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Studieninhalte

Der Masterstudiengang „Geosysteme im Wandel“ baut auf den geographischen Grundlagen eines Bachelorstudiums auf und legt besonderen Wert auf die Vernetzung von Fachwissen im Bereich der physischen Geographie. Geosysteme sind komplexe räumliche Einheiten unserer Umwelt, bestehend aus miteinander verknüpften Sphären wie Lithosphäre, Pedosphäre, Hydrosphäre, Atmosphäre, Biosphäre und Anthroposphäre. Sie werden durch interne Prozesse und Wechselwirkungen zwischen diesen Sphären geprägt und formen so das Lebensumfeld auf der Erde.

Der globale Klima- und Umweltwandel bringt Veränderungen in allen Geosystemen mit sich. Hierbei spielen sowohl klimatische als auch direkt durch menschliche Aktivitäten verursachte Einflüsse eine entscheidende Rolle. Um die Ursache-Wirkungs-Beziehungen zu verstehen, müssen die einzelnen Prozesse und ihre Interaktionen untersucht werden. Der Studiengang legt daher zu Beginn den Schwerpunkt auf die interdisziplinäre, physisch-geographische Analyse eines konkreten Geosystems. Dies kann zum Beispiel ein Flusseinzugsgebiet in Deutschland sein, anhand dessen den Studierenden ein tiefgreifendes Verständnis für vergangene, aktuelle und mögliche zukünftige Zustände vermittelt wird. Dabei werden klimatologische, geomorphologische, hydrologische, biologische und pedologische Prozesse betrachtet. Dieses Wissen wird im weiteren Verlauf auf Geosysteme aus anderen Räumen übertragen, um deren Stabilität gegenüber Umwelteinflüssen zu vergleichen und zu bewerten.

Methodisch setzt der Studiengang auf forschendes Lernen: Studierende erheben eigene empirische Daten im Gelände und im Labor, testen Hypothesen und beantworten Forschungsfragen. Mit diesem problem-zentriertem Lernansatz werden wissenschaftliche Methoden in einem realen Problemumfeld von den Studierenden erprobt und lösungsorientiert eingesetzt. Besonders im Fokus liegen dabei die Anwendung von Geoinformationssystemen und der Umgang mit Geodaten. So werden die Studierenden darauf vorbereitet, lokale Dynamiken des Klima- und Umweltwandels zu erkennen und als künftige Entscheidungsträger/innen Lösungen zu entwickeln, die der Komplexität unserer Umwelt gerecht werden.

Weitere Informationen auf den Webseiten des Instituts für Geographie