Theater der Ersetzbarkeit
- https://www.uni-giessen.de/de/fbz/fb05/atw/veranstaltungen/2026/theaterderersetzbarkeit
- Theater der Ersetzbarkeit
- 2026-11-06T13:00:00+01:00
- 2026-11-06T14:00:00+01:00
06.11.2026 von 13:00 bis 14:00 (Europe/Berlin / UTC100)
06.11.2026 von 13:00 bis 14:00
07.11.2026 von 13:00 bis 14:00
Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin
Konzept, Text und Regie: Felix Falczyk und Johanna Herschel, Sound und Technik: Leon Goltermann
Die Angst, ersetzbar zu sein, treibt den modernen Menschen seit jeher um. Mit der Möglichkeit der eigenen Ersetzbarkeit konfrontiert zu werden, erschüttert unser Selbstverständnis als Individuum fundamental. Die gegenwärtigen Entwicklungen von KI und Automatisierung erneuern diese tiefsitzende Angst in einer nie dagewesenen Qualität. Ihre unabsehbaren Folgen werden zur existenziellen Bedrohung.
Das Theater lehrt uns seit Jahrtausenden: Jede*r ist ersetzbar. Jede*r kann jede Rolle spielen. Jede Rolle kann neu besetzt werden. Das Theater der Ersetzbarkeit aktualisiert dieses uralte Prinzip mit den zeitgenössischen Techniken der Nachahmung: Mithilfe von KI wird die Stimme jedes Zuschauers und jeder Zuschauerin geklont. Ein Sprachsynthese-Programm lernt in wenigen Minuten den Klang der Stimmen nahezu perfekt zu imitieren. In der Aufführung begegnen die Zuschauer*innen ihren eigenen automatisierten Stimmen und beobachten deren Handlungen und Dialoge.
Das "Theater der Ersetzbarkeit" ermöglicht den Zuschauer*innen, sich mit ihrer eigenen Ersetzbarkeit zu konfrontieren. Es lässt sie nie dagewesene Perspektiven zu sich selbst und anderen einnehmen. Die eigene Ersetzbarkeit zu erfahren, wird zur Befreiung aus den Grenzen des eigenen Ichs. Sich ersetzbar zu machen, wird zur Voraussetzung für neue Formen der Beziehungen zwischen uns Menschen. Das "Theater der Ersetzbarkeit" wird zum Lehrstück für das 21. Jahrhundert.
Jede Aufführung dauert 90 Minuten und hat fünf Plätze.
In Kooperation mit dem Literaturforum im Brecht-Haus und Vierte Welt. Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Berlin. Mit freundlicher Unterstützung durch das Residenzprogramm schloss bröllin. Die Verwendung von Auszügen aus »Das Badener Lehrstück vom Einverständnis« von Bertolt Brecht erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Suhrkamp GmbH, Berlin.
Termine/Slots:
06.11.2026 um 13:00, 15:00, 17:00, 19:00 und 21:00 Uhr
07.11.2026 um 13:00, 15:00, 17:00, 19:00 und 21:00 Uhr
- Premiere
- Performance