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Gastvortrag "Das Frankfurter Hessendenkmal. Hybrides Kriegerehrenmal zwischen Spätabsolutismus und Revolution" (08.11.2018)

Das heute noch bestehende Hessendenkmal in Frankfurt a. M. wurde 1793 vor dem ehemaligen Friedberger Tor errichtet. Es gehört hinsichtlich seiner historischen Entstehungsumstände und seiner außergewöhnlichen Gestaltung zu den bemerkenswerten – und bisher in der Forschung noch kaum beachteten – öffentlichen Denkmälern der Schwel­lenzeit zwischen dem aufgeklärten Spätabsolutismus und der Französischer Revolution. Das Kriegerehrenmal wurde aus Anlass der Befreiung der Reichsstadt von den französischen Besatzungstruppen am 2. Dezember 1792 von König Friedrich Wilhelm II. von Preußen gestiftet – eine Stiftung, die von Landgraf Wilhelm IX. von Hessen-Kassel wesentlich mitgetragen wurde.

 

Im Rahmen des Vortrags wird versucht aufzuzeigen, dass das Hessendenkmal nicht nur als Produkt einer sich selbst aussprechenden und bildhaften „Revolutionsarchitektur“ zu verstehen ist, sondern auch als konsequente Weiterentwicklung einer auf Humanismus und Barock zurückgehenden Tradition allegorischer Tugenddarstellung. Durch bisher in der Forschung unbeachtet gebliebene Medaillen und Jetons, die im Umfeld der Denkmalstiftung ausgegeben wurden, wird zudem die mediale Vermittlung und breitere Rezeption des Hessendenkmals greifbar.

 

Auch wird das Hessendenkmal mit einer weiteren, vorausgehenden Denkmalsetzung Wilhelms IX. in Verbindung gebracht: der 1791 auf der Berger Warte errichteten Leopoldsäule. Dadurch wird ersichtlich, dass das Hessendenkmal einen kunstpolitischen Baustein innerhalb einer umfassenderen Denkmalpolitik des Landgrafen darstellte, die auf die Erlangung der Kurwürde für das Haus Hessen-Kassel abzielte.