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Alchemy of history – Echos einer liminalen Reise im Amazonasgebiet

Wann

11.07.2026 von 19:00 bis 20:00 (Europe/Berlin / UTC200)

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11.07.2026 von 19:00 bis 20:00
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Wo

Theaterlabor of the JLU: Bismarckstraße 24A, 35390 Gießen

Teilnehmer

Concept and performance: Diana De Fex Dramaturgy: Nina DeLudemann, Maria Tsitroudi, kemelo nozipho sehlapelo Light design: Hyunseo Choi Sound design: Till Bürgin Special thanks to Alma Quintana, Bojana Kunst, Mikosh Loutsenko, Olga Popova

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EN: The Amazon is a territory onto which all kinds of desires and imaginaries are projected: as a land of inexhaustible fertility and wealth open to endless extraction; savage and virginal, in need of culture and civilization; magical and mythological; shadowy, dangerous, and devouring. How can we encounter this territory without getting lost in these projections? How can we sense the cultural and historical layers that weave together personal, collective, and ancestral memory? How is unfathomable loss shaped and reconciled?  

This is an account of a journey within many journeys, and many journeys within a journey. 

Halfway between introspection and perception, I listen to the voice of the river—which is the forest’s heartbeat, which is the taste of the sun’s warmth on the tip of my tongue, which is what frogs croak when I listen more than what I hear, which is what the rain smells like when I see more than what I see, which is what birds teach when we sing the ancestral thought that travels.

DE: 

Auf den Amazonas werden alle möglichen Sehnsüchte und Vorstellungswelten projiziert: er gilt als ein Ort unerschöpflicher Fruchtbarkeit und Reichtümer, die sich endlos ausbeuten lassen; wild und unberührt müssen Kultur und Zivilisation dort erst hingebracht werden; magisch und mythologisch; schattenhaft, gefährlich und verschlingend. Wie können wir in diesen Raum eintreten, ohne uns von diesen Projektionen leiten zu lassen? Wie können wir die kulturellen und historischen Sedimente wahrnehmen, in denen l persönliches, kollektives und vererbtes Gedächtnis miteinander verwoben werden? Wie kann unaussprechlicher Verlust begreifbar gemacht und verarbeitet werden?  
 
Diese Reise erzählt innerhalb vieler Reisen die Erzählung vieler Reisen innerhalb einer einzigen Reise. 
 
Irgendwo zwischen Selbstbeobachtung und Wahrnehmung lausche ich der Stimme des Flusses, die der Herzschlag des Waldes ist, der den Geschmack der Sonnenwärme auf meiner Zungenspitze ausbreitet, in dem ich das Quaken der Frösche höre, wenn ich weiter höre, als mein Gehör zulässte, sehe ich den Geruch des Regens, der mehr ist als das, was sichtbar wird, wenn dies Vögel lehren, von den Gedanken der Vorfahren zu singen, die weiter reisen. 
  • Premiere
  • Performance
  • Abschlussstück

 

(c)Nina DeLudemann