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Auf den Spuren der Jäger der Nacht

 
Radtour mit Fledermausbeobachtung am 27. Juni – Professur für Säugetierökologie stellt sich mit Exkursion im Rahmen der streIFZüge vor

Nr. 142 • 22. Juni 2010


Unbemerkt jagen die Fledermäuse schnell und geräuschlos Nacht für Nacht in unserer Umgebung und erbeuten dabei unzählige Mücken und andere „Plagegeister“. So fressen alleine die Wasserfledermäuse aus dem Gießener Philosophenwald pro Jahr etwa 100 Kilogramm Insekten im Stadtgebiet. Ihre faszinierende und effiziente Jagdstrategie über Gewässern kann man sehr gut in warmen Sommernächten beobachten. Interessierte haben dazu Gelegenheit am Sonntag, 27. Juni 2010:  Prof. Dr. Jorge A. Encarnação (Professur für Säugetierökologie) lädt im Rahmen der „streIFZüge“ des Interdisziplinären Forschungszentrums (IFZ) zu einem wissenschaftlichen Sonntagsausflug ein. Per Rad folgen die Teilnehmer den Spuren der Jäger der Nacht und erfahren mehr über die Biologie und Ökologie dieser interessanten Tiere.

Treffpunkt ist um 20.30 Uhr mit Fahrrädern am Seniorenzentrum am Philosophenwald (Tannenweg 56, Gießen), um die Tiere beim Verlassen ihrer Baumquartiere zu beobachten und auf ihrem Weg in die Jagdgebiete zu begleiten. An den Schwanenteichen leistet man ihnen bei ihrer Vorspeise Gesellschaft, bevor es zum Hauptgericht weiter auf ihrem Flugweg zur Lahn geht.
 
Wegen ihrer speziellen Lebensweise gehören Fledermäuse zu den Leitarten des Naturschutzes und sind wegen ihrer Indikatorfunktion interessante Objekte tierökologischer Forschung. Unter den mitteleuropäischen Säugern sind sie sicherlich die geheimnisvollste und gleichzeitig die am stärksten gefährdete Tiergruppe. An der Justus-Liebig-Universität (JLU) wird die Ökologie einheimischer Säugetiere seit November vergangenen Jahres von Prof. Encarnação, Professor für Säugetierökologie, in verschiedenen Forschungsprojekten wissenschaftlich untersucht und im Rahmen des Biologiestudiums vermittelt.

Prof. Encarnação hofft, mit seinen Forschungsarbeiten Grundlagen und Instrumente für effektiven Artenschutz mit weiterentwickeln zu können. „Neben der Beantwortung grundsätzlicher Fragen zur Ökologie und Schutz von Säugetieren, sind zielführende Situations- und Gefährdungsanalysen für heimische Arten und ihre Lebensräume erforderlich“, so Encarnação. „Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sind essentiell für Schutzkonzepte, Leitlinien und Empfehlungen zu artenschutzrelevanten Fragestellungen bei Maßnahmenplanungen und bei Eingriffen“.

  • Termin:

Sonntag, 27. Juni 2010, 20.30 Uhr
Treffpunkt (mit Fahrrädern): Seniorenzentrum am Philosophenwald, Tannenweg 56, Gießen

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

  • Kontakt:

Prof. Dr. Jorge A. Encarnação, Professur für Säugetierökologie
IFZ – Tierökologie & Spezielle Zoologie
Heinrich-Buff-Ring 26, 35392 Gießen
Telefon: 0641 99-35701

Herausgegeben von der Pressestelle der Universität Gießen, Telefon: 0641 99-12041

Wasserfledermaus. Foto: Marko König
Wasserfledermaus. Foto: Marko König