Zur Person von Wilhelm Conrad Röntgen
Der nachstehende Text orientiert sich weitgehend an der Publikation
"Bedeutende Persönlichkeiten an der Universität Giessen", S. 12
Wilhelm Conrad Röntgen war von 1879 bis 1888 ordentlicher Professor der Physik an der Universität Gießen. Später lehrte er als Professor an den Universitäten in Würzburg und München. Für die Entdeckung der nach ihm benannten Röntgenstrahlen im Physikalischen Institut der Universität Würzburg am 8. November 1895 erhielt er 1901 als Erster den Nobelpreis für Physik. Röntgen selbst nannte seine Entdeckung „x-Strahlen“, so werden sie heute noch im Englischen als „x-rays“ bezeichnet.
Während seiner Zeit in Gießen bewirkte Röntgen den Umzug des Physikalischen Instituts von der Frankfurter Straße in das neue Universitätshauptgebäude. Er veröffentlichte in dieser Zeit etwa zwanzig wissenschaftliche Aufsätze, darunter Arbeiten zum „Röntgenton“, in denen er zeigte, dass Gase Wärmestrahlen absorbieren, und die Arbeiten zum Nachweis des Magnetfeldes, das von einem Verschiebungsstrom erzeugt wird („Röntgenstrom“).
Wilhelm Conrad Röntgen fühlte sich der Stadt Gießen in besonderer Weise verbunden. Auf eigenen Wunsch wurde er auf dem Alten Friedhof in Gießen beigesetzt, wo sich auch heute noch seine Grabstätte befindet.