Im Rahmen des Formats „Forum Junge Wissenschaft“ hat Leander D. Wons, der an der JLU Gießen Katholische Theologie, Philosophie und Musik auf Lehramt studiert hat, die Ergebnisse seiner Wissenschaftlichen Hausarbeit „Zur Theologie des Gemeindegesangs“ vorgestellt. In einer zweiten Runde reagierte Prof. Dr. Ansgar Kreutzer (Institut für Katholische Theologie, JLU Gießen) auf die Projektpräsentation von Anna Wera Wilms zu „Wahrheit im Gespräch: Wie synodale Theologie von der Kunst des Zuhörens lebt“.
Auf Burg Rothenfels am Main fand das gemeinsame Promovierenden-Kolloquium der Professuren für Systematische Theologie (Prof. Ansgar Kreutzer, Gießen) und Dogmatik (Prof. Christine Büchner, Würzburg) in diesem Semester statt. An diesem historischen Ort tauschten sich die Teilnehmenden über ihre Lektüre von François Jullien aus. Der französische Philosoph will die „Ressourcen des Christentums“ (Gütersloh 2020) „zugänglich“ machen, und zwar für diejenigen „ohne Glaubensbekenntnis“. Teils eklektizistisch „beutet“ er vor allem das Johannesevangelium „aus“ und entdeckt unter anderem eine Art „voll im Leben stehender Transzendenz“. Bei guter Aussicht über den Main und auf den Bergfried wurden außerdem Projektvorstellungen diskutiert: Themen waren eine Theologie der Freiheit, neue theologische Ontologien, politische Theologie sowie eine Dezentralisierung der Ekklesiologie mit Michel de Certeau. Alexander Susewind, langjähriger Kenner der Burg Rothenfels, führte die Gruppe abends in die Geschichte des historischen Ortes ein. Besonders von Interesse: Das Wirken des berühmten Theologen Romano Guardini (1885-1968) und des „Quickborn“, eines Bundes der Katholischen Jugendbewegung, das die Burg maßgeblich im Inneren geprägt hat und sie bis heute lebendig hält. Das Tagungshaus in freier Trägerschaft, gleichzeitig Jugendherberge, bietet vielfältige Gelegenheiten für Gemeinschaft, Glaubensreflexion und Kulturerleben. Für unser Kolloquium ein inspirierendes und eindrückliches Ambiente! (Kurzbericht: Lucia Werbick)
Eine hochmotivierte Gruppe von Gießener und Karlsruher Studierenden der Katholischen Theologie fand sich im Wintersemester 2025/26 an beiden Orten zu einem gemeinsamen Blockseminar zusammen, das der Aktualität des II. Vatikanischen Konzils (1962-65) gewidmet war. Die Leitung der Lehrveranstaltung lag bei den Professoren Ansgar Kreutzer (Gießen) und Michael Quisinsky (Karlsruhe), die sich beide wissenschaftlich intensiv mit dem Konzil beschäftigt haben. In Auseinandersetzung mit dem Konzilsereignis, den Texten des Konzils und mit seinem durchaus umstrittenen Erbe waren sich die Teilnehmenden einig, das viele Anstöße des Konzils noch auf eine Umsetzung in der Katholischen Kirche warten und dass der damals ausgelöste Reformimpuls, 60 Jahre nach dem Konzil, für die heutige Zeit weitergeführt werden muss.
"Neues Denken und neue Technologie" - Interdisziplinäre Beiträge zur sozial-ökologischen Transformation; Thomas M. Bohn / Ansgar Kreutzer / Michael Novian
Pressebericht zum Vortrag von Prof. Dr. Ansgar Kreutzer zum Akademieabend „‘Gott ist und will Einbeziehung‘. Christliche Beiträge zum sozialen Zusammenhalt“ im Rahmen der Reihe „Kirche – Gewerkschaft“ – der in Kooperation mit dem DGB Kreisverband Fulda und der KAB Fulda am 13.11.2025 stattfand.
Rückblick und Ausblick auf das „Hoffnungsdokument“ der Würzburger Synode (1971-75) und den politischen und gesellschaftlichen, den kulturellen und kirchlichen Verhältnissen der damaligen Zeit und der Gegenwart
Wissenschaftlicher Austausch von Studierenden und Promovierenden im Bereich der katholischen Systematischen Theologie der JLU Gießen, Professur Kreutzer in Kooperation mit der Katholisch-Theologischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Was bedeutet es, theologisch zu denken – zwischen Gefühl und Verstand, ohne in Positivismus oder Irrationalismus zu verfallen? Guanzini, Isabella / Kreutzer, Ansgar / Resch, Martina (Hg.)
Kitt´ oder ´Sprengstoff´? Zur Rolle von Religion in der Gesellschaft - im Rahmen der Veranstaltungen zum großen Jubiläum "100 Jahre Kirche an den Hochschulen in Gießen" hat am 17.06.2025 Prof. Ansgar Kreutzer von der Justus-Liebig-Universität Gießen einen Vortrag gehalten. Religion kann durch das soziale Engagement von Gläubigen und aufgrund ihrer prosozialen Werte soziale Integration bewirken. Religion kann aber auch anders.
Freiheit ohne Grenzen? Kann das funktionieren? U.a. dieser Frage geht Jean-Pierre Wils (Universität Nijmegen) in seinem Buch „Verzicht und Freiheit. Überlebensräume der Zukunft“ auf den Grund.
Neu erschienen: Ansgar Kreutzer und Yaşar Sarıkaya zur Kooperation der Gießener Theologien, in den Gießener Universitätsblätter 57 (2024) 75-84 https://www.giessener-hochschulgesellschaft.de/download/GU/GU-57-2024.pdf
Band 2: Hans-Christoph Goßmann, Religionspädagogik und interreligiöser Dialog / Band 3: Benjamin Dahlke/Michael Quisinsky (Hg.), Kirche für andere sein. Transdisziplinäre Beiträge zu Grace Davies Konzept der vicarious religion
Naime Çakır-Mattner/Philipp David/Ansgar Kreutzer (Hg.) Band 1: Theologie(n) und Modernisierung. Interdisziplinäre Perspektiven aus Judentum, Christentum und Islam
Ansgar Kreutzer und Johannes Reitinger Religion scheint zunehmend Sache der Einzelnen zu werden. Menschen beheimaten sich nicht mehr einfach lebenslang in einer konfessionellen Tradition, sondern betrachten ihre Religiosität als fortgesetzte Sinnsuche. Diese Prozesse lassen sich auch und gerade in kirchlichen Bildungshäusern beobachten.