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Artikelaktionen

Herzlich willkommen!

Herzlich Willkommen auf der Homepage des Zentrums für Medien und Interaktivität

Das ZMI ist ein Forschungszentrum der Justus-Liebig-Universität Gießen und betreibt Forschung zu medienbezogenen Fragestellungen. Im Mittelpunkt stehen „Interaktivität“ und die vielfältigen Wirkungen digitaler Medien auf die Gesellschaft.
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Podiumsdiskussion: Fake oder Fakt? #Bundestagswahl2017 richtig wählen - Videomitschnitt jetzt auf YouTube!

Podiumsdiskussion: Fake oder Fakt? #Bundestagswahl2017 richtig wählen - Videomitschnitt jetzt auf YouTube!


Im Vorfeld der nächsten deutschen Bundestagswahl am 24. September 2017 werden Themen wie fake news, der Vorwurf der „Lügenpresse“ und der Einsatz von bots in sozialen Medien in Deutschland wieder besonders relevant. Zur wichtigen Frage, welche Informationsquellen zur Bundestagswahl bestehen und welche vertrauenswürdig sind, haben das ZMI und das Institut für Politikwissenschaft unter der Beteiligung von Studierenden der Politikwissenschaft gemeinsam eine Podiumsdiskussion organisiert, die am 11. Juli in der Alten Universitätsbibliothek stattfand und ein großes Publikum anzog.

Nach einer kurzen thematischen Einführung durch Prof. Dorothée de Nève (Institut für Politikwissenschaft, ZMI) sprach Prof. Simone Abendschön (Institut für Politikwissenschaft, Schwerpunkt Methoden, JLU) über die Umstände, unter denen Wahlbefragungen entstehen. Sie warb für eine kritische Rezeption solcher Umfragewerte. Tanja Binder M.A., Mitglied im wissenschaftlichen Begleitteam des Wahl-O-Mat, präsentierte den Wahl-O-Mat als Orientierungshilfe bei der persönlichen Wahlentscheidung. Alexander Sander, Geschäftsführer der Digitalen Gesellschaft e.V. sprach über Informationsbezug in sozialen Netzwerken im Vorfeld von Wahlen und wägte hierbei das Risiko irreführender Phänomene wie bots gegen aufgeklärte Nutzerpraxis ab. Im Anschluss erfolgte eine lebhafte Diskussion mit vielen Rückfragen, die von Louisa A. Süß (Studentin der Politikwissenschaft, JLU) moderiert wurde.

 

Den Videomitschnitt der vollständigen Veranstaltung finden Sie jetzt auf unserem YouTube-Kanal.

 

Auch die hessencam berichtete im Rahmen des Formats Jugend berührt Politik ausführlich über die Podiumsdiskussion. Das Video finden Sie hier.

(19.07.2017, Ann-Marie Riesner)

Der aktuelle Newsletter des ZMI – 2/2017

Der aktuelle Newsletter des ZMI - 2/2017


Das ZMI freut sich mitzuteilen, dass der Newsletter 2/2017 nun online verfügbar ist. Neben Informationen zu unseren aktuellen Aktivitäten möchten wir insbesondere auf folgende Veranstaltungen mit den jeweiligen Ausschreibungsfristen aufmerksam machen:

 

Historische Filmaufnahmen und deren wissenschaftliche Verwendung stehen im Fokus der Summerschool Filmaufnahmen als Zeitmaschine?, die vom 28. August bis 1. September 2017 stattfinden wird. Organisiert und betreut wird die Summerschool von Prof. Ulricke Weckel (ZMI-Sektion 4), Prof. Thomas Lindenberger (Potsdam), Dr. Anja Laukötter (Berlin) und Anja Horstmann (Gießen). Interessierte Masterstudierende können sich noch bis zum 21. Juli 2017 bewerben.

 

Zusammen mit dem Gießener Graduiertenzentrum für Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften (GGS) veranstaltet das ZMI am 7. und 8. Dezember eine Tagung zum Thema Digitale (Un)sichtbarkeiten. Die interdisziplinäre Tagung beschäftigt sich mit Medienkompetenz im Hinblick auf kulturelle und politische Bildung. In Kürze finden Sie den Call for Papers auf der Website des GGS. Er endet am 15. September 2017.

 

Im Rahmen des interdisziplinären ZMI-Forschungsschwerpunkts Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft soll im März 2018 ein erster Tagesworkshop zum Thema Wissens- und Bildungsmedien stattfinden, der sich mit Zeitschriften beschäftigt. Prof. Thomas Gloning und Melanie Grumt-Suarez freuen sich auf Vorschläge zu Beiträgen und Vorträgen.

 

Der nächste Newsletter erscheint zu Beginn des Wintersemesters 2017/2018. Wir würden uns freuen vorab von Ihnen über Neuigkeiten zu Vorträgen, Tagungen und Publikationen mit Medienbezug informiert zu werden.

 

Das ZMI wünscht viel Spaß bei der Lektüre!

(13.07.2017, Katharina Monaco)

Tagungsbericht: Online-Vitriol: Advocacy, Violence, and the Transforming Power of Social Media – internationale Konferenz des GCSC und ZMI

Tagungsbericht: Online-Vitriol: Advocacy, Violence, and the Transforming Power of Social Media – internationale Konferenz des GCSC und ZMI

Der Begriff Online Vitriol umfasst all jene Phänomene in den sozialen Medien, die die Kehrseite der Meinungsfreiheit und Vernetzung aufdecken: Hasskommentare, Cyberbullying, Aufruf zur virtuellen Hetze und vieles mehr. Auf vielfältigen Ebenen näherte sich die viertägige internationale Konferenz Online Vitriol. Advocacy, Violence, and the Transforming Power of Social Media dem komplexen

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Thema der Gewalt in Online-Kontexten an.

Gerahmt wurde die Tagung von zwei Vorträgen der amerikanischen Journalistin Dr. Sarah Kendzior. Kendzior sprach am Mittwochabend zur Eröffnung der Tagung im Kontext der ZMI-Vortragsreihe Zwischen Hetze und Meinungsfreiheit zum Thema Coping with Social Media under a Post-Truth President und verdeutlichte die prekäre Lage des kritischen Journalismus in Amerika. In ihrem Vortrag Trump, Trolls, and the Truth: Digital Media in the Era of ,Alternative Facts’ am Freitagabend ging sie auf die Dynamiken der sozialen Medien in Amerika ein und gab Einblicke in ihre persönliche Arbeit als Journalistin im amerikanischen Midwest. Der Vortrag ist jetzt auf dem YouTube Channel des ZMI zu sehen.

 

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Session „Legal and Ethical Approaches“ mit Penelope Kemekenidou, Jutta Hergenhan, Seda Gökçe Turan und Bernardo Caycedo (v.l.n.r.) Foto: Ann-Marie Riesner
In den folgenden Panels, Keynote-Vorträgen und Podiumsdiskussionen wurde Online Vitriol über eine Vielzahl von Fallstudien und theoretischen wie methodischen Überlegungen systematisch wie historisch erschlossen. Darüber hinaus wurde die Frage gestellt, wie Online Vitriol begegnet werden kann. Besonders erhellend waren der Keynote-Vortrag „Vitriol as an Attack on Culture: the Logic of Surplus Value and the Aestheticizing of the Political”, in dem Prof. Frans-Willem Korsten (Leiden University) aus der Mythologie und europäischen Kulturgeschichte die ambivalenten Konzepte des Spottes (Momus) und des Gerüchts (Fama) herleitete, sowie der Keynote-Vortrag „Visibility as Vitriol: Exploring User-led Shaming”, in dem Dr. Daniel Trottier (Erasmus University Rotterdam) von der Praxis des Filmens in der Öffentlichkeit mit dem Ziel der Denunzierung von Personen in den sozialen Medien sprach. Ein weiteres Highlight war die Podiumsdiskussion zum Thema Dealing with Online Vitriol in Theory and Practicemit der Aktivistin Penelope Kemekenidou (Stop BILD Sexism), dem Medienwissenschaftler Dr. Ramón Reichert (Universität Wien), dem Journalisten Andreas Schwarzkopf (Frankfurter Rundschau) und Prof. Greta Olson (JLU).

Den vollständigen Bericht der Tagung finden Sie in unserem aktuellen Newsletter sowie auf der Seite der Sektion 1.

(13.07.2017, Ann-Marie Riesner)

Bericht: Veranstaltungsreihe Zwischen Hetze und Meinungsfreiheit im Sommersemester 2017

Bericht: Veranstaltungsreihe Zwischen Hetze und Meinungsfreiheit im Sommersemester 2017

Die Grenze des Sagbaren in der Politik und Wissenschaft.text.image0

Der zunehmende Anstieg von verbalisierter Menschenverachtung durch die Nutzung digitaler Medien hat die Frage nach dem „Sagbaren“ in demokratischen Gesellschaften neu in eine öffentliche Debatte gebracht. Sie stellt nicht zuletzt auch in der schulischen und universitären Lehre eine große Herausforderung dar und war der Ausgangspunkt der Reihe Zwischen Hetze und Meinungsfreiheit. Die dreiteilige Veranstaltungsreihe mit Gastvorträgen und Debatten wurde von Dr. Tina Olteanu (Vertretungsprofessorin am Institut für Politikwissenschaft) für die ZMI-Sektion 1 im Sommersemester 2017 organisiert. Ziel war es, das Spannungsverhältnis zwischen dem Recht auf Meinungsfreiheit und dessen Grenzen kritisch zu reflektieren.

Die erste Veranstaltung am 9. Mai 2017 beschäftigte sich mit den rechtlichen Grenzen der Meinungsfreiheit. PD Dr. Alexander Thiele (Universität Göttingen) betonte in seinem Beitrag die hohe Relevanz der Meinungsfreiheit als zentrales demokratisches Recht. Jedoch bedeutet dies nicht im Umkehrschluss, dass jede Form der Meinungsäußerung durch dieses Gesetz tatsächlich geschützt ist. Sandra Niggemann (Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz) präsentierte den Entwurf des inzwischen verabschiedeten „Netzwerk-Durchsetzungsgesetzes“, welches große Social Media Konzerne in die Pflicht nehmen soll, gegen Hasskriminalität entschieden vorzugehen.

Die US-amerikanische Journalistin Dr. Sarah Kendzior, die am 28.06.2017 einen Vortrag zu „Coping with social media under a post-truth president“ hielt, zeigte auf, inwiefern sich das Verhältnis von klassischen Medien und Social Media zur Politik geändert hat. Kendzior zeichnete das Bild einer US-amerikanischen Gesellschaft, die sich in einem tiefgreifenden Umbruchprozess befindet und in der viele der konstituierenden Elemente des amerikanischen Selbstverständnisses, wie etwa die Meinungs- und Pressefreiheit, starkem Druck ausgesetzt sind.

Am 4 Juli 2017 wurde die Veranstaltungsreihe mit zwei Vorträgen zum Thema „Die Grenze des Sagbaren in Politik und Wissenschaft - Antifeminismus, Sexismus, Homophobie und Rassismus“ beendet. Franziska Schutzbach (Universität Basel) und Ass. Prof. Ricarda Drüeke (Universität Salzburg) analysierten aus unterschiedlichen Perspektiven antifeministische Diskurse, die zunehmend nicht nur als (rechte) Randerscheinungen auftreten, sondern mehr und mehr eine Verankerung in der „Mitte“ der Gesellschaft finden.

Den Bericht von Tina Olteanu zur Veranstaltungsreihe Zwischen Hetze und Meinungsfreiheit können Sie in unserem aktuellen ZMI-Newsletter in voller Länge nachlesen.

(11.07.2017, Katharina Monaco)

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