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Artikelaktionen

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Herzlich Willkommen auf der Homepage des Zentrums für Medien und Interaktivität

Das ZMI ist ein Forschungszentrum der Justus-Liebig-Universität Gießen und betreibt Forschung zu medienbezogenen Fragestellungen. Im Mittelpunkt stehen "Interaktivität" und die vielfältigen Wirkungen digitaler Medien auf die Gesellschaft.
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Podiumsdiskussion mit Volker Beck: Politisierung 1968/2018: Theorie – Protest – Revolte Auftakt der ZMI-Veranstaltungsreihe (Neue) Herausforderungen der Wissenschaft

Podiumsdiskussion mit Volker Beck: Politisierung 1968/2018: Theorie – Protest – Revolte Auftakt der ZMI-Veranstaltungsreihe (Neue) Herausforderungen der Wissenschaft

Für die Geschichte von 1968 erscheint die Politisierung der Universitäten und Studierenden unverzichtbar, wobei die sogenannten Studentenrevolten in den USA andere inhaltliche Schwerpunkte hatten (Rassismus, Bürgerrechte, Anti-Vietnamkrieg) als in Deutschland ("Unter den Talaren..."). Im Vergleich dazu konnte in den letzten Jahren nur das Thema Studiengebühren zu Protesten und Blockaden motivieren. Auch kursiert allerorten das Gerücht von den völlig unpolitischen Studierenden. Im Gegensatz dazu stehen das Unbehagen gegenüber politisch (falsch?) agierenden ProfessorInnen, die Diskussionen um genderquotierte Seminarliteratur und die politische Korrektheit der Meinungen, Themen und Fassadengestaltungen.

Das spannende Thema der Politisierung der Universität und der Wissenschaft damals und heute wird im Rahmen eines Podiumsgespräches am Montag, 28. Mai 2018 um 18 Uhr c.t. in der Aula der JLU diskutiert. Prominent besetzt ist das Podium mit Volker Beck (Mitglied des Bundestages 1994-2017, Lehrbeauftragter an der Ruhr-Universität Bonn), Prof. Dr. Regina Kreide (Politikwissenschaft JLU) und Prof. Dr. Arnd Pollmann (Philosophie, Alice Salomon Hochschule Berlin). Die Veranstaltung wird eröffnet von der Vizepräsidentin der JLU, Prof. Dr. Verena Dolle, und moderiert von Prof. Dr. Elif Özmen (Philosophie JLU & ZMI).

Die Podiumsdiskussion stellt zugleich den Auftakt einer Veranstaltungsreihe des ZMI (Sektion 1) dar, die über drei Semester hinweg die Probleme der Politisierung, Ökonomisierung und Instrumentalisierung, als neuen Herausforderungen der Wissenschaft, in den Blick nehmen möchte.

Über die Veranstaltung wurde bereits im Vorfeld in der Presse berichtet. Die Ankündigung der Gießener Allgemeinen finden Sie hier, der Bericht der Alsfelder Allgemeinen ist hier zu lesen und die Vorberichterstattung des Gießener Anzeiger finden Sie hier.

Die Pressemitteilung der Justus-Liebig-Universität zu dieser Veranstaltung können Sie hier lesen.


(25.04.2018, Katharina Monaco)

Ludwig-Börne-Vorlesungen: "'68 – Eine Revision" Veranstaltungsreihe des Präsidenten in Kooperation mit Prof. Dr. Claus Leggewie

Ludwig-Börne-Vorlesungen: "'68 – Eine Revision" Veranstaltungsreihe des Präsidenten in Kooperation mit Prof. Dr. Claus Leggewie

68 Plakat1968 gilt als Jahr des Aufbruchs und des Protests. Die Jugend lehnt sich auf, es wird demonstriert und rebelliert. Soweit bekannt – soweit so gut. In der diesjährigen Ludwig-Börne Ringvorlesung mit dem Titel "'68 – Eine Revision" soll es nun aber darum gehen, die Geschehnisse von 1968 in einem neuen Licht zu betrachten. Vor allem das, was nach der Revolte offen und unerfüllt geblieben ist, soll im Fokus stehen. Was ist aus der kritischen Universität geworden?  Welchen Erfolg hatten die Geschlechterkämpfe? Wie pazifistisch war die Revolte, und wie weit trug der kulturelle Wandel? Diese und andere Fragen werden von vier Referenten und Referentinnen kompetent erörtert und diskutiert.

 

1.) Den Auftakt zur Vorlesungsreihe bildet ein Vortrag von Jürgen Kaube, dem Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), zu "Universitäten nach der Hochschulreform" am 18. April 2018.

 

2.) Am 2. Mai 2018 wird die Publizistin und Schriftstellerin Barbara Sichtermann in ihrem Vortrag "Un/Gleich. Geschlechterkämpfe seit den 1960er Jahren" auf Gleichheit und Verschiedenheit im Prozess der Emanzipation im Anschluss an die 1960er Jahre eingehen: Die Kategorien, von denen die Frauenemanzipation strukturiert wird, heißen Gleichheit und Verschiedenheit, Gleichheitspolitik und Differenzpolitik. Es sind immer beide gleichzeitig am Werk, aber der Schwerpunkt ruht mal hier, mal da. Heute haben wir es zu einer bemerkenswerten Mischung der Geschlechter im öffentlichen Raum und in den Berufen und Funktionen gebracht. Frauen gehen zu den Soldaten, und Männer sollen Väterzeit nehmen, weibliche Chefs werden immer selbstverständlicher, männliche Akzeptanz dieser Art Frauenpower wächst an. Aber nicht überall und nicht friktionslos, denn „Women's lib“, wie es früher hieß, bedeutet nicht nur, dass die Frauen einen Freifahrtschein in alle ehemals männlichen Domänen erworben haben und die Männer ihnen dort Platz machen müssen. Es bedeutet auch, dass sich gewachsene Strukturen und Verhaltensweisen in nahezu sämtlichen gesellschaftlichen Bereichen – bis in die Sprache hinein – verändern oder sich gegen Veränderung sperren. Zu beobachten ist in jedem Fall, dass es eine stetige Verunsicherung gibt, wodurch der Dialog zum Thema der Geschlechterkämpfe nicht nur hochaktuell, sondern auch von essentieller Bedeutung ist.

 

3.) Dr. Wolfgang Kraushaar, Politikwissenschaftler und Mitglied der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, wird am 16. Mai 2018 in "Natürlich kann geschossen werden. Oder wie pazifistisch war die Revolte?" Fragen zur Opfer- und Täterrolle erörtern: Die Sichtweise der meisten 68er basiert auf einer grundlegenden  Unterscheidung zwischen passiver und aktiver Gewalt. Sie sehen sich vor allem als Opfer staatlicher Repression. Im Verlauf der 68er-Bewegung hatte es insbesondere zwei Akte mörderischer Gewalt gegeben: Die Erschießung des Germanistikstudenten Benno Ohnesorg am Rande einer Demonstration gegen den Schah von Persien am 2. Juni 1967 und ein am 11. April 1968 von einem Rechtsradikalen auf Rudi Dutschke verübtes Attentat. Angesichts der Tatsache, dass es davor und danach zu einer Vielzahl militanter Ausschreitungen kam, ist jedoch zu fragen: Wann waren die Teilnehmer der 68er-Bewegung bloß Objekte staatlicher Gewalt, wann wurden aus ihnen selbst Subjekte von Gewaltaktionen und welche Relation bestand zwischen diesen beiden Formen. Es geht vor allem darum zu hinterfragen, wie sich dieser Rollenwechsel erklären lässt. War er situationsbedingt oder ist bereits von vornherein eine bestimmte Disposition vorhanden gewesen und welche determinierenden Faktoren spielten dabei eine Rolle? Auch die Gießener Allgemeine hat über Kraushaars Vortrag zu gewaltsamen Widerstand berichtet.

 

4.) Abschließend folgt am 06. Juni 2018 ein Vortrag von Prof. Dr. Detlef Siegfried zum Thema "Break On Through. To The Other Side. 68 als Kulturrevolution".

 

Alle Vorträge finden mittwochs um 19.15 Uhr (19 Uhr c.t.) in der Aula im Hauptgebäude der Justus-Liebig-Universität (Ludwigstraße 23) statt.

Das ZMI und die JLU laden Sie herzlich zur Teilnahme ein und freuen sich auf Ihren Besuch.  

(27.03.2018, Jennifer Neumann)

Podiumsdiskussion: #MeToo - Überfällige Kritik am Patriarchat oder neuer Puritanismus? - Videomitschnitt jetzt auf YouTube

Podiumsdiskussion: #MeToo - Überfällige Kritik am Patriarchat oder neuer Puritanismus? - Videomitschnitt jetzt auf YouTube

 

Durch die #MeToo-Bewegung wurde eine breite Debatte über sexualisierte Gewalt im Kontext von Arbeit angestoßen. Ausgehend von der US-amerikanischen Medienbranche entstanden auch in zahlreichen anderen Ländern Hashtags, über die individuelle Erfahrungen geteilt und Solidarität ausgedrückt wurde. Gleichzeitig wurde die Bewegung auch vehement kritisiert. Unter dem Titel "#MeToo – Überfällige Kritik am Patriarchat oder neuer Puritanismus?" veranstaltete das ZMI am Montag, 23. April 2018 eine Podiumsdiskussion, um die durch die Bewegung offengelegten Missstände, die damit verbundenen mediale Phänomene und die Kritik an der Bewegung genauer zu betrachten.

 

Zu der Veranstaltung in der Aula der Justus-Liebig-Universität kamen vor allem sehr viele Studierende, die ihre eigenen Einschätzungen zur #MeToo-Debatte abgaben und mit den Podiumsrednerinnen diskutierten.

 

Mit dem Publikum diskutierten Prof. Dr. Greta Olson (Amerikanistik/Anglistik JLU & ZMI), PD Dr. Elisabeth Schäfer-Wünsche (Nordamerikanistik Universität Bonn), Verena Lueken (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und Dr. Jutta Hergenhan (ZMI). Die Veranstaltung wurde von der Zentralen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der JLU, Dr. Nadyne Stritzke, eröffnet. Moderiert wurde die Diskussion von Dr. Birte Christ (Anglistik JLU).

 

Die Veranstaltung fand ebenfalls Anklang bei Vertretern der Presse, unter anderem berichtete der Gießener Anzeiger ausführlich über die Podiumsdiskussion.

Bereits einige Tage vor der Veranstaltung wurde ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Greta Olson zum Thema #MeToo in der Frankfurter Rundschau veröffentlicht.

Die gesamte Veranstaltung wurde durch das HRZ aufgezeichnet und ist ab sofort auf dem YouTube-Kanal des ZMI abrufbar.

 

(09.05.2018, Max Stümpel)

Gastvortrag von Prof. Dr. Charlotte Klonk beim ZMI-Workshop Darstellbarkeit

Gastvortrag von Prof. Dr. Charlotte Klonk beim ZMI-Workshop Darstellbarkeit

Das Problem der bildlichen Darstellbarkeit verbindet Politik, Gesellschaft und visuelle Medien. Deutlich ist, dass Gebote von Schicklichkeit und Scham, Akte von Zensur und Bilderstreit, Behauptungen von Machbarkeit und visueller Evidenz in Konkurrenz treten und sich überkreuzen, wo es um das Darstellbare, seine Möglichkeiten und Grenzen geht. Was darf, kann, muss oder soll wie und von wem zu sehen gegeben werden? Dieses Feld auszuloten erweist sich als interkulturell schwierig und interdisziplinär herausfordernd.

Im Verlauf des zweitägigen Workshops, der am Donnerstag 3. und Freitag 4. Mai 2018 im Margarete-Bieber-Saal stattfindet, werden ausgewählte, das Problem der Darstellbarkeit exemplifizierende Bilder (Presse- und Alltagsfotos, technische und medizinische Bildgebung, Artefakte aus sozialen Medien, handwerklich hergestellte Bilder hochkünstlerischen und populären Charakters) von unterschiedlicher disziplinärer Warte kommentiert. Das Konzept zielt auf eine mehrstimmige Beleuchtung der Darstellungsproblematik und sucht nach Schnittpunkten und Eigensinn der sich ins Gespräch begebenden Fachdisziplinen. Die drei Betrachtungen am Donnerstag, 3. Mai 2018, beschäftigen sich mit medialen und technischen Konventionen sowie deren Darstellbarkeitsgrenzen. Um 18 Uhr hält Charlotte Klonk, Professorin für Kunst und Neue Medien, die unter anderem auf Terrorbilder spezialisiert ist (Humboldt-Universität Berlin), eine öffentliche keynote lecture mit dem Titel "Opfer- statt Täterbilder. Aber wie und welche?". Dass die Bilder vom Terror nicht nur einer immer ähnlichen Dramaturgie folgen und etablierte ikonographische Traditionen fortschreiben, sondern auch als strategische Waffen in einem Kampf um Deutungshoheit eingesetzt werden, hat die Berliner Kunsthistorikerin in ihrem 2017 erschienenen Buch "Terror" eindrucksvoll herausgearbeitet.
Der Vortrag findet ebenfalls im Margarete-Bieber-Saal statt. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!
Die vier Betrachtungen am Freitag, 4. Mai 2018, beschäftigen sich mit kulturellen und gesellschaftlichen Konventionen sowie deren Darstellbarkeitsgrenzen.

Über den Vortrag von Frau Prof. Klonk im Rahmen des ZMI-Workshops berichteten auch der Gießener Anzeiger sowie Focus Online.

Veranstaltet wird der Workshop im Rahmen von ZMI-Sektion 1 und der Ludwig Börne-Professur. Er wird von Prof. Claudia Hattendorff und Prof. Ansgar Schnurr vom Institut für Kunstpädagogik, Prof. Sigrid Ruby vom Institut für Kunstgeschichte sowie Prof. Claus Leggewie, Ludwig-Börne-Professur der JLU, organisiert.

Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.

(25.04.2018, Katharina Monaco)

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