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Alumni erleben das HRZ – Mehr als fünf Jahrzehnte IT-Services an der JLU

Eine Gruppe von Ehemaligen der JLU besichtigte am 03. März das Hochschulrechenzentrum (HRZ), das im vorigen Jahr sein 50‑jähriges Jubiläum gefeiert hatte. Prof. Dr. Eberhard Kurz – seit 2023 Leiter des HRZ – hatte sich eigens die Zeit genommen, der Gruppe die Arbeit des HRZ vorzustellen.

Personen sitzen um einen Konferenztisch. Ein Mann hält im Stehen eine Präsentation.
Foto: JLU / Silke Bromann

Ein rasanter Wandel hat die Informationstechnologie in den vergangenen Jahrzehnten geprägt. Professor Kurz zeigte das in einer anschaulichen Präsentation: In den 1960er Jahren startete die Datenverarbeitung mit einem Zuse‑Z23‑Großrechner im Zeughaus. Mit dem Umzug ins Strahlenzentrum wurde in den 1970er Jahren eine neue Großrechenanlage beschafft. Der Bezug des Gebäudes auf dem Campus Naturwissenschaften am Seltersberg erfolgte 1979. Einige Alumni erinnerten sich noch gut an diese Zeit.

Ausgehend von zentralen Großrechenanlagen entwickelte sich die IT rasant hin zu dezentralen PC‑Arbeitsplätzen und neuen Anforderungen der Digitalisierung. Das JLU‑eigene KI‑Tool, das Studierende und Mitarbeitende sicher und DSGVO‑konform nutzen können, macht die JLU zu einem der Vorreiter in Deutschland.

Besonders interessant fanden die Teilnehmenden die Ausführungen von Herrn Kurz zur IT‑Strategie der JLU. In Zeiten knapper finanzieller Mittel und rückläufiger Studierendenzahlen – Hochschulen in Wettbewerb um Studierende – sieht Kurz es als Aufgabe an, die Wettbewerbsfähigkeit der Hochschule durch Informationstechnologie und Services zu steigern. Trotz des Wettbewerbs agiert die JLU zunehmend kooperativ mit anderen Hochschulen.

Glasvitrine mit älteren Computern und Telekommunikationsgeräten
Foto: JLU / Silke Bromann
Dem Vortrag folgte eine Führung durch die Räumlichkeiten des HRZ. Eine Ausstellung im Service‑Bereich verdeutlichte noch einmal die bemerkenswerte Entwicklung in der Informationstechnologie. Viele Teilnehmende erinnerten sich noch an den Service‑Bereich aus ihrer Studienzeit. Was Enduser normalerweise nicht sehen können, sind die Serverräume, in denen die IT und Netzwerke „bei der Arbeit“ beobachtet werden konnten. Die Geräuschentwicklung und Wärme – die durch leistungsfähige Kühlsysteme abtransportiert werden – verdeutlichten die energieintensive Leistung.

Nach der Führung trafen sich Referent und Teilnehmende im Faculty Club der JLU zu einem intensiven Austausch über die Thematik.