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Projektmodule

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Das Projektstudium erfolgt in der Kernphase des Bachelorstudiengangs im 3. – 5. Semester. Von insgesamt sechs Projektmodulen mit jeweils 9 CP werden pro Semester zwei absolviert.

Jedes Projekt besteht aus drei Modulbausteinen:

  • Fachtheorie: Eine inhaltlich einführende Veranstaltung (Modulbaustein 1)
  • Fachmethodik: Ein Methodenbaustein, welcher die Grundlagen der jeweiligen Methode vermittelt und diese mit Anwendungsbeispielen aus dem Thema der inhaltlichen Lehrveranstaltung erläutert (Modulbaustein 2)
  • Fachpraxis: Eine Übung in der individuelle Aufgaben unter Anwendung der in der Fachtheorie und Fachmethodik erlernten Inhalte bearbeitet werden (Modulbaustein 3)

Als Leistungsnachweis während des Projektverlaufs dienen Präsentationen der Studierenden sowie eine modulabschließende Hausarbeit, welcher inhaltlich die selbständig bearbeitete Aufgabe des Fachpraxisteils zugrunde liegt.

Angebotene Projekte im Sommersemester 2026

Projekt 01: Verkehrsgeographie und Verkehrsplanung

Luftbild von Gießen Bahnhof mit Autobahn; Quelle: DOP20-HVBG
Bild: DOP20-HVBG
Hauptdozenten: Michael Hollenhorst, Dipl. Geograph; Dr. Jörn Profe

Fachtheorie: Die Mobilitätswende erfordert eine Stärkung des Öffentlichen Nahverkehrs, die auch in der Fläche umgesetzt werden muss, um die verkehrs- und klimapolitischen Ziele zu erreichen. Gleichwohl Maßnahmen überdurchschnittlich stark auf Großstädte fokussiert sind, bieten städtische Räume wie Gießen und sein Umland ein erhebliches Potenzial, den ÖV zu stärken. Im fachtheoretischen Teil des Projekts lernen Sie die Strukturen des Öffentlichen Nahverkehrs kennen, erörtern gemeinsam die Chancen im Zuge der Mobilitätswende und entwickeln konkrete Fragestellungen für Gießen und sein Umland.

Fachmethodik: Die Auswirkungen angedachter Strategien der Mobilitätswende bedürfen vor ihrer Umsetzung einer Abschätzung ihrer Konsequenzen. Dafür eignen sich GIS-gestützte Netzwerkanalysen, insbesondere Erreichbarkeitsanalysen. Diese können sowohl in einem ÖPNV-, Straßen- oder kombinierten Netzwerk untersucht werden in Abhängigkeit des verwendeten Verkehrsträgers. Deshalb lernen Sie im Methodenteil den Aufbau und die Administration eines Straßen- und ÖPNV-Netzwerks in ArcGIS Pro mithilfe offener Geodaten (ATKIS, OSM, GTFS) kennen. Im Anschluss lernen Sie Erreichbarkeitsanalysen durchzuführen, mit soziodemographischen Daten zu verknüpfen und die Ergebnisse zu interpretieren entsprechend im Theorieteil entwickelter Fragestellungen.

Fachpraxis: Im fachpraktischen Teil erarbeiten Sie in Kleingruppen konkrete, methodisch fundierte Projektvorschläge, um insbesondere den Schienenverkehr im Raum Gießen attraktiver zu gestalten, u.a. indem der Verkehrsträger Schiene für mehr Menschen erreichbar wird.

Projekt 02: Klimageschichte(n) - Geographische Perspektiven auf Mensch-Umwelt-Beziehungen

von Katsushika Hokusai - https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2798407
von Katsushika Hokusai - https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2798407
Hauptdozentin: Prof. Lea Schneider

Fachtheorie: Veränderungen im Klima haben die gesamte Erdgeschichte begleitet und auch die Entwicklung der Menschheit entscheidend geprägt. Obwohl es für den aktuellen Klimawandel wahrscheinlich kein erdgeschichtliches Analogon gibt, so lassen sich aus der Vergangenheit wichtige Erkenntnisse über Rückkopplungsmechanismen und mögliche Kipppunkte im Klimasystem ziehen. Auch kann uns der Blick in die Vergangenheit lehren, wie Klimaveränderungen große Wanderungsbewegungen, die Entstehung landwirtschaftlicher Gesellschaften und technologische Fortschritte gefördert oder behindert haben. Für die korrekte Interpretation möglicher Verflechtungen zwischen Menschheits- und Umweltentwicklung benötigen wir aber interdisziplinäre Ansätze, die sowohl physisch-geographische Umweltbedingungen als auch gesellschaftliche Entwicklungen berücksichtigen. Nur so können historische Narrative von Resilienz und Anpassungsfähigkeit unseren Blickwinkel erweitern, um kreative und nachhaltige Lösungen für die heutigen und zukünftigen Herausforderungen des Klimawandels zu entwickeln.

Fachmethodik: Dieser Teil wird sich hauptsächlich auf die quantitative Analyse von Mensch-Umwelt-Beziehungen mit verschiedenen Zeit- und Raumskalen beziehen. Eine statistische Zeitreihenanalyse kann nicht nur auf Umweltdaten, sondern auch auf Datensätze im gesellschaftlichen Kontext angewendet werden. Neben historischen Daten kommen dabei auch aktuelle Aufzeichnungen und Projektionen aus (Klima-)Modellen zum Einsatz. Die Analyse umfasst die Quantifizierung von Trends, die Identifikation zyklischer Muster und die Detektion von Extremereignissen. Außerdem werden Korrelationsanalysen und Vorhersagemodelle genutzt, um kausale Zusammenhänge zu erforschen. Es werden unter anderem verschiedene Datenarchive sowie die Statistik-Software R verwendet.

Fachpraxis: Die Studierenden erarbeiten eine eigene Länderstudie zu einem selbstgewählten Land rund um die Themen Klimaveränderung, Klimaschutz, Klimaanpassung und Klimapolitik. Dabei werden ausgehend von einer Beschreibung der historischen Ausgangssituation aktuelle Entwicklungen in Klima, Umwelt und Gesellschaft analysiert. Verschiedene Indizes aus der Klima-, Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftsforschung werden mit Methoden der Zeitreihenanalyse untersucht und mit Informationen aus den IPCC-Berichten verknüpft. In Ergänzung zu der quantitativen Analyse soll ein geschichtliches Beispiel für Resilienz oder Anpassungsfähigkeit in der Region identifiziert werden, von dem die heutige oder zukünftige Klimapolitik profitieren könnte.

Projekt 03: Smart Regions - Innovation und nachhaltige Regionalentwicklung im Zeitalter der Digitalisierung

Stockfoto von Vernetzung, Netzwerk, digitales Bild; Foto: Colourbox.de / Skrypko Ievgen
Foto: Colourbox.de / Skrypko Ievgen
Hauptdozent: Prof. Dr. Stefan Hennemann
Weitere Dozentin: Sina Sänger, M. Sc.

Im Projekt werden zwei zentrale Themen der Wirtschaftsgeographie adressiert und Lösungsvorschläge für einen sachgerechten Umgang damit erarbeitet. Wir gehen der Frage nach, ob die räumliche Dimension, also die Geographie, im Zuge der verstärkten Digitalisierung der Wirtschaftsprozesse gestärkt oder entwertet wird und welche Rolle Nachhaltigkeit dabei spielt. Mit der zunehmenden Digitalisierung stehen traditionelle Vorstellungen von Raum, Nähe und Distanz vor Veränderungen. Die Digitalisierung verändert die Art und Weise, wie Wissen generiert, geteilt und genutzt wird, und wirkt sich auf die Entstehung und Entwicklung von regionalen Innovationszentren aus. Ein besonderer Fokus liegt daher auf der Untersuchung von Innovationen in Zeiten der Digitalisierung und deren Einfluss auf räumliche Strukturen, Prozesse und nachhaltige Entwicklung. Lernziel des Projekts ist es somit erstens, die Wirkung räumlicher Distanzen sowie administrative und funktionale räumliche Zusammenhänge auf unterschiedlichen Maßstabsebenen im Kontext von Kooperation, Innovation und Wissenstransfer einschätzen zu können. Zweitens wird insbesondere die Wirkung politisch-administrativer, kultureller und funktionaler Grenzen für die Zusammenarbeit im Wirtschaftsprozess diskutiert.

Am Beispiel von wissensintensiven Industrien und Dienstleistungen wird im fachwissenschaftlichen Teil auf aktuelle Erklärungsansätze zur wissensbasierten und nachhaltigen Regionalentwicklung eingegangen (z. B. Innovationssystemtheorie, regionale technologische Pfadabhängigkeiten) und anhand von Fallbeispielen konkretitisiert. Wir gehen dabei z. B. der Frage nach, inwieweit sich die Situation in urbanen und ländlichen Räumen unterscheidet und wie Akteure der Wirtschaftsförderung die (grenzübergreifende) Regionalentwicklung in einer zunehmend digitalisierten Welt begleiten können. Expertengespräche mit Fachleuten aus der Praxis erweitern die Perspektive und liefern wertvolle Einblicke in die praktische Umsetzung digitaler und nachhaltiger Regionalentwicklung.

Im fachmethodischen Teil lernen die Teilnehmer methodische Instrumente für die vergleichende Analyse von Regionen auf unterschiedlichen Maßstabsebenen kennen und diskutieren die Herausforderungen bei der Messung und der Datengewinnung, insbesondere in Hinblick auf die
Einbindung von Digitalisierung- und Nachhaltigkeitsindikatoren. Schließlich wird im fachpraktischen Teil anhand eines selbst gewählten Fallbeispiels eine Analyse zur wissensbasierten und nachhaltigen Regionalentwicklung im Kontext der Digitalisierung durchgeführt. Die Untersuchungsräume können dabei supranational länderübergreifend, national (z. B. Unterschiede zwischen Bundesländern in Deutschland) oder subnational (z. B. Metropolregionen oder allgemein Stadt-Umland) sein.

Der Ablauf im Projekt ist dabei auf eine wissenschaftliche fundierte Auseinandersetzung mit dem Thema abgestimmt. Gleichzeitig sind die gewählten Inhalte und die Methodik auch im beruflichen Umfeld der Wirtschaftsgeographie von großer aktueller Relevanz. 

Projekt 04: Fortgeschrittenenprojekt Raumplanung - Bauleitplanung, Stadtentwicklungsplanung/Stadterneuerung, Regionalplanung, Regionalentwicklung

Foto: Colourbox.de / Jan Sluimer
Foto: Colourbox.de / Jan Sluimer
Hauptdozent: Prof. Dr. Christian Diller
Weitere Dozenten: Julian Adler, Dr. Jörn Profe
Das Projekt vermittelt, aufbauend auf dem Einführungsprojekt Raumplanung, vertiefte Kenntnisse und Fähigkeiten auf allen Ebenen der Raumplanung und Regionalentwicklung. 

Im Fachtheorie-Modul werden Grundlagen der Stadtentwicklungs- und Stadterneuerungspolitik, der Regionalplanung und Regionalentwicklung in Form von Studierendenreferaten, Dozenteninputs und Lektürekursen vermittelt.

Im Fachmethodik-Modul wird in Zusammenarbeit mit Praktikern aus der Wetterau-Region und Studierenden aus dem Masterstudiengang WIMORE eine Aufgabe im Zusammenhang mit der Landesgartenschau Oberhessen 2027 bearbeitet. Die Ergebnisse werden vor Ort präsentiert; der in Gruppenarbeit erstellte Projektbericht stellt das zentrale Ergebnis des Projekts dar. 

Im Fachpraxis-Modul werden in Form von Dozenteninputs und Übungsaufgaben an praktischen Beispielen vor allem aus Mittelhessen vertiefte Einblicke in die Bauleitplanung vermittelt.

Projekt 05: Interdisziplinäre Geländeübung: Nördlinger Ries

Foto: Thomas Kolb
Foto: Thomas Kolb


Hauptdozenten: Dr. Thomas Kolb & Dr. Marie-Louise Litmeyer

Mit dem Nördlinger Ries und der Schwäbischen Ostalb stehen zentrale Landschaften des südwestdeutschen Raumes im Fokus dieser interdisziplinären Geländeübung. Ziel ist es, diese Gebiete aus physisch- wie humangeographischer Perspektive zu analysieren und die vielschichtigen Wechselwirkungen zwischen natürlichen Gegebenheiten und den spezifischen Nutzungsmöglichkeiten zu verstehen.

Das Nördlinger Ries und das benachbarte Steinheimer Becken zählen zu den bekanntesten Impaktstrukturen der Erde. Sie bieten außergewöhnliche Einblicke in die gewaltigen Auswirkungen des Einschlags extraterrestrischer Körper sowie in die nachfolgenden geomorphologischen Anpassungsprozesse, die das heutige Landschaftsbild prägen. Die Hochflächen und Täler der Schwäbischen Ostalb wiederum veranschaulichen eindrucksvoll die charakteristische Morphologie einer Karstlandschaft mit ihrer reichen Formenvielfalt – von Dolinen und Trockentälern bis hin zu verkarsteten Quellen und Höhlen.

Neben den naturräumlichen Gegebenheiten zeichnet sich die Region durch eine bemerkenswerte wirtschaftliche Dynamik aus. Zahlreiche mittelständische Unternehmen, viele davon sogenannte „Hidden Champions“, prägen das wirtschaftliche Profil dieses überwiegend ländlichen Raumes. Im Rahmen des Projektes werden daher auch wirtschafts- und siedlungsgeographische Perspektiven eingebunden: Strukturwandel, regionale Wertschöpfungsketten, Mobilität und Tourismus werden exemplarisch untersucht.

Die erforderlichen theoretischen Grundlagen aus den Bereichen der Physischen Geographie und der Humangeographie werden in vorbereitenden Seminaren vermittelt. Den Kern der Lehrveranstaltung bildet eine 6-tägige Geländeübung, die den Studierenden die Möglichkeit eröffnen soll, die zunächst theoretisch erörterten Inhalte vor Ort unmittelbar zu erleben.

Projekt 06: The Mediterranean Climate Hotspot: Understanding past, present and future climate change, extremes, impacts and building resilience

Aegean sea coast landscape with aquamarine water, view near Mega Portokali Beach (Sithonia, Chalkidiki, Greece); Foto: Colourbox.de / #2493
Foto: Colourbox.de / #2493
Hauptdozent: Prof. Jürg Luterbacher, PhD

This interdisciplinary module examines the profound challenge of climate change within the unique and dynamic context of the Mediterranean Basin. Formed by the ongoing collision of the Eurasian and African plates, the Mediterranean is a natural laboratory for studying active geodynamic processes like volcanism and mountain building, which have shaped its landscapes and history including early civilizations, interconnected societies and cultures. Today, this region is a climate change hotspot, warming faster than the global average with weather and climate extremes impacting societies, economies and ecology. The module leverages the Mediterranean’s exceptional wealth of data, from long instrumental records and natural archives like tree-rings, speleothems, and marine sediments to rich documentary evidence, to reconstruct past climates and understand modern and future changes and discusses adaptation and mitigation strategies.

We will investigate the specific impacts of climate change across the Mediterranean, with a focus on Greece as a case study. Topics include rising temperatures, altered precipitation patterns, sea-level rise, extreme weather events, and their cascading effects on water resources, ecosystems, agriculture, tourism, economy, society and urban infrastructure. The course critically evaluates adaptation strategies to build resilience and explores mitigation options for a sustainable future, all within the framework of the region's social, cultural, and geographical heritage.

Core Topics Include:

  • The Mediterranean Climate System: Dynamics and Variability
  • Geodynamic Setting: From Plate Tectonics to Volcanism
  • Palaeoclimatology: Reconstructing Past Climate with Proxies and links to society
  • Observed changes and future scenarios and changes in climate and environment and impacts on Hydrology, Ecosystems, Society and economy (IPCC)
  • Vulnerability and Risk Assessment, with a Focus on Greece
  • Adaptation strategies in water management, agriculture, tourism, coastal zones, etc.
  • Mitigation Options and the Transition to a Low-Carbon Economy
  • The Role of Policy, Governance, and Cultural Heritage in Climate Action

The one week excursion will take place in Greece (Athens and Peloponnese) covering the following topics: physical geography, volcanoes, geomorphology, paleoclimatology, climate, ecosystem impacts, water availability and management, ocean circulation, history, archaeology and urbanism. International experts will be invited to the excursion in the different visiting areas. The excursion is in collaboration with the UNESCO Chair on Natural Hazards in the Geosphere, the Hydrosphere and the Atmosphere, the Navarino Environmental Observatory, the University of Stockholm, the Bert Bolin centre and the Academy of Athens.

The aim of the project is the preparation of a scientific report that combines knowledge of theory and methods, and knowledge obtained during the excursion. The presentation and discussion of the results will reflect the elaboration of theoretical and methodological parts, the excursion and the knowledge of literature.

Projekt 07: Exkursions-Projekt Kaukasus

Shkhara, 5202 m; Svaneti, Georgia, 2018; Foto: Markus Schupp
Foto: Markus Schupp (Shkhara, 5202 m; Svaneti, Georgia, 2018)
Hauptdozent: Prof. Dr. Andreas Dittmann
Innerhalb der sogenannten Neuen Weltordnung ergeben sich für eine Entwicklungszusammenarbeit (EZ) zwischen Globalem Norden und Globalem Süden neue Perspektiven und Herausforderungen, die zum Teil einer dringenden Überarbeitung bedürfen. Unmittelbar sind dabei Entwicklung und Sicherheit miteinander verbunden. Entwicklung braucht sichere Wirkungsfelder und Sicherheit schafft umgekehrt vielfach erst die Voraussetzungen für EZ-Aktivitäten. Die beiden humangeographischen Kompetenzbereiche „Geographische Entwicklungsforschung“ und „Geographische Konfliktforschung“ ergänzen sich in idealer Weise bei der Analyse und Erklärung von aktuellen Herausforderungen. Entsprechende geographische Kernkompetenzen werden auf dem Arbeitsmarkt immer stärker nachgefragt. Das Exkursions-Projekt soll daher wichtige Voraussetzungen sowie Kontakte für einen erfolgreichen Berufseinstieg schaffen. Das Projekt ist dreigeteilt in einen fachtheoretischen, einen fachmethodischen und einen fachpraktischen Teil.

Im fachtheoretischen Teil (Seminar: "Geographische Entwicklungsforschung im Südkaukasus") werden ausgewählte Beispiele im globalen Süden in Form von Diskussionen im Seminar-Rahmen von den Studierenden geleistet. Regionale Konflikte und Migrationsbewegungen stehen dabei im Vordergrund.

Im fachmethodischen Teil werden im Rahmen einer Exkursionsveranstaltung in Ländern des Südkaukasus im September 2026 Feldaufenthalte mit kleineren Forschungsaufgaben durchgeführt. Die anfallenden Reisekosten sowie Aufenthaltspauschalen können dabei vollständig aus Forschungsprojektmitteln übernommen werden. Die Aufteilung auf die drei südkaukasischen Länder und die Vergabe von Aufgaben der Feldarbeit erfolgen im Rahmen des Vorbereitungsseminars.

Fachpraktischer Teil: Im Rahmen des Exkursions-Projektes wird die Vermittlung verschiedener zusätzlicher fachpraktischer Inhalte notwendig. Dafür sind fünf Termine im Sommersemester 2026 sowie die Co-Betreuung von kaukasischen Gaststudierenden in Gießen während des Sommersemesters vorgesehen. Die Gaststudierenden aus dem Südkaukasus sind gleichzeitig Projektbegleiter während der Kaukasus-Exkursion im September 2026.