Prüfung im ersten Staatsexamen (L3 Spanisch):
Dauer: insgesamt 60 min – davon 30 min Didaktik, 30 min Fachwissenschaft, z.B. Literaturwissenschaft, ein Teil 30 min auf Deutsch, ein Teil auf Spanisch. Sie sollten vor Start der Vorbereitung überlegen, welchen Teil Sie in welcher Sprache machen möchten (die meisten entscheiden sich für Didaktik auf Deutsch, Litwiss. auf Spanisch) und danach Ihre Sekundärliteratur strategisch in der entsprechenden Fremdsprache und der entsprechenden Terminologie aussuchen.
Bei mir in Lit.wiss. sind 2 größere Themen (also à ca. 15 min) mit Thesenpapier und Bibliographie vorzubereiten.
Zur Themenauswahl: Die Themen sollten nicht zu nah beieinanderliegen – weder gattungs- noch epochentechnisch noch räumlich. M.a.W.: ich verlange von Ihnen ein lateinamerikanisches Thema mit 3-5 Primärwerken (diese Zahl hängt vom Umfang der Primärwerke ab) und thematisch darauf bezogener Sekundärliteratur (ca. 5-7 Titel, nicht zwingend Monographien, sondern oft auch unselbständige Veröffentlichungen = Aufsätze, die einen bestimmten Aspekt behandeln) – d.h. orientierende Überblickswerke wie z.B. Stenzel, Einführung in die span. Litwiss. oder Hartwig, Einführung lateinam. Lit.-Kulturwiss. reichen an dieser Stelle NICHT.
Nur ein Beispiel für Themen:
Thema 1: Crónicas de Indias, also Chroniken zur Entdeckung und Eroberung Amerikas (16.-17. Jh.)
Thema 2: Memoria histórica: Spanische Romane über Bürgerkrieg und Franco-Diktatur...
Thesenpapier: pro Thema bis zu 3 ausformulierte, auf Lektüre der Sekundärliteratur basierende Thesen auf einem einseitigen Thesenpapier. Dies ist einige Tage vor Prüfungstermin zusammen mit der benutzten Bibliographie an mich zu schicken. Auf dieser Basis entwickelt sich dann ein Prüfungsgespräch (also eher kein Frage-Antwort-/Ja-Nein-Gespräch), bei dem die Zeit normalerweise sehr schnell vergeht.
Für mündliche Prüfungen:
Kurz vor der Prüfung schicken Sie bitte Thesenpapier mit Bibliographie an Frau Prof. Dr. Dolle (Verena.Dolle@romanistik.uni-giessen.de) und Frau Diz (Pilar.Diz@romanistik.uni-giessen.de).
Zur Prüfung bringen Sie Ihr Thesenpapier 2fach ausgedruckt mit.
Anerkennung von Prüfungsleistungen deutscher und ausländischer Universitäten
Wer Studienleistungen aus dem Ausland oder von anderen deutschen Universitäten anerkannt haben möchte, reicht bitte einen formlosen, schriftlichen Antrag bei mir oder im Sekretariat ein, auf dem steht, welche Leistungen wofür anerkannt werden sollen und fügt das Formular "Anerkennung von ausländischer Studienleistungen" (bitte vollständig ausgefüllt, auch mit korrekter Modulbezeichnung!) bei. Bei Leistungsscheinen ist unbedingt die schriftliche Arbeit beizufügen.
Modulverantwortlichkeiten
Für die Literatur- und Kulturwissenschaftlichen Module bin ich verantwortlich und zuständig. Hier finden Sie alle Modulverantwortlichen.
Sprachnachweise
Wenn Sie Sprachnachweise für Spanisch und Portugiesisch benötigen, wenden Sie sich bitte an die jeweiligen Lektoren.
Hausarbeiten
Hausarbeiten geben Sie bitte ausgedruckt im Sekretariat bei Frau Diz ab und zusätzlich mir (oder bei Frau Diz) als doc- oder pdf-Datei per e-Mail (oder auf CD gebrannt). Bei nichtmodularisierten Studiengängen fügen Sie bitte einen ausgefüllten Leistungsschein bei.
Bitte beachten Sie die Formalia und Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens: Style-Sheet Literatur- und Kulturwissenschaft
Eigenständigkeitserklärung (Link)
Curriculum Vitae
Forschung
- Gewalt erzählen: h/Holocaust-Narratives in zeitgenössischer kolumbianischer Literatur – DFG-Projekt
- Transkulturation und Identität(en) in lateinamerikanischer Literatur seit der Frühen Neuzeit
- Jüdisch-lateinamerikanische Literatur des 20./21. Jahrhunderts
- Lusophone Literatur Afrikas, v.a. São Tomé e Principe
- Migration und ersehnte Ziele – „American“ vs. „European Dream“
Lehre
-
Lehrveranstaltungen in früheren Semestern
Wintersemester 25/26
Ü - Einführung in die hispanophone Literaturwissenschaft
Ü - Serie de conferencias
S/Ü - Extractivismo
VL - Spanischer Realismus
Sommersemester 2025
LV - Desigualdades sociales y bien vivir en el siglo XIX
LV - Extractivismo en América Latina desde la Colonia hasta la actualidad: oportunidades y desafíos
RV - Musik und Tanz als Agenten von Transkulturalität
LV - Spanische und hispanoamerikanische Literaturgeschichte
Wintersemester 2024/25
LV - Einführung in die hispanophone Literaturwissenschaft
LV - Introducción a los estudios de Justicia y desigualdades
LV - Justicia: fundamentos desde la perspectiva de estudios culturales
LV - Nuevas formas de justicia transicional
LV - Schreiben in fremden Sprachen: literarischer Translingualismus und interkulturelle Kommunikation
LV - Spanischer Realismus
Sommersemester 2024
LV - Das Mestizische und das Hybride: Interkulturelle Existenzen und Kommunikation in Lateinamerika
LV - Dictaduras, conflictos armados y literatura en Lationamérica
LV - Geschichte der spanischen und lateinamerikanischen Literatur
LV - Justicia transicional
Wintersemester 2023/24
LV - Einführung in die hispanophone und lusophone Literaturwissenschaft
LV - (Erste) Globalisierung und europäische Expansion in Os Lusíadas
LV - Von Gewalt, Zorn und Versöhnung: aktuelle kolumbianische Literatur im postacuerdo
LV - Spanischer Realismus
LV - Extractivismo en América Latina desde la Colonia hasta la actualidad: oportunidades y desafíos
Sommersemester 2023
LV - Extractivismo en América Latina desde la Colonia hasta la actualidad: Oportunidades y desafíos
LV - Sor Juana Inés de la Cruz
LV - Einführung in die interkulturelle Kommunikation - vergleichende Perspektiven
Wintersemester 2022/23
LV - Seminar: La Comisión para el Esclarecimiento de La Verdad de Colombia: Proceso, hallazgos y legado
Sommersemester 2022
LV - Seminar: Desigualdades en Latinoamérica: ¿una historia sin fin?
LV - Geschichte der spanischen und lateinamerikanischen Literatur
LV - Einführung in die interkulturelle Kommunikation - vergleichende Perspektiven
Wintersemester 2021/22
LV - Seminar: Violencias del pasado, políticas del presente. Seminario interdisciplinario internacional
Sommersemester 2020
LV - Seminar: "Tupi or not Tupi" - der Kanibale als brasilianische Identitätsfigur
Wintersemester 2020/21
LV - Seminar: Violencias del pasado y políticas del presente desde una perspectiva latinoamericana
Sommersemester 2020
LV - Seminar: "Tupi or not Tupi" - der Kannibale als brasilianische Identitätsfigur
Wintersemester 2019/20
LV - Seminar/Übung: Vom 'Schlachthaus' zum 'Deutschen Requiem' - Literatur und Gesellschaft in Argentinien
Sommersemester 2019
LV - Seminar/Übung: ¿Sueño (o pesadilla)? Traum oder Albtraum? Europa als ‘Gelobtes Land’, Prof. Dr. Verena Dolle/Dr. Ulrike Nespital
Wintersemester 2018/19
LV - Cervantes: Don Quijote
Sommersemester 2018
LV - Cervantes: Don Quijote
Wintersemester 2017/18
LV - Migration und kulturelle Übersetzung
Sommersemester 2017
VL - Geschichte der spanischen und hispanoamerikanischen Literatur
LV - Más allá de la soledad: La literatura colombiana después de García Marquez
Wintersemester 2016/17
LV - Migration und kulturelle Übersetzung
Sommersemester 2016
LV - "Tupi or not Tupi" - der Kannibale als brasilianische Identitätsfigur
Wintersemester 2015/16
LV - Boom-Autoren von 1949 bis heute
LV - Der amerikanische Traum (und sein Scheitern) in der lateinamerikanischen Gegenwartsliteratur
LV - Jorge Luis Borges: frühe Gedichte und Erzählungen
LV - Literatur und Wirtschaft: El milagro mexicano und der künstlerische Gegendiskurs der 1950er Jahre
Sommersemester 2015
VL - Geschichte der spanischen und hispanoamerikanischen Literatur
S - Chilenische Literatur der Gegenwart
S - Portugiesische und brasilianische Literaturgeschichte
S - Von Zentauren, Folterern und Migranten: von Scliar bis Kuchinski
Wintersemester 2014/15
VL - Die Boom-Autoren von 1949 bis heute
Ü - Methoden und Gegenstände der Literatur- u. Kulturwissenschaft
Sommersemester 2014
VL - Geschichte der spanischen und hispanoamerikanischen Literatur
S - Von Zentauren, Folterern und Migranten, von Scliar bis Kuchinski
S - Chilenische Literatur der Gegenwart
VL - Portugiesische und brasilianische Literaturgeschichte
Wintersemester 2013/14
VL - 11. September 1973: 40 Jahre Golpe de Pinochet – Politik und Literatur
PS - Brasilianische Gegenwartsliteratur
S - Cervantes: Novelas ejemplares
Ü - Die Malinche: Verräterin am eigenen Volk oder Mittlerin zwischen den Kulturen?
Ü - Leben zwischen/in Sprachen und Kulturen: Mehrsprachigkeit und Tanslation
Sommersemester 2013
Im Sommersemester 2013 fanden keine Lehrveranstaltungen statt (Forschungssemester).
Wintersemester 2012/13
Ü - Neuer historischer Roman in Lateinamerika
Ü - Methodische Grundlagen der Literatur- und Kulturwissenschaften
VL - Formación de la cultura criolla en la España colonial
Sommersemester 2012
VL - Geschichte der portugiesischen und brasilianischen Literatur
S - Roberto Bolaño: Historia de la literatura nazi und andere Werke
S - Berichte von Katastrophen und Untergang: Die historia trágico-marítima des Gomes de Brito
VL - Spanische und hispanoamerikanische Literaturgeschichte
S - Cono Sur: Aufarbeitung von Diktatur in der Literatur
Sommersemester 1996 bis Wintersemester 2011/12
SoSe 1996 PS Alejo Carpentier: Der Blick auf Europa und die Herausbildung eines lateinamerikanischen Selbstverständnisses WS 1996/97 PS Die Beschreibung Amerikas. Die Wahrnehmung des Fremden aus spanischer Sicht SoSe 1997, WS 1997/98 Einführung in die Hispanistik SoSe 1998 PS Robert Pinget (1919-1997): ein „unbekannter“ Schriftsteller des Nouveau Roman WS 1998/99 Einführung Hispanistik/Lateinamerikanistik;
PS Lateinamerikanische Identitätsentwürfe: Alejo CarpentierSoSe 1999 PS Die Darstellung von Gewalt im modernen lateinamerikanischen Roman (García Márquez, Scorza, Martini) WS 1999/2000 Einführung Hispanistik/Lateinamerikanistik SoSe 2000 PS Marcel Proust: Du côté de chez Swann;
PS Cantar de mio Cid: Von tapferen Männern, schönen Frauen und verlorener EhreWS 2000/01 Einführung Hispanistik/Lateinamerikanistik;
PS Zwischen Shakespearschem Luftgeist u. kosmischer Rasse: Lateinamerika im EssaySoSe 2001 Beurlaubung wegen Mutterschutz WS 2001/2002 Einführung Hispanistik/Lateinamerikanistik;
PS Miguel de Cervantes: Novelas ejemplaresSoSe 2002 PS Fables von Jean de La Fontaine;
PS Von Spiegeln und Labyrinthen: Intellektuelle und Identität in Lateinamerika im 20. Jahrhundert (interdisziplinäres Seminar, zus. mit einem Lateinamerikahistoriker)WS 2002/03 Einführung Hispanistik/Lateinamerikanistik;
PS Literatur und Buchmarkt: Vermittlung, Vermarktung und Rezeption mexikanischer (Frauen-)LiteraturSoSe 2003 PS Weibliche Kreativität im Siglo de Oro: die Novellen der María de Zayas;
PS Ein Klassiker des Briefromans: die Liaisons dangereuses des Choderlos de LaclosWS 2003/04 Einführung Hispanistik/Lateinamerikanistik;
PS Das gefallene Vorbild: lateinamerikanische Blicke auf Europa im 20. Jahrhundert (Seminar für Studierende der Hispanistik/Lateinamerikanistik und Europastudien)SoSe 2004 PS Nouveau Roman;
PS Fakten und Fiktionen: Hernán Cortés in der Literatur des Siglo de OroWS 2004/05 Einführung Hispanistik/Lateinamerikanistik;
PS Helden II: Hernán Cortés - Fakten und Fiktionen. Vom 17. bis zum 20. JahrhundertSoSe 2005 PS Mann im Spiegel: Les Confessions von Jean-Jacques Rousseau;
PS „Das kommt mir spanisch vor“ – spanisches Deutschlandbild und deutsches Spanienbild im 20. Jahrhundert (Seminar für Studierende der Hispanistik/Lateinamerikanistik und Europastudien)WS 2005/06 Einführung Hispanistik/Lateinamerikanistik;
PS Miguel de Cervantes: Novelas ejemplaresWS 2006/07 Seminar: Begegnungen, in Szene gesetzt: Entdeckung und Eroberung Amerikas im Film SoSe 2007 PS Versionen und Visionen der conquista im 16. und 17. Jahrhundert
HS Autobiographisches Schreiben jüdisch-lateinamerikanischer Autorinnen im 20. Jahrhundert
HS Von Reisetagebuch zur nueva novela histórica: Cristóbal Colón
V Canon literario: Kolonialzeit
HS (zs. mit einer Brasilianistin): Methoden und Begriffe der Literatur-wissenschaft /Métodos y técnicas de trabajo con textosWS 2007/08 PS Peruanische Literatur des 20. Jahrhunderts: Boom und Post-Boom
HS Mexikanischer Revolutionsroman
Interdisziplinäre RV: (Koordination, Moderation, Lehre, zs. mit einer So-ziologin) Lateinamerika begreifen: Gesellschaft und Geschichte in Begriffen und Methoden
HS Lateinamerika konkret: Methoden und Projekte (interdisziplinär, zs. mit einem Soziologen)SoSe 2008 PS Kolonialtheater in Hispanoamerika im 17./18. Jahrhundert
S/HS „Palabra de América“: Roberto Bolaño (1953-2003)
HS Fernando del Paso, Noticias del Imperio
HS (zs. mit einer Brasilianistin): Begriffe und Methoden der Literatur-wissenschaft
HS Lateinamerika beschreiben: Entwürfe kultureller Identitäten seit der Unabhängigkeit (zs. mit einem Historiker)
C Examenskolloquium für MagisterkandidatenWS 2008/09 Interdisziplinäre RV: (Koordination, Moderation, Lehre, zs. mit einem Soziologen) Kontexte und Begriffe der Lateinamerikaforschung
HS Amerika auf europäischen Bühnen
HS Lateinamerikanische Romantik
HS Stadt und Gewalt in der zeitgenössischen mexikanischen Literatur
C Kolloquium für ExamenskandidatenSoSe 2009 V Hispanoamerikanische Literatur vom Ende der Kolonialzeit bis heute
HS Jorge Luis Borges
HS Techniken und Methoden der Literaturwissenschaft
HS 1609-2009: Die Comentarios Reales des Inca Garcilaso -Relektüren
C Kolloquium für ExamenskandidatenWS 2009/10 V Die Herausbildung kolonialer Kultur in Hispanoamerika
HS Kolonialtheater in Hispanoamerika vom 16.-18. Jahrhundert
HS „Apokalypse auf Raten“?: Literatur der Jahrtausendwende zu México D.F.SS 2010 V Hispanoamerikanische Literatur vom Ende der Kolonialzeit bis Anfang des 20. Jahrhunderts
HS Argentinische Gründungsliteratur
V Einführung in die portugiesische Literaturwissenschaft
HS Stadtliteratur BrasilienWS 2010/11 VL Hispanoamerikanische Literatur des 20. Jahrhundert
S Argentinische Literatur der Gegenwart - eine Bestandsaufnahme
Ü Fernando Pessoa: LyrikSS 2011 S Argentinischer Krimi
VL Portugiesische und brasilianische Literaturgeschichte
VL Spanische und lateinamerikanische Literaturgeschichte (zs. mit H. Stenzel)WS 2011/12 VL Hispanoamerikanische Lyrik des 20. Jahrhunderts
PS Cuento y microrelato latinoamericanos del siglo XX
VL Neuer historischer Roman in Portugal: J. Saramago und A. Lobo Antunes
VL 100 Jahre Mexikanische Revolution
-
Kommentare zu Lehrveranstaltungen
SoSe 15 - "Tupi or not tupi" - der Kannibale als brasilianische Identitätsfigur
Die Veranstaltung widmet sich der Umdeutung des Kannibalen vom durch Europäer (Vespucci, Staden, de Bry) geprägten Stereotyp zur brasilianischen Identitätsfigur im Modernismo der 1920er Jahre und im weiteren Verlauf des 20. Jhs. Unter Rückgriff auf das methodische Konzept der kulturellen Übersetzung werden folgende Werke bearbeitet: die kurzen Manifeste Pau-Brasil und Manifesto Antropófago von Oswald de Andrade, der Roman Macunaíma von Mario de Andrade, schließlich der Spielfilm Como era gostoso o meu francês von Nelson Pereira dos Santos (1971).
SoSe15 - Dialektik der Aufklärung: Carpentiers frühe Romane
Im Mittelpunkt stehen drei Romane des „Vaters“ der kubanischen Literatur: El reino de este mundo (1949), Los pasos perdidos (1953) und El siglo de las luces (1962). Behandelt werden die Themen lateinamerikanische Identität und das „wunderbare Wirkliche“, das Verhältnis von Geschichte und Mythos, europäisch-amerikanische Beziehungen. Ergänzt wird dies durch einen Ausblick auf jüngere und regimekritische(re) kubanische Literatur. Die Lektüre der genannten Primärwerke von Carpentier sollte möglichst sofort begonnen werden.
SoSe15 - La imagen del migrante en literatura y cine
El curso se dedica a la representación del migrante y del proceso de migración entre México/Centroamérica y Estados Unidos en las últimas décadas, desde las primeras obras que dieron visibilidad a la situación del migrante latino en EEUU hasta la actualidad. Distinguimos tres fases o enfoques temáticos: el proceso de integración/adaptación en EEUU, el cruce de la frontera, la situación en el país de origen.
Obras primarias: Sandra Cisneros: The house on Mango Street/La casa en Mango Street. Julia Álvarez: How the García girls lost their accents; Junot Díaz: The brief wondrous life of Oscar Wao/ La breve y maravillosa vida de Oscar Wao.
Películas (haremos una selección de las siguientes): El Norte, Una vida mejor, Los que se quedan, Espiral, Das kurze Leben des José Antonio Gutierrez, La misma luna, Spanglish.
Se recomienda urgentemente empezar con la lectura de las obras primarias (sea en inglés, sea en castellano) cuanto antes.
SoSe 15 - Portugiesische und brasilianische Literaturgeschichte
Die Vorlesung gibt einen Überblick über die portugiesische Literatur seit dem Mittelalter und die brasilianische seit der Entdeckung im Jahr 1500 bis in die Gegenwart. Zur Anschaffung empfohlen: Susanne Zepp, Portugiesisch-brasilianische Literaturwissenschaft. Eine Einführung. Paderborn/München: utb 2014.
WS 13/14 - Translation Leben in Übersetzung mi 8-10
Diese Veranstaltung kann von Masterstudierenden mit dem Schwerpunkt Linguistik auch als Modulteil M-IKLS belegt werden.
Für Masterstudierende mit Schwerpukkt Literatur-/Kulturwissenschaft wird die Veranstaltung von Angeles Balandrano als M-IKLS angeboten.
WS 12/13 - Neuer historischer Roman in Lateinamerika di 14-16 G 119
Der „neue historische Roman“ (S. Menton) in Lateinamerika widmet sich seit einigen Jahrzehnten der kritischen Revision und Dekonstruktion tradierter Geschichtsbilder und offizieller Diskurse zu den „großen Männern“ und den „großen Erzählungen“. Die Veranstaltung befasst sich mit der Darstellung des Kolumbus, des „Entdeckers Amerikas“, in zwei herausragenden, wirkmächtigen Romanen hispanoamerikanischer Autoren: El arpa y la sombra (1979) des Kubaners Alejo Carpentier (1904-1980), und Los perros del paraíso
(1983) des Argentiniers Abel Posse (*1934). Beide Texte hinterfragen im Kontext der 500-Jahrfeier der Entdeckung Leistung und Rolle des Kolumbus und karnevalisieren – im Sinne Bachtins – seine Person.
Diese beiden Texte sind bitte von den TeilnehmerInnen selbst zu besorgen, etwa antiquarisch (sehr gute Preise) bei
http://www.abebooks.de/servlet/SearchResults?sts=t&tn=los+perros+del+para%EDso&x=38&y=14
http://www.abebooks.de/servlet/SearchResults?kn=el+arpa+y+la+sombra&sts=t&x=0&y=0
Zur Einführung und Vorbereitung auf das Seminar dringend empfohlen:
Frauke Gewecke: Christoph Kolumbus. Frankfurt/M.: Suhrkamp 2006.
Winfried Wehle (Hg.): Das Columbus-Projekt. Die Entdeckung Amerikas aus dem Geist des Mittelalters. München: Fink 1995.Theoretische Grundlage:
Seymour Menton: Latin America’s New Historical Novel. Austin: UP 1993.WS 12/13 - V- Formación de la cultura criolla en la época colonial, mi 10-12 Phil II, G119
Die Veranstaltung widmet sich der Herausbildung der criollo-Kultur und damit eines criollo-Selbstbewußtseins in Hispanoamerika in der Zeit vom 16. bis zum frühen 19. Jahrhundert. Spanien hat seine amerikanischen Besitzungen– wie bekannt – anders als Portugal kolonisiert und schon in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts Universitäten und Druckereien eingerichtet, was zu der Schaffung einer lokalen, selbstbewußt werdenden und das Verhältnis zum Mutterland reflektierenden Elite führt.
Wir beginnen mit den ersten chronikalen Texten zur „Neuen“ Welt (Kolumbus, Cortés, López de Gómara, Bernal Díaz del Castillo) und gehen dann über zu literarischen Modellierungen, in denen sich eine eigenständige „cultura criolla“ und ggf. eine kritische Haltung gegenüber Spanien erkennen läßt: in Lyrik (etwa in der „academia antártica“), Theater (C. de Llerena, Espinosa Medrano, Sor Juana) und Epik (Ercilla, Castellanos, Francisco de Terrazas), schließlich in gesellschaftskritischen Texten wie dem Lazarillo de ciegos caminantes (1776) des Carrió de la Vandera oder El Carnero von Rodríguez Freile.
Für die Lehramtsstudierenden:
In der zu diesem Modul gehörenden Interpretationsübung von Dr. Fritz werden Texte aus dieser Veranstaltung näher analysiert.
Textgrundlage:
Zum ersten ein Reader, der von den TeilnehmerInnen der Veranstaltung im Büro bei Frau Diz zu erwerben ist. Zum zweiten: weitere Texte, die über StudIP zur Verfügung gestellt werden.
Sekundärliteratur:
Dringend zur Anschaffung empfehle ich die Literaturgeschichte von Luis Iñigo Madrigal: Historia de la literatura hispanoamericana. Tomo I: Época colonial. Madrid: cátedra 1998.
Darüber hinaus werden Aufsätze aus den von Karl Kohut und Sonia Rose herausgegebenen Bänden zur Formación de la cultura virreinal (Vervuert/Iberoamericana: Reihe teci, 2000ff.) herangezogen.
WS 12/13 - Wiss. Ü Methodische Grundlagen der Literatur- und Kulturwissenschaft, mi 8-10, Phil II, G119
Die Veranstaltung dient dazu, sich mit zentralen Methoden der Literatur- und Kulturwissenschaft vertraut(er) zu machen. Dies geschieht am besten „on the job“, in der Auseinandersetzung mit Primärtexten und deren verschiedenen Deutungsmöglichkeiten sowie theoretischen Grundlagentexten. Genau zu diesem Zwecke haben Literatur- und KulturwissenschaftlerInnen sogen. „Modellanalysen“ vorgelegt, und zwar u.a. zu Kafkas Erzählung „Das Urteil“ (Stuttgart: Reclam 2002, Hgg. O. Jahrhaus, St. Neuhaus) und zu Balzacs „Sarrasine“ (Stuttgart: Reclam 2011, Hgg. E. Richter et al.). Die beiden Primärtexte und die jeweiligen Modellanalysen werden als Diskussions- und Arbeitsgrundlage der Veranstaltung dienen, um nach Möglichkeiten, Erkenntnisinteresse und Grenzen bestimmter Methoden in der Literatur- und Kulturwissenschaft zu fragen.
Textgrundlage: Die TeilnehmerInnen werden gebeten, sich die genannten Titel zu besorgen. Weitere Texte werden über StudIP zur Verfügung gestellt.
SS 12 - S Roberto Bolaño: Historia de la literatura nazi und andere Werke, Mi. 8-10
Der Chilene Roberto Bolaño (1953-2003) ist derzeit einer der meistdiskutierten und höchstgelobten Schrifsteller Hispanoamerikas. Davon zeugt z.B. die international intensive Diskussion und Rezeption seines posthum erschienenen Monumentalromans 2666, aber auch etwa der Umstand, dass er namens- und stilbildend für die Schrifsteller seiner Generation wirkt (die nach ihm als „generación Bolaño“ benannt wird, vgl. Rössner, Lateinamerikanische Literaturgeschichte 2004).
Das Seminar geht dem Prosawerk Bolaños an ausgewählten Beispielen nach und fragt zum einen nach der literarischen Tradition und Vorbildern, auf die Bolaño Bezug nimmt, allen voran Jorge Luis Borges (etwa die Historia universal de la infamia für die Historia de la literatura nazi und der cuento „Sur“ für „El gaucho insufrible“) und die mexikanische Avantgarde der Estridentistas für die Detectives salvajes. Zum anderen stehen gattungsspezifische und poetologische Fragestellungen zum cuento bei Bolaño auf dem Programm. Ziel der Veranstaltung ist es zu eruieren, was Bolaños Werk diesen herausragenden Stellenwert verleiht.
Lektüreprogramm (es wird dringend empfohlen, möglichst bald mit der Vorbereitung anzufangen):
Robert Bolaño: Historia de la literatura nazi en América (1996). Los detectives salvajes (1998).
Die beiden vorgenannten Texte sind in mehreren Ausgaben verfügbar, bitte selbst besorgen.
Kurzgeschichten aus den Sammlungen Llamadas telefónicas (1997) und El gaucho insufrible (2003) sowie weiteres Material werden auf StudIP zur Verfügung gestellt.
Zum Einstieg sei schließlich ein kurzer Kommentar des peruanischen Literaturwissenschaftlers José Miguel Oviedo über die Historia nazi empfohlen, leicht zu finden unter http://www.letraslibres.com/revista/libros/la-literatura-nazi-en-america-de-roberto-bolano.
SS 12 - V Geschichte der portugiesischen und brasilianischen Literatur, Do. 10-12
Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Geschichte der portugiesischen Literatur seit dem Mittelalter, den Cantigas in galizisch-portugiesischer Sprache, bis in die Gegenwart sowie in Ausschnitten über die brasilianische Literatur seit dem sogenannten „Taufschein“ Brasiliens durch Vaz de Caminha 1500.
Zur vorbereitenden Lektüre und zur Anschaffung wird empfohlen: Siepmann, Helmut. Kleine Geschichte der portugiesischen Literatur. München: Beck 2003.
SS 12 - S Berichte von Katastrophen und Untergang: Die Historia trágico-marítima des Bernardo Gomes de Brito, Mi 10-12
„Der Schiffbruch, als überstandener betrachtet, ist die Figur einer philosphischen Ausgangserfahrung“, so treffend Hans Blumenberg in seinen Überlegungen Schiffbruch mit Zuschauer (1979) zur auffälligen Neigung des Menschen als Landwesen, für Metaphern des Daseins vor allem auf die Seefahrt, Schiffahrt und Schiffbruch zurückzugreifen.
Das Seminar befasst sich mit einem klassischen Text der portugiesischen Literatur des 18. Jahrhunderts, der Historia trágico-marítim (1735/36), zusammengestellt durch Bernardo Gomes de Brito, in der es um Schiffbrüche portugiesischer Reisender im Zeitalter der europäischen Expansion geht. Neben philosophischen Betrachtungen über den Sinn des Lebens beinhalten diese „Naufrágios“ auch Berichte über Kulturkontakte und –Zusammenstöße sowie über Scheitern oder auch Verherrlichung des imperialen Unternehmens der Portugiesen.
Zur Einführung: Hans Blumenberg, Schiffbruch mit Zuschauer. Frankfurt 1997, EA 1979: bibliothek suhrkamp.
Die TeilnehmerInnen werden gebeten, sich den Text der História trágico-marítima (antiquarisch, Portugies. oder Dt.) selbst zu besorgen.
SS 12 - S Cono Sur: Aufarbeitung von Diktatur in der Literatur, Di 14-16
Die Militärdiktaturen in Chile (1973-1989), Uruguay (1973-1984) und Argentinien (1976-1983) stellen einen blutigen Höhepunkt an Gewalt gegen Angehörige des eigenen Staates in der lateinamerikanischen Geschichte des 20. Jahrhunderts dar. Bei Praktiken wie Folterungen und Verschwindenlassen von Andersdenkenden sowie dem Rauben von in der Gefangenschaft geborenen Kindern handelt es sich um gravierende Menschenrechtsverstöße, die in der Zeit der Transición von den demokratischen Regierungen unterschiedlich streng verfolgt und geahndet worden sind.
Das Seminar befasst sich mit Werken aus Prosa, Dramatik und Lyrik von Autoren des Cono Sur, die auf das Trauma der Greueltaten der Diktaturen mit sprachlichen Mitteln reagieren und damit dem Ver-Schweigen ein Sprechen gegenüberstellen, anklagen und Gerechtigkeit oder auch Bestrafung oft in dem Moment in der Fiktion geschehen lassen, wenn eine juristische Aufarbeitung in der Lebenswelt nicht absehbar ist.
Thematische Konstanten (Täter-Opfer-Wieder-Begegnung und Möglichkeiten der convivencia, Bestrafung, Schicksal der geraubten Kinder und ihre Identität, Schmerz) und Spezifika der einzelnen Gattungen sollen herausgearbeitet werden.
Lektüreprogramm:
Romane: Elsa Osorio: A veinte años, Luz (1998). Roberto Bolaño: Nocturno de Chile (2000). Carlos Franz: El desierto (2005).Theater: Ariel Dorfman: La muerte y la doncella (1991). Carlos Salem: El torturador arrepentido (2011).
Lyrik: Juan Gelman: Valer la pena (2001). Raúl Zurita: INRI (2006).
Die Romane und Theaterstücke werden zur Anschaffung empfohlen (Dorfman bei Reclam, Ausgabe für den Unterricht).
Zur Orientierung empfohlen: R. Spiller, „Cono Sur: Terror und seine Verarbeitung in der Literatur“, in: M. Rössner, Lateinamerikanische Literaturgeschichte. Stuttgart: Metzler 1995, 466-481.