Evidenzbasierte Medizin
Evidenzbasierte Medizin - jedes Wintersemester - Statistische Fragen und Probleme
Zielgruppe Studenten ab dem 2. klinischen Semester, nach Teilnahme am Fach Q1!

Herr Dr. Pons-Kühnemann
Vorbesprechung im nächsten WS:
Bei Interesse bitte E-Mail an Institut für Medizinische Informatik
(arbeitsgruppe.statistik)
Termin der Blockveranstaltung:
Vorgesehen immer im Wintersemester, Zeit und Ort werden noch bekannt gegeben.
Anmeldung: StudIP
Dozenten: Herr Dr. J. Pons-Kühnemann, Frau Dr. A. Windhorst, Herr Dr. D. Leufkens
Studenten ab dem 2. klinischen Semester nach Teilnahme an Q1 „Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Medizinische Informatik“
Bei Interesse bitte E-Mail an Institut für Medizinische Informatik
(arbeitsgruppe.statistik@informatik.med.uni-giessen.de)
Durchführung:
Als Blockkurs vorgesehen immer für das Wintersemester.
Zeit bzw. Umsetzung wird festgelegt, sobald der Bedarf bekannt ist und die Umsetzung feststeht.
Der Kurs kommt zustande bei min. 5 Teilnehmern (sonst Teilnahme im folgenden Wintersemester möglich).
Ein Kurstag ist in der Regel aufgeteilt auf den theoretischen Teil (vormittags) und praktische Umsetzung des erlernten (nachmittags)
Das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin definiert EBM wie folgt˛ gEBM ist der gewissenhafte, ausdrückliche und vernünftige Gebrauch der gegenwärtig besten externen, wissenschaftlichen Evidenz für Entscheidungenin der medizinischen Versorgung individueller Patienten.
Die Praxis der EBM bedeutet die Integration individueller klinischer Expertise mit der bestmöglichen externen Evidenz aus systematischer Forschung.v Unter bester verfügbarer externer Evidenz wird klinisch relevante Forschung, oft medizinische Grundlagenforschung,
aber insbesondere patientenorientierte Forschung zur Genauigkeit diagnostischer Verfahren (einschließlich der körperlichen Untersuchung), zur Aussagekraft prognostischer Faktoren und zur Wirksamkeit und Sicherheit therapeutischer, rehabilitativer und präventiver
Maßnahmen verstanden. Externe klinische Evidenz führt zur Neubewertung bisher akzeptierter diagnostischer Tests oder therapeutischer Verfahren und ersetzt sie durch solche, die wirksamer, genauer, effektiver und sicherer sind.
Damit nehmen klinische Studien bei der externen Evidenz einen ganz bedeutenden Platz ein. Der praktizierende Mediziner muss in der Lage sein, die entsprechende wissenschaftliche Literatur auch kritisch lesen zu können. Dazu ist es neben dem medizinischen Fachwissen
notwendig, dass der Leser die Grundzüge der medizinischen Statistik kennt und damit die mit Hilfe der Statistik gezogenen Schlüsse nachvollziehen und bewerten kann.
Ziel des Wahlfachs:
Anhand praktischer Beispiele sollen die Methoden der EbM erlernt und anhand eigener Projektarbeiten vertieft werden. Die Studierenden sollen danach in der Lage sein, die bei der Anwendung und Interpretation ergebenden Probleme
(Pitfalls) zu diskutieren. Aufbauend auf den bekannten Methoden der deskriptiven und schließenden Statistik werden dann die Grundlagen
und Probleme der Metaanalyse erarbeitet
Was ist nicht Ziel dieses Wahlfachs:
Es sollen keine speziellen statistischen Verfahren vorgestellt werden, sondern nur das notwendige Grundverständnis erarbeitet werden, um die für die medizinische Fragestellung interessanten Artikel bezüglich ihrer Relevanz
bewerten zu können. Dazu ist es nicht unbedingt notwendig, dass man komplizierte statistische Methoden / Verfahren nachvollziehen kann.
Prüfung / Leistungsnachweis:
Mindestens 80%ige Teilnahme und Prüfung/Leistungsnachweis durch eine praktische Datenauswertung und deren Dokumentation
Termin der Blockveranstaltung:
Vorgesehen immer im Wintersemester
Anmeldung und Details: StudIP - wird frei geschaltet, sobald ein Termin festgelegt ist - daher bitte bei Interesse, erst eine E-Mail an arbeitsgruppe.statistik@informatik.med.uni-giessen.de
Dozenten: Herr Dr. Jörn Pons-Kühnemann