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Christian Papesch und Manuel Daubenberger zu Gast bei „Stimmen aus der Praxis“ der Sektion 4 des ZMI

Christian Papesch und Manuel Daubenberger zu Gast bei „Stimmen aus der Praxis“ der Sektion 4  des ZMI

Stimmen aus der PraxisChristian Papesch und Manuel Daubenberger werden am 17. Juli von 14 -16 Uhr  im Raum  C 214 im Philosophikum I zum Thema „Journalistische Arbeit beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen“ referieren. Beide waren bis vor kurzem noch Volontäre beim NDR Fernsehen und arbeiten für den Sender nun weiter als freie Journalisten. Ihr derzeitiges Projekt ist ein Dokumentarfilm über die Zukunft Europas. Auf dem Weg zu einer sechswöchigen Reportagereise durch den Balkan machen sie an der JLU Station, berichten in einem „Werkstattgespräch“ über  ihre Arbeit und beantworten Fragen. Die Veranstaltungsreihe „Stimmen aus der Praxis“ wird von der Sektion 4 des ZMI in Kooperation mit der Professur Fachjournalistik Geschichte ausgerichtet.


(Urs Bremer, 08.07.2014)

Sektion 5 lädt zur Internationalen Tagung: Nach der Hybridität II - Transplantation und Transkulturation

Sektion 5 lädt zur Internationalen Tagung: Nach der Hybridität II - Transplantation und Transkulturation


Die Sektion 5 des ZMI lädt vom 3. bis 5. Juli 2014 zur zweiten Tagung der Reihe Nach der Hybriditätein. Ausgangspunkt dieser Tagung ist ein problematisch gewordener Begriff des Hybriden. Trotz aller kulturtheoretischer Bemühungen, seine biologischen Wurzeln zu überwinden und in ein Konzept semantischer Kreuzungen und machtpolitischer Konfrontationen zu übersetzen, wurde und wird der Hybriditätsbegriff immer wieder von den Konnotationen des Organischen und des Botanischen eingeholt. Die Tagung geht den Fragen nach, ob und inwiefern eine kulturtheoretische Abstraktion von derartigen Biologismen und Essentialismen möglich und nötig ist.

Die Tagungsreihe Nach der Hybridität wird von Prof. Dr. Ottmar Ette (Potsdam) und Prof. Dr. Uwe Wirth (Gießen) konzipiert und organisiert. Nach der Hybridität II: Transplantation – Transkulturation wird als Kooperation zwischen der Universität Potsdam (unter Beteiligung des Internationalen Graduiertenkollegs Zwischen Räumen / Entre Espacios) und der Universität Gießen (unter Beteiligung des Gießener Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) und dem Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI)) durchgeführt.

  • Informationen zum Tagungsprogramm finden Sie hier.

 

Datum: 3.-5. Juli 2014

Ort:  Alexander von Humboldt Haus der Universität Gießen

        Rathenaustr. 24A
        35394 Gießen                                                                                

                                                                                                                      (Julia Göpel, 26.06.2014)

„Kurz und Schmerzlos“ war der Abschluss der ZMI-Filmreihe „Das erste Mal - Langfilmdebüts von Kinogrößen“

„Kurz und Schmerzlos“ war der Abschluss der ZMI-Filmreihe „Das erste Mal - Langfilmdebüts von Kinogrößen“


Das erste Mal: Langfilmdebüts von Kinogrößen Im Rahmen der ZMI-Filmreihe „Das erste Mal – Langfilmdebüts von Kinogrößen“ fand am Mittwoch den 25. Juni im Margarete-Bieber-Saal die vierte und vorerst letzte Filmvorführung statt. Nach einer Begrüßung durch Prof. Henning Lobin stellte Jens Balkenborg den Gastredner des Abends, Prof. Malte Hagener, vor. Hagener ist Professor für Medienwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg mit Schwerpunkt auf Geschichte, Theorie und Ästhetik des Films und neben vielen weiteren Mitgliedschaften Vorstandsmitglied der „hessischen Film- und Medienakademie“ (hFMA), Beiratsmitglied des „Marburger Kamerapreises“ sowie Mitglied des DFG-Netzwerks „Filmstil“.

Prof. Hagener führte die Besucher in Fatih Akins Debütfilm „Kurz und Schmerzlos“ ein, der 1998 beim Internationalen Filmfestival von Locarno mit dem Spezialpreis für das beste Darstellerensemble ausgezeichnet wurde und darüber hinaus den Adolf-Grimme-Preis und den Bayrischen Filmpreis gewann. Dabei betonte Hagener, dass das Neue an Akins Debütfilm mitunter darin liege, dass er im Gegensatz zu dem bis dahin vorherrschenden „Betroffenheitskino“ oder „Problemkino“ das Leben von Migranten in einer multikulturellen, hybriden Gesellschaft zeigt, ohne dabei paternalistisch zu sein oder um Verständnis zu werben. Stattdessen zeigt Akin eine authentische multikulturelle Gesellschaft, mit all ihren positiven wie negativen Facetten. Auch durch eine ausgeprägte Direktheit und Körperlichkeit hebe sich Akins Debütfilm von den Charakteristika des deutschen Kinos der 90er ab. Darüber hinaus fänden sich in „Kurz und Schmerzlos“ Einflüsse von Scorsese, beispielsweise bei der Figur Gabriel, der als Taxifahrer in Analogie zu „Taxi Driver“ gesehen werden kann. Aber auch zu Tarantino, berücksichtigt man den Kleinauftritt Akins in seinem Debütfilm und schließlich sei der Film auch durch Al Pacino und „Scarface“ beeinflusst worden.


Malte Hagener

Bild: Prof. Malte Hagener während seiner Einführung zu Fatih Akins Debütfilm "Kurz und Schmerzlos" im Margarete-Bieber-Saal

 

Einmal ist immer das erste Mal. Auch die großen Filmemacher sind von dieser Redewendung nicht ausgeschlossen. Nicht selten sind deren Erstlingswerke unbekannte Studentenfilme, Lowbudget-Produktionen, die, wenn überhaupt, erst retrospektiv nach größeren Erfolgen vermarktet werden. Was nicht heißen soll, dass die Debüts geringzuschätzen sind. Im Gegenteil, handelt es sich dabei oft um innovative Erstlingswerke von „unverbrauchten“ und kreativen jungen Köpfen, die ihren eigenen Stil zu entwickeln suchen.

Im Rahmen der Filmreihe „Das erste Mal – Langfilmdebüts von Kinogrößen“ bot das Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) im Sommersemester Studierenden und Filminteressierten die Möglichkeit, sich mit den Langfilmdebüts bekannter Regisseure auseinanderzusetzen. Ziel der Veranstaltungsreihe war es, die formalen und inhaltlichen Grundtendenzen erkennbar werden zu lassen, die den Grundstein für die individuelle Handschrift der vorgestellten Filmemacher legten. Zu Beginn jeder der vier Veranstaltungen führten fachkundige Gastredner aus Filmkritik und Filmwissenschaft das Publikum in den jeweiligen Film ein und standen im Anschluss an die Filmvorführung zur Diskussion zu Verfügung.

So startete die Filmreihe am 14. Mai 2014 mit dem Debütfilm der Coen-Brüder „Blood Simple“ und einer Einführung von Filmwissenschaftler Prof. Marcus Stiglegger, der den Film als „Keimzelle“ für spätere Werke betrachtete, auf die klassische Autorentheorie zurückgriff und „Blood Simple“ als Meta-Noir betrachtete. Zwei Wochen später beschrieb der Kulturmanager, Journalist und Moderator Urs Spörri vom Filmmuseum Frankfurt Christopher Nolan als einen der letzten Autorenfilmer Hollywoods und benannte in dessen Erstlingswerk „Following“ 11 Merkmale, die sein Werk begleiten. Am 11. Juni schließlich war die Filmkritikerin Barbara Schweizerhoff zu Gast und beschrieb Darren Aronofskys Debütfilm „Pi“ als erstaunliches Crowdfounding-Projekt, das auch auf technischer Ebene Dank eigener Erfindungen zum Grundstein der Handschrift wurde.

(Sebastian Baier, 26.06.2014)

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