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Interdisziplinäre Forschung unter einem Dach

Das Überleben des Menschen ist abhängig von der Leistungsfähigkeit vor allem biologischer Prozesse, die in ihrer Komplexität noch nicht hinreichend bekannt, geschweige denn zu steuern sind. Die Forschung ist gefordert, Risiken für unsere Umweltsysteme zu erkennen und Wege zu finden, um begrenzte Ressourcen effizienter zu nutzen und so z. B. den steigenden Bedarf an hochwertigen Nahrungsmitteln decken zu können.

Für solche komplexen Aufgabenstellungen, die in keine Fächerschublade passen und nur fachübergreifend zu lösen sind, haben sich agrar- und ernährungswissenschaftliche sowie biologische Forschungsgruppen der Justus-Liebig-Universität Gießen unter dem Dach des Interdisziplinären Forschungszentrums für biowissenschaftliche Grundlagen der Umweltsicherung, kurz IFZ, zusammen gefunden.

Landnutzung und Biodiversität, Stress und Adaptation, sowie die Insektenbiotechnologie sind die aktuellen Forschungsschwerpunkte des IFZ.

Die neuen Zentrumsgebäude, die angegliederten Versuchanlagen und die Versuchsstationen bieten die dafür nötigen Voraussetzungen.

Die räumliche Nähe der experimentell ausgerichteten Arbeitsgruppen erleichtert die gemeinsame Nutzung technischer Geräte wie zum Beispiel Massenspektrometer oder Sequenzierer. Ein entscheidender Nebeneffekt der gemeinsamen Nutzung von Geräten durch verschiedene Institute ist der Kontakt von Studentinnen und Studenten, Doktoranden und promovierten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern aus verschiedenen Disziplinen. Im direkten, informellen Gespräch oder im gemeinsamen Lunch Time Seminar werden die Herangehensweisen "fremder" Disziplinen vertrauter, zugleich wird der selbstkritische Blick in der eigenen Disziplin geschärft. Dieses erweiterte Wissen fließt auch in die Lehre ein. Zudem bietet das IFZ in- und ausländischen Gastwissenschaftlern Forschungsmöglichkeiten an.