JLU-Studierende mit drei „Holzmedaillen“ bei der DHM Leichtathletik (Halle) in Erfurt
JLU-Leichtathleten erleben Wechselbad der Gefühle bei Hallenmeisterschaften
Acht Athletinnen und Athleten vertraten die Justus-Liebig-Universität Mitte Februar bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften der Leichtathletik (Halle) in Erfurt – und erlebten ein Wechselbad der Gefühle. Den gesamten Tag über erlebten die JLU-Teilnehmende die tolle Atmosphäre in der Erfurter Hartmut-Gauder-Halle. Viele Zuschauer, eine professionelle Organisation und der Austausch mit Studierenden aus ganz Deutschland sorgten für einen stimmungsvollen Mix, den es so bei Wettkämpfen selten zu erleben gibt. Die sportliche Bilanz aus JLU-Sicht: Gleich drei vierte Plätze, einige persönliche Bestleistungen aber auch ein paar enttäuschte Gesichter.
Mit Marie Kohrmann und Stephanie Kleiber nahmen gleich zwei Gießener Starterinnen die 60 Meter Hürden bei den Frauen in Angriff. Marie war bereits am Mittag über 60 Meter flach am Start und zeigte hier in 8,37 Sekunden ein gutes Rennen – nur knapp über ihrer persönlichen Bestzeit. Diese konnte sie über die Hürden jedoch diesmal nicht angreifen. 9,92 Sekunden reichten immerhin für den Einzug ins B-Finale, wo sich die Tiermedizin-Studentin noch auf 9,84 Sekunden steigern konnte und 14. wurde. Besser lief es bei Stephanie Kleiber, die dank 8,78 Sekunden im Vorlauf das Ticket fürs A-Finale buchte. Mit einer Verbesserung auf 8,71 Sekunden kämpfte sie sich im Hürdenwald auf Rang vier vor. Ein starkes Ergebnis, wenn auch knapp hinter dem Podest.
Und es sollte nicht die einzige Gießener „Holzmedaille“ an diesem Tag bleiben. Denn mit vierten Plätzen über 60 Meter Hürden und im Weitsprung sammelte Geografie-Student Lennart Wehrum gleich deren zwei. Natürlich auch bei ihm etwas undankbar, so knapp am Podium vorbeizuschrammen. Mit einer neuen Bestleistung über die Hürden (8,84 s) und einer Absprung-Verbesserung im Weitsprung, die ihn bis auf 6,36 Meter katapultierte, konnte Lennart trotzdem sehr positiv gestimmt die Heimreise antreten. Einziges Manko: Gleich vier übergetretene Sprünge im Weitsprung – da erging es ihm nicht anders als den übrigen Gießener Sportlerinnen und Sportler.
Denn Kathrin Sigel, Gina-Marie Schmidt, Annabelle Will und Lara Elise Schmidt sammelten in jeweils drei Versuchen im Weit- und Dreisprung insgesamt sieben ungültige Sprünge. Zu wenig Präzision am Brett, um am Ende in den Kampf um die Topplätze eingreifen zu können. Trotzdem erreichte Gina in der riesigen Weitsprung-Konkurrenz mit 5,15 Meter einen achtbaren elften Platz. Knapp vor Kathrin, die mit 5,03 Meter Zwölfte wurde. Annabelle verpasste dagegen die angepeilte Fünf-Meter-Marke und beendete den Wettkampf mit 4,76 Meter auf Rang 18.
Auch im Dreisprung musste sich Lara gegen eine starke nationale Konkurrenz behaupten. Mit 10,90 Meter kam sie zumindest in die Nähe ihrer persönlichen Bestleistung, haderte allerdings etwas mit den anschließenden beiden ungültigen Versuchen, die sie technisch deutlich besser erwischt hatte. Somit wurde es Rang 14 für die JLU-Studentin.
Ihre Schwester Gina startete zudem noch im Hochsprung, wo deutlich weniger Teilnehmerinnen gemeldet waren. Die ersten beiden Höhen meisterte die Medizinerin souverän, die angepeilten 1,60 Meter waren an diesem Tag dann allerdings zu hoch. Rang fünf und 1,55 Meter gingen für sie in die Wertung ein.
Eine Enttäuschung erlebte zum Abschluss dann leider die 4x200-Meter-Staffel der Frauen mit Stephanie, Gina, Lara und Kathrin. Nach einer sehr kurzen Vorbereitungszeit im Anschluss an das Hürdenfinale war für das Quartett schon beim ersten Wechsel Endstation. Das Staffelholz landete auf der Bahn und rollte davon – die logische Folge: Disqualifikation. Ein ärgerliches Ende eines ereignisreichen Wettkampftages, dass aber natürlich genauso zum Sport dazugehört.
Für die JLU-Teilnehmende blieb die DHM (Halle) in Erfurt dennoch ein Highlight ihrer Hallensaison.
(Bericht geschrieben von Lennart Wehrum)
Philip Stahl stark über 200 m und 60 m
Die Deutschen Hochschulmeisterschaften waren mein erster Wettkampf über 60m, da ich mich in dieser Hallensaison auf 200m konzentriert habe. Insofern wusste ich nicht was ich erwarten sollte und war deshalb umso glücklicher mit dem Ergebnis. Im Vorlauf blieb ich mit 6,96s nicht nur das erste Mal unter 7 Sekunden, sondern verbesserte meine Bestzeit damit auch um fast ein Zehntel und sicherte mir einen Platz im A-Finale. Dort erwischte ich dann einen nicht ganz so guten Start wie im Vorlauf, blieb jedoch mit 7,01s nochmals unter meiner alten Bestzeit und konnte insgesamt den 7. Platz belegen.
Über 200m rechnete ich mir größere Chancen aus, da ich dort in dieser Saison mit 21,86s bereits eine neue Bestzeit aufgestellt und die Norm für die Deutschen Hallenmeiserschaften erfüllt habe. Jedoch forderten die zwei Läufe über 60m sowie die kurze Pause zu den 200m dann ihren Tribut, sodass mir ein wenig die Kraft fehlte. Am Ende wurde ich daher mit 22,02s in einem starken Feld 9.
Insgesamt war der Wettkampf gut organisiert und ich reiste mit einem guten Gefühl und einer neuen Bestzeit nach Hause, sodass es ein durch und durch erfolgreicher Tag war.
(Bericht geschrieben von Philip Stahl)