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Neue Empfangsanlage für Wettersatelliten in Betrieb genommen

Die Kommunikation mit Satelliten ist eine der Schlüsseldisziplinen der kommerziellen und wissenschaftlichen Raumfahrt. Damit Studierende in diesem Feld erste Erfahrungen sammeln können, haben wir uns entschieden (auch dank Förderung durch QSL-Mittel), eine Empfangsstation für Wettersatelliten zu beschaffen, die es ermöglicht, Daten der drei noch aktiven NOAA-Wettersatelliten zu empfangen. NOAA steht für National Oceanic und Atmospheric Administration, einer dem Handelsministerium der Vereinigten Staaten unterstellten Behörde. Die noch drei aktiven NOAA-Satelliten (NOAA 15, 18 und 19) befinden sich auf einer polaren Umlaufbahn in etwa 850 km Höhe. Für einen vollständigen Umlauf wird eine Zeitspanne von etwa 100 Minuten benötigt. Sie sind mehrmals am Tag für etwa 10 Minuten mit einer geeigneten Antenne zu empfangen. Die Satelliten senden in einem Frequenzbereich von 137 MHz. Als Sendeprotokoll wird das APT-Format (Automatic Picture Transmission, eine Art Fax-Protokoll) verwendet. Im Idealfall liefert ein Überflug ein Bild mit einer Breite von etwa 3000 km und einer Länge von etwa 6000 km, die Bildauflösung beträgt etwa 4 km/Pixel. Den aktuellen Status der Satelliten findet man auf der POES Opertational Status Webseite.

  

Das untere Bild zeigt das erste empfangene Bild vom 18.August 2022, etwa 13:30 Ortszeit (Gießen). Zu erkennen sind im unteren Bildfeld Spanien und Portugal sowie die Verbindung nach Afrika über die Straße von Gibraltar. In der Zukunft soll der Empfang automatisiert werden, zudem ist geplant, dass Studierende eigene Empfangssysteme bauen und testen können, das kommerzielle System kann dann als Benchmark verwendet werden.

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GIESEPP-MP Review-Meeting in Madrid

Im Rahmen des EU-Projekts GIESEPP-MP haben Angehörige der AG Ionentriebwerke am 26./27. Juli an einem Review-Meeting beim Projektpartner CRISA in Tres Cantos bei Madrid teilgenommen. Computadoras, Redes e Ingeniería, S.A. (CRISA) ist ein führendes spanisches Unternehmen für die Entwicklung und Herstellung von Raumfahrtelektronik.

Seit seiner Gründung im Jahr 1985 ist Crisa im Bereich der weltraumtauglichen Elektronik tätig und hat erfolgreich an mehr als 400 Weltraummissionen teilgenommen. Crisa hat bei den meisten wissenschaftlichen und Erdbeobachtungsmissionen der ESA eine wichtige Rolle gespielt, indem es Nutzlastprozessoren sowie Hardware- und Software-Controller entwickelt hat: Datenverarbeitungseinheiten, Steuereinheiten, Stromversorgungs- und Verteilungseinheiten. Weitere Aktivitäten im Raumfahrtsegment umfassen Avionik für Satelliten, Trägerraketen und Raumfahrzeuge sowie Bodensegmente für zivile und militärische Anwendungen. 

Daneben wurde dem Projektpartner ATD aus dem EU-Projekt NEMESIS ein Besuch abgestattet und die Anlagen für die Herstellung des Elektrids C12A7:2e-, welches ein hohes Anwendungspotential als Insertmaterial bei Neutralisatoren hat, besichtigt. Zudem fands ein Treffen mit dem Spin-Off IENAI SPACE statt, um eine mögliche Zusammenarbeit im Bereich der Mikroantriebe für Kleinsatelliten zu sondieren. 

 

 

 

 

 

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37. International Electric Propulsion Conference (Cambridge, USA, 20.-23. Juni 2022)

Die 37. International Electric Propulsion Conference (IEPC) hat mit einjähriger Verspätung im Zeitraum 20.-23. Juni am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge (USA) stattgefunden. Die IEPC zählt zu den wichtigsten Tagungen im Bereich der elektrischen Raumfahrtantriebe und findet in der Regel alle zwei Jahre statt. Mehr als 500 Abstracts wurden von verschiedenen Forschungseinrichtungen und Raumfahrtunternehmen eingereicht. Die Gießener AG Ionentriebwerke war mit einem 7-köpfigen Team, darunter fünf Doktoranden und Doktorandinnen angereist. Alle Teilnehmer haben wissenschaftliche Ergebnisse in Form eines Fachvortrags oder eines Posters präsentiert. 

 

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Amelia Earhart Fellowship für Malina Reitemeyer (19. Mai 2022)

Zonta International würdigt die wissenschaftliche Arbeit von Malina Reitemeyer mit dem Amelia Earhart Fellowship.

Zonta International hat die diesjährigen Preisträger des Amelia Earhart Fellowship bekannt gegeben. Groß war die Freude bei Malina Reitemeyer, Doktorandin in der AG Ionentriebwerke am I. Physikalischen Institut: Als eine von nur 30 Frauen weltweit wurde sie ausgezeichnet. Gewürdigt werden herausragende akademische Leistungen in der Forschung auf dem Gebiet der Luft- und Raumfahrttechnik oder der Weltraumwissenschaften. Hier konnte Frau Reitemeyer das Auswahlkomitee mit ihrer Arbeit zur Charakterisierung von Elektrid-Materialien und deren Anwendung in Neutralisatoren für elektrische Triebwerke mit alternativen Treibstoffen überzeugen.

Neutralisatoren sind eine wichtige Komponente elektrischer Raumfahrtantriebe, an denen die Gießener Gruppe unter Prof. Dr. Klar forscht. Elektrische Triebwerke sind hocheffiziente Antriebssysteme für Satelliten, die einen kostengünstigen Betrieb und einzigartige Raumfahrtmissionen ermöglichen. Die Neutralisationseinheit erzeugt hierfür Elektronen, die eine elektrische Aufladung des Satelliten verhindern. Dafür werden hochfunktionale Materialien benötigt. Die Forschung von Frau Reitemeyer konzentriert sich auf ein neuartiges Material, genannt Elektrid, für die Anwendung in solchen Neutralisatoren. Elektride versprechen niedrigere Betriebstemperaturen und Kompatibilität mit neuen Treibstoffen. Dies würde zu einem höheren Wirkungsgrad und einer längeren Lebensdauer des gesamten Satelliten führen. Durch das Stipendium unterstützt Zonta International die weitere wissenschaftliche Arbeit von Frau Reitemeyer auf diesem Gebiet.

Das Amelia-Earhart-Stipendium wurde 1938 von Zonta International zu Ehren der berühmten Pilotin Amelia Earhart gestiftet. Heute sind etwa 25 Prozent der Beschäftigten Luft- und Raumfahrtindustrie Frauen. Um aufstrebenden Wissenschaftlerinnen einen guten Einstieg in dieses Feld zu ermöglichen und gleichberechtigt an Entscheidungen teilhaben zu lassen, ehrt Zonta herausragende Doktorandinnen auf diesem Gebiet mit dem Amelia Earhart Fellowship. Das mit $10.000 dotierte Stipendium wird jährlich an bis zu 30 Frauen auf der ganzen Welt vergeben, die einen Doktortitel in Luft- und Raumfahrttechnik oder Weltraumwissenschaften anstreben.

 

Link zur Gießener Allgemeinen

 

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Electric Propulsion Innovation & Competitiveness Workshop (Köln, 4.-8.April 2022)

Elektrische Antriebe werden von den europäischen Akteuren als strategische Technologie zur Verbesserung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit im Weltraum angesehen. Die Europäische Kommission hat im Rahmen des Programms Horizont 2020 das strategische Forschungscluster (SRC) "Electric Propulsion in Space and Station Keeping" ins Leben gerufen. Das Ziel des SRC ist es, Fortschritte bei elektrischen Antrieben in Europa zu ermöglichen. Die Program Support Activity (PSA) EPIC unterstützt die Europäische Kommission bei diesem Vorhaben.

Der EPIC-Workshop 2022 zu den Aktivitäten des SRC H2020 "Space Electric Propulsion" fand vom 4. April bis zum 8. April 2022 auf dem DLR-Gelände in Köln-Porz, Deutschland, im Casino statt. Im Rahmen des Workshops fand eine Vortragsreihe mit relevanten Präsentationen auf dem Gebiet der elektrischen Raumfahrtantriebe statt. Darüber hinaus gab es für Start-ups die Möglichkeit, mit Vertretern aus der Industrie und institutionellen Einrichtungen ins Gespräch zu kommen.

Vorträge über die Aktivitäten der AG der letzten Jahre, insbesondere im Bereich alternativer Treibstoffe sowie Mikro-Antriebe, wurden von Dr. Henning und Dr. Holste gehalten, Prof. Klar hat am Roundtable "Qualification & Testing of Electric Propulsion Systems" teilgenommen. Die THM wurde von Prof. Volkmar mit einem Vortrag über die Aktivitäten rund um die neuen Testanlagen zur Messung der elektromagnetische Verträglichkeit von Ionentriebwerken vertreten.

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Laborbesichtigung

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