storms oder von tränen, die wurzeln schlagen / Eng: storms or rooting tears
- https://www.uni-giessen.de/de/fbz/fb05/atw/veranstaltungen/2025/storms
- storms oder von tränen, die wurzeln schlagen / Eng: storms or rooting tears
- 2026-05-23T18:00:00+02:00
- 2026-05-23T19:30:00+02:00
23.05.2026 von 18:00 bis 19:30 (Europe/Berlin / UTC200)
Theaterlabor Gießen
wanda berger (sie/keine | she/they), daniel kailer (keine | None), luise steinbach (sie/ihr | she/her), emma kommert (sie/ihr | she/her), johannes demmler (er/ihm | he/him), caro w. müller (keine | none), jonah helfert (keine | they/them), joana ferraz (sie/keine | she/they)
DE: Wir wurden erschaffen als Korrektiv, wir wurden erschaffen, weil scheinbar klar war, dass dieses Sinnliche und Schöne hineingeboren wurde in eine Welt, die es gaslighten, kleinhalten, belittlen, ‘reinhalten', die es missbrauchen, vergewaltigen und töten will. "storms oder von tränen, die wurzeln schlagen", erzählt in loser Anlehnung an die griechischen Tragödien der “Orestie” des antiken Dichters Aischylos, von Erinnyen - Rachegöt*innen - und erforscht, warum wir so fucking zornig und erschöpft sind. Eine Welt, in der über allem das Damoklesschwert patriarchaler Gewalt hängt, grinds u down. Was ist das für ein Gefühl, das in uns hochklettert, wenn wir eine Ungerechtigkeit erleben? Ist es eher die Eiseskälte, die den Blick frieren lässt und die Beine schwer macht? Oder doch eher ein Brodeln, ein Kitzeln, die geballte Faust in der Hosentasche und Speichel der Fäden zieht? Und was ist eigentlich, wenn diese Ungerechtigkeit so groß und so alt ist, dass sich schon Generationen dagegen gestemmt haben und sie trotzdem immer noch täglich mehrere hundert Menschen das Leben kostet? Gibt es dann nur noch Selbstauflösung? "storms" erzählt vom Wüten, vom Rasen, vom Schlachten und vom Stürmen, aber vor allem vom einander Begleiten. "storms" ist eine Rachefantasie, die ins Stocken gerät.
ENG: We were created as a corrective; we were created because it seemed clear that this beauty was born into a world that seeks to gaslight it, keep it down, belittle it, keep it 'pure,' and that seeks to abuse, rape, and kill it. - Storms or Tears That Take Root" loosely based on the Greek tragedies of the "Oresteia" by the ancient poet Aischylos, tells of the Erinyes - goddesses of vengeance - and explores why we are so fucking angry and exhausted. A world in which the sword of Damocles hangs over everything, grinding us down. What is that feeling that wells up inside us when we witness an injustice? Is it more like an icy breeze that freezes our gaze and weighs down our legs? Or is it more of a seething, a tingling - a clenched fist in our pocket and saliva forming threads? And what if this injustice is so vast and so old that generations have already fought against it, yet it still claims the lives of hundreds of people every day? Is self-destruction the only option left? "storms" tells of rage, of rampaging, of slaughter, and of storming - but above all, of walking alongside one another. "storms" is a fantasy of revenge that comes to a standstill.
Weitere Aufführung: 24.05.2026, 16 Uhr
- Performance
- Abschlussstück
