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Systematische Theologie

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Systematische Theologie

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Gegenstand der Systematischen Theologie bilden die Grundlagen und wesentlichen
Inhalte des christlichen Glaubens. Systematische Theologie interpretiert
die zentralen Formeln und Formen des Glaubens aus ihren historischen
Entstehungszusammenhängen heraus und bemüht sich zugleich,
den Glauben für die jeweilige Gegenwart neu zu erschließen, für Zeitgenossen
plausibel zu machen und vernünftig zu begründen. Kontextbezogenheit,
Zeitdiagnostik und interdisziplinärer Austausch mit anderen Wissenschaften
gehören damit zum notwendigen Methodenrepertoire Systematischer Theologie.

Systematische Theologie am Institut für Katholische Theologie der JLU Gießen
ist geprägt durch die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen
Säkularisierungsprozessen und deren Herausforderungen für Glauben und Kirche.
Sie zeigt sich - inspiriert vom II. Vatikanischen Konzil und im Gefolge politischer
sowie befreiender Theologien - sensibel für soziale und politische Dimensionen
des Christseins und stellt sich der christlichen Verantwortung für
eine humane Gesellschaft. Systematische Theologie am Institut für
Katholische Theologie in Gießen ist ökumenisch ausgerichtet und
engagiert sich im interreligiösen Dialog.

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Aktuelles

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Examenskolloquium zu Modalitäten der Examensprüfung und zur Prüfungsliteratur in Systematischer Theologie für die Kandidat*innen der Staatsexamensprüfungen im Herbst 2026 Präsenzveranstaltung im Phil. II, Karl-Glöckner Str. 21, Haus H, Raum 217; am Dienstag, den 30. Juni 2026, von 18.15 Uhr bis 19.15 Uhr
Review: Vortrag von Leander D. Wons, Absolvent der Katholischen Theologie an der JLU Gießen, am 17.04.26 an der Katholischen Akademie in Berlin Im Rahmen des Formats „Forum Junge Wissenschaft“ hat Leander D. Wons, der an der JLU Gießen Katholische Theologie, Philosophie und Musik auf Lehramt studiert hat, die Ergebnisse seiner Wissenschaftlichen Hausarbeit „Zur Theologie des Gemeindegesangs“ vorgestellt. In einer zweiten Runde reagierte Prof. Dr. Ansgar Kreutzer (Institut für Katholische Theologie, JLU Gießen) auf die Projektpräsentation von Anna Wera Wilms zu „Wahrheit im Gespräch: Wie synodale Theologie von der Kunst des Zuhörens lebt“.
Promovierenden-Kolloquium der Professuren für Systematische Theologie (Gießen) und Dogmatik (Würzburg) Auf Burg Rothenfels am Main fand das gemeinsame Promovierenden-Kolloquium der Professuren für Systematische Theologie (Prof. Ansgar Kreutzer, Gießen) und Dogmatik (Prof. Christine Büchner, Würzburg) in diesem Semester statt. An diesem historischen Ort tauschten sich die Teilnehmenden über ihre Lektüre von François Jullien aus. Der französische Philosoph will die „Ressourcen des Christentums“ (Gütersloh 2020) „zugänglich“ machen, und zwar für diejenigen „ohne Glaubensbekenntnis“. Teils eklektizistisch „beutet“ er vor allem das Johannesevangelium „aus“ und entdeckt unter anderem eine Art „voll im Leben stehender Transzendenz“. Bei guter Aussicht über den Main und auf den Bergfried wurden außerdem Projektvorstellungen diskutiert: Themen waren eine Theologie der Freiheit, neue theologische Ontologien, politische Theologie sowie eine Dezentralisierung der Ekklesiologie mit Michel de Certeau. Alexander Susewind, langjähriger Kenner der Burg Rothenfels, führte die Gruppe abends in die Geschichte des historischen Ortes ein. Besonders von Interesse: Das Wirken des berühmten Theologen Romano Guardini (1885-1968) und des „Quickborn“, eines Bundes der Katholischen Jugendbewegung, das die Burg maßgeblich im Inneren geprägt hat und sie bis heute lebendig hält. Das Tagungshaus in freier Trägerschaft, gleichzeitig Jugendherberge, bietet vielfältige Gelegenheiten für Gemeinschaft, Glaubensreflexion und Kulturerleben. Für unser Kolloquium ein inspirierendes und eindrückliches Ambiente! (Kurzbericht: Lucia Werbick)
Interuniversitäres Blockseminar zur Aktualität des II. Vatikanischen Konzils an der JLU Gießen und der PH Karlsruhe Eine hochmotivierte Gruppe von Gießener und Karlsruher Studierenden der Katholischen Theologie fand sich im Wintersemester 2025/26 an beiden Orten zu einem gemeinsamen Blockseminar zusammen, das der Aktualität des II. Vatikanischen Konzils (1962-65) gewidmet war. Die Leitung der Lehrveranstaltung lag bei den Professoren Ansgar Kreutzer (Gießen) und Michael Quisinsky (Karlsruhe), die sich beide wissenschaftlich intensiv mit dem Konzil beschäftigt haben. In Auseinandersetzung mit dem Konzilsereignis, den Texten des Konzils und mit seinem durchaus umstrittenen Erbe waren sich die Teilnehmenden einig, das viele Anstöße des Konzils noch auf eine Umsetzung in der Katholischen Kirche warten und dass der damals ausgelöste Reformimpuls, 60 Jahre nach dem Konzil, für die heutige Zeit weitergeführt werden muss.
Präsentation des neuen Buches "Politische Theologien. Aufbrüche und Neukonzipierungen" (Freiburg 2025), im Hybridformat am 14.1.2026 in Essen. Eine digitale Teilnahme ist möglich. Lukas Bormann/Ansgar Kreutzer (Hg.), Politische Theologien. Aufbrüche und Neukonzipierungen, Freiburg 2025 (QD 344) https://www.herder.de/theologie-pastoral/shop/p2/89537-politische-theologien-kartonierte-ausgabe/
Erasmusgastdozentur an der Universität Salzburg für Ansgar Kreutzer
NEUERSCHEINUNG: Neues Denken und neue Technologie "Neues Denken und neue Technologie" - Interdisziplinäre Beiträge zur sozial-ökologischen Transformation; Thomas M. Bohn / Ansgar Kreutzer / Michael Novian
"Eine Kirche für alle, alle, alle". Vortrag von Ansgar Kreutzer im Rahmen der Reihe "Kirche - Gewerkschaft" am 13. November 2025 in Fulda Pressebericht zum Vortrag von Prof. Dr. Ansgar Kreutzer zum Akademieabend „‘Gott ist und will Einbeziehung‘. Christliche Beiträge zum sozialen Zusammenhalt“ im Rahmen der Reihe „Kirche – Gewerkschaft“ – der in Kooperation mit dem DGB Kreisverband Fulda und der KAB Fulda am 13.11.2025 stattfand.
REVIEW: 50 Jahre „Unsere Hoffnung“ - Gemeinsame Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland; 26.09. - 27.09.2025 in WÜRZBURG Rückblick und Ausblick auf das „Hoffnungsdokument“ der Würzburger Synode (1971-75) und den politischen und gesellschaftlichen, den kulturellen und kirchlichen Verhältnissen der damaligen Zeit und der Gegenwart
Zu Gast in Würzburg: Gemeinsames Gießener und Würzburger Kolloquium/ Oberseminar in Systematischer Theologie am 25. und 26. Juli 2025 Wissenschaftlicher Austausch von Studierenden und Promovierenden im Bereich der katholischen Systematischen Theologie der JLU Gießen, Professur Kreutzer in Kooperation mit der Katholisch-Theologischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Neuerscheinung: Politische Theologien Lukas Bormann/Ansgar Kreutzer (Hg.), Politische Theologien. Aufbrüche und Neukonzipierungen
Neuerscheinung: Lieben und Denken. Emotionalität und Rationalität in der Theologie Was bedeutet es, theologisch zu denken – zwischen Gefühl und Verstand, ohne in Positivismus oder Irrationalismus zu verfallen? Guanzini, Isabella / Kreutzer, Ansgar / Resch, Martina (Hg.)
Neuerscheinung: Band 5 der Gießener Reihe "Theologie in pluraler Gesellschaft" Gudrun Becker, Dem Fremden antwortend begegnen. Eine resposive Haltungstheologie der Religionen im Anschluss an Nostra aetate
Aktueller Aufsatz von Ansgar Kreutzer zu Solidarität aus politisch-theologischer Sicht im Open Access-Format Download unter: https://dx.doi.org/10.18156/eug-1-2025-art-1 (Zugriff am 10.06.2025)
"Änderung zum Forschungskolloquium" der Gießener Theologien am 15.07.2025 um 18.00 s.t.- 21.00 Uhr, Phil II, Haus H, Raum H215 An Promovierende, an Promotion Interessierte und Professorinnen und Professoren der Gießener Theologien – FORSCHUNGSKOLLOQUIUM -
Jubiläumsfest (1925 -2025) 100 Jahre Kirche an den Hochschulen in Gießen - REVIEW: Vortrags- und Diskussionsabend mit Prof. Kreutzer (JLU) Kitt´ oder ´Sprengstoff´? Zur Rolle von Religion in der Gesellschaft - im Rahmen der Veranstaltungen zum großen Jubiläum "100 Jahre Kirche an den Hochschulen in Gießen" hat am 17.06.2025 Prof. Ansgar Kreutzer von der Justus-Liebig-Universität Gießen einen Vortrag gehalten. Religion kann durch das soziale Engagement von Gläubigen und aufgrund ihrer prosozialen Werte soziale Integration bewirken. Religion kann aber auch anders.
Verabschiedung von Sebastian Alt Lieber Sebastian, wir wünschen dir alles Gute an deinem neuen Arbeitsplatz.
REVIEW: Gastvortrag: Jean-Pierre Wils (Universität Nijmegen): Verkaufte Zukunft? Überlegungen zu einer Anthropologie des Verzichts Freiheit ohne Grenzen? Kann das funktionieren? U.a. dieser Frage geht Jean-Pierre Wils (Universität Nijmegen) in seinem Buch „Verzicht und Freiheit. Überlebensräume der Zukunft“ auf den Grund.
Neu erschienen: Ansgar Kreutzer und Yaşar Sarıkaya zur Kooperation der Gießener Theologien Neu erschienen: Ansgar Kreutzer und Yaşar Sarıkaya zur Kooperation der Gießener Theologien, in den Gießener Universitätsblätter 57 (2024) 75-84 https://www.giessener-hochschulgesellschaft.de/download/GU/GU-57-2024.pdf
Neuerscheinungen: Bd. 2 u. 3 der Gießener Reihe "Theologie in pluraler Gesellschaft" (Hrsg.: Naime Çakir-Mattner, Philipp David, Ansgar Kreutzer) Band 2: Hans-Christoph Goßmann, Religionspädagogik und interreligiöser Dialog / Band 3: Benjamin Dahlke/Michael Quisinsky (Hg.), Kirche für andere sein. Transdisziplinäre Beiträge zu Grace Davies Konzept der vicarious religion
Aktuelle Rezension von Ansgar Kreutzer zum interreligiösen Dialog: Rez. zu: Theological Anthropology in Interreligious Perspective, hg. v. Lejla Demiri/Mujadad Zaman/Tim Winter, in: Theologische Revue 121 (2025): Januar: https://www.uni-muenster.de/Ejournals/index.php/thrv/article/view/6200/6358 (22.01.25)
"Kirche verteidigt und belebt Demokratie". Interview mit Prof. Dr. Ansgar Kreutzer https://www.dersonntag.at/artikel/kirche-verteidigt-und-belebt-die-demokratie/
Theologische Anthropologie - jenseits der anthropologischen Wende? Theologische Anthropologie - jenseits der anthropologischen Wende? Vortrag und Disskusion mit Prof. Dr. Dr. Martin Breul
Band 1 der Gießener Reihe "Theologie in pluraler Gesellschaft" Naime Çakır-Mattner/Philipp David/Ansgar Kreutzer (Hg.) Band 1: Theologie(n) und Modernisierung. Interdisziplinäre Perspektiven aus Judentum, Christentum und Islam
Neuerscheinung: Pragmatik christlicher Heilshoffnung unter den Bedingungen der Säkularität Ansgar Kreutzer, Salvatore Loiero, Matthias Möhring-Hesse u.a. (Hg.) Zugänge zu einer differenzsensiblen Pragmatik erfahrungsbezogener Theologie
„Theologie(n) und Modernisierung“ Interdisziplinäre und interreligiöse Tagung: „Theologie(n) und Modernisierung“
Vielfalt zeigen Religion, Konfession und Kultur in Vermittlung Ansgar Kreutzer, Lars Meuser, Michael Novian, Karl Matthias Schmidt (Hg.) Festschrift für Prof. Dr. Franz-Josef Bäumer
Neuerscheinung: Religiöse Individualisierung und partizipative Bildung Eine empirische und interdisziplinäre Studie im Kontext kirchlicher Bildungshäuser Ansgar Kreutzer und Johannes Reitinger Religion scheint zunehmend Sache der Einzelnen zu werden. Menschen beheimaten sich nicht mehr ein­fach lebenslang in einer konfessionellen Tradition, sondern betrachten ihre Religiosität als fortgesetzte Sinnsuche. Diese Prozesse lassen sich auch und gerade in kirchlichen Bildungshäusern beobachten.
Religion und soziale Distinktion Ansgar Kreutzer, Hans-Joachim Sander (Hg.) Resonanzen Pierre Bourdieus in der Theologie
Kolloquium "Mystik" Kloster Engelthal Im Kloster Engelthal der Mystik auf der Spur
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Drittmittel DFG

DFG-Projekt: Das Sozialkapital religiöser Wahrnehmungsmuster - am Beispiel der ästhetisch gewendeten Inklusionstheologie von Papst Franziskus

1. Team

Prof. Dr. Ansgar Kreutzer (Projektleiter)

Dipl.-Theol. Mtra. Lucia Werbick (Projektmitarbeiterin)

Noah te Laak (Hilfskraft)

2. Projektbeschreibung


Das Forschungsprojekt widmet sich – unter einer im Schnittfeld von Systematischer Theologie und Sozialethik angesiedelten Perspektive – den Formen von Armut, sozialer Marginalität und Exklusion, die sich auch und gerade in den sogenannten wohlhabenden Gesellschaften finden lassen, oft in subtiler und versteckter Form. Das Projekt wird dabei von der Annahme getragen, dass religiöse Traditionen – hier fokussiert auf Traditionen des katholischen Christentums am Beispiel seines obersten Repräsentanten, Papst Franziskus, und dessen Sozialverkündigung – in ihren religiösen Sinnbeständen eine besondere Sensibilität für sozialen Ausschluss aufweisen (können).Mit dieser Fragestellung ist das Projekt in der wissenschaftlich wie gesellschaftlich hochaktuellen Debatte um den Zusammenhang von Religion und Zivilgesellschaft zu verorten. Mit dem insbesondere vom US-amerikanischen Sozialwissenschaftler R. Putnam geprägten Konzept des Sozialkapitals, mit dem die Qualität sozialer Kohäsion zu bemessen gesucht wird, werden religiöse Sinnbestände als Wahrnehmungsmuster für (verdeckten) sozialen Ausschluss in ihrer Bedeutung für soziale Integration interpretiert. Unter dieser Perspektive wird die (implizite)Theologie von Papst Franziskus, wie sie sich insbesondere in seiner Sozialverkündigung zeigt, aus ihrem (befreiungstheologischen) Entstehungszusammenhang heraus rekonstruiert, systematisch-theologisch analysiert und mit der Kritik der Repräsentation, wie sie die Postcolonial Studies vortragen, konfrontiert. Ergänzt wird diese Grundausrichtung des Projekts um Reflexionen zu einer adäquaten Ekklesiologie im Kontext der Zivilgesellschaft und um die interreligiöse Erweiterung der Fragestellung nach für sozialen Ausschluss sensiblen Deutungsmustern, die sich in weiteren religiösen Traditionen (z.B. evangelisch-christlichen, jüdischen, islamischen oder buddhistischen) finden.

https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/510647404

 

3. Publikationen im Kontext des Projekts (werden laufend ergänzt)

4. Tagung/Workshop:  ‚‚Auf den Schrei der Armen hören“ (Papst Franziskus)
   
- Religiöse Sensibilisierung für sozialen Ausschluss,  vom 13. März. bis 15. März.2025

Die Tagung steht im Kontext des DFG-Forschungsprojekts „Das Sozialkapital religiöser Wahrnehmungsmuster – am Beispiel der ästhetisch gewendeten Inklusionstheologie von Papst Franziskus“. Hierin wird auf Formen von Armut, sozialer Marginalität und Exklusion fokussiert, die sich auch und gerade in den sogenannten wohlhabenden Gesellschaften finden – oft in subtiler und versteckter Form – und den sozialen Zusammenhalt prekär erscheinen lassen. Das Projekt wird insgesamt von der Annahme getragen, dass religiöse Traditionen in ihren Deutungsmustern besondere Sensibilitäten für sozialen Ausschluss aufweisen (können). Dabei treten die vom Inklusionsgedanken geprägte Theologie und Sozialverkündigung von Papst Franziskus in den Blick. Sie erheben den Anspruch, aus den christlichen Glaubensbeständen heraus eine Sensibilisierung für soziale Marginalisierung zu entwickeln und von hier aus theologische Gesellschaftskritiken zu formulieren.

Im Rahmen der Tagung soll diese These untersucht und die Perspektive interdisziplinär, interreligiös sowie international geweitet und komparativ ausgebaut werden. Welche Sensibilisierungen und Wahrnehmungen für soziale Ausschlussprozesse finden sich in religiösen Traditionen? Und welche Bedeutung kommt solchen theologischen Deutungsmustern für die Frage des sozialen Zusammenhalts zu?

Flyer