Postkoloniale Viehzucht in Namibia
Historische, sozioökologische und genetische Transformationen
Postkoloniale Viehzucht in Namibia: historische, sozioökologische und genetische Transformationen
Projektlaufzeit: 01.06.2021 bis 31.05.2024
Das Projekt „Postkoloniale Viehzucht in Namibia: historische, sozioökologische und genetische Transformationen“ ist ein interdisziplinäres Projekt, das aus drei Bereichen besteht: Tierzucht, Geschichte und soziale Ökologie.
Untersucht werden die Auswirkungen des Kolonialsystems auf die Viehhaltung und -zucht in Namibia. Insbesondere werden die Wechselbeziehungen zwischen kolonialer strategischer Planung (ab 1884) und praktischen Zuchtmethoden, sowie die damit verbundenen historischen Veränderungen in der Gesellschaft, in den Mensch-Tier-Beziehungen und in der genetischen Ausstattung der Rinderpopulationen in Namibia analysiert.
Das Tierzuchtpaket konzentriert sich auf die Entwicklung und Anpassung importierter Rinderrassen wie (z. B. Simmentaler, Braunvieh, Brahman) an die namibische Umwelt. Phänotypische und genotypische Daten der verschiedenen Rinderrassen in Namibia werden analysiert, um die genetische Vielfalt und Populationsstruktur namibischer Rinder sowie die genetische Architektur relevanter Leistungs- und Fitnessmerkmale aufzuklären und Selektionssignaturen zu identifizieren, d. h. genomische Fußabdrücke, die durch natürliche und künstliche Selektion hinterlassen werden. Darüber hinaus untersuchen wir, wie sich klimatische Bedingungen auf die genetischen Parameter von Leistungs- und Fitnessmerkmalen aktueller namibischer Rinderrassen auswirken.
Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und umfasst die Zusammenarbeit der nachstehend aufgeführten Wissenschaftler:
- Tierzucht: Prof. Dr. Sven König, Dr. Seyi Fridaïus Vanvanhossou, Institut für Tierzucht und Genetik, Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen
- Geschichte: Prof. Dr. Stephanie Zehnle, Professur für Umwelt- und Technikgeschichte, Universität Passau
- Soziale Ökologie: Prof. Dr. Brigitte Kaufmann & Dr. Christian Hülsebusch, Deutsches Institut für Tropische und Subtropische Landwirtschaft, Witzenhausen (DITSL)
Die namibischen Partner sind:
- Universität von Namibia (UNAM),
- Namibia University of Science & Technology (NUST)
- Simmentaler Simbra Cattle Breeder’s Society of Namibia
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Die Förderung des Vorhabens erfolgt aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft. |
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