Systematische Theologie

Gegenstand der Systematischen Theologie bilden die Grundlagen und wesentlichen
Inhalte des christlichen Glaubens. Systematische Theologie interpretiert
die zentralen Formeln und Formen des Glaubens aus ihren historischen
Entstehungszusammenhängen heraus und bemüht sich zugleich,
den Glauben für die jeweilige Gegenwart neu zu erschließen, für Zeitgenossen
plausibel zu machen und vernünftig zu begründen. Kontextbezogenheit,
Zeitdiagnostik und interdisziplinärer Austausch mit anderen Wissenschaften
gehören damit zum notwendigen Methodenrepertoire Systematischer Theologie.
Systematische Theologie am Institut für Katholische Theologie der JLU Gießen
ist geprägt durch die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen
Säkularisierungsprozessen und deren Herausforderungen für Glauben und Kirche.
Sie zeigt sich - inspiriert vom II. Vatikanischen Konzil und im Gefolge politischer
sowie befreiender Theologien - sensibel für soziale und politische Dimensionen
des Christseins und stellt sich der christlichen Verantwortung für
eine humane Gesellschaft. Systematische Theologie am Institut für
Katholische Theologie in Gießen ist ökumenisch ausgerichtet und
engagiert sich im interreligiösen Dialog.