HDM: Weniger frontal – mehr Diskussion: Wie der "umgedrehte Unterricht" Lehre lebendiger macht
- https://www.uni-giessen.de/de/ueber-uns/veranstaltungen/fortbildung/weniger-frontal-mehr-diskussion-1
- HDM: Weniger frontal – mehr Diskussion: Wie der "umgedrehte Unterricht" Lehre lebendiger macht
- 2025-10-04T09:00:00+02:00
- 2026-10-04T23:00:00+02:00
04.10.2025 09:00 bis 04.10.2026 23:00 (Europe/Berlin / UTC200)
Justus Liebig Universität Gießen
alle Lehrende
Start 04.11.2026, Anmeldeschluss 04.10.2025, zur Anmeldung
Inhalt
Viele Lehrende kennen das Problem traditioneller Hochschullehre: Die reine Wissensvermittlung nimmt in der gemeinsamen Unterrichtszeit so viel Raum ein, dass für Diskussionen, Übungen und die vertiefte Anwendung des Gelernten oft nicht genügend Zeit bleibt. Auf der anderen Seite wird das Potenzial des Selbststudiums, für das in Modulhandbüchern ein großes Zeitkontingent vorgesehen ist, zu wenig didaktisch in den Blick genommen.
Hier setzt das Konzept des Flipped Classroom an und kehrt die traditionellen Lernphasen um. Auch unter den Bezeichnungen Inverted Classroom oder „umgedrehter Unterricht" bekannt, verlagert es die reine Wissensvermittlung in das asynchrone Selbststudium der Teilnehmenden, während die gemeinsame Zeit für vertiefende, synchrone Aktivitäten genutzt wird. Ziel ist es, gemeinsame Präsenzzeit durch den sozialen Austausch und die kollaborative Bearbeitung von Aufgaben aufzuwerten. Dabei handelt es sich nicht um eine Methode im klassischen Sinn, sondern um ein Konzept, das die gesamte Veranstaltungsplanung prägt – besonders für Vorlesungen und input-orientierte Seminare mit bis zu 100 Studierenden.
Im Workshop erarbeiten Sie die didaktischen Grundlagen, um den Wechsel zum Flipped Classroom erfolgreich in Ihrer eigenen Lehrveranstaltung umzusetzen. Im Fokus steht dabei die Strukturierung des Lernprozesses. Dazu wird die Veranstaltung selbst nach dem Flipped-Classroom-Prinzip durchgeführt: In Selbstlernphasen analysieren Sie Ihre eigene Lehrveranstaltung auf Potenziale für eine Umgestaltung, in gemeinsamen Online-Meetings vertiefen Sie die Inhalte und geben sich gegenseitig Peer-Feedback zu Ihren Umsetzungsideen. Dabei dient eine Lernzieltaxonomie als Orientierungsmodell, um zu entscheiden, welche Inhalte sich für die Selbstlernphase und welche für die gemeinsame Präsenzzeit eignen. Zudem erarbeiten wir gemeinsam, wie Aufgaben und Methoden für asynchrone und synchrone Phasen lernzielorientiert gestaltet werden können.
Der Workshop zielt darauf ab, Sie in die Lage zu versetzen, Ihren Unterricht lernendenzentriert zu gestalten und die gemeinsame Präsenzzeit didaktisch wirksam zu nutzen. Besonders profitieren Lehrende, deren Veranstaltungen aktuell stark von Wissensvermittlung geprägt sind und in denen wenig Zeit für Diskussion, Übung und Anwendung bleibt. Zudem setzen wir uns mit der Frage auseinander, wie Sie mit Studierenden, die unvorbereitet in die Präsenzphase kommen, souverän umgehen können, ohne Inhalte zu wiederholen. Am Ende des Workshops können Sie die nächsten Schritte zur Umgestaltung Ihrer Lehrveranstaltung benennen und Ihre eigenen Erfahrungen aus dem Workshop bewusst in Ihre Lehrpraxis übertragen.
Hinweis: Während der ersten Selbstlernphase benötigen Sie die Beschreibung ihrer Lehrveranstaltung bzw. des Moduls aus dem Modulhandbuch.
Referent*in
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Dr. Antje Müller
Gruppe Medien und E-Learning, Hochschulrechenzentrum, Justus-Liebig-Universität Gießen
Ort
Termine und Ablauf
Der Workshop besteht aus mehreren Teilen:
- 1. individuelles Selbststudium: Vorbereitung (1 Stunde)
- 2. synchrones Online-Treffen am Mittwoch, den 04.11.2026 von 09:00 bis 11:00 Uhr (2 Stunden)
- 3. individuelles Selbststudium: Konzeptionierung des eigenen Unterrichts (1 Stunde)
- 4. synchrones Online-Treffen am Mittwoch, den 11.11.2026 von 09:00 bis 11:00 Uhr (2 Stunden)
Arbeitseinheiten