Gießener Offensive Berufliche Lehrerbildung (GOBeL)
Gießener Offensive Berufliche Lehrerbildung (GOBeL)
Das Projekt reagierte auf den akuten Lehrkräftemangel in den beruflichen Fachrichtungen Metalltechnik und Elektrotechnik. Es war als ein Entwicklungsprojekt zur Steigerung der Quote der Absolventinnen und Absolventen sowie der Professionalisierung in den zuvor genannten Bereichen konzipiert. Das Projekt wurde gefördert im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung des BMBF und erfolgte in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM), der zweiten und dritten Phase der Lehrkräftebildung, insbesondere mit dem Europa-Studienseminar für berufliche Schulen Gießen.
Ziele
Inhaltlich ging es um die regionale Vernetzung zwischen beruflichen Schulen und Hochschulen, die Professionalisierung der Ausbildungsphasen und die breitere Anerkennung von Vorerfahrungen, z. B. in Form einer beruflichen Ausbildung, sowie einer Steigerung der Quote der Absolventinnen und Absolventen der beruflichen Lehrkräftebildung mit den Schwerpunkten Metall- und Elektrotechnik.
Laufzeit
- Förderphase 01.01.2020 – 31.12.2023
Weitere Informationen
Hintergrund
Innerhalb der beruflichen Fachrichtungen Metall- und Elektrotechnik (MET-EL) ist ein Mangel an qualifizierten Lehrkräften offensichtlich und verschärft sich zunehmend weiter an den gewerblich-technisch orientierten Berufsschulen (vgl. Tettenborn 2015). Das hessische Kultusministerium formuliert es folgendermaßen: „Insgesamt entscheiden sich zu wenige Lehramtsstudierende für das Lehramt an beruflichen Schulen. […] Besonders gute Einstellungschancen bestehen in den Fachrichtungen Elektrotechnik, Metalltechnik […]. Elektrotechnik und Metalltechnik, sind zudem für den Quereinstieg ins Referendariat geöffnet […]“ (HKM 2019).
Mit Hilfe mehrerer Bereichsfelder thematisierte das Projekt GOBeL den Lehrkräftemangel innerhalb der beruflichen Fachrichtungen Metall- und Elektrotechnik. Es wurde der Versuch unternommen, Perspektiven zu liefern und mögliche Maßnahmen aufzuzeigen, um im Hinblick auf eine fortlaufende Professionalisierung der Lehrkräfte Lösungsansätze zu skizzieren.
Akteure
Ergebnisse
Das Projekt strebte eine stetige Professionalisierung der Studierenden an, insbesondere im fachdidaktischen Bereich. Damit einhergehend sollte auch eine Steigerung der Quote der Absolventinnen und Absolventen der beruflichen Lehrkräftebildung mit den Schwerpunkten Metall- und Elektrotechnik erreicht werden. Die Mitarbeiter des Projektes fokussierten sich auf die vier Bereiche:
- „Begleitforschung Doppelter Praxistransfer“,
- „Adaptive Studieneingangsphase“,
- „Entwicklung Fachdidaktik MET-EL“,
- „Studiengangsmodell Quereinstieg“
Die verschiedenen Einzelvorhaben zielten einerseits auf eine Herabsetzung des Drop-outs bei den Studiengängen in der beruflichen Lehrkräftebildung sowie die Erhöhung der Quote der Absolventinnen und Absolventen. Andererseits ging es um die Erarbeitung fachdidaktischer Konzeptionen für die beruflichen Fachrichtungen Metalltechnik und Elektrotechnik. Gleichwohl wurden Quereinstiegsmodelle konzipiert und umgesetzt, um dem Lehrkräftemangel in diesen Berufsfeldern entgegenzuwirken. Allen Maßnahmen lag das Verständnis eines doppelten Praxistransfers zugrunde.