Inhaltspezifische Aktionen

Hochschulrat

Hochschulrat

Der Hochschulrat begleitet die JLU in ihrer Entwicklung, artikuliert die Erwartungen der Berufswelt an die Hochschule und fördert die Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse und künstlerischer Leistungen. Grundlage für die Arbeit des Hochschulrates ist § 48 Hessisches Hochschulgesetz (HessHG).

Der Hochschulrat besitzt ein Initiativrecht zu grundsätzlichen Angelegenheiten. Empfehlungen gibt das Gremium unter anderem zur Studiengangsplanung, zu Evaluierungsverfahren und Zielvereinbarungen, zur Administration und Mittelverwendung sowie zum Wissens- und Technologietransfer. Die Entwicklungsplanung der Hochschule bedarf der Zustimmung des Hochschulrates.

Stellungnahmen gibt der Hochschulrat zum Entwurf der Grundordnung ab. Er nimmt Stellung zum Rechenschaftsbericht des Präsidiums, zum Budgetplan, zur Einrichtung und Aufhebung von Studiengängen und zur Gliederung der Hochschule in Fachbereiche. Der Hochschulrat ist an Berufungsverfahren und bei der Wahl und Abwahl von Präsidiumsmitgliedern beteiligt.

Dem Hochschulrat der JLU gehören bis zu zehn Mitglieder aus den Bereichen Wirtschaft, berufliche Praxis, Wissenschaft und Kunst an. Die Mitglieder werden vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) in der Regel für vier Jahre bestellt. Sie werden jeweils zur Hälfte vom Präsidium im Benehmen mit dem Senat und vom HMWK im Benehmen mit der Universität benannt und dürfen nicht der jeweiligen Hochschule angehören.

Die Geschäftsordnung des Hochschulrats ist in den Mitteilungen der Universität Gießen (MUG) veröffentlicht. Der Hochschulrat hat sein Selbstverständnis bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben in einer Leitlinie festgelegt.

 

Der Hochschulrat der JLU im November 2022 (v.l.n.r.: Hans Zehnder, Anja Mick-Rademacher (Vertreterin des HMWK als
beratendes Mitglied), Inge von Alvensleben, Ann Kathrin Linsenhoff, Dr. Wolfgang Maaß,
Prof. Dorothea von Mücke Ph.D.,
Prof. Dr. Lothar Zechlin, Marion Gottschalk, Katja Urbatsch;
es fehlen Franziska Hornig, Prof. Dr. Walter Rosenthal)

 

Abschied von langjahrigen Mitgliedern: Im November 2022 verabschiedete der Hochschulrat seine Mitglieder Prof. Dorothea von Mücke Ph.D., Prof. Dr. Lothar Zechlin und Hans Zehnder, die letztmalig an einer Sitzung teilnahmen. Frau Prof. von Mücke gehörte dem Hochschulrat seit November 2006 an, Prof. Zechlin seit März 2008 und Herr Zehnder bereits seit dessen Etablierung 2001. Hochschulrat und Präsidium dankten ihnen herzlich für ihr außerordentliches Engagement, mit dem sie die JLU langjährig in ihrer Entwicklung begleiteten.

Letztmalige Teilnahme langjähriger Mitglieder an der Hochschulratssitzung am 04.11.2022 (v.l.n.r.: Hans Zehnder,
Prof. Dr. Lothar Zechlin, Dr. Wolfgang Maaß, Prof. Dorothea von Mücke,
Prof. Dr. Joybrato Mukherjee)

 

Neue Mitglieder des Hoschulrates: Die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst hat Frau Prof. Dr. Gabriele Rippl, Dr. Jan Keller und Prof. Dr. Ramin Yahyapour ab dem 1. Januar 2023 für die Dauer von vier Jahren als neue Mitglieder des Hochschulrates der JLU bestellt.

Gesetze, Termine, Kontakt


Rechtliche Grundlagen
Hessisches Hochschulgesetz (HessHG)
Geschäftsordnung des Hochschulrates


Sitzungstermine
Termine der zentralen Gremien


Geschäftsstelle

Birgit Althen, KB 4
Ludwigstraße 23
35390 Gießen
Tel. 0641/99-12046
Fax 0641/99-19733
E-Mail: birgit.althen@admin.uni-giessen.de

Mitglieder

Inge von Alvensleben

© JLU-Pressestelle / Rolf K. Wegst

Inge von Alvensleben, geschäftsführende Gesellschafterin der F. A. Wobst GmbH & Co. KG, gehört dem Hochschulrat seit März 2018 auf Vorschlag des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst an.

An ihre Bankausbildung schloss sich ein Studium zur Wirtschaftsübersetzerin für die Sprachen Englisch und Spanisch in Berlin, Santander (Spanien) und Houston (USA) an. Seit 1978 ist Inge von Alvensleben geschäftsführende Gesellschafterin der F. A. Wobst GmbH & Co. KG, die wiederum Mitglied im Gesamtverband Autoteile-Handel e.V. (GVA) und Gesellschafter der CARAT Unternehmensgruppe ist. Unter ihrer Leitung expandierte das Unternehmen durch die Eröffnung eines Zentrallagers sowie weiterer Filialen.

Inge von Alvensleben ist Vollversammlungsmitglied der IHK Gießen, Gründungs- und Vorstandsmitglied des Wirtschaftsclubs Gießen und Mitglied des Wirtschaftsrats Deutschland. Zudem ist sie Gründungsmitglied und Past-Präsidentin des Soroptimist International Club Gießen.

 

Marion Gottschalk

© JLU-Pressestelle / Rolf K. Wegst

Marion Gottschalk, geschäftsführende Gesellschafterin der Ille Papier-Service GmbH, gehört dem Hochschulrat seit März 2018 an. Sie wurde vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst vorgeschlagen.

Nach ihrer Bankausbildung studierte sie an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt Volkswirtschaft und Philosophie. Als Tochter des Gründerehepaars ist Marion Gottschalk seit dem Jahr 2000 in das Unternehmen involviert. Seit 2010 verantwortet sie als Geschäftsführerin die Bereiche Finanzen, Personal und Organisation.

Marion Gottschalk war von 2004 bis 2016 Kuratoriumsmitglied von StudiumPlus der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM), von 2005 bis 2007 zudem Dozentin der THM bei StudiumPlus. 2014/15 war sie Teilnehmerin am Qualitätsnetzwerk Duales Studium des Stifterverbandes. Dem Auswahlgremium der Bund-Länder-Förderinitiative „Innovative Hochschule“ gehörte sie 2016/17 als Mitglied an. Seit 2016 ist sie Mitglied des Vorstandes des CompetenceCenter Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e.V. der THM. Zudem ist sie seit 2012 ehrenamtliche Richterin am Arbeitsgericht Gießen.

 

Franziska Hornig

© Markus Scholz für die Leopoldina

Franziska Hornig, Generalsekretärin der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle (Saale) gehört dem Hochschulrat seit März 2022 auf Vorschlag des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst an.

Franziska Hornig studierteBetriebswirtschaftslehre an der Hochschule Osnabrück sowie an der Ajou Universität in Suwon/Südkorea. An der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaft in Speyer spezialisierte sie sich anschließend im Bereich Wissenschaftsmanagement. Ihre berufliche Laufbahn im Bereich der Projektförderung begann sie 2010 beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Bonn. Im Anschluss baute sie ab 2011 am neu gegründeten Institut für Molekulare Biologie in Mainz das Grants Office auf. 2016 wechselte sie an die Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität, wo sie die Leitung der Forschungsförderung übernahm. Ab 2018 leitete sie die Verwaltung des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung in Mainz. Seit September 2020 ist Franziska Hornig Generalsekretärin der Leopoldina.

Dr. Jan Keller

© Vereinigte Hagel

Dr. Jan Keller, Mitglied des Vorstands der Vereinigten Hagelversicherung VVaG, gehört dem Hochschulrat sei Januar 2023 auf Vorschlag des Präsidiums der JLU an.

Im Anschluss an sein Studium der Mathematik an der JLU war Jan Keller zunächst bei der DB Regio AG und der Lilly Pharma GmbH & Co. KG tätig, bevor er 2005 zur Vereinigten Hagelversicherung VVaG in Gießen wechselte. 2010 promovierte er zum Dr. agr. an der JLU.

Seit 2010 ist Jan Keller Mitglied des Vorstands der Pensionskasse der Vereinigten Hagelversicherung, seit 2013 verantwortet er im Vorstand der Vereinigten Hagelversicherung die Ressorts Finanzen, Risikomanagement und IT.

Ann Kathrin Linsenhoff


© Stefan Lafrentz

Ann Kathrin Linsenhoff, Tierärztin, Stifterin und ehemalige Dressurreiterin, gehört dem Hochschulrat seit März 2022 auf Vorschlag des Präsidiums der JLU an.

Ann Kathrin Linsenhoff studierte Veterinärmedizin an der Universität Gießen und erhielt 1987 die Approbation als Tierärztin. Im Dressurreiten erzielte sie internationale Erfolge, bis sie sich 2007 aus dem aktiven Turniersport zurückzog. 2002 gründete sie die Ann-Kathrin-Linsenhoff-UNICEF-Stiftung unter dem Dach von UNICEF, in dessen Deutschem Komitee sie seit 2006 Mitglied ist, und 2014 die Linsenhoff-Stiftung. Sie wirkt zudem in verschiedenen Gremien der Bereiche Sport, Kultur und Gesellschaft mit. Für ihr soziales Engagement wurde Ann Kathrin Linsenhoff 2011 das Bundesverdienstkreuz am Bande und 2014 der Hessische Verdienstorden verliehen.

 

Dr. Wolfgang Maaß (Vorsitzender)

© JLU-Pressestelle / Rolf K. Wegst

Dr. Wolfgang Maaß hat den Vorsitz des Hochschulrates sei Mai 2021 inne. Er gehört dem Hochschulrat auf Vorschlag des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst seit März 2011 an.

Im Anschluss an das Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften war er an der JLU von 1980 bis 1984 wissenschaftlicher Assistent. Nach seiner Promotion zum Dr. jur. wechselte er zur Deutschen Bank AG, wo er zuletzt als Prokurist in der Zentrale Frankfurt tätig war. Von 1987 bis 2014 war Dr. Maaß Geschäftsführer der Gießener-Anzeiger-Zeitungsgruppe, von 1990 bis 2014 hatte er zusätzlich die Chefredaktion der Zeitungen inne. Weiterhin war er Geschäftsführer der Brühlschen Universitätsdruckerei GmbH & Co KG.

Ehrenamtlich engagierte er sich überregional u. a. von 2001 bis 2014 als Vorsitzender im Verband Hessischer Zeitungsverleger e.V. und im erweiterten Präsidium des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger e.V. Darüber hinaus war er Vorsitzender des Ausschusses für Programm und Technik von Radio/Tele FFH sowie im DIHK-Ausschuss für Kommunikation und Medien.

Regional für die Wirtschaft betätigt sich Dr. Maaß als Ehrenpräsident der Industrie- und Handelskammer Gießen-Friedberg, deren Präsident er von 2002 bis 2014 war, und als Mitglied des Verwaltungsrates der Sparkasse Gießen von 2002 bis 2021. Der Wissenschaft ist er als Ehrenpräsident der Gießener Hochschulgesellschaft, dessen Präsident er von 1999 bis 2011 war, sowie von Anfang an im Beirat des Mathematikums verbunden.

Prof. Dr. Gabriele Rippl

© Universität Bern, Kommunikation & 
Marketing; Foto: Ramon Lehmann

Prof. Dr. Gabriele Rippl, Ordinaria für Literaturen in englischer Sprache der Universität Bern (Schweiz), gehört dem Hochschulrat seit Januar 2023 auf Vorschlag des Präsidiums der JLU an.

Gabriele Rippl schloss ihr Studium der Anglistik/Amerikanistik und Germanistik an den Universitäten Konstanz und Bristol 1989 mit dem Ersten Staatsexamen ab. 1995 promovierte sie in Anglistik/Amerikanistik an der Universität Konstanz, 2002 wurde sie dort habilitiert im Fach Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft. 2003 bis 2005 war Gabriele Rippl ordentliche Professorin für Anglistische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität Göttingen, seit 2005 ist sie Ordinaria für Literaturen in englischer Sprache und Direktorin des Instituts für Englische Sprachen und Literaturen der Universität Bern.

Gabriele Rippl ist Mitglied des AcademiaNet – European Expert Database of Outstanding Female Academics und der Academia Europaea / The Academy of Europe. 2017 war sie Fellow des Internationalen Kollegs Morphomata der Universität Köln und hatte mehrfach internationale Gastprofessuren inne. Sie ist Mitherausgeberin der Handbuchreihe Handbooks of English and American Studies: Text and Theory, der Buchreihe ANGLIA sowie der ANGLIA. Zeitschrift für englische Philologie. Seit 2019 ist Gabriele Rippl Forschungsrätin für anglistische und germanistische Literaturwissenschaft am Schweizerischen Nationalfonds.

Prof. Dr. Walter Rosenthal

© FSU Jena, 2018

Prof. Dr. Walter Rosenthal, Präsident der Friedrich-Schiller-Universität Jena, gehört dem Hochschulrat seit Juli 2019 auf Vorschlag des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst an.

Walter Rosenthal wurde 1954 in Siegen geboren. Er studierte Medizin an der Universität Gießen und am Royal Free Hospital, School of Medicine, in London. 1983 wurde er in Gießen promoviert. Nach Forschungstätigkeiten in Heidelberg, Houston/Texas und Berlin folgte 1990 die Habilitation an der Freien Universität Berlin im Fach Pharmakologie. Als Heisenberg-Stipendiat und Visiting forschte Rosenthal anschließend am Baylor-College of Medicine in Houston (Texas). Von 1993 bis 1998 war er Professor für Pharmakologie und Toxikologie an der Universität Gießen. 1996 wurde er Direktor des Leibniz-Instituts für Molekulare Pharmakologie in Berlin. Von 1998 bis 2003 hatte er eine Professur an der Freien Universität Berlin und danach eine Professur an der Charité Berlin inne. Im Januar 2009 wechselte er als Vorsitzender des Stiftungsvorstandes und Wissenschaftlicher Vorstand an das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin-Buch, eine Einrichtung der Helmholtz-Gemeinschaft.

Seit Oktober 2014 ist Walter Rosenthal Präsident der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Er ist Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt.

Katja Urbatsch

© ArbeiterKind.de

Katja Urbatsch, Gründerin und hautptamtliche Geschäftsführerin der gemeinnützigen Organisation ArbeiterKind.de, gehört dem Hochschulrat seit September 2021 auf Vorschlag des Präsidiums der JLU an.

Nach dem Studium der Nordamerikastudien, Betriebswirtschaftslehre und Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Freien Universität Berlin und der Boston University war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am International Graduate Center for the Study of Culture an der JLU tätig. Hier gründete sie 2008 - zunächst ehrenamtlich - die Organisation ArbeiterKind.de, die mehrfach ausgezeichnet wurde. Für ihre Arbeit und ihr Engagement für Studierende der ersten Generation erhielt Katja Urbatsch 2018 das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Zudem wurde sie als Ashoka Fellow bereits 2009 in ein weltweites Netzwerk von Social Entrepreneurs aufgenommen. Sie setzt sich darüber hinaus als Mtglied des Executive Committee des European Access Network (EAN) für einen breiten Zugang zu Bildung und Studium ein. Als Ehrensenatorin der JLU wurde sie 2018 ausgezeichnet.

Prof. Dr. Ramin Yahyapour

© Ramin Yahyapour

Prof. Dr. Ramin Yahyapour, Professor für  E-Science/Praktische Informatik der Georg-August-Universität Göttingen und Geschäftsführer der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (GWDG), gehört dem Hochschulrat seit Januar 2023 auf Vorschlag des Präsidiums desr JLU an.

Ramin Yahyapour studierte Elektrotechnik und Informationstechnik an der TU Dortmund, wo er 2002 promoviert wurde. Nach Forschungstätigkeiten in Dortmund, Pisa und Chicago übernahm er 2007 die Leitung des ITMC/Rechenzentrum der TU Dortmund und war dort ab 2009 Professor für Angewandte Informatik. 2011 wurde er auf die Professur für Praktische Informatik der Georg-August-Universität Göttingen berufen und übernahm zeitgleich die Geschäftsführung der dortigen GWDG, dem gemeinsamen IT-Kompetenz- und Rechenzentrum von Universität und Max-Planck-Gesellschaft.

Seit 2014 ist Ramin Yahyapour Chief Information Officer der Universitätsmedizin und Universität Göttingen. Er ist Mitgründer und Sprecher des Vorstands des Campus Institut Data Science an der Universität Göttingen und war bzw. ist an zahlreichen nationalen wie internationalen Forschungsprojekten, teilweise in Leitungsposition, beteiligt. Er ist Mitglied im Rat für Informationsinfrastrukturen und langjährig in verschiedenen Gremien der DFG tätig.