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Artikelaktionen

Herzlich willkommen!

Herzlich Willkommen auf der Homepage des Zentrums für Medien und Interaktivität

Das ZMI ist ein Forschungszentrum der Justus-Liebig-Universität Gießen und betreibt Forschung zu medienbezogenen Fragestellungen. Im Mittelpunkt stehen "Interaktivität" und die vielfältigen Wirkungen digitaler Medien auf die Gesellschaft.
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Aktuell

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#MeToo - Überfällige Kritik am Patriarchat oder neuer Puritanismus?

Podiumsdiskussion: #MeToo - Überfällige Kritik am Patriarchat oder neuer Puritanismus?

 

Mitte Oktober 2017 berichteten die New York Times und der New Yorker, dass Filmproduzent Harvey Weinstein von zahlreichen Frauen der sexuellen Belästigung, sexuellen Nötigung und/oder der Vergewaltigung beschuldigt wurde. Die Schauspielerin Alyssa Milano rief betroffene Personen dazu auf, über den Hashtag #MeToo auf dem Kurznachrichtendienst Twitter ihre Erfahrungen mit sexueller Belästigung und sexualisierter Gewalt öffentlich zu machen. In den darauffolgenden Tagen, Wochen und Monaten wurde der Hashtag immer häufiger von Personen, die sexuelle Belästigungen oder sexuelle Übergriffe erfahren hatten, genutzt. Die Bewegung, die in den USA begann, verbreitete sich international, so dass #MeToo in mindestens 85 verschiedenen Ländern bei Twitter benutzt wurde.
In Deutschland setzte die Debatte erst im Januar 2018 ein, als Vorwürfe gegen den deutschen Drehbuchautor und Regisseur Dieter Wedel laut wurden. In Frankreich wurde der #MeToo-Bewegung auch von Männern öffentlich Solidarität ausgesprochen, während andererseits namhafte Schauspielerinnen wie Catherine Deneuve sie als eine "Kampagne der Denunziation" kritisierten.

Um #MeToo und die von der Berufswelt der Medien ausgehende Debatte über sexualisierte Gewalt eingehender zu betrachten, veranstaltet das ZMI am Montag, 23. April 2018, eine Podiumsdiskussion mit dem Titel "#MeToo – Überfällige Kritik am Patriarchat oder neuer Puritanismus?". Dabei soll es um die durch die Bewegung offengelegten Missstände und damit verbundene mediale Phänomene gehen. Zudem wird es um Formen und Inhalte medial vermittelter Kritik an der Bewegung, ihre Verortung in einem breiteren feministischen Kontext und um länderspezifische Ausprägungen der #MeToo-Debatte gehen.

Mit dem Publikum diskutieren Prof. Dr. Greta Olson (Amerikanistik/Anglistik JLU & ZMI), PD Dr. Elisabeth Schäfer-Wünsche (Nordamerikanistik Universität Bonn), Verena Lueken (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und Dr. Jutta Hergenhan (ZMI). Die Veranstaltung wird von der Zentralen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der JLU, Dr. Nadyne Stritzke, eröffnet. Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Dr. Birte Christ (Anglistik JLU). Sie sind herzlich eingeladen, an der Diskussion teilzunehmen!

Die Podiumsdiskussion stellt die Auftaktveranstaltung der neu gegründeten ZMI-Sektion 6 dar, welche sich mit Themen aus dem Bereich Medien, Gender und Sexualität/en befasst.

Die Podiumsdiskussion "#MeToo – Überfällige Kritik am Patriarchat oder neuer Puritanismus?" findet am 23. April 2018 um 18 Uhr in der Aula der Justus-Liebig-Universität, Ludwigstraße 23, 35390 Gießen statt. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet.

 

(22.03.2018, Max Stümpel)

Ludwig-Börne-Vorlesung 2018: "'68 - eine Revision"

Ludwig-Börne-Vorlesungen: "'68 – Eine Revision" Veranstaltungsreihe des Präsidenten in Kooperation mit Prof. Dr. Claus Leggewie


68 Plakat1968 gilt als Jahr des Aufbruchs und des Protests. Die Jugend lehnt sich auf, es wird demonstriert und rebelliert. Soweit bekannt – soweit so gut. In der diesjährigen Ludwig-Börne Ringvorlesung mit dem Titel "'68 – Eine Revision" soll es nun aber darum gehen, die Geschehnisse von 1968 in einem neuen Licht zu betrachten. Vor allem das, was nach der Revolte offen und unerfüllt geblieben ist, soll im Fokus stehen. Was ist aus der kritischen Universität geworden?  Welchen Erfolg hatten die Geschlechterkämpfe? Wie pazifistisch war die Revolte, und wie weit trug der kulturelle Wandel? Diese und andere Fragen werden von vier Referenten und Referentinnen kompetent erörtert und diskutiert.

 

1.) Den Auftakt zur Vorlesungsreihe bildet ein Vortrag von Jürgen Kaube, dem Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), zu "Universitäten nach der Hochschulreform" am 18. April 2018.

 

2.) Am 2. Mai 2018 wird die Publizistin und Schriftstellerin Barbara Sichtermann in ihrem Vortrag "Un/Gleich. Geschlechterkämpfe seit den 1960er Jahren" auf Gleichheit und Verschiedenheit im Prozess der Emanzipation im Anschluss an die 1960er Jahre eingehen: Die Kategorien, von denen die Frauenemanzipation strukturiert wird, heißen Gleichheit und Verschiedenheit, Gleichheitspolitik und Differenzpolitik. Es sind immer beide gleichzeitig am Werk, aber der Schwerpunkt ruht mal hier, mal da. Heute haben wir es zu einer bemerkenswerten Mischung der Geschlechter im öffentlichen Raum und in den Berufen und Funktionen gebracht. Frauen gehen zu den Soldaten, und Männer sollen Väterzeit nehmen, weibliche Chefs werden immer selbstverständlicher, männliche Akzeptanz dieser Art Frauenpower wächst an. Aber nicht überall und nicht friktionslos, denn „Women's lib“, wie es früher hieß, bedeutet nicht nur, dass die Frauen einen Freifahrtschein in alle ehemals männlichen Domänen erworben haben und die Männer ihnen dort Platz machen müssen. Es bedeutet auch, dass sich gewachsene Strukturen und Verhaltensweisen in nahezu sämtlichen gesellschaftlichen Bereichen – bis in die Sprache hinein – verändern oder sich gegen Veränderung sperren. Zu beobachten ist in jedem Fall, dass es eine stetige Verunsicherung gibt, wodurch der Dialog zum Thema der Geschlechterkämpfe nicht nur hochaktuell, sondern auch von essentieller Bedeutung ist.

 

3.) Dr. Wolfgang Kraushaar, Politikwissenschaftler und Mitglied der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, wird am 16. Mai 2018 in "Natürlich kann geschossen werden. Oder wie pazifistisch war die Revolte?" Fragen zur Opfer- und Täterrolle erörtern: Die Sichtweise der meisten 68er basiert auf einer grundlegenden  Unterscheidung zwischen passiver und aktiver Gewalt. Sie sehen sich vor allem als Opfer staatlicher Repression. Im Verlauf der 68er-Bewegung hatte es insbesondere zwei Akte mörderischer Gewalt gegeben: Die Erschießung des Germanistikstudenten Benno Ohnesorg am Rande einer Demonstration gegen den Schah von Persien am 2. Juni 1967 und ein am 11. April 1968 von einem Rechtsradikalen auf Rudi Dutschke verübtes Attentat. Angesichts der Tatsache, dass es davor und danach zu einer Vielzahl militanter Ausschreitungen kam, ist jedoch zu fragen: Wann waren die Teilnehmer der 68er-Bewegung bloß Objekte staatlicher Gewalt, wann wurden aus ihnen selbst Subjekte von Gewaltaktionen und welche Relation bestand zwischen diesen beiden Formen. Es geht vor allem darum zu hinterfragen, wie sich dieser Rollenwechsel erklären lässt. War er situationsbedingt oder ist bereits von vornherein eine bestimmte Disposition vorhanden gewesen und welche determinierenden Faktoren spielten dabei eine Rolle?

 

4.) Abschließend folgt am 06. Juni 2018 ein Vortrag von Prof. Dr. Detlef Siegfried zum Thema "Break On Through. To The Other Side. 68 als Kulturrevolution".

 

Alle Vorträge finden mittwochs um 19.15 Uhr (19 Uhr c.t.) in der Aula im Hauptgebäude der Justus-Liebig-Universität (Ludwigstraße 23) statt.

Das ZMI und die JLU laden Sie herzlich zur Teilnahme ein und freuen sich auf Ihren Besuch.  

 

(27.03.2018, Jennifer Neumann)

Tagesworkshop: Zeitschriften als Wissens- und Bildungsmedien. Auftaktveranstaltung einer Workshop-Reihe des ZMI-Forschungsschwerpunkts „Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft“

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Tagesworkshop: Zeitschriften als Wissens- und Bildungsmedien

Ob in gedruckter oder in digitaler Form, ob für Erwachsene oder für Kinder, ob zu Mode, Sport, Literatur oder der Garten- und Tierwelt – Zeitschriften gibt es in den verschiedensten Formen, zu den unterschiedlichsten Themen für unterschiedliche Adressaten. Sie dienen einerseits der Weiterbildung, andererseits sind Faktoren der Unterhaltung und des Lebensgenusses zentral. Wissenszeitschriften, die explizit auf den Erkenntnisgewinn der LeserInnen abzielen, markieren im Zeitschriftenangebot einen besonders ausdifferenzierten und wichtigen Sektor. Doch welche Strategien werden in diesen Zeitschriften eingesetzt, um Wissen gezielt zu vermitteln? Wie sind unterschiedliche Beitragstypen gestaltet? Gibt es wiederkehrende Muster und typische Darstellungsverfahren? Unterscheidet sich die Vorgehensweise in digitalen und gedruckten Zeitschriften? Zu diesen und weiteren spannenden Fragen wird es im Rahmen des Tagesworkshops des ZMI am Freitag, 16. März 2018 von 11-17 Uhr, sechs fachspezifische Vorträge geben:

 

Prof. Thomas Gloning (JLU/ZMI Sektion 3) wird sich mit Wissensräumen von Zeitschriften in Beiträgen, Heften und Heft-Serien auseinandersetzen und in diesem Zusammenhang speziell über Textorganisation und Informationsdesign sprechen. Der Medienlinguist Dr. Daniel Pfurtscheller (Universität Innsbruck) betrachtet Zeitschriften in seinem Vortrag als multimodale Wissensformate und widmet sich Grundlagen und empirischen Befunden zu Gestaltungsprinzipien in populären Wissenszeitschriften. Prof. Hans-Jürgen Bucher (Universität Trier) wird sich auf das Visualisieren als Strategie der Wissenspräsentation in Zeitschriften fokussieren und in diesem Rahmen einen medienhistorischen Rückblick auf die Entwicklung des Visualisierens vom 19. Jahrhundert bis heute liefern. Jana Pflaeging (Universität Salzburg) referiert zur populärwissenschaftlichen Entwicklung akademischer Magazine um 1900 und um 2000. Anhand des National Geographic und dem MIT Review wird sie aufzeigen, dass sich beide Magazine zunehmend einem breiteren Publikum geöffnet haben. Prof. Kirsten von Hagen (JLU/ZMI Gießen) beschäftigt sich in ihrem Vortrag mit Abenteuerreisen als Inszenierung von Wissen und betrachtet im Zuge dessen das Magasin d’éducation et de récréation als Bildungs- und Wissensmedium. Dr. Norman Ächtler (JLU Gießen) wird sich am Ende des Workshops 'philologisch-pädagogischen Zeitschriften' des 19. Jahrhunderts als Medium struktureller Kopplung zwischen Schule und Hochschule widmen.

Ergänzt werden die Vorträge durch anschauliche Poster-Präsentationen von Frank Waldschmidt-Dietz (UB Gießen), Florian Ruckelshausen (UB Gießen) und Marcel Wrzesinski (KULT_online), die sich den Themen "Lesegewohnheiten im Wandel", "Open Journal Systems" zur Verwaltung und Veröffentlichung wissenschaftlicher Zeitschriften und "KULTonline", dem interdisziplinären Open-Access-Rezensionsjournal des Gießener Graduiertenzentrums Kulturwissenschaften (GGK) und des International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC), widmen.

Der Workshop findet im Philosophikum I der JLU in Raum B210 statt. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Vorträgen können Sie dem Booklet of Abstracts entnehmen. Das ZMI und die JLU Gießen freuen sich auf Ihre Teilnahme.

(07.03.2018 Jennifer Neumann)

Das medienbezogene Lehrangebot im elektronischen Vorlesungsverzeichnis

Das medienbezogene Lehrangebot im elektronischen Vorlesungsverzeichnis

 

Das ZMI freut sich, dass das medienbezogene Lehrangebot nun auch im Elektronischen Vorlesungsverzeichnis der JLU zu finden ist. Studierende haben nun die Möglichkeit sich direkt im eVV über medienbezogene Lehrveranstaltungen zu informieren. Eine kommentierte Version des Angebots ist ebenfalls auf unserer Homepage unter "Medienbezogene Lehrangebote" zu finden.

(01.03.2018, Lena Müller)

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