Drei 5. Plätze bei den DHM Judo 2024
Die diesjährigen Deutschen Hochschulmeisterschaften im Judo fanden am Wochenende des 7. und 8. Dezembers in Duisburg statt. Wieder machte sich ein Team des Judo-Kurses des AHS Gießen auf die Reise, um um die Titel der Hochschulmeister*innen mitzukämpfen. Da in diesem Jahr auch Athleten von Universitäten aus den Niederlanden, Belgien und Luxemburg zugelassen waren, bestand sogar die Möglichkeit sich mit ausländischen Kämpfern zu messen.
Der Samstag startete früh um 9 Uhr für Elna Ahrenhold-Wandtke (THM), die in der Gewichtsklasse -63kg an den Start ging. Ihre beiden Vorrundenkämpfe konnte Elna vorzeitig und eindeutig mit schönen Wurftechniken gegen ihre Gegnerinnen von der Uni Bielefeld und der TH Köln beenden. Im Poolfinale wartete mit Shenna Nitsche ein Nachwuchstalent von der Uni zu Köln, die an diesem Tag für Elna leider nicht schlagbar war. Weiter ging es in der Trostrunde, wo sie trotz leichter Verletzungsprobleme noch einen Kampf gegen eine Athletin der Uni Potsdam für sich entscheiden konnte, bevor sie schließlich gegen Sarah Grünewald von der Uni Erlangen-Nürnberg ausschied und somit einen starken 7. Platz in einem großen Teilnehmerfeld von 28 Starterinnen belegte.
Gegen 11 Uhr begannen die Gewichtsklassen -57kg der Frauen und -90kg der Männer, wo Svenja Becker (JLU), Florian Schmitt (JLU) und Yannick Kern (JLU) für die WG Gießen an den Start gingen. Durch einen regelwidrigen Armhebel im Stand wurde Svenjas Gegnerin von der Uni zu Köln disqualifiziert und Svenja war eine Runde weiter. Hier wartete mit Laila Göbel von der Polizeiakademie Niedersachsen eine namenhafte Kaderathletin gegen die sie sich leider nicht behaupten konnte. In der Trostrunde dominierte Svenja ihre Gegnerin von der Uni Leipzig zunächst deutlich, fiel dann aber leider kurz vor Schluss doch auf eine Technik und schied somit vorzeitig aus dem Turnier aus.
Auch Florian hatte kein Glück bei seinem Gegner von der TU Darmstadt und da dieser im nächsten Kampf verlor, durfte Florian leider nicht in die Trostrunde einziehen.
Für Yannick lief der Tag dagegen richtig rund. Mit wunderschönen Wurftechniken und einem kühlen Kopf siegte er über seine Gegner von den Unis Bonn, Bayreuth und der TU Braunschweig. Souverän zog er so ins Halbfinale ein, wo er sich erst nach der vollen Kampfzeit seinem Gegner von der FH Münster geschlagen geben musste. Im Kampf um Platz 3 konnte sich Yannick für seine starke Tagesleistung dann leider nicht belohnen und beendete seinen Wettkampf gegen seinen Gegner von der Uni Hannover mit einem sehr starken 5. Platz.
Um 14 Uhr starteten dann auch die letzten Gewichtsklassen und somit auch die +100kg mit Noah Melekian (THM) und Nikolay Orlov (JLU). Auch Noah hatte kein Losglück und verlor in der ersten Runde gegen den späteren Drittplatzierten von der Uni Koblenz. Nikolay musste gleich in seinem ersten Kampf gegen den erfahrenen Kaderathleten Sebastian Wendt von der Uni Hannover ran, gegen den er leider nicht gewinnen konnte. Aber motiviert durch seinen Vorjahres-Vizetitel kämpfte er sich anschließend durch zwei Siege gegen Athleten der TU Chemnitz und der Uni Rostock bis ins kleine Finale vor. Hier musste er sich nach einem harten Kampf allerdings Noahs Erstrundengegner geschlagen geben.
Am Sonntag fand, wie jedes Jahr der Newcomer Cup statt, bei dem Athleten mit wenig Wettkampferfahrung und niedrigen Graduierungen die Möglichkeit haben erste Wettkampfluft zu schnuppern. So war es für Kevin Flach (JLU) und Mathieu Kloft (JLU) das erste Mal auf einer offiziellen Wettkampfmatte. Die beiden starteten über eine Tauschbörse für das Nationale Team III und konnten jeweils tolles Judo zeigen. Trotz spektakulärer Einzelsiege der beiden, schaffte die Mannschaft es leider nicht aufs Podest und beendete den Wettkampf ebenfalls auf einem 5. Platz.
Auch wenn verletzungsbedingt einige Athlet*innen des AHS nicht kämpfen konnten, reisten die Gießener trotzdem mit einem großen Fanclub bestehend aus Trainingspartnern und ehemaligen Studenten an. Die ahs-Übungsleitenden Abdul Ataie und Aline Burkert waren begeistert vom Zusammenhalt und der gegenseitigen Unterstützung der Sportler*innen.
Ein Dank geht an alle die dabei waren, sowie an die Uni Duisburg/Essen für die gelungene Ausrichtung, die einen so reibungslosen Ablauf und ein tolles sportliches Event ermöglicht hat!